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Modern Fantasy - geht das?

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finsterland:
Achtung: Das Finsterland ist nicht Großbritannien. Es ist Mitteleuropa um 1800 (zumindest von der politischen Grundstruktur). Es gibt de facto keinen Zentralstaat und vor allem winzige Fürstentümer, die mehr der Privatbesitz einer Familie als ein Staat sind. Im Finsterland 80-Setting bleiben drei größere Blöcke, die viele kleinere Gebiete als Stellvertreter nutzen.

Ämterkauf habe ich im Text nicht drin. Es geht um ererbte Ränge, und obwohl es da gute Leute gab und gibt, ist die Abstammung nicht das ideale Kriterium, um Führungskräfte auszuwählen.

John Monash (von dem weiß ich, William Slim ist mir neu, aber ich lese mich gerne ein) war definitiv ein hervorragender Offizier, aber wohl auch eine Ausnahme. Darum ist er auch bekannt und berühmt.
Der Zweite Große Krieg im Finsterland entspricht dann unserem Zweiten Weltkrieg, und da war es dann mit der Achtung von Zivilisten und Gefangenen endgültig vorbei.

Zum Stellvertreter: Es ist ein bochener 80er Jahre-Filmplot. Man darf das nicht überbewerten. (Ja, es ist dämlich. Du hast völlig recht. Vielleicht sollte man es durch was anderes ersetzen. Hättest Du einen Vorschlag?)

Zum Vertrauen: Genau. Wer kein eigenes Militär hat, ist diesen Leuten eigentlich ausgeliefert. Gerade durch die Zersplitterung des Landes sind diese Truppen allerdings wesentlich verbreiteter als bei uns.

Zur Versorgung der Söldner: Ich werde das ergänzen. Sie werden einerseits von der "Kundschaft" bezahlt, andererseits sind sie eine Investitionsmöglichkeit für Geschäftsleute oder finanzieren sich über Schutzgelder und Plünderungen.

Zu den Strukturen: Finsterland 80 setzt sich auf Finsterland drauf. Das bedeutet, dass ich bereits vorhandene Texte nicht doppeln wollte. Die militärischen Ränge und die Gliederung von Truppen finden sich im Grundbuch auf S. 93. Ich kann diese Informationen gerne separat hochladen, wenn es für Dich interessant ist.

Ich hoffe, diese Antworten waren aufschlussreich.

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: finsterland am 24.11.2015 | 20:31 ---Achtung: Das Finsterland ist nicht Großbritannien. .

--- Ende Zitat ---
es war ein Beispiel, aber anscheinend folgt es eher dem alten russischen Modell, das der Adlige den Rang seines Vaters erbt


--- Zitat --- und obwohl es da gute Leute gab und gibt
--- Ende Zitat ---
das fehlt im Text, da kommt es so rüber als wäre das Offizierskorps Regel 0

Zum Vertrauen, wer für Gold seine Kontrakte bricht, den wirbt man nur ungern an und es ist etwas schwer nachvollziehbar  warum Freie Söldner soviel besser ausgerüstet, geschult etc. sein können wie andere Streitkräfte.

Unwahrscheinlich und Unglaubwürdig, das sich von Finsterland von dem anachronistischen 18 Jh(ich hätte es auf 19 Jh geschätzt) die gleichen Strukturen in WWII behält

--- Zitat ---Ich hoffe, diese Antworten waren aufschlussreich.
--- Ende Zitat ---
Ja danke

finsterland:

"es war ein Beispiel, aber anscheinend folgt es eher dem alten russischen Modell, das der Adlige den Rang seines Vaters erbt"

Ja.

"das fehlt im Text, da kommt es so rüber als wäre das Offizierskorps Regel 0"

Kann man anpassen.

"Zum Vertrauen, wer für Gold seine Kontrakte bricht, den wirbt man nur ungern an und es ist etwas schwer nachvollziehbar  warum Freie Söldner soviel besser ausgerüstet, geschult etc. sein können wie andere Streitkräfte."

Beggars can't be chosers.
Bei der Qualität der Ausrüstung: Vielleicht sollte man es so umformulieren:
Manche Söldnertruppen sind sehr gut ausgerüstet und verfügen über modernste Infanteriewaffen, die speziell für ihre Aufgabe angepasst wurden. Im Gegensatz dazu müssen sich die fürstlichen Militärs oft mit den Produkten des Billigstbieters zufrieden geben. Andererseits haben nur die größten und erfolgreichsten Söldnerverbände die schweren Waffen der professionellen Heere zur Hand. 

"Unwahrscheinlich und Unglaubwürdig, das sich von Finsterland von dem anachronistischen 18 Jh(ich hätte es auf 19 Jh geschätzt) die gleichen Strukturen in WWII behält"

Finsterland ist da ziemlich durchmischt. Der entscheidende Punkt ist, dass sich der Nationalismus nicht als Idee entwickelt hat. Die beiden Großen Kriege sind aus der "historischen" Perspektive auch eigentlich ein großer, durchgehender Konflikt mit einer ruhigeren Phase in der Mitte.
Ich wollte kein eins-zu-eins Setting haben, weil man da ja gleich das Original hätte nehmen können.

finsterland:
Ich habe das jetzt mal alles angepasst!

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: finsterland am 24.11.2015 | 21:11 ---
 
Bei der Qualität der Ausrüstung: Vielleicht sollte man es so umformulieren:
Manche Söldnertruppen sind sehr gut ausgerüstet und verfügen über modernste Infanteriewaffen, die speziell für ihre Aufgabe angepasst wurden. Im Gegensatz dazu müssen sich die fürstlichen Militärs oft mit den Produkten des Billigstbieters zufrieden geben. Andererseits haben nur die größten und erfolgreichsten Söldnerverbände die schweren Waffen der professionellen Heere zur Hand. 
--- Ende Zitat ---

Infantriewaffen  und schwere Waffen überschneiden sich und ich glaube nicht das Preis der Grund war, warum die französischen Gewehre zu Beginn des WWI so bescheiden waren.


--- Zitat ---Die beiden Großen Kriege sind aus der "historischen" Perspektive auch eigentlich ein großer, durchgehender Konflikt mit einer ruhigeren Phase in der Mitte.
--- Ende Zitat ---
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