Medien & Phantastik > Sehen
Valerian und Veronique - dir. by Luc Besson!
Kowalski:
--- Zitat von: Lyonesse am 21.07.2017 | 14:17 ---Zum Film: Ich bin da insofern eher skeptisch, weil Besson doch eher für die Form als für den Inhalt bekannt ist,
und das wird sich hier vermutlich auch nicht sonderlich ändern. Das Avatar für ihn die Referenz war, finde ich in
dem Zusammenhang auch nicht wirklich ermutigend. Also rechne ich mit einem toll aussehenden Film, dessen
Story in drei Sätzen erzählt ist.
--- Ende Zitat ---
Die Technik des Avatar Films war ihm wichtig.
Nicht der Film selber.
Das ist schon ziemlich von den Comics beeinflusst und von sonst nicht viel.
alexandro:
Optisch beeindruckend. Die ersten fünf Minuten erzählen eine wunderbare Geschichte, nur mit Bildern, ohne Worte zu benutzen. Der Rest des Films besticht ebenfalls mit opulenten und einfallsreichen Science-Fantasy-Elementen, welchen zwar (im Verhältnis dazu, wie wichtig diese dann tatsächlich für die Handlung sind) etwas zu viel Zeit eingeräumt wird, die vielleicht sinnvoller hätten genutzt werden können (aber egal: diese Szenen erfüllen zwar keinen Zweck, machen aber Spaß).
Die beiden Hauptdarsteller machen einen guten Job, auch wenn sie für ihre Rollen sicherlich keine Oscars gewinnen werden. ;) Die Chemie zwischen ihnen funktioniert und man nimmt ihnen das turtelnde Päarchen und die coolen Actionhelden gleichermaßen ab - und mehr müssen sie in diesem Fall nicht leisten. Das größte Problem an den Protagonisten liegt allerdings nicht an deren Darstellern, sondern darin, dass das Drehbuch ab und zu recht seltsame und uncharakteristische Dinge von diesen verlangt
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)besonders schlimm trifft es Laureline: da haben die beiden gerade ihren begleitenden Soldatentrupp verloren und "Laurie" beschwert sich darüber, dass ihr Kleid zerrissen ist - gehts noch? Und solche Sachen passieren den ganzen Film, vom Augenrollen der Protagonisten im Gespräch mit ihren Vorgesetzten, bis hin zu einer Szene, in der "Ms. Bitchy" minutenlang auf den bewusstlossen BBEG einprügelt - was von niemandem auch nur ansatzweise kommentier wird.
Die größte Schwäche des Films ist der Plot: ziemlich vorhersehbar, mit komplett unnötigen Abzweigungen und etwas zu dick aufgetragenem Pathos. Außerdem wird ein Großteil des Plots nicht gezeigt, sondern über Expositionsmonologe
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)(bzw. Expositionsrüsseltiere)vorangetrieben - wäre es nicht Luc Besson, könnte man meinen, dass der Drehbuchschreiber noch nie von "Show, don't tell!" gehört hat.
Insgesamt sicher kein schlechter Film, aber mehr als 7 von 10 Punkten bekommt der nicht von mir (dafür sind die - allesamt zwar geringfügigen - Mängel doch zu zahlreich).
D. M_Athair:
... ich bin mal gespannt, wie die Rezensionen in UK ausfallen werden.
In Amiland scheint man nicht so angetan zu sein ... und der Story auch nicht so recht folgen zu können.
Dafür gibts Star-Wars-Vergleiche im Dutzend billiger.
Nomad:
Ich gehe heute Abend rein, ich freue mich schon :)
Wulfhelm:
--- Zitat von: Vigilluminatus am 21.07.2017 | 09:27 --- Hätte nichts gegen eine Fortsetzung, dann gern auch mal mit Zeitreisen.
--- Ende Zitat ---
Eine Zeitreise oder ein ähnliches Wunder wäre auch notwendig, damit es angesichts der absolut desaströsen Wochenendzahlen und des damit schon abzusehenden Flops noch zu einer Fortsetzung kommt... :-X
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