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D&D 5 für Fluffer toll und für Cruncher eher unterdurchschnittlich?

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Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: Rhylthar am  2.12.2018 | 19:00 ---Banquet of the Dsmned hat doch eine Print-Option, oder? Oder ist das Drivethru?

--- Ende Zitat ---

Du hast Recht. Und ich hab ne Erklärung gefunden: "At this time, we are not allowing new print files for Community Content programs beyond a very limited list of testing titles. Testing titles include top-selling PDFs with at least 40 pages of content from creators familiar with print-on-demand specifications."

Und Banquet of the Damned ist ein Mithral Seller.

Rhylthar:
Zu Recht. Leider hat Scarab of Death zu wenig Seiten.

Talwyn:
Zur Ausgangsfrage: Ich möchte der Behauptung widersprechen, dass D&D 5 keine oder zu wenige Möglichkeiten zur Optimierung bietet. Das mag stimmen, wenn man jeden Charakter einzeln betrachtet, und hauptsächlich im Vergleich zur 3.x und 4E. Klar gibt es nun nicht mehr wirklich viele Feats, mit denen man bestimmte Aspekte eines Charakters gezielt optimieren könnte. Außerdem verhindert die Advantage-Regel Stacking Bonus Orgien, und Concentration schiebt multiplen Buffs einen Riegel vor. Wenn man mächtige Synergien erzielen will, zwingt einen die 5E zu Teamwork. Man muss sich einen Plan überlegen, in dem die Aktionen der einzelnen Charaktere koordiniert werden müssen, und wenn er gut ausgeführt wird, haut man den Riesenkönig in einer Runde aus den Pantoffeln. Dadurch wird das Entwickeln effektiver Taktiken zu einer Teamaktivität. Im Gegensatz dazu habe ich die 3.x immer so erlebt, dass man bestenfalls mit Hilfe eines Bergs von Splatbooks einen extrem optimierten Einzelcharakter gebastelt hat, wobei gerne schon vor Spielbeginn der Charakter von Stufe 1 bis 20 durchgeplant wurde, damit man auch ja die Voraussetzungen für Prestigeklasse X so früh wie möglich erfüllt. Die Abstimmung innerhalb der Gruppe hat sich dann in meiner persönlichen Erfahrung meistens eher auf die Festlegung von Rollen beschränkt (du bist der Tank, du der DD, du bist der Heiler, du bist für Crowd Control zuständig usw.). Ich sage auch weder, dass es nicht möglich gewesen wäre, in der 3.x/4E effektive Gruppen-Strategien auszutüfteln, noch, dass dieses Tüfteln am eigenen Charakter keinen Spaß macht. Ist beides sicher valide, und ich kann durchaus nachvollziehen wenn einem die Optimierung auf Charakter-Level in der 5E fehlt.
Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, und da sehe ich halt, dass wir in der 5E viel stärker als Gruppe agieren als noch in de 3E - und zwar einfach, weil wir müssen. In der 3E hatte ich dann eher so ein Konzept im Kopf, dass auf meinen eigenen Charakter beschränkt war: Ich bin der Stachelkettenkrieger mit Combat Reflexes und Improved Trip. Im besten Fall hätte ich dann noch den Gruppenmagier darum gebeten Enlarge Person zu wirken, aber in der Regel hat man doch eher versucht, solche externen Abhängigkeiten z.B. durch Multiclassing aufzulösen, als dass man wirklich den Kameraden um Hilfe gebeten hätte (der seine Spell Slots in der Regel für die Umsetzung seines eigenen Plans bereits fest einkalkuliert hatte).

Arldwulf:

--- Zitat von: Talwyn am  3.12.2018 | 15:58 ---Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, und da sehe ich halt, dass wir in der 5E viel stärker als Gruppe agieren als noch in de 3E - und zwar einfach, weil wir müssen.
--- Ende Zitat ---


Gegenüber 3E mag das stimmen...gegenüber der 4E aber wieder herum nicht, dort ist Teamwork noch wesentlich wichtiger und es gibt z.B. auch für den SL viel mehr Möglichkeiten Synergien zu erzeugen. Ist ja eine der wesentlichen Ebenen die zur Vereinfachung des Spiels entfernt wurden.


