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[Eilar] Musketen und Feen - Bald deutsch und besser
Pyromancer:
Ich hab ja selbst mit Grat der Freiheit ein Setting in der Mache, dass einen ähnlichen Ansatz verfolgt, d.h. Fantasy-Napoleonische Zeit plus Fabelwesen, Tradition gegen Aufklärung, Vernunft gegen alte Magie etc. Viel hab ich dazu zwar noch nicht aufgeschrieben, aber es taugt vielleicht als Inspiration:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Hintergrund
„Grat der Freiheit“ spielt in einer ans 19. Jahrhundert angelehnte Fantasy-Welt, und dort hauptsächlich in der abgelegenen Bergprovinz „Rätien“ des Kaiserreiches. Mehr muss man eigentlich zu Spielbeginn nicht wissen; wer sich nicht näher für unwichtige Setting-Details interessiert darf gleich zum Abschnitt „Charaktererschaffung“ vorspringen.
Land und Leute
Rätien besteht hauptsächlich aus Gebirge. Menschen leben in den Tälern und den wenigen Ebenen. Ein ausgebautes Straßennetz gibt es nur zwischen den wenigen Städten, die Dörfer sind meist nur über schmale, gefährliche Pfade zu erreichen. Die Menschen sind wortkarg, traditionsbewusst und abergläubisch, und Fremden gegenüber sehr misstrauisch.
Soziale Ordnung
Das verworrene Feudalsystem, das im übrigen Reich so langsam beginnt, aus der Mode zu kommen, hat sich in Rätien nie durchgesetzt. Es gibt keinen Fürsten. Die herrschende Klasse besteht aus unzähligen freien Bauern, die ihr eigenes Land besitzen, und direkt dem Kaiser unterstehen. Eine Klasse tiefer angesiedelt sind die Pächter, die oft auch eigenes Land besitzen, aber zu wenig, und sich deshalb Land dazu pachten müssen. Die unterste Klasse sind die Mägde und Knechte, die im Dienst eines Bauern stehen. Ihnen geht es materiell oft besser als den Pächtern, die von den Bauern ausgepresst werden, allerdings stehen sie in der sozialen Hackordnung ganz unten. Handwerker sind auf dem Land fast immer auch Landbesitzer, ein organisiertes Gilden- und Zunftwesen ist selbst in den wenigen Städten nur sehr schwach ausgeprägt.
Daneben gibt es einige Klöster, die aber in der Regel autark und abgeschieden existieren, und keine überregionale Bedeutung haben.
Eine zentrale Verwaltung existiert nicht. In den Dörfern „regiert“ ein inoffiziell bestimmter Dorfvorsteher, wichtige Entscheidungen werden am Stammtisch unter den Großbauern ausgekungelt. Recht wird von Dorfgerichten gesprochen, deren Zusammensetzung Tradition und Umstände bestimmt. Es existiert zwar ein Netz von Burgen, deren Vögte im Namen des Kaisers Recht sprechen und Steuern eintreiben sollen, diese werden aber weitestgehend ignoriert, die Steuererträge sind dementsprechend quasi nicht existent.
Es gibt kein Militär. Im Krisenfall wird der Landsturm einberufen, dem sich alle Männer, die eine Waffe besitzen oder geliehen bekommen, anschließen. Durch das schwierige Gelände und den Heimvorteil der Verteidiger konnte so noch jeder Angreifer abgewehrt werden.
Tägliches Leben
Das Leben ist hart, und selbst die reichsten Bauern sind – verglichen mit den Menschen in anderen Ländern – bitterarm. Gearbeitet wird von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, nur der Sonntagvormittag ist arbeitsfrei und wird für den Kirchgang genutzt. Die Vorstellung einer „guten Zeit“ ist für die unzähligen Knechte ein ordentliches Besäufnis mit einer anschließenden Massenschlägerei gegen die Knechte des Nachbarortes.
Wenn sie gerade nicht für die Landwirtschaft gebraucht werden gehen die Kinder vormittags in die Dorfschule, wo sie der Pfarrer in Lesen, Schreiben, Rechnen, und Heimatkunde unterrichtet. Die Kinder von Knechten und Mägden werden nach wenigen Jahren mit einem „Brauchst im Herbst nimmer kommen.“ in die Sommerferien entlassen und können oft nicht einmal ihren Namen schreiben. Bei den Kindern der Bauern wird sich mehr Mühe gegeben, aber von etwas, was man anderswo als „Bildung“ bezeichnen würde sind auch sie am Ende ihrer Schulkarriere weit entfernt.
Religion
Wie im übrigen Reich auch beten die Menschen in Rätien die barmherzige Mutter Aschera an, die ihr erwählten Volk – nämlich die Bewohner des Reiches – aus der Hölle, die ihre gefallenen Engel geschaffen haben, herausgeführt und hier ins gelobte Land hineingeführt hat. Gepredigt werden Werte wie Nächstenliebe, Vergebung, Hilfe für Arme und Kranke, und ein sich fügen in die natürliche Ordnung. Die Obrigkeit betont den letzten Punkt, die Relevanz der übrigen Punkte schwankt in der Praxis gewaltig.
Es gibt eine Vielzahl von Ritualen, vom sonntäglichen Kirchgang angefangen über Zeremonien, die den einzelnen Menschen den Lebensweg über begleiten (Namensgebung, Festigung, Hochzeit, Kindersegen, Totensalbung) als auch religiöse und lokale Festtage, die den Arbeitsalltag unterbrechen.
