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| Raven Nash:
Die Sache ist die, dass die Eckpunkte des Settings zig-fach verwurstet wurden - aber meistens als historischer Unterbau. Die Anzahl gefallener Imperien in der Fantasy dürfte Legion sein. Für ein (Kauf-)Setting dürfte es auch recht schwierig sein, aus einer dynamischen Situation ein statisches Umfeld zu machen, bei dem es nicht ständig zu Unstimmigkeiten kommt. Midgard (Kobold) hat iirc zumindest zwei gefallene Imperien - allerdings eben bereits Jahrhunderte vor dem aktuellen Status Quo. Symbaroum hat ja auch zwei. Einerseits Symbaroum selbst (was aber tausende Jahre her ist), und andererseits das, aus dem die Menschen geflohen sind. Aber was Settings angeht: Kennst du eines, das auf Europa im 8. - 10. Jhdt basiert - und NICHT nur "Wikinger" behandelt? Oder eines, das "Renaissance" nicht nur auf Feuerwaffen beschränkt und sich zeitlich nicht auf die (viel spätere) deutsche oder englische Renaissance bezieht? ;) Was D&D betrifft besteht noch dazu der "Zwang", den ganzen PHB-Kram einbauen zu "müssen", was dann wieder dazu führt, dass sich Settings schnell mal gleichen. |
| tartex:
Klar, die Anzahl an Fantasy-Settings, die kein gefallenes Imperium haben, kann man an einem Finger abzählen. Selbst Dawnforge ist da kaum rumgekommen. (Deshalb musste ich da damals auch selber was basteln, als ich den Beginn einer Welt spielen wollte.) Aber es ist ja auch schön, dass es nach 50 Jahren anscheinend immer noch so riesige weiße Flecken auf der EDO-Karte gibt. |
| aikar:
Myranor evtl? Offiziell gibt es das Imperium zwar noch, aber es ist klar im Niedergang und in einigen Bereichen schon zerbrochen (und eindeutig vom römischen Reich inspiriert) |
| tartex:
--- Zitat von: aikar am 13.03.2023 | 08:24 ---Myranor evtl? Offiziell gibt es das Imperium zwar noch, aber es ist klar im Niedergang und in einigen Bereichen schon zerbrochen (und eindeutig vom römischen Reich inspiriert) --- Ende Zitat --- Dank dir ja auch ein D&D5-Setting. :) Dann müsste man wohl schon in eine bestimmte Region reinzoomen. Unter den Sternenpfeilern habe ich vor einigen Jahren gelesen und eigentlich einen anderen Vibe verspürt, aber auseinander nehmen kann man eine Provinz wohl auch direkt in der Kampagne. Ich höre mir gerade ein paar Uni-Vorlesungen zum Thema Spätantike an und die sind so voll mit Adventure-Hooks, da dachte ich mir das muss ja schon wer abgeerntet haben. |
| nobody@home:
Ich denke, speziell bei D&D sind gerade in der Jetztzeit zerbröckelnde Imperien "auf Spielerseite" mit deswegen so selten, damit die Kanon-Settingdesigner sich nicht der Frage stellen müssen, was denn eigentlich passiert, wenn hinreichend hochstufige und damit zwangsläufig mächtige Spielercharaktere diesen Niedergang aufhalten oder gar umkehren wollen. Das Interesse am aktiven Spiel mit der großen Settingpolitik scheint mir ja über die Editionen (und insbesondere mit dem Wechsel von TSR zu WotC -- wir erinnern uns, 3. Edition, "Back to the Dungeon!") gerade hier zunehmend abgeflacht zu sein... :think: Ist natürlich in erster Linie ein persönlicher subjektiver Eindruck, klar. Aber wann hat man das frühere Konzept, daß Spielercharaktere im Lauf ihres Werdegangs irgendwann ganz normal wieder aus den Dungeons rauskommen und selber anfangen, Macht und Verantwortung in der Zivilisation zu übernehmen, zuletzt ernsthaft in den D&D-Regeln betrachtet gesehen? |
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