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Möglichkeiten der Kopplung von Attributen und Fertigkeiten
Bulgador:
Moin!
Ich suche Anregungen, wie Fertigkeitswürfe durch Attribute beeinflusst werden können.
D20 gibt einen Bonus bei hohen Atributswerten.
Manche Systeme addieren Fertigkeitswert und Attributswert, und auf diese Summe wird dann gewürfelt oder sie gibt die Anzahl an Würfeln an.
Was mir daran nicht gefällt, ist, dass Attributsboni/werte Fertigkeitspunkte ersetzen können. Zum Beispiel macht es bei D&D keinen Unterschied, ob ich 5 Ränge in Klettern habe, oder 0 Ränge, aber dafür +5 auf Klettern erhalte aufgrund Stärke 20.
Kennt ihr Systeme, die das anders lösen? Die eine geschickte, elegante oder raffinierte oder einfach nur andersartige Kopplung zwischen Attributen und Fertigkeiten haben?
Bei Deadlands (classic) z. B. gibt der Fertigkeitswert die Anzahl der Würfel an, und das Attribut die Art des Würfels. (Man hat also z.B. "W8" als Stärke"wert".)
Blutschrei:
Savage Worlds regelt das dadurch, dass Fertigkeitssteigerungen über das zugeordnete Attribut hinweg schlichtweg teurer sind. Hat sich für mich aber immer sehr unbefriedigend angefühlt.
Thandbar:
Legend of The Five Rings nutzt einen Roll+Keep-Mechanismus. Man darf eine bestimmte Anzahl an Würfeln würfeln, und behält eine andere Anzahl. In den Editionen 1, 3 und 4 würfelt man Skill+Attribut und darf Attribut behalten.
Die zweite Edition wich davon ab: Man durfte darin nur [Skill] würfeln, ohne [Attribut] hinzuzählen zu dürfen.
Die dritte Edition versuchte einen anderen Ansatz, um Skills relevanter zu machen: Je nach Rang schaltete ein Skill eine besondere Technik frei oder gewährte einen Bonus auf Insight.
Viele finden diesen Ansatz überkomplex und fitzelig, mir hat es allerdings sehr gut gefallen.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Bulgador am 7.02.2015 | 14:15 ---Was mir daran nicht gefällt, ist, dass Attributsboni/werte Fertigkeitspunkte ersetzen können. Zum Beispiel macht es bei D&D keinen Unterschied, ob ich 5 Ränge in Klettern habe, oder 0 Ränge, aber dafür +5 auf Klettern erhalte aufgrund Stärke 20.
--- Ende Zitat ---
Was aber durchaus realistisch ist:
Klettern 5 ist eher mittelmäßig. Und wenn ein durchschnittlich starker Mensch mit mittelmäßigen Kletterfähigkeiten irgendwo hoch will, dann wird er in etwa genau so viel Erfolg haben wie ein Mensch, der in Klettern nicht geübt ist, dafür aber extrem stark ist. (Und ja, mit Stärke 20 gehört man zu den stärksten Menschen der Welt.)
Wenn du dagegen einen guten Kletterer nimmst (Klettern 10+), dann kann diese Person besser klettern als die stärkste Person.
--- Zitat ---Kennt ihr Systeme, die das anders lösen? Die eine geschickte, elegante oder raffinierte oder einfach nur andersartige Kopplung zwischen Attributen und Fertigkeiten haben?
--- Ende Zitat ---
1) DSA:
Jeweils 3 Attribute geben die Mindestwerte vor. Die Fertigkeiten geben an, um wieviel Punkte du das Würfelergebnis manipulieren kannst.
Da du 3 mal würfelst und daher bis zu 3mal das Würfelergebnis verändern musst, macht es einen Unterschied, ob du ein hohes Attribut und eine niedrige Fertigkeit oder anders herum hast.
2) Savage Worlds
Beim eigentlichen Wurf spielt nur die Fertigkeit eine Rolle. - Attribute bestimmen, wie teuer die Steigerung der Fertigkeit ist.
3) Legend of the 5 Rings:
Man würfelt mit sowvielen Würfeln, wie man Attribut+Fertigkeit hat. Davon darf man aber nur so viele Würfel behalten, wie der Wert in Attribute ist. (Für deinen Geschmack könnte man es auch umdrehen und man darf so viele Würfel behalten, wie der Wert der Fertigkeit ist.)
4)
Und dann gibt es noch diverse Systeme, wo nicht zwischen Attribut und Fertigkeit unterschieden wird. Stärke und Klettern stehen hier regeltechnisch auf der gleichen Ebene.
pharyon:
Eulenspiegel hat DSA ja in etwa schon erklärt. Roll & Keep gibt is z.B. auch beim Rollenspiel von Game of Thrones.
Was ich noch kenne, was mir noch so einfällt (ich führe mal die Nummerierung von Eulenspiegel fort):
5. Fertigkeiten verändern die Würfel, die Attribute normalerweise vorgeben. Z.B. bei dem neuen Star Wars-Regelwerk werden je nach Attributs- und Fertigkeits-Wert bestimmte bessere Würfel verwendet. Ich hab mal an einem System gebastelt, dass diese Idee übernimmt aber anders umsetzt.
In Kürze: Ein Würfelpoolsystem mit W6 und W12, alle Augenzahlen größer oder gleich 4 zählen als Erfolge. Allerdings fügt der Fertigkeitswert keine zusätzlichen Würfel zum Pool hinzu sondern man benutzt die kleinere Zahl für die W12 und die Differenz zur größeren Zahl für die W6. Beispiel: Bei Attribut 2, Fertigkeit 5 würfelt man 2W12 und 3W6 und zählt die Erfolge.
6. Fertigkeiten werden als fester Wert genommen, Attribute bestimmen den zu benutzenden Würfel.
7. Attribute werden als fester Wert genommen, Fertigkeiten bestimmen den zu benutzenden Würfel.
Das wären jetzt noch die Varianten, die mir einfallen.
Grüße, p^^
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