Die Kirche der barmherzigen Mutter ist hierarchisch organisiert, aber es fehlt eine klare Spitze. Zur Klärung wichtiger überregionaler Fragen treffen sich die Bischöfe bei Bedarf, in der Praxis etwa einmal alle zwangzig Jahre, auf Konzilen, deren Entscheidungen aber nicht immer von allen anerkannt werden. Innerhalb des Reiches ist die Kirche dennoch ziemlich monolithisch, erst außerhalb zeigt sich die Zersplitterung.
Das Symbol der Kirche ist eine Frauengestalt mit ausgebreiteten Armen, die oft als Kreuz stilisiert dargestellt wird.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Rüstungen
Lederwams und Lodenmantel bieten im Kampf einen rudimentären Schutz, und sind die einzigen „Rüstungen“, die man bei normalen Leuten antrifft. Fußsoldaten tragen keine Rüstung, einzig die Kavallerie trägt Brustpanzer und Metallhelm.
Armbrust
Diese altmodische Waffe wird von armen Leuten immer noch verwendet, von ernsthaften Jägern aber abgelehnt.
Vorderladerbüchse
Die Standard-Waffe des gestandenen Jägers ist die Vorderlader-Büchse. Das Nachladen dauert zwar lange, aber dafür ist die Büchse sehr schussgenau.
Hinterladerbüchse
Dieses moderne Jagdgewehr wird von hinten mit vorgefertigten Papierpatronen geladen. Die alten Bauern in Rätien lehnen diesen neumodischen Schnickschnack ab. Die geringere Ladedauer ist völlig unnötig, da ja schon der erste Schuss treffen muss, und die geringere Reichweite und hohe Ungenauigkeit wird am Stammtisch maßlos übertrieben.
Schrotflinte
Die Schrotflinte wird für die Jagd auf Vögel und Kleinwild gebraucht.
Pistole
Reiche Jäger führen eine Pistole für den Fangschuss mit.
Muskete
Die Standard-Bewaffnung der Soldaten ist die Glattrohr-Muskete, die sich durch große Zielungenauigkeit, kurze Reichweite und lange Ladedauer auszeichnet. Dieses Nachteile werden dadurch ausgeglichen, dass man sehr viele Soldaten in eine Reihe stellt und sie gleichzeitig auf eine ebenso in Reihe gestellte Linie der gegnerischen Soldaten schießen lässt. Die Ausbildung der Soldaten dreht sich dementsprechend auch nicht darum, zielgenau zu schießen, sondern darum, in Reih und Glied vorzurücken, gleichzeitig zu schießen, und schnell nachzuladen.
Repetiergewehr
Die Revolution auf dem Gebiet der Waffentechnik ist das brionner Repetiergewehr mit eingebautem 5-Schuss-Magazin. Es ist teuer und kommt bisher nur bei Tirailleuren und Spezialeinheiten zum Einsatz. Es gibt eine Karabiner-Version, die kürzer, leichter und handlicher ist und bevorzugt an berittenen Einheiten ausgegeben wird.
Bündelgewehr
Diese etwas ältere Waffe wird gelegentlich noch bei Pionieren oder bei Festungsbesatzungen gesichtet. Sie besteht aus sechs Läufen, die im Bündel angeordnet sind und nacheinander abgefeuert werden können. Das Kaliber ist kleiner als bei normalen Gewehren.
Revolver
Diese erste Version des Revolvers ist noch ein Vorderlader und hat sich noch nicht groß verbreitet.
Windbüchse
Die Windbüchse knallt nicht und raucht nicht, und ist daher die perfekte Waffe für den Heckenschützen. Allerdings ist die Herstellung sehr aufwändig und die Handhabung bedarf eines hohen Sachverstandes, so dass von einigen Experimenten abgesehen diese Waffe ihren Weg in keine reguläre Armee gefunden hat.
Shadom:
--- Zitat von: Pyromancer am 17.02.2015 | 17:41 ---Ich hab ja selbst mit Grat der Freiheit ein Setting in der Mache, dass einen ähnlichen Ansatz verfolgt, d.h. Fantasy-Napoleonische Zeit plus Fabelwesen, Tradition gegen Aufklärung, Vernunft gegen alte Magie etc. Viel hab ich dazu zwar noch nicht aufgeschrieben, aber es taugt vielleicht als Inspiration:
--- Ende Zitat ---
Vielen Dank! Geht leider in eine etwas andere Richtung als Eilar bisher. Trotzdem erhellend gewesen zu lesen :D
Hat mir auf jedenfall geholfen.
Skeeve:
--- Zitat von: Shadom am 15.02.2015 | 22:03 ---Der nächste Artikel ist quasi fertig. Da ich das Blogmanagment aber nicht selber regel habe ich keine Ahnung wann er online kommt.
Es wird um die Feen gehen und diese etwas genauer beschreiben. Ich denke ich werde es da wie bisher halten und gleichzeitig zum Artikel hier erst meine Gedanken dazu posten.
--- Ende Zitat ---
Ähm, ist wenigstens ungefahr bekannt wann der Artikel online geht? Ich warte schon ganz gespannt und ungeduldig. :d
Shadom:
Auf Nachfrage hin morgen. :D
Shadom:
Der Feenartikel hatte sich übrigens dank der Diskussion hier ein bißchen aufgeblasen und ist 2-teilig geworden.
Erst geht es um die Feen selbst und danach um das "sekundäre" Magische Zeug, dass sie bewirken. Also Berührte, Artefakte und Feenmagier.
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