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High-Magic Fantasy auf der Erde / Parallelwelt?
blut_und_glas:
--- Zitat von: Slayn am 27.08.2014 | 08:54 ---Wirf doch mal einen Blick auf Ars Magicka und die oWoD, besonders Mage ....
--- Ende Zitat ---
...oder auf The Red Star, auch wenn das natürlich mit Umbenennungen - bei unveränderter Geografie - arbeitet (und von der Zeit her offensichtlich "zu spät" liegt).
Die "Schwierigkeit" ist höchstens, sich für eine ansprechende Epoche zu entscheiden. Aber wenn wir die "Einführung" von Magie nicht als Divergenzpunkt verwenden, sondern einfach entscheiden, dass sie eben da ist und war, und die historische Entwicklung davon unbeeindruckt in weitgehend gleichen Bahnen verlaufen ist, dann könnten wir zum Beispiel auch gleich noch weitere Schindluder treiben und uns einen anachronistischen Flickenteppich bauen und Alexanders Weltreich neben Trajans Imperium pflanzen (mit Wikingern im Norden und Dschingis Kahn im Osten und ...).
mfG
jdw
Feuersänger:
Ars Magicka kenne ich nur dem Namen nach, aber ist WoD nicht so eine Art versteckte Parallelgesellschaft angesiedelt in der realen Geschichte? Harry Potter-Style?
--- Zitat von: Text am 27.08.2014 | 08:58 ---Kennst du Better than any Man (Abenteuer für Lamentations of the Flame Princess)?
--- Ende Zitat ---
Derlei obskure Nischenprodukte kenne ich natürlich nicht. Nie auch nur den Namen gehört, um ehrlich zu sein.
--- Zitat ---Grundsätzlich sehe ich den Reiz in der realen Welt zu spielen. Aber was ist der Mehrwert einer Setting-Beschreibung für die reale Welt? Was bietet die was ein Gedchichtsbuch nicht besser und authentischer bietet? (Warum man neben der Existenz von Magie und so unbedingt noch eine alternative Geschichte haben will erschließt sich mir nicht so recht.)
--- Ende Zitat ---
Das liegt doch auf der Hand:
1. man spart sich eine mehr oder weniger uninspirierte künstliche Geographie
2. Magie
3. mit Magie _muss_ sich quasi die Weltgeschichte anders abgespielt haben. Alleine schon durch die Möglichkeiten der Kommunikation.
Slayn:
@Feuersänger:
Ars Magicka spielt im "Mythic Europe" und bindet alle möglichen phantastischen Elemente sehr bodenständig ein. Das Magiesystem ist gelinde gesagt der Hammer und die Info-Bände zum Setting an sich hervorragend, durchaus weil sie sehr gut recherchiert wurden.
Das Quellenbuch "Transforming Mythic Europe" befasst sich eigentlich ausschließlich mit den ganzen Wenn-Dann-Fragen die sich unter dieser Prämisse stellen können.
Was die oWoD angeht kommt es auf die Epoche an in der gespielt wird. Die versteckte Parallelgesellschaft gibt es in den späteren Epochen, bis hin zur Renaissance ist da schon ordentlicher Shit dabei. "Sorcerers Crusade" ist ja z.B. einen Blick wert.
Text:
--- Zitat von: Feuersänger am 27.08.2014 | 09:17 ---Derlei obskure Nischenprodukte kenne ich natürlich nicht. Nie auch nur den Namen gehört, um ehrlich zu sein.
--- Ende Zitat ---
Bin mir gerade nicht sicher ob das jetzt Ironie ist oder ernst gemeint.
Falls ernst gemeint: schau es dir mal an! (gibt es sogar kostenlos zum Download)
--- Zitat von: Feuersänger am 27.08.2014 | 09:17 ---Das liegt doch auf der Hand:
1. man spart sich eine mehr oder weniger uninspirierte künstliche Geographie
2. Magie
3. mit Magie _muss_ sich quasi die Weltgeschichte anders abgespielt haben. Alleine schon durch die Möglichkeiten der Kommunikation.
