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Shadowrun: Capital Files "Volume/01 - MetaHuman Poker"

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Doc Letterwood:
.oOEndlich darf ich auch mal wieder hier posten... ;D

Herr Kaiser
Das "Hungarian" liegt verlassen in der Kölner Egidius-Straße. Eine Kehrdrone der Kölner Stadtreinigung rumpelt surrend vorbei, die Morgenluft riecht nach Abfall und dem Regen, den die News-Sprecher heute morgen fürs Wochenende angekündigt haben.
Die Stahltüren am Eingang sind mit Ketten gesichert, eine Überwachungskamera nimmt den Eingangsbereich in Augenschein.
Ansonsten ist nichts los an diesem frühen Morgen hier...

Ludovico:
Herr Kaiser achtete penibelst darauf, außerhalb des Sichtbereiches der Kamera zu bleiben und ging langsam und so unauffällig wie möglich in die Seitengassen, um um das Gebäude herumzugehen und nach Lüftungsschächten, weiteren Eingängen, Fenstern, Kameras, etc. zu schauen.

Doc Letterwood:
Das Gebäude, ein zweistöckiger, rechteckiger Klotz, ist wohl ein ehemaliges Fabrikgebäude - jedenfalls lässt das verrostete Schild "Höchler&Co. KG" darauf schließen.
Der Putz blättert allerorten ab und gibt das rötliche Gerippe von Backsteinen preis.

Die Fenster im ersten Stock sind mit Stahlplatten verschlossen, die im 2. Stock scheinen mit festgerosteten stählernen Außenjalousien verkleidet zu sein.
Die Leiter, die mal aufs Dach führte, wurde abgebaut. Von ihrer Existenz zeugen nur noch einige scharfkantige Stahlstifte, die an einer Stelle der Außenwand bis hinauf aufs Dach aus der Wand ragen.

Rundherum ums Haus führt ein betonierter Absatz, über dem stählerne Lüftungsgitter einbetoniert wurden. Der Absatz war offensichtlich mal dazu da, wenigstens ein bisschen Tageslicht ins Sousterrain, den Keller des Gebäudes zu bringen, doch offenbar wurden alle Fenster dorthin zugemauert.

Nur an einer Stelle gibt es noch einen möglichen Zugang, ein lautes Summen weist darauf hin: In eine Fensteröffnung wurde ein Lufttauscher-System gesetzt.
Drei große Ventilatoren ziehen die Luft aus der Disko und pumpen frische Luft hinein.

Weitere Eingänge wären eigentlich nur die beiden großen Rolltore an der Rückseite des "Hungarian". Beide sind allerdings vermauert und mit Graffiti - scheinbar Hungarian-Werbung, aber auf Russisch - besprüht.
Kameras sieht Herr Kaiser auf seinem Rundgang keine, außer derjenigen am eigentlichen Disko-Eingang.


Ludovico:
Zufrieden ging Herr Kaiser wieder zur Straße (immer noch außer Sichtweite der Kamera).
Der Einstieg sieht leicht aus. Scheinbar rechnen sie nicht damit, daß jemand bei ihnen einbrechen könnte.
Ha! Warum auch?
Wieso sollte die Russenmafia damit rechnen, daß jemand so blöd ist, ihnen was stehlen zu wollen und dann auch noch einen ihrer Köpfe?
Das wird uns den Job nur leichter machen.

Er nahm den nächsten Bus in seine Straße und begab sich nach Hause.
Während er auf den Anruf seiner Connection wartete, die prüfen wollte, ob die Kompositwaffen verfügbar seien, machte er einige Liegestütze und andere Übungen, während er nebenbei im Trid die Nachrichten schaute und danach einige der üblichen niveaulosen Talkshows.

Doc Letterwood:
Herr Kaiser:

"...und da hab isch zu ihm gesacht...hab isch gesacht, weissu krass Bescheid über dem Kind von die Tanja, des is von misch, und des kannsu nisch einfach so ein' Simsinn-Buchse schenk'n..."

Der brabbelnde junge Norm im Trid wurde auf stumm geschaltet, als das Trid eine eintreffende Nachricht meldete.

"Sie haben etwas bestellt?", stand dort im SMS-Fenster, das das Vidphon an den Trideoapparat sendete. "Wir haben eine Karanx Shade Striker für Sie aufgetrieben, komplett aus Keramik, ultraleicht. Kostet allerdings etwas mehr: 3.500 Ecu. Wenn Sie einverstanden sind, schicken Sie JA zu folgender Telekomnummer: 876786374661."

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