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[Serie] Supergirl (2015)
Horatio:
Ich mag sie :). Allerwenigstens wirds ein guilty pleasure, aber sie hat Potential zu mehr.
Es ist erfrischend eine Protagonistin zu sehen die etwas mädchenhaft sein darf und nicht das gängige Klischee der toughen Heldin der weibliches Verhalten fremd ist bedienen muss. Sehr erfrischend.
Das die Serie genau das rüberbringen will – das es nicht falsch oder „antifeministisch“ ist ein Mädchen zu sein und dass sie den Fanservice nicht bringen wollen – sagen sie sogar in zwei Szenen ausdrücklich. Ich mag diesen Ansatz, schauen wir mal wie sie es Umsetzen.
Die Serie richtet sich an ein weibliches Publikum, keine Frage. Alle Hauptpersonen sind weiblich, inklusive der vermutlichen großen Antagonistin. Da kann es durchaus vorkommen dass ein paar Desperate Housewives Schauer daran gefallen finden. Ich weiß nicht, wie man sich daran stören kann, aber da mag der ein oder andere sicher seine Gründe haben.
Was tatsächlich etwas unelegant an dem Piloten ist, aber aller Wahrscheinlichkeit nach ein akzeptierter Kompromiss und keine aktive Entscheidung darstellt, ist der gehetzte nicht wirklich spektakuläre Plot. Es wurde in sehr kurzer Zeit sehr viel Exposition abgehandelt und Bausteine für die weitere Serie gesetzt. Da gerade auch viele Standardkonstellationen verwendet wurden finde ich das persönlich nachvollziehbar möglichst viel in die erste Folge zu packen, damit man es vom Tisch hat. Natürlich blöd, dass man nicht direkt weiterschauen kann um zu sehen was sie draus machen.
Aber jetzt vom Abstrakten zum Konkreten^^.
Die Serie hat einen Tick 70er / 80er Jahre Superman Film Flair. Sie hat trotz aller aufgebauter Widrigkeiten einen positiven Grundton und Kara hat einen Touch von Christopher Reeves Clark Kent den ich großartig finde. Die Musik ist ebenfalls ein wenig daran angelehnt.
Calista Flockhart spielt ihre Rolle großartig und zeigt trotz der Überzeichnungen die Kompetenz ihres Charakters. Das Bild welches von Superman nur über fremde Aussagen vermittelt wird wird ist mehr Superman als alles was wir in Man of Steel zu sehen bekommen haben. Für die Leute denen es zuviel "Pathos" ist wenn die Leute ausdrücken, dass sie Superman gut finden bleibt immer noch Man of Steel ;).
Die erste Super-Kampfszene fand ich für eine Fernsehproduktion sehr gelungen. Plus es gab ein Cameo von Dean Cain :).
.. und wir habe mal kein Love Interest oder einen Romantic Subplot. Anscheinend sind Karas Probleme auch so interessant genug ;).
Silent:
Nachdem ich die Pilotfolge gesehen habe, beschleicht mich irgendwie, dass Gefühl, dass dies gar nicht der Pilot war. Es kam mir irgendwie, wie ein verlängerter Trailer an, weil wirkliche alle Szenen des Trailers in der ersten Folge vorkamen. Ich hab jetzt nicht genau nachgehalten, aber gefühlt sogar in der gleichen Reihenfolge. Ebenso wirkten die Cuts sehr eigen und die Sprünge innerhalb des Plots... Als ob man drei Folgen zusammengeschnippelt hätte.
Ich hoffe einfach mal, dass der echte Pilot im Herbst anders ist, denn sonst fand ich den Trailer besser ;)
K!aus:
Ich musste an Buffy + The Initiative denken.
Yerho:
--- Zitat von: Silent am 26.05.2015 | 23:34 ---Nachdem ich die Pilotfolge gesehen habe, beschleicht mich irgendwie, dass Gefühl, dass dies gar nicht der Pilot war. Es kam mir irgendwie, wie ein verlängerter Trailer an, weil wirkliche alle Szenen des Trailers in der ersten Folge vorkamen. Ich hab jetzt nicht genau nachgehalten, aber gefühlt sogar in der gleichen Reihenfolge. Ebenso wirkten die Cuts sehr eigen und die Sprünge innerhalb des Plots... Als ob man drei Folgen zusammengeschnippelt hätte.
--- Ende Zitat ---
Ich fürchte, das soll so sein. Ereignisse, die in einer gute Serie im Laufe mehrerer Episoden erschlossen werden, wurden hier in eine zusammengedroschen und die zwangsläufig entstehenden Leerstellen gnadenlos durch Railroading, Erklärbärlichkeiten und Deus-Ex-Machina-Kniffe (wörtlich zu verstehen) aufgefüllt, damit man ab Episode 2 zum Monster of the Week übergehen kann und die angestrebte Zielgruppe mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege nicht überfordert wird. Karas Weg zur Erde, ihre Entscheidung dazu, Supergirl zu werden, die Regierungstätigkeit ihrer Schwester, die Geschichte um Fort Rozz etc. p.p. - das alles wäre Stoff für die erste Staffel gewesen, nicht für die erste Episode.
Dann wäre auch Zeit gewesen, die Charaktere stärker herauszuarbeiten. Von dem Knilch, der Karas "Jimmy Olsen" habe ich mir nicht einmal den Namen merken können, sondern nur, dass er in jeder zweiten Einstellung mit krampfhaft eingezogenem Bauch und geschwellter Brust dastand, als hätte er seine Rolle nicht verstanden. Okay, da auch die Hauptdarstellerin nicht gerade durch schauspielerische Leistung glänzt (aber durch overacting auffällt) ist das sekundär, führt aber gleich zum nächsten Frage: Hatten die nur einen halben Tag für den Dreh oder hat der Regisseur gepennt? Der muss doch seinen Jungdarstellern sagen, wenn Mimik, Gestik und Körperhaltung nicht stimmen. Und falls sie einen Stunt-Choreographen hatten, was ich bezweifele, hätte dieser auch dem Mädel mal sagen können, dass man im Drahtseil-Geschirr ein wenig Körperspannung braucht und nicht drinhängt wie ein Baby im Tragetuch - dann sehen nämlich die Flugszenen später so aus, als würde man von der Toilette sitzend abheben.
Um das Maß voll zu machen, hat man selbst die CGI irgendwie auch schon vor 10 Jahren besser gesehen und - okay, ab hier wird's subjektiv - die Besetzung als solche halte ich grundsätzlich für suboptimal. Melissa Benoist geht weder als die Girlie- noch als die athletische Variante von Supergirl durch und ist weder Fisch noch Fleisch. Beim Geek hat's auch nicht zum authentischen Geek gereicht und Jimmy Olsen wurde zum - Verzeihung - Quotenneger in beratender Funktion (als ob es dafür nicht schon genug Chraktere gäbe). Autsch.
Holothuroid:
Schwacher Plot, grausige Spezialeffekte, unterdurchschnittliche Schauspieler... ich muss es einfach weiter gucken... zumindest noch so zwei drei Folgen.
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