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Star Trek Beyond
Yerho:
Die Phaser an sich sind ja bereits ein Fass ohne Boden. Zum einen wird da unter Umgehung der Thermodynamik mordsmäßige Energiebereitstellung, Fokussierung und Abstrahlung auf die Größe eines Tischfeuerzeugs reduziert, womit sich dann zwar einerseits ganze Wände oder störende Figuren desintegrieren lassen, während jedoch andererseits ein paar Plastikkisten oder -fässer absolut ausreichende Deckung bieten.
Einerseits kann man mit Phasern problemlos im Dauerbetrieb Stücke aus Stahlwänden schneiden (Warum an nicht einfach ein Loch hinein brennt wie in der Episode zuvor ignorieren wir einmal ...), andererseits kommt aber niemand auf den Gedanken, Gegner mit demselben Dauerstahl in Deckung zu zwingen bzw. die Deckung wegzubrennen oder, wenn die Deckung zu stabil ist, den Fokus auf Flammenwerfer-Niveau zu vergrößern und quasi die Luft zu entzünden.
Sprich, Phaser können - abgesehen vom nachträglich zusammengeschusterten und teils widersprüchlichen Handbüchern für Fans - immer genau so viel und so wenig, wie gerade erforderlich ist. Das klappt jedoch aus zweierlei Gründen heutzutage nur noch begrenzt: Die Erwartungen an inhaltliche Konsistenz sind andere und natürlich spielt auch das höhere Allgemeinwissen des Publikums für technische Dinge eine Rolle. Ebenso wie den Mini-Atomreaktor in der Gürtelschnalle irgendwann niemand mehr gefressen hat, akzeptiert heute kaum noch jemand die Apokalypse aus dem Handstaubsauger.
Trichter:
--- Zitat von: Fantomas am 16.02.2016 | 13:52 ---Ebenso wie den Mini-Atomreaktor in der Gürtelschnalle irgendwann niemand mehr gefressen hat, akzeptiert heute kaum noch jemand die Apokalypse aus dem Handstaubsauger.
--- Ende Zitat ---
Stimmt, Atomreaktoren gibt es inzwischen zu lange. Die Dinger müssten heute Mikrofusionsgeneratoren heißen und mit Wasserstoffspeicherzellen aus Platin versehen werden.
SciFi basiert doch schon immer darauf, dass man aktuelle wisschenschaftliche Forschungen nimmt und den Wirkungsgrad und die Größe um ein paar Größenordnungen nach oben/unten anpasst damit Schauspieler coole Gadgets erhalten. ;)
YY:
--- Zitat von: Talasha am 16.02.2016 | 00:05 ---Der zeitliche Ablauf beim Transporter steht in den ganzen technischen Handbüchern, wenn gewünscht tippe ich es ab.
--- Ende Zitat ---
Die komplette Dauer an einem Ende messen kann man ja vorm Fernseher ;D
Wichtiger wäre, welche Störfaktoren es gibt/geben kann und zu welchen Resultaten das führt.
Wenn du in der Richtung was hast, immer her damit.
--- Zitat von: Kowalski am 16.02.2016 | 01:45 ---Jein. Bei Kirk und seiner Besatzung sind die Rothemden der Magnet für Ärger. Deswegen erwischt es sie ja immer wieder damit der Rest davonkommt.
Eine propere Fremdweltprozedur wäre langweilig und LAAAANGSAM. Nix für 45 Minuten Vorabendunterhaltung.
--- Ende Zitat ---
Jein zurück :)
Einerseits wird ja zumindest ab und zu mal ein Lippenbekenntnis in Sachen Umweltbedingungen u.Ä. rausgehauen (nach dem Motto: Wir beamen uns natürlich nicht auf gut Glück runter, sondern gucken vorher).
Andererseits gibt es aber immer wieder Dinge, die entweder nicht auf den Sensoren auftauchen (die ja immerhin so toll sein müssen, dass jemand ernsthaft glauben kann, man könnte damit alles Gefährliche von Weitem entdecken) oder sonstwie ein echtes Problem darstellen, wie z.B. transporterresistente Krankheiten. Das finde ich sogar eine sehr schöne, wenn auch nachgeschobene ad-hoc-Begründung, warum da manches so sorglos läuft.
Nur werden eben keine Konsequenzen aus der Erkenntnis gezogen, dass es doch noch andere Sachen da draußen gibt...
Davon mal ganz abgesehen gibt es ja sogar eine ganze Anzahl Folgen, in denen das Außenteam völlig nachvollziehbar in die Bredouille gerät und wo auch die übervorsichtigsten Prozeduren nicht greifen oder situationsbedingt ohnehin missachtet werden (müssen).
Das macht es um so ärgerlicher, wenn in anderen Fällen die Leute aus reiner Blödheit sterben.
Kurz:
Da gäbe es mMn sehr wohl einen goldenen Mittelweg.
