Medien & Phantastik > Sehen
Star Trek Beyond
6:
Und streng genommen hat die Frage ob der Nützlichkeit einer mittelalterlichen Nahkampfwaffe so garnichts mit Star Trek zu tun.
Von daher :btt:
Kowalski:
--- Zitat von: Fantomas am 10.02.2016 | 17:29 ---Das "Große Messer" hat dementsprechend auch keine baulichen Eigenschaften, die es von gleich mehreren Waffentypen unterscheidet, die als Schwerter klassifiziert sind.
--- Ende Zitat ---
Doch. Im Vergleich zu den "Ritterschwertern" hat es nur eine scharfe Seite (an der Spitze sind beide Seiten scharf, wie ein bei einem Speer auch) und der Griff ist kein Heft das um eine Angel gelegt ist. Sondern meist eine von zwei Holzstücken gesäumte Verlängerung der Klinge.
Tritt man weit genug weg verschwimmen die Unterschiede, dann ist es eine einhändige Hieb und Stichwaffe.
Trotzdem sind Klingenwaffen ohne technisches Voodoo ziemlich seltsam in einem Setting wie StarTrek.
Da würde ich Vibro-Klingen, Monomolekularschwerter/-peitschen und ähnliches verorten.
Mag der Requisite geschuldet, oder dem Versuch manche Kulturen wie die der Klingonen in, für uns, archaischen Ehrbegriffen für die Kriegerkaste besonders zu gestalten.
In gewissem Sinne sind die Klingonen differenzierter als viele der restlichen Kulturen und, falls man ST:TNG als Kanon dafür nimmt, durchaus komplexer als reine Hau-draufs.
Ungleich interessanter als die Grobiane aus ST:TOS
Holothuroid:
Phasergewehre sind selbst aufladend, ihr Banausen.
Yerho:
--- Zitat von: Kowalski am 10.02.2016 | 23:14 ---Doch. Im Vergleich zu den "Ritterschwertern" hat es nur eine scharfe Seite
--- Ende Zitat ---
Das Ritter- oder Breitschwert ist eben auch nur eine Untergruppe von Schwertern. Der Knackpunkt ist: Es gab auch Schwerter, die sich baulich nicht vom Großen Messer unterschieden, aber trotzdem zeitgleich als Schwerter galten. Der Unterschied ist also ein nicht im Objekt begründet.
Am Ritterschwert kann man allerdings den Unterschied in der Kategorisierung am besten durchexerzieren: Sie waren beidseitig geschliffen und symmetrisch spitz - also dazu geeignet, damit Ritter A damit den Panzer von Ritter b durchstoßen konnte. Ende des 15. Jahrhunderts war die bisherige Ständeordnung aber schon am Schwanken und ein aufstrebender "Bürger- und Kaufmannsadel" verweigerte sich unter anderem dem Gebot, dass nur Edelleute Klingenwaffen tragen durften. Allerdings brauchten sie ihre Klingenwaffen nicht für den Kampf gegen gepanzerte Gegner, sondern zur Abwehr von Wegelagerern und sonstige Halunken, was eine lange Klingenwaffe erforderte, die sich mit deutlich weniger Training führen ließ - also eine einschneidige, mittelschwere Waffe ohne aufwendige Pariervorrichtung, die man zu Fuß und vom (zumeist stehenden) Pferd aus führen konnte, in Abgrenzung zu Kampfschwertern und Langdolchen "Großes Messer" genannt.
Um mal die Kurve zu Star Trek zu kriegen: Wie bereits erwähnt, haben Klingonen als Notfall-Klingenwaffe und Werkzeug ebenfalls vergleichsweise schnörkellose Messer/Dolche am Mann und sind damit nicht exotischer als heutige kämpfende Einheiten (Ich bin kein Klingone und habe im Felddienst trotzdem i.d.R. ein Kampfmesser dabei gehabt ...). Klingonen haben *außerdem* exotische Waffen, mit denen sie ihre Kriegertraditionen pflegen. Es ist auch bei uns Menschen nicht sooo lange her: Noch im 1. Weltkrieg führten etliche europäische Offiziere den längst unbrauchbaren Säbel, japanische Offiziere praktizierten das noch im 2. Weltkrieg. Und zu diversen militärischen Veranstaltungen machen das heute noch so ziemlich alle - Klingonen behalten sich also lediglich vor, ihre Zeremoniewaffen gelegentlich mal praktisch zu verwenden. >;D
--- Zitat ---Trotzdem sind Klingenwaffen ohne technisches Voodoo ziemlich seltsam in einem Setting wie StarTrek.
--- Ende Zitat ---
Klingenwaffen sind (Kampf-) Werkzeuge. So lange es noch die alten Probleme gibt, sind IMHO auch die alten Lösungen angemessen. :)
Weniger abstrakt ausgedrückt: So lange man mit einem Messer tausend kleine Aufgaben des modernen Alltags (Kabel durchtrennen oder aufspleißen, Abdeckklappen aufhebeln, Picknicken etc.) erledigen kann, kann man eins in der Tasche haben - vorausgesetzt, die Uniform hat Taschen. :o
Auch um im allernächsten Nahkampf Löcher in böse meinenden Gestalten von A wie Andorianer bis Z wie Zevianer zu machen, braucht man keine Licht oder Vibroklingen, die gegen ungepanzerte Gegener absolut null Mehrwert haben und nicht ansatzweise so leise und störungsunanfällig sind wie ein scharf und Spitz geschliffenes Stück Metall (oder meinetwegen Polycarbonat, Porzellan, Texmexium oder weltraumgealterte Polymere).
--- Zitat von: 1of3 am 11.02.2016 | 00:44 ---Phasergewehre sind selbst aufladend, ihr Banausen.
--- Ende Zitat ---
Allerdings scheint es zumindest mit der Selbstaufladerate nicht so weit her zu sein, wenn man bedenkt, wie oft schon Leute mit leerem Phaser dastanden. Ein neues Magazin einzulegen scheint mir irgendwie praktischer, als das Selbstaufladen abzuwarten. Wobei zumindest bei Phasergewehren gelegentlich zu sehen war, dass die Batterie austauschbar ist. Die Phaserpistolen sind aber vermutlich von Apple oder Samsung, daher ist der Akku fest verbaut. ;D
Übrigens würde ich insbesondere unter Kampfbedingungen nicht freiwillig mit einer Waffe herumlaufen, in der ein Generator/Reaktor arbeitet. Um genau zu sein, würde ich mich nicht einmal abseits von Kampfhandlungen in der Nähe so einer Waffe aufhalten wollen. :P
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Fantomas am 11.02.2016 | 16:52 ---Das Ritter- oder Breitschwert ist eben auch nur eine Untergruppe von Schwertern. Der Knackpunkt ist: Es gab auch Schwerter, die sich baulich nicht vom Großen Messer unterschieden, aber
--- Ende Zitat ---
https://www.youtube.com/watch?v=XcLcsvw8rw0
--- Zitat ---japanische Offiziere praktizierten das noch im 2. Weltkrieg.
--- Ende Zitat ---
Jack Churchill WWII
"In my opinion, sir, any officer who goes into action without his sword is improperly dressed".
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln