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Star Trek Beyond

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Talasha:
Mal gucken "Into Darkness" Hat ja schon etwas in Richtung auf mehr Intellektuelle Fragestellungen hingearbeitet, wenn sie das weiter verfolgen und die Macken heraus klopfen könnte das durchaus etwas werden.

Zum Beispiel der Satz:
Sie können noch nichteinmal Vorschriften brechen, wie wollen sie dann Knochen brechen?!

Der gefällt mir sehr gut.

Arldwulf:

--- Zitat von: Prisma am 16.12.2015 | 20:51 ---Welche Fragen liefert Abrams Trek? Der erste Teil ist ein JJA-will-Star-Wars-drehen-Bewerbungsfilm. Into Darkness ist da wenigstens etwas besser: Alle drei Parteien kämpfen um/für das was sie als Familie ansehen, aber die Motivation ist austauschbar.

--- Ende Zitat ---

Och, beim ersten gibt es durchaus ein solches Thema: Sind unsere Rollen vorbestimmt? Was wäre wenn ein wichtiges Detail in unserer frühesten Kindheit anders gewesen wäre?

alexandro:

--- Zitat von: Prisma am 16.12.2015 | 20:51 ---Das sehe ich anders. First Contact hat mehrere Fragen gestellt:

- Wie gehst du damit um, wenn du jetzt Einfluss auf deine Vergangenheit nehmen könntest?
- Ist dir deine Rache wichtiger als deine Menschlichkeit und die Menschen um dich herum?
- Würdest du deine Freunde/Familie/die Menschheit verraten, wenn du dadurch etwas erlangen könntest, was dir sonst immer verwehrt war und wohl immer verwehrt bleiben wird, egal wie sehr du dich anstrengst?
--- Ende Zitat ---

Leider werden all diese Fragen zugunsten von "Wir sprengen Borg in die Luft!" links liegen gelassen.

Es sind keine harten Fragen, sondern plumpes "wish-fulfillment":
-Wie gehst du mit Einfluss auf die Vergangenheit um? Cool, wir treffen eine berühmte Celebrity und erleben ein wildes Abenteuer, und eigentlich sind WIR die Erfinder des Warpantriebs.
-Ist dir deine Rache wichtiger als deine Menschlichkeit? Nicht wirklich das Thema, weil Picards Handeln sich ja nicht wirklich ändert. Er rotzt trotzdem Borg weg - dass er es halt nicht mehr aus Rache macht, ist relativ irrelevant (wenn man den kurzen Dialog nach Picards Ausraster auf dem Holodeck wegließe, wäre der Film trotzdem konsistent). Der Film lehrt uns: Gewalt ist (selbst gegen einen eigentlich überlegenen Gegner) immer eine Lösung und seinen Verstand muss man gegen die Borg nicht einsetzen, wenn man einfach ihre Königin platt macht.
- Verrat? Eine recht plumpe Verführungsszene und wir sollen glauben, dass Data (der immerhin schon öfter die Gelegenheit hatte menschlicher zu werden und diese ausgeschlagen hat, wenn damit zu große Konsequenzen verknüpft waren - und das war nichtmal "Ich muss meine Freunde verraten", sondern lediglich "Ich muss Q rechtgeben") plötzlich den heel turn mach? Pures Cheesecake!

Ebenso könnte man sagen, dass es bei Transformers um die Fragen nach dem Umgang mit dem Verlust der Heimat und der politischen Zugehörigkeit zu obsoleten Machtblöcken (Autobots/Decepticons) geht - Das ist nicht falsch, aber hat es wirklich Auswirkung auf das Handeln der Protagonisten? Eher nicht.


--- Zitat ---Bei Nemesis geht es um Identität und Opferbereitschaft.
Skin of Evil behandelt Themen wie Umgang mit dem Bösen und Verlust.
The last Outpost hat mit dem Thema Zivilisation zu tun.

