Medien & Phantastik > Sehen
Valerian und Veronique - dir. by Luc Besson!
Noir:
--- Zitat von: Kowalski am 4.09.2017 | 13:03 ---Ja. Das war ANDERS als bei SW. Da ist im Müllschacht nichts passiert (hätte man weglassen können).
Hier war das entkommen aus dem Müllschacht gleichzeitig ein durchaus trauriges, und vor allem überraschendes, Ende von Bubble.
--- Ende Zitat ---
Das fandest du überraschend? Das war das erste, woran ich dachte, als Valerian ihr "Freiheit und ein neues Leben" verspricht. Da hab ich sofort gesagt: "Ah ... die stirbt."
Aber insgesamt war der Film für mich ja okay. Nur eben keine Granate.
Kowalski:
--- Zitat von: Professor Farnsworth am 4.09.2017 | 13:06 ---Das fandest du überraschend? Das war das erste, woran ich dachte, als Valerian ihr "Freiheit und ein neues Leben" verspricht. Da hab ich sofort gesagt: "Ah ... die stirbt."
--- Ende Zitat ---
Ja.
Bei der knalligen Buntheit hatte ich gedacht das ist so ein Happy End angedacht.
Auf der anderen Seite wenn z.B. die Special Forces die zum Basar entsandt wurden einfach so platt gemacht wurden, ja, hätte mich nicht überraschen sollen.
Die Problematik wäre wohl gewesen das, wenn man nur die Unfreiheit kennt und sich darin zu entfalten weiß, dann ist Freiheit ggf. schlechter als Unfreiheit.
Man setzt auch keine Labortiere in die "Freiheit". Das ist dann ggf. grausamer als sie in Gefangenschaft (halt ohne Tierversuche) weiter zu halten.
Teylen:
--- Zitat von: Professor Farnsworth am 4.09.2017 | 13:06 ---Das fandest du überraschend?
--- Ende Zitat ---
Mich hat es in dem Film total überrascht.
Einerseits hat sie keine für mich erkennbare tödliche Verletzung bekommen.
Andererseits war da das versprechen sie aus der Sklaverei rauszubekommen. Wo man sie so als Sidekick hätte mitschleppen können und dann langsam an das neue Leben gewonnen (Wobei sie ja kein Laborvieh ist sondern eine Kreatur mit mindestens menschlichen Intellekt, wenn nicht gar nen Tacken drüber).
Letztlich passte es nicht so recht zu dem Farben Gewitter und der doch eher utopischen Weltzeichnung.
Plus, ich mochte Bubbles Charakterisierung. Sie hatte jetzt nicht mörderviel Screentime. Allerdings nutzte sie doch die kurze Zeit effektiv um mir etwas ans Herz zu wachsen (Soviel das ich kurz ne Träne wegdrücke, jetzt nicht unbedingt gleich ein ganzes Tränen-Gewitter. Was recht angenehm war). Mindestens einer der auch im Kino war, sah das ähnlich (Keine Ahnung wegen etwaiger Tränen XD).
Noir:
Das Ganze war zwar recht farbig, aber von der Stimmung her fand ichs eher dreckig/düster. Deshalb kam das für mich kein Stück überraschend. Aber so unterschiedlich ist die Wahrnehmung.
Kowalski:
Sie war ja so eine Art Sklavin.
Manche Sklaven gehen in Freiheit unter.
Was jetzt kein Pro-Sklaverei Argument ist sondern eher ein Hinweis das auch mit Freiheit umgehen gelernt sein muss.
Man schaue sich z.B. an wie die Leute in der Ex-Sowjetunion von den Geschäftemachern reihenweise reingelegt wurden weil sie einfach nicht misstrauisch genug waren.
Ich denke schon das war so ein wenig auch eine Allegorie darauf das Freiheit als Ideal hoch angesehen ist und dann doch Gefahren birgt.
Je mehr ich drüber nachdenke desto zentraler wird der Bubble Erzählstrang für die Deutung des Films.
Würde man in feudalistisch angehauchten SW eine Befreiungsaktion für Sklaven vermuten? Nein, solange das z.B. nicht auch eigennützig im Sinne des Jedi-Ordens oder des einzelnen Jedi ist. Siehe Qui-Gon Jin und Anakin.
In den humanistischen Utopien von ST und Valerian ist aber so eine Haltung normal und Valerian müsste Bubble nicht befreien. Er hätte einfach ihre Zeit mieten können.
Hier zeigt sich mal wieder das SW ein Zerrbild von lebenswerter Gesellschaft ist.
Interessant als Hintergrund für Geschichten aber eben kein "Was wäre wenn" Entwurf einer sich weiter entwickelten menschlichen Gesellschaft.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln