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[Open Quest] ... erzählt mir davon
D. M_Athair:
... das hilft schon mehr. Danke.
Dann werde ich mir Open Quest (v2 - Basic Edition) demnächst mal anschauen.
Ich hab genug W100-Spiele, die mir beim Ausbauen helfen können sollten.
Und wenn Newt Newport bei Open Quest ähnlich inspirativ schreibt, wie bei Crypts & Things, dann wäre das ein zusätzliches Plus.
--- Zitat von: Slayn am 10.01.2015 | 20:18 ---Etwas zynisch gesagt: Wer bei seinem Auto damit zufrieden ist das es 4 Räder und ein Lenkrad hat, man somit fahren kann, der findet das RSP-Äquivalent mit Open Quest.
--- Ende Zitat ---
Das hilft dem Bastler mehr, als das Pseudo-High-End-Fahrzeug, bei dem ständig irgendwas an der Elektronik (oder doch irgendwo anders) Probleme macht und bei dem er herstellungsbedingt nicht an allem schrauben kann. (Vgl. 40K RP oder PF)
Slayn:
--- Zitat von: Strohmann-Hipster am 10.01.2015 | 23:18 --- Das hilft dem Bastler mehr, als das Pseudo-High-End-Fahrzeug, bei dem ständig irgendwas an der Elektronik (oder doch irgendwo anders) Probleme macht und bei dem er herstellungsbedingt nicht an allem schrauben kann. (Vgl. 40K RP oder PF)
--- Ende Zitat ---
Das würde ich so nicht stehen lassen. Wenn ich basteln möchte, dann erstelle ich mir, wenn du so willst, ein Pflichtenheft und dann ziehe ich los und suche was von den bisher existierenden Sachen meinen Ansprüchen für das, was ich vor habe, am nächsten kommt und baue darauf auf.
Deiner Anmerkung schwingt ein wenig der Hauch vom Elitären mit, denn du schließt kategorisch Dinge als Unpassend für ein Ziel aus, weil dir der Ist-Zustand nicht zu gefallen scheint.
Der Nârr:
BRP enthält nicht einfach mehr Stellschrauben, sondern auch mehr (rein optionale!) Regelmodule, um mehr Genres abzudecken. BRP hat z.B. Regeln für Superpowers, Mutationen und 3 Magiearten. Je nach Genre und Spielwelt wählt man daraus die passenden Module aus (und ignoriert die restlichen, also nichts da mit höherer Komplexität). Open Quest hat nur 1 Magieform (mehr in Zusatzbänden AFAIK). BRP deckt auch moderne Welten ab, demzufolge gibt es auch Regelmodule für Laserwaffen, Autos oder Kampfroboter ("Mechas").
BRP ist dadurch natürlich so gesehen weniger zum sofort losspielen geeignet. Es kann aber besser an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, weil es mehr Optionen und Module bereitstellt. Dadurch ist es wiederum einfacher (!) zum losspielen, sobald man diese Module zum Spielen benötigt, die in Open Quest nun mal einfach nicht enthalten sind.
Wenn man quasi generische Fantasy spielen möchte, hat man in Open Quest dafür vieles drin. Aber man stößt schon sehr schnell an die Grenze von Open Quest.
Ob man jetzt BRP, RQ6, Open Quest oder Magic World lieber mag (oder Laundry Files oder Cthulhu oder Legend oder ...) hängt oft sehr stark von Winzigkeiten ab. Ich sehe z.B. nicht, wieso ich ein komplett neues Rollenspiel für "Combat Styles" (RQ6) brauche, wenn ich auch einfach in BRP sagen kann: So, als Kampfskills nehmen wir ab jetzt diese Combat Styles...
Open Quest funktioniert wie die anderen BRP-Spiele sehr gut und profitiert davon, dass es sehr viel Material gibt, dass man relativ leicht anpassen kann. Man kann sich munter bei den anderen Spielen bedienen und sich so sein eigenes Spiel zusammenschustern. Ich sehe allerdings nicht, warum man ausgerechnet Open Quest zur Basis nehmen sollte. Allein wegen der Vollständigkeit der vielen Regelmodule würde ICH immer zu BRP greifen.
Wenn man weiß, dass man nur Fantasy spielen wird (oder historisch), würde natürlich auch RQ oder Open Quest genügen.
