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D&D5 - Smalltalk
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Arldwulf:

--- Zitat von: aikar am 21.08.2022 | 17:32 ---Ich verstehe das Gejammer über "Oberflächliche und nicht individualisierte Charaktere" bei D&D5 nicht. Wenn es euch stört, dass Charaktere klischeehaft gebaut werden, gibt es eine einfache Lösung:
Macht es selbst nicht und sprecht eure (Mit-)Spieler:innen an.

D&D5 bietet genug Möglichkeiten (Volk, Hintergrund, Subklasse, Zauberwahl, Klassen-Features aus Tashas, Feats, Multiclassing + die grenzenlosen Möglichkeiten des Fluffs) zur Individualisierung. Wenn die in euren Gruppen nicht genutzt werden, dann ist das eine Entscheidung der Spieler:innen und kein Problem des Systems.
Und was Spieler:innen in anderen Gruppen machen, kann einem doch völlig egal sein.

Und wenn Individualisierung für euch nur mit den zig Detail-Sonderfähigkeiten und dutzenden Fertigkeiten von DSA/GURPS/Pathfinder funktioniert, dann redet mit eurer Gruppe darüber und wenn alle das so sehen, dann spielt halt diese Systeme.

--- Ende Zitat ---

Letztlich: Natürlich ist ein Systemwechsel eine Möglichkeit in solchen Fällen. Aber das gilt doch immer und bei Aussagen wie der von dir zitierten geht es doch nur um den Vergleich von Regeln.

Und dabei ist halt "alle Hintergründe machen mechanisch das gleiche, dies ist nur Fluff ohne Auswirkungen" etwas was Individualisierung nicht fördert.

Als Spielleiter würde ich mich wahrscheinlich hinstellen und sagen: na gut, wenn das System diesen Dingen keine Relevanz gibt, dann gebe ich sie ihnen halt. Und dies kann man immer machen auch ohne gleich das System zu wechseln.

"Mach es besser und umgeh Hindernisse wenn das System dir welche entgegenstellt" ist immer ein guter Rat.

Aber in einem Thread in welchem neue Regeln vorgestellt werden muss man auch über diese Regeln sprechen können, so wie sie dastehen und nicht wie man sie anpassen könnte.
Antariuk:

--- Zitat von: aikar am 20.08.2022 | 13:04 ---Bei all dem Theater das WotC gerade um Dominaria macht wundert es mich etwas, dass kein D&D-Band dafür angekündigt ist.

--- Ende Zitat ---

Ohne dass ich wirklich Überblick über aktuelle Release-Infos oder Leaks habe (außer das bereits verlinkte WotC-Video): Die Querbefruchtung zwischen MtG und D&D geschah ja bislang oft analog, nicht immer direkt - z.B. kamen 2017 der Ixalan-Block bei Magic mit Südsee-Flair und Dinos und Piraten zeitgleich mit Tomb of Annhililation raus, wo es viele thematische Überschneidungen gab, die Sache aber nicht in einem D&D Settingband mündete (glaube, es gab "nur" ein Plane Shift und dieses X Marks the Spot Abenteuer?).

Unter dem Aspekt halte ich es für möglich, dass Dragonlance als klassisches Setting hier das Gegenstück zu Dominaria United bildet, auch wenn das (für mein Empfinden) nicht hundertprozentig passt. Vom Releasezeitpunkt her liegen die beiden zumindest dicht beisammen. Und bisher kamen die MtG-Settingbände für 5E ja auch stets später, wenn der entsprechende Block schon nicht mehr der aktuelle war - ein Dominaria-Band ist also noch locker möglich, weil die angekündigten Releases für 2023 bestimmt noch nicht alles sind, was es geben wird (weil es weniger Output übers Jahr wäre).
aikar:

--- Zitat von: Arldwulf am 23.08.2022 | 17:49 ---Und dabei ist halt "alle Hintergründe machen mechanisch das gleiche, dies ist nur Fluff ohne Auswirkungen" etwas was Individualisierung nicht fördert.
--- Ende Zitat ---
Siehst du so, sehe ich anders.
Erstens einmal sind sie nicht mechanisch gleich (= alle haben die selben Regeln), sondern gleich aufgebaut (gleiche Anzahl Attributsboni und Übungen, ein Feat, gleiches Gold-Kapital). Jeder Hintergrund hat aber eine andere Kombination von Attributsboni, Übungen und Feat.

