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| Gunthar:
Neeerv. WotC hat wirklich keine gute Übersetzungsqualität in den deutschen Büchern. Dank dem unsereiner auch in den englischen Foren unterwegs ist, wurde wiedermal ein Übersetzungspatzer gefunden. Im Deutschen kann der Feenwanderer (TCE) mit dem Grässlichen Schlag einmal pro Runde bei einem Waffenangriff 1W4 psychischen Schaden zusätzlich anrichten. In der englischen Version ist das hingegen einmal pro Kreatur pro Runde. Wenn man also zwei verschiedene Kreaturen angreift, kann man zweimal den 1W4 anwenden, einmal pro Kreatur. |
| nobody@home:
Nebenbei fällt mir spontan genau ein Drachentöter ein, der tatsächlich mit vergifteten Waffen gearbeitet hat, und das ist John Aversin aus Barbara Hamblys "Dragonsbane" (übersetzt als "Der schwarze Drache"). Der war aber auch sonst eher recht untypisch (der Besucher, der ihn gegen den besagten schwarzen Drachen zu Hilfe holen wollte, war denn auch entsprechend erstaunt bis enttäuscht...ein Drachentöter mit Lesebrille?) und hätte gegen den oder die Drachen, den/die er tatsächlich getötet hat, persönlich gar nichts gehabt, wenn es als Lord seiner Gegend nicht eben auch zu seiner Pflicht gehört hätte, deren Menschen zu beschützen...da fällt die Anwendung von Gift also auch mehr unter "nötige Ausrüstung für genau diesen einen Scheißjob". |
| Ainor:
--- Zitat von: nobody@home am 22.11.2023 | 11:11 ---(Nachsatz: Ein Stück weit mag da für mich auch noch die Realismusfrage mit hineinspielen. Ja, D&D hat Gifte mit starker Instant-Wirkung, und Hollywood gibt uns die hier und da auch schon mal -- aber sowohl in der realen als auch in der cinematischen Praxis ist es doch so, daß sich der Einsatz von Giften im Kampf als Routinemaßnahme nie durchgesetzt hat. Und das färbt dann natürlich auch auf meine Vorstellung davon, was meine Charaktere wohl auf ihre Abenteuer mitnehmen würden, mit ab.) --- Ende Zitat --- Das ist der springende Punkt. Gift sorgt weniger dafür dass man selber gewinnt, und mehr dafür dass der Gegner nicht gewinnt..... Insofern ist der Preis natürlich in erster Linie eine Konsequenz daraus dass man Klingengift nicht zum Standard machen will, und im Prinzip als völlig überhöhter Schwarzmarktpreis zu verstehen. --- Zitat von: nobody@home am 22.11.2023 | 11:11 ---Ein Stück weit mag wohl auch noch das alte "Gift benutzen nur die Bösen, und das seid ihr doch nicht!...oooder?"-Vorurteil mitschwingen. --- Ende Zitat --- Was heisst hier Vorurteil? Immerhin hat es das in die Haager Landkriegskonvention geschafft. --- Zitat von: aikar am 22.11.2023 | 11:25 ---Das gilt übrigens auch für die Gifte im DMG. Purpurwurmgift macht im Optimalfall einmalig 49 Giftschaden, bei einem erfolgreichen Rettungswurf (der gegen SG19 zugegeben unwahrscheinlicher ist, aber bei großen Biestern auch nicht unmöglich), nur die Hälfte. Beides fällt bei heftigeren Gegnern nur mäßig ins Gewicht angesichts der 2.000 GM die es kostet. Schlangengift macht bei einem misslungenen Rettungswurf gegen SG11 10 Schaden, sonst nur die Hälfte. Für 200 GM. Wyverngift 24 (!) Schaden, die Hälfte bei gelungenen Rettungswurf SG15. 1.200GM/Dosis. Da sind wir schon im Preisbereich einiger seltener magischer Gegenstände. --- Ende Zitat --- Wenn man Gifte mal mit 3E vergleicht gab es da auch Low level Gifte, z.B. 1w6 Con und DC 11 für 110 GM. Ist halt etwas mehr, dafür aber nur ein Einsatz. Im Endeffekt wird es auf einen einstelligen Schadensbetrag hinauslaufen, und auf mittleren Stufen, wo man sich sowas leicht leisten kann ist es völlig nutzlos. Bei den stärkeren Giften gegen höherstufige hat man ähnliche Preise (2000 - 4500) und man wird auf ähnliche Schadenswerte kommen, aber die Gegner die man wirklich loswerden will werden die DC 20 Saves schaffen. Insofern ist das Purpurwurmgift vermutlich für denselben Preis deutlich besser, weil es immer Schaden macht und fast niemand DC 19 zuverlässig schafft. Und Giftimmunität ist in 3E ja genauso verbreitet. |
| diogenes:
Schlangengift für 200 ist vermutlich tatsächlich ein bisschen überteuert, aber 2000 für Purpurwurmgift? Wenn man sich überlegt, wo es herkommt, ist das gar nicht so teuer. Macht es natürlich nicht effektiver, aber den König des Nachbarlandes sollte es doch recht zuverlässig umlegen. |
| Raven Nash:
--- Zitat von: Ainor am 22.11.2023 | 16:38 ---Was heisst hier Vorurteil? Immerhin hat es das in die Haager Landkriegskonvention geschafft. --- Ende Zitat --- Dann müsste aber Cloudkill komplett geächtet sein - das ist nichts anderes als Senfgas. ;) IMHO hat die Sache mit dem Gift in D&D keinen "moralischen" Hintergrund, sondern einfach den, dass man verhindern will, dass SCs die Wirkung erleiden. Denn jede Giftschlange, Spinne, etc. wäre dann massiv gefährlich. Von Assassinen mal ganz abgesehen. |
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