--- Zitat von: Fantomas am 16.02.2016 | 13:52 ---Sprich, Phaser können - abgesehen vom nachträglich zusammengeschusterten und teils widersprüchlichen Handbüchern für Fans - immer genau so viel und so wenig, wie gerade erforderlich ist. Das klappt jedoch aus zweierlei Gründen heutzutage nur noch begrenzt: Die Erwartungen an inhaltliche Konsistenz sind andere und natürlich spielt auch das höhere Allgemeinwissen des Publikums für technische Dinge eine Rolle.
--- Ende Zitat ---
Das gilt in sehr ähnlicher Form für Sensoren, Traktorstrahlen und viele andere Dinge.
Man muss es ja nicht so auf die Spitze treiben wie Prof. Zitt und jede hingeschluderte Zahlenangabe aus einem Nebensatz mal durchrechnen, aber so ein kleines bisschen mehr dürfte das Ganze schon zusammenpassen.
Grad fürs Rollenspiel (ich denke bei der Diskussion hier ja auch immer an eine Setting-Anpassung) taugen die "klassischen" Erzählstrukturen von ST im technischen Kontext für genau den einen Spielstil, der mir so gar nicht liegt.
--- Zitat von: Trichter am 16.02.2016 | 15:31 ---SciFi basiert doch schon immer darauf, dass man aktuelle wisschenschaftliche Forschungen nimmt und den Wirkungsgrad und die Größe um ein paar Größenordnungen nach oben/unten anpasst damit Schauspieler coole Gadgets erhalten. ;)
--- Ende Zitat ---
Ja, und je nachdem, welche Größenordnungen man da (aus welchen Gründen) postuliert, bewegt man sich in unterschiedlichen Bereichen der SF.
Aus der Luft gegriffene Wundertechnologie ohne innere Konsistenz ist dann die Ecke märchenhaft mit SF-Anstrich.
Yerho:
--- Zitat von: YY am 16.02.2016 | 16:48 ---Die komplette Dauer an einem Ende messen kann man ja vorm Fernseher ;D
--- Ende Zitat ---
Da kann man leider nur die Dauer des Spezialeffekts messen. Das Verhalten, wann und wie schnell man *effektiv* materialisiert oder dematerialisiert ist, wie lange eine Transporter-Erfassung dauert und was nun beim Transport gefiltert oder nicht gefiltert werden kann, ist von Episode zu Episode, teils schon von Vorgang zu Vorgang sehr unterschiedlich.
An diesem Verhalten sollte man imho auch eher ansetzen, anstatt ikonische Elemente eines Settings zu entfernen oder auch nur umfassend zu verändern. Die Technologie an sich kann notfalls inplausibel oder übertrieben sein, aber sie sollte zumindest in identischen Situationen identische Ergebnisse liefern und mit den für die Handlung benötigten Stärken und Schwächen konsequent und einheitlich ins Setting integriert sein.
Dass es beispielsweise den Transporter gibt, obwohl sich die dafür benötigte Energiemenge und die nötige Rechenkapazität nicht glaubhaft erklären lassen, ist eine Sache. Damit können Fans (oder Sympathisanten) damals wie heute leben. Dass sich jedoch diese Kapazitäten andernorts im Setting nicht widerspiegeln, ist eine andere Sache: Jau, unsere Computer können die Position von drölfzig Milliarden Molekülen exakt erfassen und unser Reaktor liefert den Saft, um sie andernorts zu replizieren, aber unsere Bordgeschütze richten wir noch von Hand aus und wenn ein Absurdianer gegen unsere Schilde furzt, gehen die um 30% runter.
Wenn dann auch noch pro Episode (teilweise mehrfach) neu ausgewürfelt wird, ob 1+1 zwei oder drei und manchmal auch null ist, hört es gänzlich auf.
Um es mal abzukürzen: Die Welt von Star Trek muss nicht wissenschaftlich korrekt sein. Aber sie sollte in sich konsistent und homogen sein. Roddenberry hat durchaus noch so etwas wie Worldbuilding betrieben, aber als es dann darum ging, diese "Welt" mit Handlung zu erfüllen, wurden viele Details nicht integriert, weil es entweder nicht möglich war, man es auf einen schnellen Wow-Effekt abgesehen hatte oder bestimmte Zusammenhänge einfach übersehen hatte (Viele Köche ...). Irgendwann war das Ganze zu komplex, um noch zurückzurudern und selbst der erste Relaunch von TOS zu TNG war da nicht mutig genug. Ein radikalerer Relaunch wie der von 2009 wäre *die* Gelegenheit gewesen, aber auch da hat man die Chance vertan und sich eher auf die Darstellungsweise, weniger auf die Erzählinhalte konzentriert.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: YY am 15.02.2016 | 23:44 ---Geeignete Schusswaffen sind nur in so naher Distanz bzw. unter
--- Ende Zitat ---
Sind "Phaser" geeignete Schusswaffen oder ist das Problem psychologischer Natur?
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