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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]

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Selganor [n/a]:
Muss ja nicht zwangslaeufig "das" Spiegeluniversum sein. Bei den Spekulationen vor dem Ende der Halbstaffel wurde ja schon von einem Multiversum spekuliert, von daher scheint es ja zumindest die theoretische Chance auf mehr als 2 Universen zu geben.

Holothuroid:
Obs nun das oder ein anderes ist, ist mir eigentlich egal. Es ist die gleiche Idee: Ein böses Gegenstück zur Föderation. Und zwar ohne dass man irgendwie erklärt, wie es zu dieser Alternative kam. Die Erklärung: Cochrane hat die Vulkanier beim Erstkontakt erschossen und ihre Technik ausgebeutet, bei aller liebe, das führt nicht zu diesem Ergebnis. Und dann tauchen auch garantiert die gleichen Leute auf wie im anderen Universum, obwohl das, wenn man schon annimmt, dass der Schmetterlingseffekt solche Ausmaße annimmt auf keinen Fall passieren sollte.

Als ersnst zu nehmende Alt Fictional History taugt das also nicht. Zugegeben, dass muss es nicht. Aber was will es dann? Die erste Folge in TOS ging da ja sehr unbedarft ran. "Was wenn unsere Helden böse wäre?" - Nicht tiefsinnig, aber genau das märchenhafte Element, dass sich durch die ganze Serie zieht, mit der Jekyll/Hide-Idee, die wir auch in 'Kirk/2=?' finden.

Bei DS9? Die Terraner sind gefallen und Sklaven. OK. Das ist ein bisschen wie poetische Gerechtigkeit für die bösen Terraner und philosophiert über gut gemeinte Eingriffe, denn Spocks gut gemeinte Reformen haben das terranische Imperium zu Fall gebracht. Ein schöner Kommentar auf Versuche "Demokratie" ad hoc zu verbreiten. Die Wiedereinführung von Jennifer Sisko war dann einfach nur noch langweilig und hat mich nachhaltig gegen das Spiegeluniversum aufgebracht. Ich bitte mir das nachzusehen.

Nachdem ich die aktuelle Folge jetzt noch mal verdaut habe, frage ich mich noch mal: Was bedeutet das hier? Die eigentlich interessante Szene war das Gespräch zwischen Michael und Tilly über die Psychologie der Terraner und ihr Verhältnis zur Stärke. Das wirft ein Licht auf den Unterschied zu jener ersten Spiegel-Episode nämlich, dass hier nicht Individuen in die böse Welt gesetzt werden, sondern dass sich die gesamte gut gesinnte Besatzung spontan in Bösistan wiederfindet. Da drängt sich eine politische Interpretation natürlich auf.

Nur, dass sind irgendwie zwei Minuten der Folge. - Was mach ich mit dem Rest? PTSD Tyler fand ich interessant. Die aktuelle Wendung... Sollte Tilly als Captain humoresk sein?  - Beißt sich irgendwie mit dem sonstigen Tenor. Die Aktion im Fahrstuhl? - Taugt nicht als heroische Action-Szene. Auch als Anti-Gewalt-Kommentar komm ich nicht so recht daran, dafür fehlte dem Gegenüber Persönlichkeit.

Ich weiß nicht so ganz, was ich damit anfangen soll. Bei Star Trek konnte man sich eigentlich immer darauf verlassen, dass eine Frage verhandelt wird. Hier so?

Achamanian:

--- Zitat von: 1of3 am 12.01.2018 | 11:15 ---
Ich weiß nicht so ganz, was ich damit anfangen soll. Bei Star Trek konnte man sich eigentlich immer darauf verlassen, dass eine Frage verhandelt wird. Hier so?

--- Ende Zitat ---

Ich finde das hier eigentlich sehr gut gelungen, gerade weil - anders als bei den übelst nervigen DS9-Mirror-Folgen - nicht die ganze Zeit mit dem "Witz" gespielt wird, dass die Figuren einfach böse und sexualisierter (oder manchmal anderweitig radikal anders) sind. Den fand ich ziemlich schnell öde.
Die Discovery-Folge lässt eigentlich erst mal überhaupt keine Spiegel-Gegenstücke bekannter Figuren auftauchen, sondern lässt stattdessen die tatsächlichen Figuren aus dem Prime-Universum ihre Spiegel-Counterparts verkörpern (ähnlich hat es ja auch die Classic-Folge gemacht). Und das gibt gerade in Bezug auf das übergreifende Thema der Serie - wie weit ist man im Krieg bereit zu gehen? - einen schönen Kommentar auf Brutalisierung der Lebensverhältnisse in einem Zustand ständigen Kampfes ab. Klar, ist jetzt nicht sonderlich tiefsinnig und sicher ganz weit weg von jeder auch nur ansatzweise ernsthaften Alternate-History-Idee, aber passt für mein Gefühl für Star Trek und ist thematisch rund, ohne dabei in die Fallen des Spiegeluniversums zu tappen, wie bei DS9 geschehen.

Kurna:

--- Zitat von: 1of3 am 12.01.2018 | 11:15 ---[...]

Bei DS9? Die Terraner sind gefallen und Sklaven. OK. Das ist ein bisschen wie poetische Gerechtigkeit für die bösen Terraner und philosophiert über gut gemeinte Eingriffe, denn Spocks gut gemeinte Reformen haben das terranische Imperium zu Fall gebracht. Ein schöner Kommentar auf Versuche "Demokratie" ad hoc zu verbreiten. Die Wiedereinführung von Jennifer Sisko war dann einfach nur noch langweilig und hat mich nachhaltig gegen das Spiegeluniversum aufgebracht. Ich bitte mir das nachzusehen.

[...]

--- Ende Zitat ---

Die DS9-Spiegelfolgen fand ich nicht schön, sondern üble Militarismus-Proganda. Verhandlungsbereitschaft ist Schwäche, Spock hat das Imperium zerstört, weil er nicht kriegerisch genug war. So kam es zumindest bei mir rüber. Aber das passte zu DS9, das ich anfangs mochte, aber irgendwann aufgegeben habe, weil es nur noch um Krieg, Krieg, Krieg ging. :(

Kowalski:
Der Anführer ....
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Spock
Kirk
Scottyfänd ich lustig. Vor allem beim Mittleren.

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