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Währungen in SF-Settings
Feuersänger:
--- Zitat von: Grey am 8.11.2015 | 17:29 ---- Westeuropäische Union: Hier würde ich eher zum "Ecu" tendieren. Franken bzw. Franc würde eine Dominanz von Kernfrankreich betonen (Absicht?), wohingegen Ecu, Escudo etc. in Spätmittelalter und früher Neuzeit von verschiedenen Ländern unabhängig voneinander herausgegeben wurden; als European Currency Unit war der Name ja auch eine Zeitlang für den Vorläufer des Euro im Gespräch.
- Commonwealth: Besteht hier historische Kontinuität zum heutigen UK? Dann spricht nichts gegen das gute, alte Pound.
- Norden: Welche Staatsform haben wir da? Kronen bieten sich an, wenn's immer noch Monarchie ist; ansonsten hat mir duckduckgo (ich vermeide neuerdings Google, wo's geht) für die Suchbegriffe "Wikinger Münze" etwas namens "Sceat" ausgegeben, Plural "Sceatta". Wäre vielleicht was, wenn für die national-ideologische Grundlage deines Nordens tief in der Geschichte gebuddelt wurde.
- USA-Nachfolger: Was ist denn da so Katastrophales passiert, dass sie sich von der US-Identität und dem Dollar abgewandt haben?
--- Ende Zitat ---
- WEU: Besteht im Prinzip aus D, F, A, Benelux. "Franken" soll keine Dominanz Frankreichs signalisieren, ist halt nur nicht so steril wie "ECU" und geht in den drei Sprachen der Union leicht von der Zunge.
- Commonwealth: sozusagen die Wiederauferstehung des British Empire, bestehend aus UK, CDN (evtl ohne Quebec), AUS, NZ, PNG und diversen Karibikinseln. Weiß noch nicht ob ich es Commonwealth oder Empire nennen soll oder wie auch immer; Politik ist jedoch klar imperialistisch.
- Norden: Island ist heute schon eine Republik und hat trotzdem Kronen. ;) Ansonsten evtl eine Mischform: die drei Königreiche haben immer noch ihren jeweiligen Monarchen, aber die Union als Ganzes gilt als Republik.
- USA: ich sag mal, innere Zerrissenheit auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Sozusagen die ultimative Konsequenz des Gerrymandering. Vielleicht ist sogar Platz für ein kleines "Libertäres Utopia" (wo dann natürlich nur Gold und Silber als Währung gilt). xD
Es gibt im Prinzip keinen zwingenden Grund, warum es den Dollar nicht mehr geben darf, außer dass ich es cooler fände wenn es was anderes gäbe. ;) Vielleicht hat ja China in einem Anfall von "Friss meine Shorts" seine Dollarreserven auf den Markt geworfen und damit die Währung ruiniert (und dabei auch gleich der eigenen Wirtschaft nen Bauchschuss verpasst).
--- Zitat von: Infernal Teddy am 8.11.2015 | 17:55 ---Für deine "weltraumrährung" könnte man wasser bzw. eis als grundlage nehmen - eine einheit entspricht sagen wir mal einen liter, entweder aus den irdischen meeren oder den saturnringen.
--- Ende Zitat ---
Wasser ist in der Tat wichtig (v.a. als Stützmasse für interplanetare Antriebe). Der absolute Löwenanteil wird aus den Saturnringen kommen, ein geringerer Teil vielleicht von bestimmten Eismonden oder -asteroiden, aber es wäre viel zu teuer, das Zeug von der Erde hochzuholen. Wir hatten dazu auch schon einen Thread:
http://www.tanelorn.net/index.php/topic,92562.msg1931138.html
Chaos:
--- Zitat von: Feuersänger am 8.11.2015 | 17:16 ---Die Balkanisierung der Erdwährungen bei gleichzeitiger interstellarer Expansion könnte gut und gerne dazu führen, dass sich darüber hinaus auch eine "Weltraumwährung" herausbildet. Das sollten dann natürlich keine "Space Bucks" sein (höchstens im Slang). Ideen:
- Solar
- Stellar
- Writs
--- Ende Zitat ---
Chits? Also wie diese Plastik"münzen", die man beim Jahrmarkt für die Fahrgeschäfte und so weiter bekommt. Ist natürlich eher eine umgangssprachliche Bezeichnung.
