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American Sniper

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Greifenklaue:
Wiki verrät: "American Sniper ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Clint Eastwood aus dem Jahr 2014. Der Film behandelt die Lebensgeschichte des Scharfschützen Chris Kyle, der mit über 160 bestätigten Tötungen laut Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten der erfolgreichste amerikanische Scharfschütze ist."

Der Film wird kontrovers diskutiert, was mich dann doch erstaunte, am besten bringt es Spiegel auf den Punkt:

„Kriegsfilm? Antikriegsfilm? Es ist bezeichnend, dass ‚Sniper‘ Raum lässt für beide Deutungen. Er erzählt eine ‚wahre Geschichte‘, aber nur so wahr, wie sie ins patriotische Drehbuch passt. Vielmehr ist ‚Sniper‘ die fiktionalisierte Version einer fiktionalisierten Version einer Realität, die auch ohne diese doppelte Zuspitzung traurig genug wäre.“

Wer an der Sniper-Thematik interessiert ist, findet hier nen guten Film, in den man nicht zu viel hineindeuteln sollte. Die Sicht auf die Dinge erhält man natürlich stets durch den patriotischen Kyle Reese, der auf der anderen Seite wenig hinterfragt und sich nicht mit gewissen Dingen auseinandersetzen will (eigene Verletzungen z.B.).

Kurzum, 3,5 von 5 Olympiaschützen.

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Old Griffinhand am 12.08.2015 | 19:39 ---
Der Film wird kontrovers diskutiert, was mich dann doch erstaunte, am besten bringt es Spiegel auf den Punkt:
--- Ende Zitat ---
Film und Literaturkritiken vom Spiegel  :q ich gebe zu nicht ganz  :3~ aber charakterlich erbärmlich

MKN war Kyle tatsächlich Patriot und btw. Seal, desweiteren soll er American Sniper selbst geschrieben haben.
Jemand der im Grauen des Krieges war, kann legitimerweise wohl selbst bestimmen wieweit er  darüber kommunizieren will. Besonders wenn er wie im Film angedeutet unter  PTSD zu leiden schien.

Darius der Duellant:
Die Realperson nach der dieser Film gestrickt wurde ist schon so ein ekliger menschenverachtender Unsympath (und nein, das bezieht sich nicht auf seine Profession, sondern auf seine Mentalität), da muss man mMn nicht auch noch moralisches Whitewashing durch Geld unterstützen.

Lichtschwerttänzer:
Wieso?

YY:

--- Zitat von: Darius der Duellant am 12.08.2015 | 23:29 ---Die Realperson nach der dieser Film gestrickt wurde ist schon so ein ekliger menschenverachtender Unsympath (und nein, das bezieht sich nicht auf seine Profession, sondern auf seine Mentalität), da muss man mMn nicht auch noch moralisches Whitewashing durch Geld unterstützen.

--- Ende Zitat ---

Der Film schlägt schon deutlich andere Töne an als das Buch und haut dem Zuschauer ein paar Sachen ins Gesicht, die im Buch allerhöchstens zwischen den Zeilen angedeutet werden.

Im Film merkt man deutlich mehr als im Buch, dass auch diese scheinbar kompromisslos durchgezogene psychologische Abwehrhaltung (nichts anderes ist seine Mentalität nämlich) nicht immer hilft.

Durch den Spagat zwischen Patriotismus und kritischeren Tönen ist der Film stellenweise quasi unfreiwillig neutral.


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