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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]
Tigerbunny:
Nachdem ich mich nun endlich auch durch die erste Staffel gequält habe und die zweite, überraschend gute auch fast durch habe, gebe ich auch nochmal meine Gedanken dazu preis.
Dieses ganze politische Gedöns juckt mich nicht die Bohne. Einzig Sektion 31 war mir schon immer ein Schmerz im Ar..., die DS 9-Secret Agent Julian Bashir-Episoden waren recht unterhaltsam, aber die bloße Existenz dieser Behörde in dieser so positiven Utopie war für mich immer schon Verrat an Roddenberrys Vermächtnis. Das konsequente Infragestellen der Existenzberechtigung durch nahezu alle Protagonisten finde ich deshalb toll.
Die erste Staffel fand ich schrecklich. Exotische Aliens, Roboter, Cyborgs... Und was wird draus gemacht? - Nichts. Der Sporenantrieb? - Alter Vater, ein neues Niveau von Technobabbel-Unfug. Erst in den Spiegeluniversum-Folgen blitzt endlich wieder der Geist von Star Trek auf. Burnhams verzweifelte Logeinträge waren großartig geschrieben. In der zweiten Staffel dann kehrt Discovery sehr gekonnt zum Star Trek-Erbe zurück. In gewisser Weise gehören da ja auch Plot- und Logiklöcher einfach dazu.
Was nun Burnham angeht... Gott, ist die Figur schlecht geschrieben und fehlbesetzt. Wenn man das aber einfach so hinnimmt, geht es wieder.
Den "Crusher-Effekt" hatte ich eher bei Tilly, wobei die Spiegeluniversum-Episoden einiges rausgerissen haben, Killy war der Knaller. In der zweiten Staffel empfinde ich sie auch als weit weniger nervig und eher als schrullig/liebenswert. Insgesamt wurde die ganze Crew massiv überarbeitet und aus der Bande von Unsympathen, Feiglingen und Idioten wurde eine Star Trek-Crew. Außer Burnham.
Georgious Wandlung kaufe ich auch nicht, weil die irgendwie so aus dem Nichts kommt. Michelle Yeoh spielt aber toll, von daher, was solls.
Zwei Dinge noch, die mich richtig genervt haben und auch immer noch nerven:
1. Die Schlägereien. Ja, Michelle Yeoh ist dabei, warum man nun aber gefühlt ständig HKAT-Seilaction braucht erschließt sich mir nicht.
2. Die Klingonen. Das Redesign ist furchtbar hässlich. Und das Genuschele beim Föderationsenglisch mag ja realistisch sein, ist aber auch sehr albern. Ich hätte mir eher gewünscht, dass das J.J. Trek-Design mit den langen Mänteln und den Masken aufgegriffen wird, das fand ich nämlich cool(aber Geschmäcker sind verschieden, das ist mir bewusst).
Ich bin durchaus guter Hoffnung für die dritte Staffel, wobei Star Trek traditionell erst ab der 4. Staffel gut wird.
Mr Grudenko:
--- Zitat von: Tigerbunny am 27.04.2019 | 09:10 ---wobei Star Trek traditionell erst ab der 4. Staffel gut wird.
--- Ende Zitat ---
OK, was sagt uns das über die originale Serie? >;D
Tigerbunny:
--- Zitat von: Mr Grudenko am 27.04.2019 | 11:20 ---OK, was sagt uns das über die originale Serie? >;D
--- Ende Zitat ---
Die sehe ich ein wenig außer Konkurrenz, aber: Ja. 8]
Kowalski:
--- Zitat von: Tigerbunny am 27.04.2019 | 11:31 ---Die sehe ich ein wenig außer Konkurrenz, aber: Ja. 8]
--- Ende Zitat ---
Da ist nicht falsch.
Wenn im mir überlege das ich als 12-jähriger mal geträumt hatte der Chef von Mondbasis Alpha1 zu sein (also im Traum wollte ich das, nicht als Kiddo selbst, da war Astronaut ganz in Ordnung), dann waren unsere Ansprüche an Serien eher gering.
Die Serie ist inzwischen nur noch schrullig und kultig.
Einzelne Episoden sind gut, andere mau.
Es fehlt ein durchgehender Erzählfaden, aber der ist erst mit Babylon 5 so richtig hoffähig gewesen.
Ansonsten sind Serien halt immer noch das was sie immer waren.
Soap-Opera zur seichten Unterhaltung nebenher beim Bügeln oder Zocken.
Wichtig ist was gesagt wird, nicht wie gespielt wird.
Persönlich fand ich ST:TNG am Trekkigsten, weil man das was in ST:TOS angedacht war ausgebaut und ausformuliert hatte.
Oberkampf:
--- Zitat von: Sagittarius am 26.04.2019 | 14:01 ---Nehme ich dem Charakter einfach nicht ab. Wer nahezu unbegrenzte Macht hatte, wird sich kaum mit der Rolle als "Berater" zufrieden geben. Wäre wie Palpatine als Botschafter.
--- Ende Zitat ---
Ich finde es überhaupt schade, dass eine echt coole Schurkin so weichgespült wird. Warum einen Spinoff machen, der sie als Hauptperson zwangsläufig in eine Antiheldinnenrolle drängt? Als Schurkin in Discovery, möglicherweise als echte Versuchung für Michael, mit den Protokollen der Sternenflotte zu brechen, in Ergänzung zu der eigenartigen Liebesgeschichte mit dem ebenfalls bedauernswerterweise soft gespülten Klingonen, wäre da Raum für echtes Drama gewesen.
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