Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Magie?
Chiarina:
Das Problem ist, dass Abaton anscheinend Crunch konvertieren will.
Das Setting zu konvertieren halte ich eventuell für möglich, den Crunch eher nicht (und wieso sollte man das auch tun wollen? Ich dachte, man hätte sich gerade für den Fate-Crunch entschieden!).
Ich stimme auch Pyromancer nicht ganz zu: Viele Midgard-Sprüche sind nicht unbedingt Teil des Settings. Das Setting besagt, dass Magi auf Midgard ihre Kunst in der Art einer Wissenschaft ausüben und sich zwecks Erlernen derselben zu Gilden zusammenschließen. Von mir aus kann man auch noch allgemein die durch Zaubern bedingte Erschöpfung als Settingaspekt ansehen. Die lahme Feuerkugel ist aber Crunch. Außer dem Balancing-Gedanken gibt es bei Midgard nämlich keinen Grund dafür, dass die Feuerkugel so langsam ist. Da Fate andere Balancing-Mechanismen hat, braucht man die auch nicht zu übernehmen.
Stimmungsvoll fände ich es, man würde bei einer Konvertierung von den Ursprüngen der Magie ausgehen. Da gibt es in Midgard so einiges. Und Fate fragt im Toolkit doch auch sehr schnell: "What is Magic and how does it work?" (S. 77). Diese Frage beantwortet Midgard auf vielfältige Weise. Deshalb würde ich einfach da ansetzen und dann verschiedene Stränge der Magie entwerfen (Zauberlieder der Barden, Wundertaten der Priester, etc.). Was jetzt aber einzelne Midgardsprüche können und was nicht, das würde ich in die Tonne kloppen.
Nebula:
ich verstehe auch nicht, wie man die Magie von Midgard anhand von Spruchlisten nach Fate bringen will
Das Setting von Fate ist gut (kenn es leider nicht, aber gehe jetzt mal davon aus), aber macht das Magiesystem bzw. die Spruchliste das Spielgefühl in Midgard aus?
Draig-Athar:
--- Zitat von: Chruschtschow am 5.06.2015 | 18:30 ---Hier noch kurz ein kleiner Einwand: auf gar keinen Fall sollte der Magier mit einer einzelnen Fertigkeit alle magischen Effekte abhandeln können. Er nimmt die gleichen Fertigkeiten, die auch alle anderen nehmen würden. Damit ist ein ganz gewaltiges Ungleichgewicht schon mal nicht drin, weil der Magier schlicht nicht alle Fertigkeiten gleich hoch haben wird.
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich überhaupt nicht so. Wir hatten schon verschiedene Magiesysteme ausprobiert, die auf nur einer (oder wenigen) Fertigkeit beruhen (und dafür halt Stunts kosten), und das hat oft gut funktioniert. Das Toolkit bietet da ja schon ein paar Beispiele, das System aus FreeFate (leicht angepasst) hat bei uns auch hervorragend funktioniert.
Chruschtschow:
@Draig:
Sorry, ich hätte etwas genauer sein sollen. Dann besser so: Ein ansonsten sehr freies und ungeregeltes Magiesystem nur mit Fate Core sollte die normale Skilltabelle nutzen. Wenn es ein dezidiertes System gibt, gilt natürlich, dass durchaus andere Wege möglich sind.
Abaton23:
Magie, welche auf einer bestehenden Fertigkeit beruhen, benötigen ja keine spezielle Magiebehandlung. Feuerball mag Fernkampf bleiben. Fraglich werden Zauber, welche über Fertigkeiten hinausgehen und im Setting ruhen. (Bannkreise ziehen, schweben, Wesen beschwören, etc...)
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Mein 1. Vorschlag beruhte darauf, dass sich Zauberer solche Magie aus dem Arkanum des Settings anlesen. Will er einen Spruch ins Repertoire, der über Fertigkeiten hinausragt, so bespricht er mit dem SL, wie man diesen Spruch als Talent beschreiben könnte. (entsprechend 2.Vorschlag Malmsturm S.127. Ich verwendete im Vorschlag statt dem Wort "Talent" fälschlich das Wort "Stunt" von Core)
- Somit erarbeitet sich der Zaubernde seine außergewöhnliche Spruchliste über Talente/Stunts.
- Der Nichtzaubernde definiert ebenso seine Talente/Stunts mit seinem SL. Balance zwischen Magiern und Nichtzauberern bliebe nach meinem Verständnis in etwa gewahrt.
2. Vorschlag: Da Talente/Stunts meist situationsbedingte +2-Bonis auf Fertigkeiten darstellen, wäre für mich auch denkbar gewesen, dass sich Magier durch eine entsprechende Absenkung ihrer Fertigkeiten zusätzlich benötigte Stunts erwerben.
3. Vorschlag: , (Variante vom 2.): Die Magier bekommen von Haus aus eine entsprechend rechnerisch niedrigere Fertigkeitspyramide von Malmsturm und Nichtzaubernde verzichten im Gegenzug auf die Bonis der Talente/Stunts. (angelehnt an die „Grim & Gritty“-Regel auf Malmsturm Seite-16) So wäre die Regelmechanik Talent/Stunt klar für die Magie reserviert und für Neulinge leichter zu verstehen.
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Malmsturms anderer Vorschlag-1 (S.126) beruht darauf, Magie per Aspekt darzustellen. Der Vorschlag betont, "Dabei kann dieser Aspekt Zugang zu einem einzelnen Zauber, eine Zauberstufe oder eine ganze Zauberschule gewähren. Die Währung der Zaubersprüche wäre dann das Bezahlen mit Schicksalpunkten" Somit wäre die Wirkung der Magie entweder -sehr begrenzt- oder verweist auf Zauber-stufen -schulen, -die wiederum das Setting klären sollte-. Das ist allerdings was anderes als eine frei erfindbare Magie durch persönliche Aspektdefinition ohne Bezug zum Setting.
Ich habe das so aufgefasst: Der SL darf Vorschläge zur Abstimmung mit seinem Setting machen dürfen. Malmsturm bietet wohl einen ausreichenden Baukasten, FATE settingbezogen mit Magie zu spielen. Es kommt wohl auf eine erfolgreiche Verständigung mit Spielern und Setting an.
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