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Sinn und Unsinn von Taschendiebstahl als Fertigkeit
Miriam:
Hallo alle zusammen,
ich mache mir gerade Gedanken über die Bedeutung von Taschendiebstahl als Fertigkeit in Rollenspielen. Mich würde Gedanken von außen interessieren.
Hintergrund der Frage:
Ich spiele am liebsten Schurken/Kleinkriminelle/Diebe und investiere immer gerne auch ein paar Punkte in Taschendiebstahl, weil ich finde, dass ein Schurke wenigstens rudimentäre Erfahrung darin haben sollte. (Das kann man natürlich anders sehen, je nach Archetypvorstellung.) In der Theorie ist es natürlich super, sich an einen NSC anzuschleichen und wichtige Questgegenstände kampflos, unbemerkt direkt aus seinen Taschen zu ziehen oder (in mehr oder weniger not-igen Notsituation) ein Zubrot aus fremden Taschen zu verdienen u.ä.
Meine Erfahrungen:
Meine Erfahrungen sind unterschiedlich, aber selten so super wie die Theorie verspricht. Questgegenständen bin ich auf diese Weise noch nie begegnet, einschließlich Tresorcodes/-Schlüssel u.ä., die selbst kein Questgegenstand sind, aber zur Lösung einer Aufgabe beitragen. Das Zubrot hat sich auch noch nie sinnig herausgestellt, weil die Summen, die man so erhalten kann, meistens in einem schlechten Verhältnis zum Risiko stehen. In einem Fall eines Haussystems unseres Spielleiters wurden nach dem ersten Versuch die Regeln für einen Fertigkeitswurf auf Taschendiebstahl massiv geändert, sodass ein Misserfolg plötzlich immer bereits ein Patzer wurde und auch die zu erzielende Summe wurde massiv abgesenkt, sodass es sich nicht mehr gelohnt hat das Risiko einzugehen. (Das gilt natürlich auch für Questgegenstände etc.).
Ist Taschendiebstahl tatsächlich derartig sinnlos? Gehe ich falsch mit der Fertigkeit um?
Was sind eure Erfahrungen? Was sind eure Ansichten dazu? In welchen Systemen macht es mehr, in welchen weniger Sinn?
Beste Grüße
Miriam
Turning Wheel:
Taschendiebstahl ist im Rollenspiel ne super Sache. Das kann echt Leben in die Bude bringen.
Tatsächlich sollte es auch einträglich sein, wenn man es gut kann.
Allerdings auch nur, wenn man mindestens zu zweit (besser aber zu dritt) agiert.
Wenn man es ein bisschen kann, sollte man tunlichst nicht der Frontmann sein.
Und man sollte es dem SL dann auch nicht zu krumm nehmen, wenn man langfristig
einen Finger verliert (oder mehr) und die Gruppe öfter mal die Stadt wechseln muss.
Kommt halt auch darauf an, welches System man spielt.
Miriam:
--- Zitat von: dead cat am 13.05.2015 | 10:53 ---....
Tatsächlich sollte es auch einträglich sein, wenn man es gut kann.
Allerdings auch nur, wenn man mindestens zu zweit (besser aber zu dritt) agiert.
...
Kommt halt auch darauf an, welches System man spielt.
--- Ende Zitat ---
Meinst du mit zu zweit bzw. zu dritt mit jemanden, der Leute ablenkt oder sollen alle mit Taschendiebstahl unterwegs sein.
Hast du zum System positiv und negativ Beispiele?
Ninkasi:
Fertigkeiten machen meist nur Sinn, wenn diese auch regelmäßig eingesetzt werden können.
Also sollte sich Taschendiebstahl in irgendeinerweise lohnen. Meist hat diese Fertigkeit nur ein Spezialist (Dieb) und der sollte dann auch hin und wieder zum Einsatz kommen.
Absprache mit dem SL treffen.
Einige System kombinieren die Fähigkeit auch mit anderen Fertigkeiten ( Heimlichkeit, Gaunereien, Enbruch, Schlösser öffen, etc.), weil eine alleinige Fertigkeit Diebstahl vielleicht zu wenig Beachtung fände.
Ninkasi:
--- Zitat von: Miriam am 13.05.2015 | 10:56 ---Meinst du mit zu zweit bzw. zu dritt mit jemanden, der Leute ablenkt oder sollen alle mit Taschendiebstahl unterwegs sein.
Hast du zum System positiv und negativ Beispiele?
--- Ende Zitat ---
Kommt ganz auf das System an.
Bonus auf Taschendiebstahl, weil Kollegen das Opfer ablenken oder wenn die Möglichkeit auf Unterstützungwürfe ( Schauspielerrei, Überreden etc.)existiert.
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