--- Ende Zitat ---
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten mit der realen Welt (und der realen Geschichte zu spielen): Entweder die Existenz von Magie ist ein gut gehütetes Geheimnis (die selben Ereignisse, die selbe offizielle Geschichtsschreibung, aber in Wirklichkeit steckt oft Magie dahinter). Oder aber Magie kommt von wo anders her (Unterwelt, fernes Land, ...) und das "Setting" beginnt in dem Moment des Umbruchs wo die Magie mit der realen Welt kollidiert.
Wenn du wirklich in einer klassischen High Magic Welt spielen willst, in der Magie seit tausenden Jahren zum Alltag gehört, verlierst du meiner Meinung nach den Effekt in der realen Geschichte zu spielen (der Unterschied zwischen High Magic "Ägypten" und "Osirion" erschließt sich mir nicht, außer vielleicht das Argument mit den Landkarten). Siehe auch die oben schon erwähnte Einleitung zu dem LotFP Abenteuer ... die erklärt ganz gut worauf ich hinaus will.
Feuersänger:
--- Zitat von: blut_und_glas am 27.08.2014 | 09:10 ---Die "Schwierigkeit" ist höchstens, sich für eine ansprechende Epoche zu entscheiden. Aber wenn wir die "Einführung" von Magie nicht als Divergenzpunkt verwenden, sondern einfach entscheiden, dass sie eben da ist und war, und die historische Entwicklung davon unbeeindruckt in weitgehend gleichen Bahnen verlaufen ist, dann könnten wir zum Beispiel auch gleich noch weitere Schindluder treiben und mir einen anachronistischen Flickenteppich bauen und Alexanders Weltreich neben Trajans Imperium pflanzen (mit Wikingern im Norden und Dschingis Kahn im Osten und ...).
--- Ende Zitat ---
Wenn ich so drüber nachdenke, bin ich versucht, ganz früh anzusetzen, und zwar ausgehend von den Göttern und Kulten, und von da aus zu extrapolieren. Wie gesagt, in so einem Setting gäbe es die Götter wirklich, und sie würden in die Welt zumindest indirekt (über Agenten = Priester) eingreifen.
Man betrachte z.B. die Indogermanen: so vor ungefähr 3-4000 Jahren breiteten sie sich rapide und nachhaltig aus. Ihre Götter hatten sie zu dem Zeitpunkt schon und die blieben auch weitgehend gleich. Zeus, Jupiter, Tyr -- etymologisch gehen die alle auf die gleiche Wurzel (etwa "der Himmlische") zurück.
Wie oben schon gesagt, meine ich eben nicht, dass die Geschichte davon "unbeeindruckt" verlaufen ist - durch magische Kommunikationsnetzwerke wäre es z.B. plausibel, dass sich die Völker und Sprachen nicht dermaßen aufgesplittet hätten. Es könnte also sein, dass auf der Welt nur eine Handvoll Sprachen verwendet werden statt viele hunderte. Dass das auch politische Auswirkungen hätte, liegt auf der Hand.
Der eigentliche Einstiegspunkt wäre dann mehr durch das gewünschte Techlevel bedingt. Erfahrungsgemäß will man z.B. Plattenrüstungen und Zweihandschwerter haben. Typische Fantasy-Staples halt. Aber dieser Techlevel lässt sich freilich auch deutlich früher erreichen, wenn man das will.
Nebenbei, für Mongolen brauchst du nicht anachronistisch zu werden. Europa war immer wieder mal das Ausflugsziel zentralasiatischer Reiterhorden, ob sie nun Alanen, Hunnen oder eben Mongolen hießen. Für ein D&D-Setting kann man die Kameraden dann auch gleich durch die Gestalten ersetzen, die sie in den Augen westlicher Propagandisten immer schon darstellten: Orks und Hobgoblins.
--
@Slayn: Ars Magicka liest sich in der Tat interessant. Muss ich wohl mal nen Blick riskieren.
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