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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]
YY:
--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 12.10.2017 | 01:17 ---Starfleet ist nämlich ziemlich opportunistisch: wenn man Erfolg hat, kommt man mit Befehlsüberschreitungen durch.
--- Ende Zitat ---
Ich weiß nicht, ob das unbedingt der richtige Schluss aus dem Vergleich Kirk-Burnham ist.
Er ist ja nie in einer Weise gescheitert, dass man die damalige Starfleet-Reaktion gesehen hätte.
Zu Kirks Zeiten war erst mal mehr Pioniergeist, Auftragstaktik oder wie man das Kind auch immer nennen will angesagt.
Und natürlich hat gerade weit draußen der Captain den Hut auf und sonst keiner.
Will heißen, Capt. Georgiou hätte das möglicherweise befehlen können und wäre damit durchgekommen.
Bei Burnham ging es ja noch nicht mal um das Inhaltliche, sondern um das Formelle - sie hat sich mit Gewalt über ihren Captain hinweggesetzt und in der dargestellten Form wäre ihr das mMn auch im Erfolgsfall zum Verhängnis geworden.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Kowalski am 11.10.2017 | 18:49 ---
Kriegsgericht und Lebenslänglich ist unheimlich milde. Überantwortung an ein klingonisches Tribunal wäre eher geeignet die diplomatischen Wogen zu glätten (aus Menschensicht zumindest).
--- Ende Zitat ---
Ich sehe das nicht als auch nur im mindesten akzeptable Option an.
Der Justiz dürfte die Diplomatie nicht reinreden dürfen.
Und an die Klingonen(Rura Penthe) dürfte dermassen massiv gegen die Rechte des Individuums verstossen, das die Verantwortlichen wohl auch lebenslänglich bekommen.
--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 12.10.2017 | 01:17 ---Die Minbari erweisen Respekt, in dem sie ihre Waffenluken öffnen. Die Erdschiffe fühlten sich von einem akuten Angriff bedroht.
--- Ende Zitat ---
und nebenbei massive Störungen auf dem Erdschiff verursachten, einem Schiff nicht mehreren.
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: YY am 12.10.2017 | 01:29 ---Bei Burnham ging es ja noch nicht mal um das Inhaltliche, sondern um das Formelle - sie hat sich mit Gewalt über ihren Captain hinweggesetzt und in der dargestellten Form wäre ihr das mMn auch im Erfolgsfall zum Verhängnis geworden.
--- Ende Zitat ---
Halten wir noch mal fest: Michael meutert. Georgiou stoppt sie. Nachher geht Georgiou auf einen Vorschlag von Michael ein und nimmt sie in ihrer Funktion als Erster Offizier mit auf die Außenmission. Die Mission scheitert, Georgiou stirbt. Michael kehrt zurück. Saru ist der ranghöchste Offizier, der über die Vorfälle Bericht erstattet. Saru empfindet Michael als gefährlich. Die Meuterei hat die Situation an sich weder eskaliert noch deeskaliert, da nie gefeuert wurde. Die Meuterei ist eigentlich eine Fußnote und wäre Georgiou noch am Leben, hätte sie den Fall begraben können. Sowas machen Picard und Sisko fast am laufenden Band.
Also sieht es für mich immer mehr so aus, als ob die Föderation einen Krieg erklären muss, den sie selber nicht ganz versteht. Für die Föderation sieht das ohne das Wissen aus den klingonischen Blutoperszenen ziemlich unerklärlich aus. Michael dient als Sündenbock. Und Saru dürfte am Urteil mit Schuld haben.
Discovery hat größtenteils Michael als POV. Wir wissen also nicht was wirklich passiert ist. Und egal wie fortschrittlich die Föderation ist: einen Krieg müssen sie der Zivilbevölkerung gegenüber rechtfertigen.
YY:
--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 12.10.2017 | 23:35 ---Die Meuterei ist eigentlich eine Fußnote und wäre Georgiou noch am Leben, hätte sie den Fall begraben können. Sowas machen Picard und Sisko fast am laufenden Band.
--- Ende Zitat ---
Reibereien und unterschiedliche Ansichten gerade in Stresssituationen sowie zeitkritische Entscheidungen mit begrenzten Informationen sind das eine, aber auf dem Level von Burnhams Aktion hat das auf der NCC-1701-D nie einer abgezogen, der nicht irgendeinen Alienwurm im Kopf hatte o.Ä.
Das ist mMn eine ganz andere Nummer.
Kowalski:
--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 12.10.2017 | 23:35 ---
Discovery hat größtenteils Michael als POV. Wir wissen also nicht was wirklich passiert ist. Und egal wie fortschrittlich die Föderation ist: einen Krieg müssen sie der Zivilbevölkerung gegenüber rechtfertigen.
--- Ende Zitat ---
Du erwartest nicht wirklich das die Föderation aufgibt und sich sofort geschlagen gibt?
Man sagt "Wir kommen in Frieden" und die anderen eröffnen das Feuer?
Was ist daran zu deuteln? Zumindest aus der Föderationssicht?
Und was muss man einer Zivilbevölkerung erklären wenn einem eine andere Nation den Krieg erklärt?
Space is a Dangerous Place, das weiss man schon lange.
Die Idee das man hier der Zivilbevölkerung was erklären muss finde ich abwegig.
Das man Michael vor ein Kriegsgericht gestellt hat und sich herausstellte das einige ihrer Aktionen durchaus der Auslöser der Kriegshandlungen hätten sein können, ja, das verstehe ich.
Es mag sogar sein das durch die Föderationsmedien und den üblichen Flurfunk der Eindruck entstanden ist das Michael mit an dem Krieg schuld ist. Vor allem in der Unter- und Halbwelt die am Rande der Föderation floriert und die Werte der Föderation ablehnt kann sich der Mythos gebildet haben das Michael Teil einer großangelegten Vertuschung eines Major Fuckups der Föderation ist.
Ich gehe zumindest davon aus das in rein hedonistischen Kreisen man auf Star Fleet als einen Haufen elitärer Schnösel mit Stock im Arsch herabblickt. Und wenn die dann allen noch Schwierigkeiten (sprich Krieg mit den Klingonen) einbrocken, dann werden sie den Fehler wohl vertuschen wollen.
Einen Krieg muss man nur "verkaufen" und an den Mann bringen, wenn man selber anfängt.
Wusste schon Bismarck. Der ließ dann die Franzosen anfangen.
Ich denke nicht das ein allgemeiner Verdacht besteht Star Fleet hätte einen Krieg gewollt.
Das Michael einen Krieg wollte, ja, der Eindruck ist sicher entstanden und da hat Michael auch sicher mit dem Schuldeingeständnis mit zu beigetragen.
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