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Digitale Würfel
Blutschrei:
Hallo liebes Tanelorn,
ich finde mal wieder ein kleinwenig Zeit für den endlosen Systembau. Soeben wurde mir dabei meine Unzufriedenheit mit physischen Würfeln bewusst. Sie haben zu wenige, ode zu viele Seiten, sind unförmig, die Zahlen darauf sind nicht spontan umsortierbar.
In dieser Hinsicht ist die digitale Variante deutlich überlegen:
Per Algorithmen lassen sich alle denkbaren Würfelvarianten programmieren, mit beliebig vielen Seiten und beliebiger Zahlenverteilung.
Und das Zusammenzählen und modifizieren können Computer in den meisten Fällen auch sehr vorbildlich.
Gerade in Zeiten des allgegenwärtigen Smartphones, Netbooks, Tablets, stellt die Umsetzbarkeit kein großes Problem mehr da.
Die Modernisierung zu immer mehr technischen Hilfsmitteln am Spieltisch scheint nicht allzu unwahrscheinlich - und trotzdem hält sich der Plastikwürfel?
Bleibt ein großes Sorgenkind: Leidet die Atmosphäre? Der Spielspaß?
Habt ihr schon Erfahrung gesammelt, mit dem simulieren "herkömmlicher" Würfel, weil die echten vergessen wurde o.ä.?
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir spontan eure Ansichten und Impressionen, eure Meinung über digitales Würfeln am Spieltisch mitteilen könntet, allem voran um einen Eindruck der Akzeptanz und der denkbaren Hürden und Probleme von digitalen Würfelprogrammen zu erhalten.
Auribiel:
Am Spieltisch wurde bisher nur mit den (Plastik-)Würfeln gewürfelt. Erfahrungen mit digitalen Würfeln habe ich bisher nur benutzt, wenn über Inet/im Chat gespielt wurde.
Persönlich muss ich sagen, dass ich die bunten Plasteteile einfach toll finde, je glitzriger/ausgefallener, desto doller. Ich sortiere auch bestimmten Chars zuweilen eigene (Glücks-)Würfel zu. Außerdem lässt sich damit gut die Finger beschäftigt halten.
Wie man sieht, bin ich also ein Plastik-Fan.
Aufgrund eigener Erfahrung sehe ich den Einsatz von Smartphones, Netbooks usw. von Spielern sehr zwiegespalten: Liegt das Teil erst einmal auf dem Tisch, ist der ein oder andere Spieler ständig irgendwie damit beschäftigt. Und das nicht nur mit den Fingern, wie bei den Würfeln, sondern meist auch mit Augen+Konzentration (Whatsapp ick hör dir bimmeln...).
Für mich stellt hier weniger die Technik selbst ein Problem dar (ich hab über Chat gespielt, ich hab kein Problem mit der Immersion, wenn im Fantasyplay der PC-Monitor vor mir steht), als vielmehr das Ablenkungspotential, dass es darstellt.
Ev. würde ich Technik nutzen, die ausschließlich zum Würfeln da ist und ansonsten kein Ablenkungspotential bietet. Das müsste dann optisch aber schon ein Schmankerl sein.
Ansonsten bleib ich lieber bei den Glitzer-Plastikteilen. Find ich auch haptisch ansprechender.
Hoffe das hilft dir weiter. ;)
LG,
Auri
Dragon:
Bei Skype und im Forenspiel ja.
Am Tisch: Nein danke, da hab ich lieber echte Würfel (egal aus welchem Material, ich hab z.B. auch Holzwürfel) und meinen Würfelbecher. Es fühlt sich einfach anders an.
Ich nutze beim leiten auch meinen laptop, aber dann eben auch nur dafür und weil es praktisch ist Internet dabei zu haben, das erspart mir zumindest sehr viel Zettelchaos. Würfeln tu ich aber trotzdem per Hand, schon alleine weil es für alle sichtbar ist und mehr Spannung auslöst was jetzt unter dem Becher liegt, als wenn ich auf eine Taste klicken würde.
Und ja der Ablenkungsfaktor ist ein wirklich sehr großer. In einer Runde mussten wir tatsächlich schon mal ein Handy (also eigentlich Smartphone)-Verbot aussprechen. Ich weiß, warum ich ganz bewusst keines besitze, das ist eine echte Volkskrankheit geworden.
Aber selbst wenn ich mir jetzt überlege, da stände z.B. ein Gerät in der Mitte des Tisches, das auf Knopfdruck (oder was auch immer) entsprechende Würfelergebnisse ausspuckt... ähm nein... einfach nein, das fühlt sich komisch an (das tut es bei den online-Varianten übrigens auch, aber da geht es ja einfach nicht anders)
Mentor:
Tischrollenspiel ohne echte Würfel sind für mich undenkbar. Ebenso Mitspieler, die mir mit "Da schau mal, kritisch!" ihr Telefon mit ihrem Wurf wie ein Foto vom neuen Auto unter die Nase halten. Und Systeme, wo das Würfeln so aufwendig ist, dass ich will, dass ein anderer das für mich tut, will ich gar nicht spielen :)
Slayn:
Die Grundidee hat was, weil man Dinge anders modelliere könnte. "oh, eine d8 Probe mit 1er Schwierigkeit? Würfle einen d7.... du hast einen Bonus? Würfle einen d9..."
Abgesehen davon würde mir am Spieltisch meistens etwas fehlen, weil jetzt ein traditionelles und liebgewonnenes Element wegfallen würde.
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