Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Ist Fate eine Enttäuschung; war: Größte Rsp-Enttäuschungen 2014
Slayn:
--- Zitat von: Chruschtschow am 3.01.2015 | 17:49 ---Absolut. Aber bitte genau lesen:
Dass es nicht um die Kiesowsche Auf-ein-Wort-im-schmatzenden-Sumpf-Immersion geht, sollte aus dem Gesamttext wahrscheinlich hervorgehen. Wie viele Ich-Botschaften soll ich noch einbauen, damit niemand daraus folgert, dass es nicht DIE IMMERSION!!! fördert. Sondern eben nur meine Immersion, die bestimmte Rahmenbedingungen hat, die wiederum bei anderen Spielern vielleicht auch vorliegen.
--- Ende Zitat ---
Ich bin mal bei einer Sache neugierig: Wie viel Rücksicht nimmst du bei deinen Aktionen auf deine Mitspieler, wie weit bindest du sie ein und in wie weit hast du so im Schnitt ein Auge auf die "Plotbarkeit" deiner Handlungen?
Chiarina:
@ Eulenspiegel: Du hast aber "Immersion" geschrieben und nicht "Chruschtschows Immersion". Darum geht´s, denke ich.
Chiarina.
Draig-Athar:
@ Eulenspiegel
Die Leute schreiben hier über ihre persönlichen Erfahrungen, und wiederlegen damit halt, deine Pauschalaussage "Fate ist schädlicher für die Immersion als andere Spiele". Weshalb du daraus schließt, Leute würden behaupten Fate sei allgemein und für jeden besonders immersionsfördernd kann ich echt nicht begreifen.
Chruschtschow:
@Slayn:
Das führt wohl vom Thema weg, also:
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--- Zitat von: Slayn am 3.01.2015 | 17:58 ---Ich bin mal bei einer Sache neugierig: Wie viel Rücksicht nimmst du bei deinen Aktionen auf deine Mitspieler, wie weit bindest du sie ein und in wie weit hast du so im Schnitt ein Auge auf die "Plotbarkeit" deiner Handlungen?
--- Ende Zitat ---
Unterschiedlich:
1.) Wie viel Rücksicht nimmst du bei deinen Aktionen auf deine Mitspieler?
Sehr viel. Sobald dabei Charaktere anderer Spieler betroffen sind, frage ich die vorher, ob das in Ordnung ist, wenn ich jetzt X mache. Ich bin sicher nicht der einzige Typ am Tisch.
2.) Wie weit bindest du sie ein?
Wir sind füreinander wunderbar gegenseitige Plotanker. Das ist doch gerade mit einer der reizvollen Punkte bei Fate, dass hier die SC miteinander verwoben werden. Ich kann doch viel besser mit einem anderen Charakter interagieren, wenn es eine gemeinsame Geschichte gibt.
Konkretes Beispiel:
Viktor der Bestatter, so eine Art Frankensteins Monster mit Schuld der Überlebenden, einsam usw.: Ich bin echt nicht gut drauf, wenn es um Gewalt gegen Kinder geht. Da bin ich ganz leicht zu triggern. Perfekt. Ein anderer Spieler hat einen Jungen als Charakter, dessen Vater da eben ein Problem darstellt. Also kläre ich kurz mit dem Spieler ab, ob ich da ansetzen darf und wie weit ich gehen darf. Und kurz drauf marschiert Viktor mit Einverständnis des anderen Spielers da durch die geschlossene Tür. Der andere Spieler kann im Gegenzug als magisches Wunderkind, das seine Kräfte erst selbst entdeckt, ganz toll auf meinen unversöhnlichen Hass gegen Magier stellvertretend für meinen Schöpfer anspielen. Schade, dass wir zu selten spielen...
3.) In wie weit hast du so im Schnitt ein Auge auf die "Plotbarkeit" deiner Handlungen?
Nicht so sehr bis gar nicht. Vorbereitete Plots passen damit so gar nicht zusammen. Bei einer Don't Rest Your Head-Runde war ich am Ende das Monster of the Week, ohne dass ich selbst gemerkt habe, wie ich in die Rolle rein gerutscht bin. Gut, irgendwie war es klar, dass es so kommen musste. Sehr großartig. Ich habe den Spielleiter anfangs noch gefragt, ob das in Ordnung ist, wenn ich jetzt eine Szene X oder Y reinnehme ("Also, kommen wir zu dir, du hast ja gerade..." - "Hey, es wäre jetzt eigentlich an der Zeit für mich, dass ich runter gehe in die Pathologie. Alleine." - "Ok, ist gekauft.") Den Spielleiter hat es gefreut, der hat sich irgendwann zurück gelegt und die anderen Spieler versuchten nur noch auf der Flucht vorm Arzt - mir - das Krankenhaus zu verlassen. ;)
Aber das ist halt auch immer ein Reintasten in die Runde, was die so möchte, was die mitmacht. Oh, und das klappt beileibe nicht immer so gut, wie ich mir das wünsche. Ich muss mit einem Charakter warm werden, reinkommen. Das kann ein bisschen dauern. Klappt aber auch gerne mal gar nicht. Dann muss noch gefeilt werden.
Slayn:
@Chru:
(Sorry, ab jetzt kürze ich deinen Namen ab, ist mir zu lang zum tippen)
Die Fragen hatten schon eine Relevanz zu dem Thema hier. Du handhabst die Dinge praktisch genau so wie ich und hast damit keine Probleme, wobei wir uns da nur im 3ten Punkt unterscheiden. (Mein Denkschema ist da immer: Ist die Aktion cool/passend? > Bringt die Aktion die Szene voran? > Schiebt die Aktion den Plot an/stößt einen neuen Plot an?)
[Konkretes Beispiel: Ich will einen Shoot Stunt für +2 auslösen. Wäre es nicht verdammt cool wenn ein "Misteriöser Fremder" auftaucht und den Schuss an meiner statt abgibt? Kann ich das noch mit irgendeinem Aspekt hier untermauern? Kann man das noch für später ausbauen? ... Willkommen in einer neuen Folge von: The Shadow!]
Damit ist man aber entweder in der Story oder in der Spielwelt "drin". Kritik, die ich von Mitspielern zu hören bekommen habe, geht aber in die Richtung davon das sie lieber gerne "im Charakter drin" wären und ihnen dieses Gefühl flöten geht. (Ich nehme auch mal stark an das dies auf HEXer zutrifft)
@All:
Mich würde es an der Stelle zum ausdifferenzieren mal interessieren in welchen Aspekt des Spiels ihr nun genau "drin" seit und was euch davon abhält Immersion in die anderen Aspekte zu erfahren.
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