Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&D 5 für Fluffer toll und für Cruncher eher unterdurchschnittlich?
Arldwulf:
Ja, ich denke da stimmt wohl auch jeder zu. Aber das liegt eben eher daran, das die 3e/3.5 für diese Probleme bekannt war und dabei ein Extrem unter den D&D Editionen darstellt. Und weniger daran, das die Designer bei der 5e besonderen Wert darauf gelegt hätten. Genau betrachtet glaube ich auch die 3.5 würde diesen Vergleich auch hauptsächlich aufgrund der Optionsvielfalt gewinnen - einzelne Optionen sind in der 5e sogar teilweise noch etwas stärker gemacht worden. Spielt man beide Systeme mit gleicher Optionszahl ist der Unterschied gar nicht so groß.
Aber das geht dann nur arg in Detailvergleiche und die sind immer stark Gruppenabhängig. Darum wollte ich oben auch ein wenig vom Vergleich wegkommen und eher allgemeine Kriterien aufstellen nach denen man das ganze bewerten kann.
Halt die drei oben genannten
"wie gleichwertig sind im Fluff verschiedene Charakterkonzepte umsetzbar",
"wie gut unterscheiden sich die Aktionen der Charaktere im Spiel" und
"sind die Regeln gut genug formuliert um Fluff und Spielerideen einzubringen - oder muss der Spielleiter immer aufpassen was sich dahinter für eine Regellücke verbirgt?"
Arldwulf:
--- Zitat von: Koruun am 6.12.2018 | 10:03 ---Das hauptsächliche was die 5E mMn noch etwas imbalanced macht, ist wenn jemand gute Feats auswählt und wer anders nicht. Aber diese imbalance ist wie gesagt weit entfernt von einem 3.x Niveau.
--- Ende Zitat ---
Feats finde ich gar nicht so problematisch, weil die besten Feats eher die Klassen bevorteilen welche ansonsten eher etwas hinten dran sind im Balancing. Grob gesagt: Ich kann ganz gut damit leben wenn der Fighter sich ein tolles Feat nimmt (ich find es doof, das so viele innerhalb der Klasse das gleiche tun) aber es ist nicht unbedingt ein Ausgleich zu seinem Magierfreund der sich gerade ein Simulacrum herbeigezaubert hat.
Bildpunkt:
Am Rande: Mike Mearls hat mehrmals betont, das sie diesmal sehr defensiv mit der Anzahl von u auch Nachlegen der Talenten umgehen werden. Was ich gut finde als Anhaenger eines schlanken Systems.
Rhylthar:
3.5 war sowohl toll für Fluffer und Cruncher. Über Cruncher muss man nicht mehr viel sagen, aber Fluffer konnten aufgrund der vielen Optionen insbesondere PrC quasi einen "Lifepath-Charakter" spielen, nämlich einfach das nehmen, was sich im Laufe einer Kampagne ergeben hat. Ranger/Rogue/Darkwood Stalker/Harper Agent steht irgendwo bei mir auf einem alten Charakterblatt. Wenn dies alle Spieler so handhabten, gab es auch kaum Probleme (wenn nichtd er SL denn in irgendeine tiefe Trickkiste gegriffen hat). Blöd wurde es, wenn man eine heterogene Gruppe mit Fluffern und Crunchern hatte; dann hatte man eine riesige Spannbreite und für alle Beteiligten inkl. SL konnte es nicht so toll werden.
5E hat imho in der Hinsicht viel weniger Probleme, wenn jetzt jemand nicht die absoluten Regelgrenzbereiche auslotet. Ein Konzept "Sorcelock" bei Crunchern wird einem fluffigen Monk nicht in allen Belangen die Show stehlen, es ist also einfacher, auch verschiedene Interessen an den Tisch zu bringen.
Arldwulf:
Kommt halt ein wenig drauf an was man unter "in allen Belangen die Show stehlen" versteht. Aber ich würde z.B. Sehr wenige Situationen erwarten in denen die Gruppe ein Problem hat und zur Lösung dessen zum 5e Four Elements Monk schaut. Oder zum Beastmaster Ranger.
Und umgedreht wenige Situationen in denen z.B. Magier, Barde und Druide keine Lösung anzubieten haben.
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