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Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Grey:
--- Zitat von: Bilwiss am 10.11.2015 | 22:54 ---Dass es bei Tribute von Panem vor allem darum geht wie man Massen kontrolliert (Kastensystem, Propaganda, Brot und Spiele etc.) und nicht um eine postapokalyptische Wirtschaftssimulation ist euch schon klar ?
--- Ende Zitat ---
Nur dass auch dieses System zur Kontrolle der Massen vorne und hinten nicht funktionieren würde. Pausenloses "den Leidensdruck erhöhen und dann mit Gewalt den Deckel draufhalten" ergibt als Gesellschaft eine Bombe, die nur darauf wartet, zu explodieren. Und bei den Hungerspielen arbeiten zwei verschiedene Zielsetzungen gegeneinander: Sollen die Massen jetzt durch Unterhaltung beschwichtigt oder durch eine Drohkulisse eingeschüchtert werden? Beides gleichzeitig bringe ich beim besten Willen nicht unter einen Hut.
Talasha:
Die einen Massen(Panem) sollten unterhalten werden, die anderen Massen(Distrikte) Eingeschüchtert werden, und uhm... funktionieren? Ehm.... wie geht die Reihe nochmal zu Ende? ;)
Thandbar:
Puh ... dann kann man ja mit den gleichen Gründen über die 'Bauvorhaben' der Sowjetunion drübergehen und sagen: Boah, wie unlogisch!
Ich finde auch nicht, dass Literatur ökonomisch durchgerechnet sein muss. Die Dinge, die viele von euch zu stören scheinen, sind für mich hauptsächlich starke Metaphern, und es vereinfacht einem als Leser bzw. Zuschauer die ganze Sache, wenn man zB die Distrikte anhand ihrer vorherrschenden Berufsfelder leicht zuordnen kann.
Ähnlich wie in Snow Piercer macht es keinen Sinn, sich darüber aufzuregen, wenn diese Elemente - die in meinen Augen einfach Teil der 'artistic license' sind - einem nicht realweltlich plausibel genug vorkommen.
Gestört hat mich eher, dass vor allem in Teil 1 sich die Heldin eigentlich nie *richtig* die Hände schmutzig machen muss. Aber ich kenne die ganze Reihe auch noch nicht, vielleicht werde ich ja noch überrascht. ;)
Talasha:
Nun, ganz zum Schluß ist da so eine üble Szene mit Katniss und den Kindern der Spielmacher.
Bad Horse:
--- Zitat von: Thandbar am 10.11.2015 | 23:08 ---Puh ... dann kann man ja mit den gleichen Gründen über die 'Bauvorhaben' der Sowjetunion drübergehen und sagen: Boah, wie unlogisch!
Ich finde auch nicht, dass Literatur ökonomisch durchgerechnet sein muss. Die Dinge, die viele von euch zu stören scheinen, sind für mich hauptsächlich starke Metaphern, und es vereinfacht einem als Leser bzw. Zuschauer die ganze Sache, wenn man zB die Distrikte anhand ihrer vorherrschenden Berufsfelder leicht zuordnen kann.
Ähnlich wie in Snow Piercer macht es keinen Sinn, sich darüber aufzuregen, wenn diese Elemente - die in meinen Augen einfach Teil der 'artistic license' sind - einem nicht realweltlich plausibel genug vorkommen.
Gestört hat mich eher, dass vor allem in Teil 1 sich die Heldin eigentlich nie *richtig* die Hände schmutzig machen muss. Aber ich kenne die ganze Reihe auch noch nicht, vielleicht werde ich ja noch überrascht. ;)
--- Ende Zitat ---
Danke. Das trifft es auf den Punkt. :)
Bis vielleicht auf den letzten Teil. Ich hab alle drei Romane gelesen, und mich hat lange gestört, dass Katniss eigentlich eher ein Spielball ist, der von anderen gelenkt wird - bis mir klar wurde, dass es eigentlich genau darum geht.
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