Das Tanelorn spielt > Capital Files
Shadowrun: Capital Files "Volume/01 - MetaHuman Poker"
Ludovico:
Herr Kaiser mußte sich ein Lachen verkneifen, konnte aber auch nicht umhin zu bemerken:
"Ein Stamm? Siehst mir gar nicht nach Indianer aus, Winnetou."
Herr Kaiser nahm einen Schluck Soymilch und wischte sich den Milchbart ab.
"Was haltet ihr davon, wenn wir mal ein paar Takte mit Schmidt plaudern? Sein Leibwächter dürfte nicht wirklich das Problem für uns sein, hugh?"
Preacher:
Wenn Blicke töten könnten, dann wäre Kaiser in diesem Augenblick nicht nur tot umgefallen, sondern regelrecht vaporisiert worden. Der eiskalte Blick, mit dem Messiah ihn bedachte wirkte umso beeindruckender durch die ungewöhnliche Augenfarbe des Elfs sowie die erstaunliche Ausdrucksstärke seiner Augen.
Der Spruch wird noch ein Nachspiel haben, Du Arschloch.
"ICH bin auch keiner. Aber schön, daß das sogar dir auffällt, Einstein."
Er atmete einmal tief durch, um sich wieder zu beruhigen.
"Es geht nicht um den einen Leibwächter, wobei der eventuell doch ein Problem darstellen könnte, sie haben ihn doch gesehen. Es geht darum, daß er sicher noch mehr auffahren kann, wenn er es will. Ich werde jedenfalls nicht einfach vor ihm auftauchen und ihn fragen was er will. Und das wird auch keiner der anderen tun. Wir werden uns anhören, was meine Leute zu sagen haben, wenn er wieder weg ist. Und wenn wir es dann für erforderlich halten, uns mit ihm zu treffen, dann werden wir das zu unseren Bedingungen an einem von uns zu bestimmenden Ort tun, ähnlich wie bei der Chip-Übergabe. Klar?"
Ludovico:
Herr Kaiser war das Lächeln mittlerweile vergangen. Das Thema war dafür doch etwas zu ernst.
"Klar kann Schmidt mehr auffahren, wenn er es denn will. Aber das braucht Zeit.
Ich denke, es wäre zumindest einen Versuch wert, ihn erstmal zu beobachten und wenn er tatsächlich nur mit dem Leibwächter alleine ist, ihm das Gleiche Schicksal wie Vak zukommen zu lassen, bloß mit dem feinen Unterschied, daß wir ihn niemanden übergeben."
Preacher:
"Und mit dem feinen Unterschied, daß er genau weiß, wer ihn hat und meine Leute kennt. Und das dürfte der Rest seiner Organisation, für wen auch immer er arbeitet, wohl auch tun. Deswegen fällt diese Option flach - ich werde nichts, ich wiederhole: NICHTS tun, was meinen Stamm gefährden könnte, klar?
Und wenn er nur halb so professionell ist wie ich vermute, kennt er mit Sicherheit auch Ihren Wohnsitz. Ich bin sicher, daß es auch für Sie höchst prickelns sein dürfte, wen Ihre Wohnung samt Nachbarschaft in Schutt und Asche gelegt wird - ganz abgesehen von Ihren Freunden und Verwandten - so Sie denn welche haben.
Schlussendlich besteht ja immer noch die Möglichkeit, daß er und tatsächlich helfen kann und will - und das wird er sicherlich nicht mehr, wenn wir ihn betäuben und entführen und am besten noch seinen Leibwächter geeken."
Ludovico:
"Lassen Sie mal meine Freunde und Verwandte meine Sorge sein", meinte Herr Kaiser kühl.
"Fakt ist aber nun mal zur Zeit, daß wir außer, daß wir uns auf die Straße stellen können und schreien, wo es denn ein Lesegerät für diesen verdrekten Chip gibt, kaum andere Optionen offen haben, als unseren Schmidt zu beschatten und eventuell zu entführen."
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