Generell würde ich aber anders heran gehen. Ein Spiel ist dann für Fluffer toll, wenn man die Frage "mhh, was soll ich spielen, was macht denn alles Spaß" mit "alles was du willst, du kannst eigentlich jedes Charakterkonzept spielen und wirst trotzdem nicht spürbar abfallen." beantworten kann. Und wenn die Wahl dieser Charakterkonzepte dann spürbare Auswirkungen hat. Sprich, wenn mir jemand sagen kann "Char A macht gerade dies und das" und ich daraufhin sagen kann "oh, dann ist er wohl..." weil die Unterschiede zwischen den Klassen in verschiedenen Aktionen resultieren.

Das erste würde ich für die 5E als eher "naja" bezeichnen. Es ist nicht so bastelintensiv wie die 3E Zeit und man hat natürlich viel weniger Optionen. Diese Optionen unterscheiden sich aber drastisch und natürlich kann es vorkommen das sich ein Charakter vollkommen nutzlos fühlt. Genau betrachtet sogar sehr leicht. Wenn man eine unbekannte Gruppe vorgesetzt bekommt und nur die Charakterklassen kennt ist es recht leicht zu sagen was diese wohl für Zauber haben werden oder welche Subklassen - einfach weil diese sich in der Effektivität recht stark unterscheiden und bestimmte darum sehr oft genommen werden.

Und beim zweiten sind die Designschritte welche man genommen hat eher in die andere Richtung. Es kann sehr leicht passieren das bei einer 5er Gruppe 3 die gleichen Aktionen machen, dank wenig Möglichkeiten mundane Attacken zu diversifizieren und gemeinsamen Zauberlisten.

Auch ein anderes Thema spielt in die Crunchiness ein wenig mit rein: Die Regeln sind teilweise sehr schwammig formuliert. Auch bewusst schwammig formuliert um dem SL möglichst viel Entscheidungsfreiheit zu geben. Und das funktioniert auch. Doch es führt auch zu vielen kleinen Regellücken und nicht intendierten Synergien welche Spieler die auf Crunch und das möglichst optimale ausnutzen von Regelmechaniken stehen auch recht schnell finden werden. Einen Bonus auf die Initiative zu bekommen weil dies ein Dex Attributswurf ist und man auf Dex Attributswürfe grad Vorteile / Boni hat (die flufftechnisch ganz anderen Hintergrund haben können) ist eigentlich ein klassisches Beispiel dafür wie das System eher den Cruncher anspricht als jemanden der die Mechaniken eigentlich auch mit Fluff unterfüttert haben will.

Koruun:
Was... du kannst in der 5E verglichen mit 3.x ALLES spielen und wirst nicht einmal einen Bruchteil so sehr hinterher hinken wie es im Tier-Gefälle der 3.x der Fall war. Spiel die allgemein als schlechteste Klassen angesehene Klassen einmal in der 5E und dann in der 3.x. Ich sag neuen Spielern auch, dass sich niemand gezwungen fühlen muss einen Kleriker zu spielen, das Spiel läuft auch mit in anderen Versionen als suboptimal angesehenen Partykonstellationen.
4E nehm ich aus meinen Vergleichen aufgrund mangelndem Erfahrungswert nicht mit in meine Betrachtung. Ich vermute das ist bei vielen 5E Spielern ebenfalls der Fall; diejenigen mit denen ich spielte haben alle noch keine 4E gespielt.

Das hauptsächliche was die 5E mMn noch etwas imbalanced macht, ist wenn jemand gute Feats auswählt und wer anders nicht. Aber diese imbalance ist wie gesagt weit entfernt von einem 3.x Niveau.

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