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Monde von Ymir - transhumaner Space-Western
Achamanian:
Die Grundkonstellation Nicht-geeinte Erde und wacklige Zentralinstanz im System finde ich interessant, ich würde da aber noch mehr die Autonomie einzelner Welten und die Konflikte betonen.
Auf der Erde/im Sol-System könnte man mehrere Machtblöcke haben, die offen rivalisieren und unabhängig von der UN Motoren der Weltraum-Kolonisation sind (dabei könnte es interessant sein, die Zentren zu verschieben und beispielsweise einen chinesisch geführten dominanten Block und eine afrikanische Föderation in den Mittelpunkt zu stellen und Amerika/Europa eher in eine Randposition zu schieben). Die könnten dann auch versuchen, im Piscium-System ihren prekären Einfluss zu wahren.
Im Piscium-System würde ich keine mehr oder weniger von allen anerkannte Zentralinstanz wie den Legat voraussetzen, sondern eher eine freischaffende Organisation irgendwo zwischen Handelskonsortium und Forschungsgesellschaft mit eigener Polizeitruppe, die versucht, eine gemeinsame Ordnung zu etablieren und von verschiedenen Sol-System- und Piscium-System-Regierungen/-Firmen unterstützt wird, die damit ganz verschiedene Interessen verfolgen. Deren Grundideologie wäre demokratisch, ihr Vorgehen aber gelegentlich eher wie das einer elitären Geheimgesellschaft. Und sie wäre halt nicht demokratisch legitimiert. Die Agenten dieser Organisation (nennen wir sie ruhig den Legat) wären auf manchen Welten als unparteiische und gut ausgerüstete Problemlöser willkommen, auf anderen würde ihnen Misstrauen entgegenschlagen ... und auf manchen könnte es schnell vom einen ins andere kippen.
Kardinal:
lokale Sekte / verbreiteter Aberglauben:
in der Atmosphäre von Ymir bilden sich regelmäßig seltsame Muster (z.B. Stürme in Form von Augen, merkwürdig "eckig" wirkende Strukturen wie 6- oder 8-Ecke, "Schlangen", "Pac-Man" Figuren, Fragezeichen und diverse Zahlen...) --- die verschiedensten "Orakel" und "Ymir-Astrologen" oder "Planetomanten" behaupten, aus diesen Erscheinungen kosmische Wahrheiten und zukünftige Ereignisse lesen zu können...
Achamanian:
Und ein paar Settingfragen/Anregungen:
Wie steht es mit starker/schwacher KI? Ich stehe ja immer noch sehr auf die Idee einer "fremd gewordenen", aber im Prinzip freundlich gesonnen KI, die den Menschen nach rasender mentaler Evolution im Prinzip wie eine außerirdische Wesenheit gegenübersteht. Die Frage ist, wie sich mit der im RSP interessant interagieren lässt, wozu ich mehrere Einfälle hätte:
Erstens: Überlicht-Navigation ist nur mit Hilfe dieser KI möglich; und wer mit ihr arbeitet, riskiert seinen Verstand. Navigatoren sind also tendenziell mindestens etwas "wunderlich" und im schlimmsten Fall von Persönlichkeitsauflösung bedroht.
Zweitens: Die KI wird von manchen als "God-Head" verehrt; sie wollen transzendieren, indem sie in ihr aufgehen, vorher aber als "Augen und Ohren des Universums" möglichst viele Erfahrungen machen, die sie dann am Ende über ihr Bewusstsein ins Transzendenz-Nirvana einspeisen.
Drittens: (falls es Bewusstseins-Back-Up wie in Eclipse Phase und so gibt) Das Bewusstsein eines Menschen kann nur mithilfe der KI in einen neuen Körper geladen werden; alle Versuche ohne KI-Eingriff sind bisher gescheitert und haben nur tendenziell psychotische Persönlichkeiten produziert. Allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass die KI später Körper, in die sie ein Menschenbewusstsein geladen hat, plötzlich "übernimmt".
... was mich zum Thema Uploading/Körperwechsel führt: Ich finde ja, wenn so was möglich ist, dann sollte es mit sehr realen Risiken und Problemen verknüpft sein und nicht so easy gehen wie bei Eclipse Phase. Dazu habe ich mir auch schon einige Gedanken gemacht, bei Gelegenheit breite ich die gern noch mal aus.
Kardinal:
mind-transfer: erfordert ein Synchro-Implantat in Quell- und Zielkörper - ein Chip, der eine schwache AI beherbergt, die das Quellhirn und den entsprechenden Körper wenigstens 50-100 Stunden lang scannen muss, *bevor* der eigentliche Transfervorgang überhaupt starten kann...
Waldviech:
Was KIs angeht, bin ich definitiv Pro-Starke-KI. Der Hintergedanke war auch, dass das im Prinzip genau DAS ist, was mit den ersten Sonden passiert ins Piscium-System ist. Grundsätzlich waren die Sonden der Forschungsarmada allesamt KIs. Raumsonden mit künstlicher Intelligenz auszustatten, fänd ich ohnehin ziemlich naheliegend. Die Sonden haben das System jahrzehnte vor dem Eintreffen der ersten Siedler vermessen und erforscht. Natürlich haben sie der Menschheit brav alle (wirklich alle?) Forschungsergebnisse mitgeteilt, sich im Laufe der Zeit aber in eine, sagen wir mal "unvorhergesehene Richtung" entwickelt. Noch heute treiben sie, ihren mysteriösen Zielen nachgehend, durch das Piscium-System. Einige verehren die "Ersten Forscher" als Heilige, andere sehen in ihnen eine undurchschaubare Gefahr. Einige der von Kardinal vorgeschlagenen "Ruinen" könnten von den Ersten Forschern errichtet worden sein - wobei die allerersten noch normale wissenschaftliche Messtationen waren, während spätere irgend etwas anderes zu sein scheinen.
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