--- Ende Zitat ---

Alles Sachen, die eher im Hintergrund laufen, zugunsten von:
-plumpen Guter Zwilling/Böser Zwilling-Stereotypen
-plumpen Deus-Ex-Machina, um den Ausstieg einer Schauspielerin zu ermöglichen
- Comic-Relief Ferengi und inkonsistente ("magische") Zivilisationen


--- Zitat ---Welche Fragen liefert Abrams Trek?
--- Ende Zitat ---

"Ist es besser einem für dich vorgezeichnetem Schicksal zu folgen, oder deinen eigenen Weg zu beschreiten?"

Und diese Frage wird nicht nur aufgeworfen, sondern auch BEHANDELT, im Handeln der Protagonisten, und in den Konflikten, denen sie sich stellen müssen:
-z.B. dass Kirk sich damit auseinandersetzen muss, ob er Starfleet beitritt (trotz seiner Probleme mit deren Kommandostruktur), das Kommando der Enterprise übernimmt (obwohl die einzige Aussage dass er einen guten Captain abgeben würde, von einem wirren alten Vulkanier stammt), und versucht seine Selbstzweifel im Bezug auf seine Führungskompetenz zu überwinden.
-oder Nero, der - als Gegenpart von Kirk - an seiner Rache für eine Sache festhält, die noch überhaupt nicht geschehen ist (und möglicherweise auch niemals geschehen wird), statt für sich und seine Crew einen neuen Weg zu suchen.
-oder Spock, der sich mit seinem doppelten Erbe herumschlagen muss und versucht den Erwartungen beider Welten gerecht zu werden (und nach der Zerstörung von Vulcan in Zweifel gerät, ob er jetzt das Andenken seiner toten Mutter ehren soll (Gefühle und damit menschliche Seite) oder sich auf die Aufgabe der Rettung der verbliebenen Vulkanier konzentrieren und alles persönliche ausblenden soll (Logik) ).
-oder OldSpock, der versucht sich in einer Zeit zurechtzufinden, welche nicht seine eigene ist - und der trotzdem ein tiefes Vertrauen darauf hat, dass sich der Kern eines Menschen, ungeachtet der Umstände, nicht verändert und der deshalb sein Vertrauen in den jungen Kirk setzt.

usw. usf.

Holothuroid:
Last Outpost ist der verspätete Pilot für TNG. Dass sich die Ferengi nicht als Oberschenkel bewährt haben... Tja. Der nächste Versuch ist dann The Neutral Zone, wo sie die Romulaner reaktivieren, als B-Plot, falls die dann doch nicht benutzt werden. Generell hat TNG eine ganze Weile experimentiert, bevor mit dem Borg ein BBEG sich etabliert hat. Davor gab's dann noch die Parasiten aus Conspiracy, die auch nie wieder auftauchen.

Bei den späteren Serien sie dann von Anfang an versucht die Bösen auftauchen zu lassen, was aber auch zu sehr gemischten Ergebnissen geführt hat.

Talasha:

--- Zitat von: alexandro am 17.12.2015 | 01:01 ---"Ist es besser einem für dich vorgezeichnetem Schicksal zu folgen, oder deinen eigenen Weg zu beschreiten?"

Und diese Frage wird nicht nur aufgeworfen, sondern auch BEHANDELT, im Handeln der Protagonisten, und in den Konflikten, denen sie sich stellen müssen:

--- Ende Zitat ---

Also bitte, der einzige vorgezeichnete Weg ist der von Spock, als er der Vulkanischen Akademie der Wissenschaften beitreten soll, ab da wird das Thema begraben und vergessen. Sprich die "Große Frage" ist bestenfalls ein bissi Fanservice vergleichbar mit Uhuras Unterwäscheszene.

Kirks Weg ist kein bisschen vorgezeichnet, wenn man mal vom Settingzwang das Kirk auf den Stuhl in der Mitte muss absieht, aber der ergibt sich nicht aus dem Hintergrundgeschichte Kirks, der Story oder irgendwas sondern lediglich aus der Tatsache das der Captain der Enterprise in TOS Kirk heißt.  Das bisschen "Was willst du aus deinem Leben machen?" bei Kirk... nicht wirklich.

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