Das Ergebnis ist nicht viel anders, als es jetzt ist, nur dass an die Stelle der sehr schwammigen Merkmale jetzt klar geregelte Feats treten. Und es macht sehr einfach, eigene Hintergründe zu bauen, was die Individualisierung meiner Meinung nach sogar fördert und dabei die Balance erhält (gerade die Merkmale waren schon sehr unterschiedlich nützlich).

Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum man das +2/+1 der Attribute überhaupt beibehält und nicht einfach gleich mehr Attributspunkte zur Verteilung gibt.


--- Zitat von: Antariuk am 25.08.2022 | 23:52 ---Die Querbefruchtung zwischen MtG und D&D geschah ja bislang oft analog, nicht immer direkt - z.B. kamen 2017 der Ixalan-Block bei Magic mit Südsee-Flair und Dinos und Piraten zeitgleich mit Tomb of Annhililation raus, wo es viele thematische Überschneidungen gab
--- Ende Zitat ---
Die Theorie hatte ich auch lange, da hat Wizard aber irgendwann mal gesagt, dass diese scheinbare "Befruchtung" tatsächlich Zufall war. Und abseits von Strahd - Innistrad und ToA - Ixalan lässt es sich auch nicht beobachten. Zu Zendikar, Kaladesh, Amonkhet und allen späteren Ebenen, bei denen es nicht explizit D&D-Bände gab, gab es auch nichts "Ähnliches". Dominaria United (Krieg gegen Phyraxia) und Dragonlance in Relation zu setzen finde ich schon sehr gekünstelt.
Arldwulf:

--- Zitat von: aikar am 26.08.2022 | 07:34 ---
Das Ergebnis ist nicht viel anders, als es jetzt ist, nur dass an die Stelle der sehr schwammigen Merkmale jetzt klar geregelte Feats treten. Und es macht sehr einfach, eigene Hintergründe zu bauen, was die Individualisierung meiner Meinung nach sogar fördert und dabei die Balance erhält (gerade die Merkmale waren schon sehr unterschiedlich nützlich).

--- Ende Zitat ---

Individualisierung wird nur gefördert wenn es Relevanz im Spiel hat. Und wenn alle das gleiche bekommen existiert diese Relevanz nicht. Du sagst ja selbst man hätte die Attributsboni einfach über höhere Point Buy Werte realisieren können. Das gleiche gilt für Talente, Startgold und dergleichen. Die aktuelle Regelung bedeutet halt einfach nur: Jeder bekommt ein Talent, Attributsboni, Startgold usw. und ihr könnt einen Hintergrund definieren welcher erklärt warum ihr genau dies gewählt habt wenn ihr wollt. Aber es könnte auch jemand mit einem anderen Hintergrund das gleiche wählen.

Natürlich waren auch die vorherigen Merkmale nicht allzu viel. Besser wäre gewesen Hintergründe auszubauen, mit mehr Unterschieden zu versehen.

Aber es lässt sich kaum herumreden, das die vorgestellte Regelung das Gegenteil macht.
aikar:

--- Zitat von: Arldwulf am 26.08.2022 | 12:17 ---Natürlich waren auch die vorherigen Merkmale nicht allzu viel. Besser wäre gewesen Hintergründe auszubauen, mit mehr Unterschieden zu versehen.

Aber es lässt sich kaum herumreden, das die vorgestellte Regelung das Gegenteil macht.
--- Ende Zitat ---
Wir werden da auf keinen Nenner kommen, weil wir unterschiedliche Definitionen und Voraussetzungen für Charakterindividualisierung haben. Agree to disagree?  ;)
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