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D&D5 - Smalltalk
aikar:
--- Zitat von: Feuersänger am 21.06.2024 | 10:07 ---Wie heißt es so schön: "Sometimes a song is great because it was released when I was 17".
Nehme an, bei Rollenspielsettings ist es ähnlich.
--- Ende Zitat ---
Das sicherlich, Nostalgie ist eine starke Macht.
Was ich aber immer wieder erlebe und nicht verstehe ist, dass Leute so tun, als ob durch was neues das alte weniger wert wird. Änderungen an Settings, neue Sachen im selben Franchise, ...
"Durch die Serie/Buch XY wurde <Hier beliebtes Franchise einfügen> komplett ruiniert!einself!"
"Ich lese/schaue/spiele das nie wieder!!!"
Als würden auf einmal alle alten Bücher und Filmdatenträger in Flammen aufgehen.
War die letzte GoT-Staffel gut? Nicht so wirklich (aber auch nicht so schlecht wie getan wird). Werden dadurch alle Staffeln davor entwertet und können nie wieder angeschaut werden? Sicher nicht.
Selbes mit Star Wars, Star Trek, Mittelerde (Ringe der Macht), etc.
Und eben auch mit Rollenspielen. Es muss einem nicht alles gefallen. Dann ignoriert man es halt und kauft es nicht. Thema erledigt.
Genau das gleiche wie vor 30 Jahren wird man nicht mehr kriegen, die Welt dreht sich weiter und die heutigen Käufer:innen hätten daran kein Interesse mehr.
schneeland:
--- Zitat von: aikar am 21.06.2024 | 10:20 ---War die letzte GoT-Staffel gut? Nicht so wirklich (aber auch nicht so schlecht wie getan wird)? Werden dadurch alle Staffeln davor entwertet und können nie wieder angeschaut werden? Sicher nicht.
Selbes mit Star Wars, Star Trek, Mittelerde (Ringe der Macht), etc.
Und eben auch mit Rollenspielen. Es muss einem nicht alles gefallen. Dann ignoriert man es halt und kauft es nicht. Thema erledigt.
Genau das gleiche wie vor 30 Jahren wird man nicht mehr kriegen, die Welt dreht sich weiter und die heutigen Käufer:innen hätten daran kein Interesse mehr.
--- Ende Zitat ---
Was den ersten Satz angeht bin ich umgekehrt über Aussagen in dieser Richtung immer relativ erstaunt und würde ich relativ klar widersprechen - für mich ist das quasi vollkommen evident, dass das Ende einer Geschichte die Wahrnehmung des vorherigen Verlaufs beeinflusst.
Was das Rest angeht, ist allerdings richtig: wenn ich in der Vergangenheit eine Geschichte (egal ob jetzt als Serie, Buch, Rollenspiel,..) hatte, die ich mochte, dann ist es erstmal verständlich, wenn man gern etwas hätte, das daran anknüpft und die gefühlsmäßig den gleichen Punkt trifft (geht mir auch oft so); aber die Chance, dass das passiert, wenn die Fortsetzung 20 oder 30 Jahre später erscheint, ist jetzt nicht so richtig hoch. Und da kann man sich dann natürlich immer noch ein bisschen ärgern (und ein bisschen rumgranteln mit anderen Altfans geht ja auch immer ;D), aber dann ist es m.E. gesünder, wenn man für sich selber einen Schlussstrich zieht und festhält, dass die neuen Sachen eben nicht mehr für einen selbst gemacht werden, sondern z.B. für die Leute, die jetzt so alt sind wie man es damals war.
Und den Bogen zurückgeschlagen zur 5e: ich habe zu den konkreten Änderungen bei Greyhawk noch nichts gelesen, würde aber fest damit rechnen, dass auch dort Kanten abgeschliffen werden und dafür gesorgt wird, dass alle Völker irgendwo ihre Ecke haben, damit Spieler nicht in ihrer Auswahl eingeschränkt werden. Bin kein Fan dieser Strategie, aber da kommt dann das "nicht (mehr) die Zielgruppe" von oben zum Tragen.
Und so weit, dass aus "Iuz, the Evil" dann "Iuz, the Misunderstood" wird, werden sie dann aber wohl nicht gehen (obwohl ich das schon fast wieder lustig fände ;D ).
BobMorane:
Was ich da nicht so recht verstehe ist, seit ca 20 Jahren wird Greyhawk als Setting nicht mehr offiziell unterstützt, warum betreibt man dann überhaupt dieses Greyhawk Namedropping, wenn die offizielle Spielwelt die Realms sind?
Den "jüngeren" Spielern ist es egal und bei den älteren wird man häufiger eher auf Verärgerung stossen. Da ist doch kein Blumentopf zu gewinnen.
Für mich ist dann was andres, wenn man ein Altsetting neu auflegen will und dann mal drüber schaut, wie das gealtert ist, was objektiv gesehen einfach schlecht ist und entsprechend das Setting überarbeitet.
schneeland:
Ich sehe das schwerpunktmäßig als Werbemaßnahme, mit der man noch ein paar Altspieler dazu motivieren möchte, die 2024er-Bücher zu kaufen.
Zudem war m.W. das Ziel, den DMG zu überarbeiten und Leuten mehr an die Hand zu geben für die Gestaltung ihrer eigenen Abenteuer und Welten. Und da hat man dann halt mal im Keller nachgeschaut, was noch so da ist, anstatt sich was komplett Neues auszudenken.
nobody@home:
--- Zitat von: schneeland am 21.06.2024 | 11:07 ---Und den Bogen zurückgeschlagen zur 5e: ich habe zu den konkreten Änderungen bei Greyhawk noch nichts gelesen, würde aber fest damit rechnen, dass auch dort Kanten abgeschliffen werden und dafür gesorgt wird, dass alle Völker irgendwo ihre Ecke haben, damit Spieler nicht in ihrer Auswahl eingeschränkt werden. Bin kein Fan dieser Strategie, aber da kommt dann das "nicht (mehr) die Zielgruppe" von oben zum Tragen.
--- Ende Zitat ---
Na ja -- das Problem, daß die zentralen "erlaubten" Völker bereits in den Regeln selbst definiert werden und dann also auch in praktisch jedes Setting importiert werden "müssen", wo diese gelten sollen, hatte D&D eigentlich schon so ziemlich immer. Nur hat sich darüber meiner vagen Erinnerung nach so lange niemand groß beschwert, wie am seit Altvorderenzeiten vertrauten Regel-Kernvölkerbestand nicht gerüttelt worden ist...
--- Zitat ---Und so weit, dass aus "Iuz, the Evil" dann "Iuz, the Misunderstood" wird, werden sie dann aber wohl nicht gehen (obwohl ich das schon fast wieder lustig fände ;D ).
--- Ende Zitat ---
...also, meine Erlaubnis hätten sie. >;D
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