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AH WW2 - war: Alternativhistorisches RSP
Feuersänger:
Ui, interessanter Thread. ^^
Was den 2. WK angeht, hätte da wohl wirklich _einiges_ anders laufen müssen, um den Kriegsausgang letztendlich entscheidend zu verändern. Nehmen wir mal den postulierten Einschnitt ab Januar 1941: ja, hier war das Deutsche Reich auf dem Höhepunkt; im Felde unbesiegt und die riesengroßen fettesten Fehler -- Überfall auf USSR und Kriegserklärung an USA -- noch nicht begangen.
Da ist jetzt die Frage, wie soll es weitergehen? Wo will man mit dem Setting hin?
Wie sähe es z.B. aus, wenn irgendwann mal eines der zahlreichen Hitler-Attentate geglückt wäre? Zum Beispiel hier:
21. Mai 1941
Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben kann Hitler zu einem Besuch in Paris überreden. An diesem Tag soll die verpasste Chance vom Juni 1940 nachgeholt und Hitler erschossen werden.
Historie: Hitler sagt seinen Besuch (sehr wahrscheinlich wegen des Balkanfeldzuges) kurzfristig ab.
Alternativhistorie: der Plan geht auf.
Nehmen wir weiters an, dass der folgende Putsch der Wehrmacht erfolgreich wäre und die Nazigranden abgesägt werden.
Was passiert dann?
Möglich wäre z.B., dass in D gemäßigte Kräfte die Kontrolle übernehmen, und z.B. Churchill mit D und FR eine Allianz gegen die Sowjets schmiedet -- so wie er ja auch historisch nach Kriegsende zitiert wird mit "Wir haben die falsche Sau geschlachtet" (oder so ähnlich).
D erklärt sich bereit die besetzten Gebiete zu räumen und das zerschlagene Polen zu restaurieren, aber die Hälfte Polens ist ja unter sowjetischer Besatzung -- 1A Casus Belli.
--
Anderes Szenario:
Einstieg zwischen 22.6. und 11.12.41; bzw keine Kriegserklärung an die USA:
Also, Krieg gegen SU schon im Gange, aber die USA nicht offiziell Kriegsteilnehmer.
Selbst hier schaut es mMn noch ziemlich duster aus für das Reich. Grund ist der Lend-Lease-Act, in dessen Rahmen schon vor Kriegseintritt der USA riesige Mengen Rüstungsgüter an UK und SU geliefert werden. Und da nun wiederum zu postulieren, dass es eben auch kein LL gegeben haben soll, wäre meines Erachtens Handwedelei.
--
Was den Einsatz von Chemiewaffen angeht, ich zitiere mal Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Waffe#Zweiter_Weltkrieg
Deutschland hatte Ende der dreißiger Jahre als erste Nation die großtechnische (industrielle) Produktion von Nervengasen entwickelt, war also als einzige Kriegspartei zur Herstellung von Nervengasen im Kilogramm- und Tonnenbereich in der Lage.[...] Die verantwortliche Führung des deutschen Kampfgasentwicklungsprogramms verheimlichte Hitler gegenüber bewusst die tatsächlichen Möglichkeiten, denn eine Eskalation zum Gaskrieg wurde befürchtet, falls Hitler klar werden sollte, welche Wirkung beispielsweise ein mit Tabungefechtsköpfen bestückter V-2-Angriff auf London hätte haben können. (Hervorhebung durch mich)
[...] Ebenfalls von Bedeutung waren sowohl die deutsche Fehleinschätzung, die Alliierten würden ebenfalls über Nervengas verfügen, als auch die alliierte Androhung massiver Gegenschläge im Falle eines deutschen Ersteinsatzes chemischer Kampfstoffe.
finsterland:
Wenn wir schon bei bizarren Ideen sind:
Was, wenn der Rheinbund die Völkerschlacht und den Wiener Kongress überdauert und sich zu einer Art protodemokratischen Deutschland (in Richtung Bundesrepublik) auswächst?
Dann stelle man sich noch vor, dass die deutschstämmigen US-Amerikaner eine Allianz mit diesem Deutschland pushen.
Ein Weltkrieg zwischen D+USA und F+I+GB? Oder sogar eine Dreifach-Konfrontation?
Man könnte es das Winnetuniversum nennen.
blut_und_glas:
--- Zitat von: Feuersänger am 30.12.2015 | 16:59 ---Was den 2. WK angeht,
--- Ende Zitat ---
finde ich Szenarien, bei denen Nazideutschland schlechter abschneidet anstatt besser ja wesentlich erbaulicher. :)
(Meinethalben auch mit Wendung, so dass die erste Änderung zunächst einmal den Eindruck macht, das Dritte Reich würde dadurch besser abschneiden, was sich im weiteren Verlauf dann aber als Vorlage für das Gegenteil herausstellt - bietet dann auch schöne mögliche Einstiegspunkte/Ziele fürs Spiel.)
mfG
jdw
Feuersänger:
Bedingungslose Kapitulation und 100% Gebietsverlust, wie kann es denn noch schlechter laufen? oÔ
Klar, möglich wäre eine Version, in der die Wehrmacht in der Frühphase nicht ständig so einen gewaltigen Dusel gehabt hätte. Gerade was Norwegen und Frankreich angeht. Naja. Dann hätte sich der Krieg da sehr schnell festgefahren, D wäre blockiert worden bzw in einem Abnutzungskrieg gefangen gewesen, und damit wäre da wohl ziemlich schnell Ruhe gewesen. Klar, wäre für die Weltgeschichte schöner gewesen, aber was soll uns das im Rahmen eines Alternativhistorischen Settings bringen?
BTW kenne ich auch ein paar derartige Geschichten, in denen Polen das Deutsche Reich in kürzester Zeit und mit minimalen Verlusten noch im September 39 im Alleingang niedergerungen hat. Nebenbei bemerkt aus der Feder polnischer Autoren. ;D
Lichtschwerttänzer:
https://en.wikipedia.org/wiki/Hunger_Plan
Was GD macht ist von Belang, was die Alliierten machen auch
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