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D&D 5 für Fluffer toll und für Cruncher eher unterdurchschnittlich?

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Seraph:
Ohne jetzt alle 8 Seiten durchgelesen zu haben - ich bin mit den vereinfachten, "fluffigeren" Regeln von DnD 5 sehr zufrieden!
Ich komme aber aus der sehr crunchigen Pathfinder-Ecke und bin über jede Vereinfachung froh. Ich denke, es kommt letztendlich auch immer darauf an, was man von DnD erwartet.
Will ich einen mechanischen Dungeoncrawl spielen, in dem ich die Encounter eher abstrakt betrachte und mit Powerleveling möglichst gut hinter mich bringe? Oder ist mir Powerleveling egal, solange ich eine stimmige Welt mit interessanten Figuren und Plots erlebe?

Bei mir ist es eindeutig letzteres und ich bin glücklich, dass die Regeln simpler geworden sind und ich so besser in eine Welt eintauchen kann.
Gerade die Persönlichkeitsmerkmale im Hintergrund und bei den Archetypen mag ich sehr gerne - gerade weil sie keine spielerischen Vorteile bringen, sondern den eigenen Charakter vertiefen.

Arldwulf:

--- Zitat von: Rhylthar am 26.01.2020 | 11:26 ---NSC-Erschaffung ist doch viel einfacher geworden, weil sie eben nicht der Charaktererschaffung folgt/folgen muss?  wtf?

--- Ende Zitat ---


Kommt sicher drauf an womit man das ganze vergleicht. Eigentlich geht die 5E natürlich wieder etwas stärker den Weg NSCs an Spielercharakteren zu orientieren. Beispielsweise was Zauber und Zauberslots angeht die diese haben können.

Das geht natürlich nicht den ganzen Weg bis zur 3.5 zurück - aber eben durchaus wieder etwas zurück in diese Richtung. "Einfacher geworden" ist also nicht ganz richtig..."nicht wieder ganz so geworden wie früher" haut eher hin.

Und natürlich sind einige neue Regelungen hinzugekommen, gerade was das Zusammenstellen von Monstergruppen und die Berechnung der Encounterschwierigkeit angeht wurde sich ordentlich verkünstelt und es den Spielleitern schwieriger gemacht als zuvor.

Nodens Sohn:
Die fluffigeren Regeln haben mich wieder zu D&D zurückgebracht.
Ich mag das Eintauchen in Geschichten, das Erleben von Konflikten (auch von sozialen). Ich mag kein Schach am Tisch spielen und wenn das Regelwerk so leichtfüßig daherkommt, dass es hinter die Geschichte tritt und das Regelbuch am Spieleabend so gut wie nie geöffnet werden muss, dann finde ich es großartig und gelungen. Und ich finde D&D hat hier (für mich) einen riesigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Und da ich auch oft mit Kindern bzw. Jugendlichen D&D spiele finde ich es großartig, dass man Teile des Regelwerkes auf einfacher Weise noch weiter abspecken kann, dass es auch jüngere Spieler gut meistern können und ihren Spaß haben.

Koruun:
Ich mag auch lieber Systeme, die clevere Entscheidungen im Spiel begünstigen anstatt clevere Entscheidungen beim Charakterbau. Die "geringe Bastelmöglichkeit" ist für mich eine Stärke der 5E. Wenn ich an die 3.x zurückdenke läufts mir eiskalt den Rücken runter, dieser Moloch an Regelwulst steht für mich für all das was ich nicht in einem P&P RPG benötige.

Was mich aktuell etwas mit D&D 5E fremdeln lässt sind weder die üblichen Kritiken bzgl. Charaktervielfalt / Skillsystem, auch nicht die Veröffentlichungspolitik von WotC, sondern die Tatsache dass D&D Kampagnen sich seit der 3. Edition von Grund auf eher wie ein Marvel Superheroes spielen und weniger wie ein "düstere Reise mit vielen Gefahren" à la Der Hobbit.

Davon bin ich gerade ein wenig übersättigt und mag derzeit bodenständigere Systeme (sowohl als SL als euch PC).

takti der blonde?:
Ich vermute, dass in diesem Thread "fluff" ...schrägt verwendet wird. "Fluffige Regeln" ergibt keinen Sinn. Regeln sind qua definitionem "crunch".
Fluff ist das was (Sir?) Bob Herzog meint, wenn er sagt: "Skip the flavour text, we're wasting precious hack time!"

Wenn ich so in meine 5e Bücher schaue, dann gibt es im Vergleich zu anderen Editionen deutlich weniger "fluff" insgesamt in dieser Edition. Siehe auch die Lamentationen all jener, denen 5e nicht genug Setting-Material an die Hände gibt.

Ich persönlich finde den "crunch" in der 5e sehr angenehm. Er überwältigt an meinem Tisch (bislang) niemanden und das Spiel selbst zu leiten, wird mir durch die Regeln einfach gemacht.

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