Wenn man meint, dass irgendein BRP-/RQ-Derivat eine besonders tolle Regel hat, sollte es normalerweise kein Problem darstellen, diese nach BRP zu importieren.
Ein großer Vorteil von Open Quest ist aber natürlich, dass das PDF kostenlos ist.
Dennoch, für mich war es eines der langweiligsten BRP-Derivate.
Wenn man unbedingt einen Bogen um die größeren/bekannteren Kandidaten machen möchte, würde ich eher Renaissance Deluxe empfehlen. Das basiert zwar sogar auf OpenQuest, aaaber (was ich dann interessant finde) es liefert auch einige eigene Ideen und setzt den Fokus auf "Schwarzpulver-Zeit". Das System liegt dem Spiel Clockwork & Chivalry zugrunde. Es gibt auch ein kostenloses SRD: http://rpg.drivethrustuff.com/product/97426/Renaissance--D100-black-powder-SRD
Achamanian:
Mir gefällt, dass OpenQuest das Minimalprogramm ist. BRP habe ich mir nie zugelegt, vor allem aus einem gewissen Misstrauen gegenüber Chaosium heraus, die in den letzten Jahren in meinen Augen wenig lohnenswertes produziert haben und irgendwie mit Cthulhu auch die regelseitig schlechteste BRP-Variante gepflegt haben, während sie alle anderen abgestoßen haben.
Von einem BRP-System verspreche ich mir auch ehrlich gesagt gar nicht viele Bauteile; dafür ist mir der Regelkern zu "egal"; ich sehe das tatsächlich eher als ein System, das nicht im Weg ist, aber auch nichts tolles macht.
Anregungen, die man sich aus OpenQuest wahrscheinlich für BRP und andere holen kann:
Fähigkeiten haben keine festen Basiswerte, die werden aus Attributen berechnet (ist aber bei den neueren RQs auch schon so).
Nur großschrittige Modifikatoren verwenden, und pro Probe nur einen, nämlich den für die Szene entscheidenden.
Gummipunkte, um Proben zu wiederholen und schwere Verletzungen abzuwenden (und zwar einfach pro SC 2, nicht, wie es in RQ6 etwas verfehlt gehandhabt wird, abhängig vom MA-Wert).
Was mir nicht so gefällt, ist, dass es in der Gratisvariante nur einen Punkteverteliungsschlüssel für den Allrounder gibt, keine für Spezialisten. Dafür muss man sich wohl die kostenpflichtige Deluxe zulegen ...
D. M_Athair:
Warum ich mich erstmal vornehmlich für Open Quest interessiere:
* Es ist eines der simpelsten BRP-Varianten. Es bietet damit eine gute Grundlage, um mit der BRP-Familie vertraut zu werden.
* Ich erwarte, dass es sich, ähnlich wie oD&D, leicht modifizieren/anpassen lässt, falls der Bedarf aufkommt.
* Es ist zum "gleich Losspielen" mehr als andere eignet. (Was für mich relativ relativ wichtig ist.)
* Es ist die Basis von Renaissance (mit dem ich Dark Streets) zu bespielen plane.
* Es ist das Regelwerk, das Rivers of Heaven benutzt, das ich für eines von wenigen Science Fiction halte, das bei mir tatsächlich am Spieltisch landen könnte.
Die Chance sich zu verheddern, wie mir das mit Sturmbringer, Elric!, Stormbringer 5th passiert ist, halte ich für relativ gering.
(Da wollte ich verschiedene Elemente aus allen 3 Versionen für meine Version drin haben. Am Ende ist mir das zu viel Arbeit geworden, so dass es das Spiel nie an den Spieltisch geschafft hat.) Und genau deswegen, möchte ich nicht wieder "front loaded" mit d100 basteln.
... auf komplexere Varianten wie BRP, RQ6 oder Trauma Universal kann ich später immer noch umsteigen.
Mit Renaissance habe ich sogar schon den ersten Kandidaten, der dafür eingeplant ist.
... und grundsätzlich zu den d100/BRP-Abkömmlingen: Ich mag grundsätzlich die eher simulationslastige Herangehensweise des Spiels und, dass das Spiel "in-game Taktik" (im Gegensatz zu Regel-Taktik) unterstützt.
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