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Star Trek Beyond
Arldwulf:
--- Zitat von: Thandbar am 18.12.2015 | 13:34 ---Star Trek in seiner JJ-Neuauflage ist halt in keiner Weise provokant, sondern nur noch kurzweilige Unterhaltung mit einigen Kniefällen vorm Zeitgeist.
--- Ende Zitat ---
Durchaus richtig. Aber die Frage ist halt: Woran sollen wir es messen? An unserer heutigen Umgebung, oder an Star Trek? Denn Abrams hat das ganze ja durchaus aktualisiert und einige (in Star Trek) seit damals eingeschliffene Bilder aufgebrochen. Man könnte es auch so formulieren: Was in den 60ern fortschrittlich war wurde in den 80ern und 90ern rückständig. Natürlich ist Abrams dort kein Visionär mit großem gesellschaftlichem Ausblick. Aber erstmal ging es darum überhaupt wieder mit der Zeit Schritt zu halten, denn gerade die letzten Filme der Next Generation Crew hatten auch einige ziemlich altertümlich anmutende Weltbilder.
alexandro:
Die Frage nach der gesellschaftlichen Akzeptanz verschiedener Volksgruppen war durchaus schon in der Gesellschaft 60ern präsent, ebenso wie der Wunsch nach einem friedlichen Miteinander in der Gesellschaft der 80er. Es ist nicht so, als ob Roddenberry das erfunden hätte, er hat sich da auch nur nach dem Zeitgeist gerichtet.
Ebenso sind die Themen des 2009er Reboots zwar schon in der Gesellschaft präsent, aber bei weitem nicht aufgearbeitet (und schon gar nicht ausgelutscht und banal).
YY:
--- Zitat von: Imunar am 18.12.2015 | 09:00 ---Ich würde wohl nicht einen TOS reboot wagen bzw ein Game of Starsystems (was es sicher wird, da man sich an die
heutige Fernsehkultur anlehnen will: wenig Folgen, viele Intriegen und natürlich SEX)
sondern eher die visionären Ideen bis hin zum Transhumanismus wagen.
--- Ende Zitat ---
Es war immer einer der Kernpunkte bei Star Trek, sich dem Transhumanismus bewusst ein gutes Stück weit zu verweigern - sowohl in der Fiktion als auch auf Autorenseite.
Hängt natürlich auch damit zusammen, dass richtig abgefahrenen TH-Kram keine Sau gucken würde, aber mal davon unabhängig:
Das ist eine der wenigen tragenden Säulen von Star Trek, die mMn auf keinen Fall zur Disposition stehen.
Talasha:
--- Zitat von: Arldwulf am 18.12.2015 | 11:22 ---Och...gerade Uhura find ich dort noch einmal deutlich besser ausgearbeitet. In der Originalserie war sie effektiv eine bessere Telefonistin - da gefällt mir ihre Xenolinguistikvariante deutlich besser, sie wirkt nicht nur wesentlich kompetenter und selbstbewusster.
--- Ende Zitat ---
Das war sie ja auch schon in der Originalserie, das durfte nur nicht gezeigt werden, weil "Nigger" UND Frau und so das geht doch nicht an so einem wichtigen Posten ::) .
Roddenberry durfte nicht mal seinen weiblichen Ersten Offizier behalten.
alexandro:
Roddenberry war ja bekanntlich soooo sehr darauf bedacht eine Plattform für seine politischen und gesellschaftskritischen Ansichten zu bekommen, dass er nach dem Ende von TOS gar nicht schnell genug Star Trek aus seinem Resumée streichen und zur Sexploitation wechseln konnte...
:Ironie:
Nachdem Star Trek dann doch noch erfolgreich wurde, war er natürlich nur zu gerne bereit, den Fans damals nicht genutzte B-Plots aufzuwärmen und in diese in Form von Kinofilmen und TNG zu vermarkten.
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