Vielleicht drückt der Spitzname ja aus, dass man - statt bunter Geldscheine und Münzen aus echtem Metall, geschweige denn Edelmetall - nur seelenlose (wenn auch fälschungssichere) Plastikstücke wie aus einem billigen Jahrmarkt als Zahlungsmittel benutzt.
Oder vielleicht heißen so umgangssprachlich alle möglichen Lokalwährungen, die eigentlich nur im Herrschaftsbereich des ausgebenden Staatsgebildes (oder Megakonzerns) etwas wert sind, als Abgrenzung zu "echtem" Geld, für das man praktisch überall etwas bekommt, oder das man zumindest bei jeder Bank zu einem vernünftigen Kurs umtauschen kann.
Grey:
OK, fürs Commonwealth würde ich definitiv am Pound festhalten. Alles andere wäre ... seltsam.
Für die WEU gehen mir noch solche historischen Vorbilder wie der byzantinische Solidus durch den Kopf; wenn "die Europäer" bis dahin ähnlich kompromissbedacht bleiben wie heute, wäre vielleicht eine Währung die beste Wahl, deren Name keiner der bestehenden Nationen entstammt.
Norden: Hab' ja auch nicht gesagt, dass eine Republik automatisch keine Krone hätte. ;) Wenn die sich allerdings schon zu einer übergeordneten Republik zusammenschließen, dürfte die neue Währung eher was sein, was sie mit der gemeinsamen Identität in Verbindung bringen. Etymologisch kommt die "Krone" ja daher, dass die Staaten ursprünglich auf ihren Münzen die Krone des jeweiligen Monarchen abgebildet haben. (Hast du dir den "Sceat" durch den Kopf gehen lassen? Oder heißt das irgendwas Unpassendes/Unflätiges in einer aktuellen skandinavischen Sprache?)
Post-USA: Da wäre jetzt interessant, welcher der neu entstandenen Teilstaaten wirtschaftlich den Ton angibt, sodass seine Währung eventuelle lokale Währungen der anderen Staaten verdrängt bzw. überschattet. Theoretisch, wenn ich mir die amerikanische Mentalität ansehe, würde nach einem Zusammenbruch des Dollar erst mal jeder neu ausgerufene Teilstaat wohl seine eigene Währung einführen. Dann gäbe es ein bisschen Hickhack an der Börse und am Ende bliebe de facto eine Währung davon übrig, während die anderen nach einer tierischen Inflation zwar noch existieren, aber keine Rolle mehr spielen. Wäre natürlich ein witziges Motiv, wenn du in bestimmten hochpatriotischen Läden in Texas nur mit dem Texas-Dollar bezahlen könntest (für den du normalwerweise selbst in Austin nicht mal mehr 'nen Kaugummi kriegst). ;D
Feuersänger:
Ja, ein "nicht vorbelasteter" Name für eine Gemeinschaftswährung wäre natürlich grundsätzlich gut; sowohl für WEU wie für Nord.
Sceat lebt fort im neuskandinavischen 'skatt' = Steuer. Wäre also ungefähr so, als würden die Engländer oder Amis ihre neue Währung "tax" nennen.
Die heutzutage wirtschaftsstärksten Staaten der USA sind die an der Westküste, Texas und der größte Teil von Neuengland, mit hohem GSP insgesamt und pro-Kopf.
Aber wie ich da konkret mit Amerika verfahre weiß ich noch nicht. Es ist natürlich verführerisch, die momentanen sozialen Probleme lustvoll zu extrapolieren, also was z.B. Kriminalität, Gefängnisinsassen pro 1000 Einwohner, Schuldenfallen College und Gesundheitssystem angeht.
Boba Fett:
Laesium als Energieeinheiten basierte Währung fällt mir noch ein. spacegothic...
In einem SF Roman hab ich mal über eine Währung basierend auf Prostitutionsdiensleistungszeiten gelesen.
Menschliche Dienstleistung war der einzige Faktor, den man als Standard annehmen konnte...
Neue Yen und Euros aus den beiden großen Cyberpunk Rollenspielen muss ich nicht erwähnen...
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