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D&D5 - Smalltalk
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bolverk:

--- Zitat von: ThinkingOrc am  7.11.2023 | 11:11 ---Ich denke wenn du das obligatorische "Bist du dir sicher, dass du das tun willst?" vorher gefragt hast, hast du dir nichts vorzuwerfen.
Wäre ja auch egal, ob nach zwei oder vier Hieben...

--- Ende Zitat ---
Ich bin mit mir im Reinen. Die üblichen Disclaimer habe ich zuvor alle abgearbeitet, die Gruppe wusste, dass Flucht immer eine Option ist, welche relativ zuverlässig funktioniert. Die Gruppe wusste um den Perma-Death und darum, dass die Zufallsbegegnungen nicht unbedingt ihrem Level entsprechen werden. Diese Soforttodregel ist bei uns weder vorher noch nach dem Zyklopen jemals wieder zum tragen gekommen und wir haben drei Abende später zufällig einen Barden der dritten Stufe getroffen, der gerade Zeit hatte und sich der Gruppe angeschlossen hat. Da war also der Charaktertod also trotzdem völlig nebensächlich.
aikar:

--- Zitat von: Raven Nash am  7.11.2023 | 12:17 ---Kelly von Dork Tales hat ein interessantes "Sicherheitsnetz": Wenn ein SC stirbt (sei das durch Max-HP oder versiebte Death Rolls), bekommt der Spieler die Chance, zu erklären, was den Char am Leben festhalten lässt. Derjenige muss dann eben z.B. in der Backstory, der bisherigen Story, usw. graben, um zu erklären, warum die Seele des Chars nicht einfach ins Jenseits wandert, wie das üblich wäre.

--- Ende Zitat ---
Erinnert mich an den Spielzug bei Dungeon World: Wenn da ein Charakter stirbt muss/kann er mit dem Tod feilschen. Inkl. Charisma-Wurf  ;D
JS:

--- Zitat von: ThinkingOrc am  7.11.2023 | 11:11 ---Ich denke wenn du das obligatorische "Bist du dir sicher, dass du das tun willst?" vorher gefragt hast, hast du dir nichts vorzuwerfen.

--- Ende Zitat ---

Er hätte sich auch ohne die Phrase nichts vorzuwerfen, wenn Spieler nicht mehr selbst fähig sind, die möglichen Konsequenzen ihres Handelns mal VORHER zu überdenken und offensichtliche Risiken abzuwägen.
Camouflage:

--- Zitat von: bolverk am  7.11.2023 | 10:54 ---Ich habe auch mal einen drittstufigen Charakter mit zwei Hieben gekillt. Dazu brauchte es einen Zyklopen (CR6) und einen Crit, außerdem einen bereits angeschlagenen Barden mit einer Konstitution von 12. Eine ungünstige Kombinations also. Der erste Hieb brachte den Charakter auf unter 10 Trefferpunkte, der zweite war der Krit und durch damit sofortiger Tod durch massiven Schaden. Der Charakter war bei -35HP, wenn mich nicht alles täuscht.
--- Ende Zitat ---

Im Fall des Palas in meiner Runde waren es dann ganz schnöde ein versemmelter und ein verpatzter Todesretttungswurf (4 und 1 glaub ich). Aber Hoard of the Dragon Queen kommt ja auch gleich in Kapitel 1 mit nem Encounter bei dem die einzige Möglichkeit keinen TPK zu bauen darin besteht, dass der Gegner die SC's komplett ignoriert.
Trollkongen:

--- Zitat von: bolverk am  7.11.2023 | 12:45 ---Ich bin mit mir im Reinen. Die üblichen Disclaimer habe ich zuvor alle abgearbeitet, die Gruppe wusste, dass Flucht immer eine Option ist, welche relativ zuverlässig funktioniert.
--- Ende Zitat ---

Das ist ja eh so eine Sache. Irgendwie ziehen sich SC niemals aus einem Kampf zurück, das ist jedenfalls meine Beobachtung als Spielleiter. (Und ich muss gestehen: Als Spieler mache ich das auch eher selten.)

Klar, es gibt Systeme, in denen der Tod plötzlich und schnell kommt, so dass keine recht Gelegenheit zur Flucht besteht. Aber bei D&D5 ist's recht gut absehbar. Oder, um bei dem Beispiel zu bleiben: Mit 10 HP im Kampf gegen einen Zyklopen nicht zumindest einen taktischen Rückzug anzutreten, ist schon ein wenig dumm.

Woran liegt das?

Ich kenne es jedenfalls, dass die Spieler das hart austragen müssen. Nur noch eine Handvoll Hitpoints und durchaus gefährliche Gegner in der Nähe? "Ich greife an!" Ich erinnere mich an einen Fall, in dem sich der Ranger und der Wizard (Level 2) durch Goblins schnetzelten. Der Wizard wurde von ein oder zwei Gobbos getroffen, aber blieb halt in der Offensive. Hat er dann auch knapp geschafft ohne zu sterben, und das war entsprechend triumphal, aber als SL habe ich Blut und Wasser geschwitzt, denn das war eben verdammt knapp. Und der Kampf ziemlich irrelevant, zumindest hätte er erstmal abgebrochen oder anders fortgeführt werden können.

Liegt's aber neben so einem Die-hard-Hero-Komplex vielleicht auch daran, dass Flucht oft nicht aussichtsreich erscheint?

Schon regeltechnisch ist das bei D&D5 ja so ein Ding: Action Disengage und dann 30 Fuß weit laufen. Joa. Selbst wenn der Gegner nicht hinterherkommt (was oft ja problemlos möglich wäre), kann man über die Distanz ja alles werfen, von ohnehin bestehenden Fernangriffen, etwa magischen, ganz abgesehen.

Klar, auf höheren Stufen hat man mehr Möglichkeiten, aber die Gegner eben auch.

Machen wir Spielleiter einen Rückzug nicht "attraktiv" genug?
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