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Plausible SF-Utopie

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Galatea:

--- Zitat von: Waldviech am 11.12.2014 | 13:56 ---Was aber nun, wenn man ganz dezidiert mal einen positiven Zukunftsentwurf basteln würde?
--- Ende Zitat ---
Sich selbst vermehrende Nanomaschinerie, Biotechnologie, extreme Vernetzung, interstellare Reisen.

Jeder Mensch ist ein digitaler Gott, dem nahezu unbegrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen. Menschen reisen in riesigen Archen durch das Universum oder gestalten ganze Planeten nach ihrem Willen um. Gemeinschaften sind in der Regel sehr klein (der typische Mensch ist eher ein Einzelgänger, Familien oder kleinere Gruppen sind aber auch nicht selten). Ein "Explorer Setting" sozusagen, indem die Spieler die Grenzen des bekannten Raums ausloten können, evtl. auf neue Freunde und ebenbürtige Antagonisten treffen, die Geschichte ihrer Galaxis erkunden oder zum Spaß einfach mal einen ganzen Planeten in eine Deathmatch-Arena verwandeln.
Was man darin genau spielen könnte weiß ich jetzt aber auch nicht XD

Feuersänger:
Also zunächst mal würde ich mir noch wünschen, dass wir als Epoche eine _Mid_future wählen. Also weder "20 Minutes into the Future" noch total "Far Out". Das was Galatea da beschreibt, wäre für meinen Geschmack schon wieder viel zu Far Out, denn wir reden hier quasi von einer Kardashev Typ 2.X Zivilisation. Das ist von unserem heutigen Stand so absurd weit weg, dass man sich kaum vorstellen kann, wie es dazu gekommen sein soll.

Für eine Plausible Midfuture mit positivem Anstrich brauchen wir in der Tat zunächst mal die Prämissen aus dem Eingangspost. Insbesondere Probleme wie Rohstoff-, Energie- und Nahrungsmangel bzw generell Armut müssten weitgehend überwunden sein. Wir brauchen eine Art "Global Equality". Also, dass jeder Mensch auf der ganzen Welt einen leidlich komfortablen und sicheren Lebensstil genießen kann. Das halte ich nebenbei auch für den einzigen Weg, das Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen. So könnte sich die Weltbevölkerung (ohne Kataklysmen wie einen 3. Weltkrieg) auf Dauer bei ca. 10-14 Mrd Menschen einpendeln.

Um eine derartige Weltbevölkerung mit einem Lebensstil zu versorgen, der mit unserem heutigen (Westeuropäischen) vergleichbar ist, brauchen wir so grob 6mal soviel Energie wie heute. Diese Energie muss außerdem sauber und nachhaltig erzeugt werden, sonst ist eh der Ofen aus. Das ist also das sine qua non einer positiven Zukunftsvision.

Außerdem will ich Raumschiffe.

blut_und_glas:

--- Zitat von: Feuersänger am 12.12.2014 | 02:15 ---Das ist von unserem heutigen Stand so absurd weit weg, dass man sich kaum vorstellen kann, wie es dazu gekommen sein soll.

--- Ende Zitat ---

Das Problem tritt auch bei anderen Utopien schnell auf. Es hat ja einen Grund, warum das namensstiftende Utopia und die klassischen Utopien immer "weit weg" lagen. Eine vergleichbare Zäsur halte ich da für ungemein praktisch, entweder indem auch an einen anderen Ort oder aber in eine Zukunft "gesprungen" wird, ganz ohne den Weg dorthin überhaupt auszuleuchten, oder indem ein so einschneidendes Ereignis postuliert wird, das eine danach von Grund auf neue Gesellschaft vorstellbar erscheinen lässt.
Das Gewicht lässt sich so auch besser auf den Endzustand, die eigentliche Utopie, in der ich dann ja auch spielen möchte, legen.

mfG
jdw

YY:

--- Zitat von: Feuersänger am 12.12.2014 | 02:15 ---Um eine derartige Weltbevölkerung mit einem Lebensstil zu versorgen, der mit unserem heutigen (Westeuropäischen) vergleichbar ist, brauchen wir so grob 6mal soviel Energie wie heute.

--- Ende Zitat ---

Dabei geht es ja nicht nur um Energie, sondern auch noch um ein paar andere Sachen.
Um einige Änderungen wird "der Westen" da nicht herum kommen, wobei manches wirklich nur anders, aber nicht unbedingt schlechter wird.

Insgesamt ist die genannte Global Equality aber eine so steile Ansage, dass ich mir die Frage stelle, ob es nicht interessant wäre, in dieser Übergangsphase zu spielen, wo die westliche Insel der Glückseligen die Probleme technisch grundsätzlich gelöst hat, aber jetzt vor der Mammutaufgabe steht, den Rest der Welt mit zu ziehen.

Da dürfen sich dann auch gleich ein paar Leute drüber aufregen  ~;D


--- Zitat von: blut_und_glas am 12.12.2014 | 06:54 ---Eine vergleichbare Zäsur halte ich da für ungemein praktisch, entweder indem auch an einen anderen Ort oder aber in eine Zukunft "gesprungen" wird, ganz ohne den Weg dorthin überhaupt auszuleuchten, oder indem ein so einschneidendes Ereignis postuliert wird, das eine danach von Grund auf neue Gesellschaft vorstellbar erscheinen lässt.

--- Ende Zitat ---

Das hat nur den kleinen Schönheitsfehler, dass es von uns aus gesehen kein sonderlich positiver Verlauf ist.
Eine bessere Welt kann man "hinter" den meisten gängigen Dystopien platzieren, aber geht es nicht gerade darum, dass nicht erst mal alles abartig scheiße werden muss, bevor es besser werden kann?

Galatea:

--- Zitat von: Feuersänger am 12.12.2014 | 02:15 ---Um eine derartige Weltbevölkerung mit einem Lebensstil zu versorgen, der mit unserem heutigen (Westeuropäischen) vergleichbar ist, brauchen wir so grob 6mal soviel Energie wie heute. Diese Energie muss außerdem sauber und nachhaltig erzeugt werden, sonst ist eh der Ofen aus. Das ist also das sine qua non einer positiven Zukunftsvision.

Außerdem will ich Raumschiffe.

--- Ende Zitat ---
Energie ist nicht unbedingt das Problem, da gibt es einige Ansätze (Fusionsenergie, Solarpaneele im Weltraum, Geothermie), das Problem ist eher dass wir z.B. ungefähr 2-3x soviel Kupfer bräuchten wie auf unserem Planeten überhaupt existiert.

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