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[Open Quest] ... erzählt mir davon
D. M_Athair:
Da ich weiß, dass sich einige hier mehr mit Open Quest auseinander gesetzt haben:
Was kann das System? Was sind seine besonderen Stärken? Gibt es schon Spiel- und/oder Bastelerfahrungen?
Wofür würdet ihr die Regeln hernehmen? Wofür benutzt ihr die schon?
Das Thema hier kenne ich. Mir geht es um basalere Eindrücke.
Achamanian:
Ich habe die Regeln nur quergelesen, bin aber mit den meisten Bauteilen vertraut. Falls du Sturmbringer oder Call of Cthulhu kennst, kennst du den Würfelmechanismus (mit W100 unterwürfeln). Proben laufen über Fertigkeitswerte, Basiswerte berechnen sich in der Regel über zwei von sieben Attributen.
Wie bei Cthulhu oder Sturmbringer hat man wenige Hit Points, die auch nicht steigen - ist also durchaus möglich, dass man hier nach zwei Schwerttreffern, die halbwegs ordentlich Schaden machen, unwiederbringlich hinüber ist.
Das Kampfsystem ist Attacke-Parade; vom Lesen der Regeln und von meinen Erfahrungen mit Sturmbringer her vermute ich, dass es hier bei etwas besseren Kampfteilnehmern zu langen Schlagabtäuschen ohne Treffer kommen kann; ist aber in dem Fall finde ich nicht so tragisch, weil jeder Treffer dann in der Regel schon ziemlich entscheidend ist.
Von den anderen BRP/Runequest-Varianten setzt OpenQuest sich vor allem durch das reine Kaufsystem, die stark eingedampfte Fertigkeitenliste (es gibt nur noch eine Fertigkeit für Nahkampf, eine für Fernkampf und eine für unbewaffnet), die Einführung von (allerdings fürs System eher nebensächlichen) Gummipunkten und zuletzt dadurch ab, dass Boni oder Mail auf Würfe nur noch in den Schritten +/-25 oder 50 daherkommen. Dadurch soll wahrscheinlich der oft kritisierten Pseudo-Exaktheit solcher Prozentsysteme entgegengewirkt werden - man steigert seine Werte später auch nur in 5%-Schritten, im Prinzip könnte man die 100er Skala also genausogut auf eine 20er-Skala runterbrechen.
Insgesamt ein sehr basales, konsistentes System mit flexibler Charaktererstellung (keine Klassen, jeder kann alles lernen), das nichts besonders aufregendes bietet, aber gut funktionieren sollte, wenn man mit der Tödlichkeit klarkommt. Was es nicht bietet, sind irgendwelche coolen Sonderfertigkeiten.
Slayn:
Tja, Open Quest / BRP.....
Als rein mechanischer Resolutions-Mechanismus funktionieren die Regeln, sprich, für die Situationen in denen man etwas über neutrale Regeln geklärt haben will, aber wirklich mehr bietet das ganze Gerüst auch nicht. Es ist halt so ein klassischer Fall eines generischen Regelwerks das weder Unterstützt noch Behindert.
D. M_Athair:
@ Slayn: Was willst du mir erzählen?
Dass BRP (400 S.) und Open Quest (262 S.) dasselbe sind?
--- Zitat von: Slayn am 10.01.2015 | 17:22 ---Es ist halt so ein klassischer Fall eines generischen Regelwerks das weder Unterstützt noch Behindert.
--- Ende Zitat ---
Also wie GURPS, HERO System, Savage Worlds, d20 (SRD), PDQ, FATE?
Slayn:
--- Zitat von: Strohmann-Hipster am 10.01.2015 | 20:13 ---@ Slayn: Was willst du mir erzählen?
--- Ende Zitat ---
Das du mir OQ ein System vorfindest, das neutral betrachtet funktioniert und Fragen wie "Habe ich das jetzt geschafft, Ja oder Nein?" beantworten kann. Tiefer geht es leider nicht. BRP liefert im GRW noch ein paar ausdifferenziertere Stellschrauben mit, die fehlen halt einfach bei OQ, was den Unterschied in der Seitenanzahl ausmacht.
Vergleicht man OQ mit anderen %-Systemen, etwa WHFRPG 2nd oder den WH40K Büchern, dann merkt man halt auf was für einem basischen Niveau man sich damit bewegt und wie viel Aufwand man noch reinstecken muss um z.B. Genre oder Setting-Spezifika einzubauen.
Etwas zynisch gesagt: Wer bei seinem Auto damit zufrieden ist das es 4 Räder und ein Lenkrad hat, man somit fahren kann, der findet das RSP-Äquivalent mit Open Quest.
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