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Ghost in the Shell-Realverfilmung

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Thandbar:

--- Zitat von: ElfenLied am 26.05.2016 | 11:56 ---Gerade bei "Thor" fand ich einen schwarzen Heimdall und einen asiatischen Einherjar etwas befremdlich.

--- Ende Zitat ---

Dass etwas befremdlich ist, also irritiert, finde ich überhaupt nicht schlecht. Ich meine, auf diese Weise macht der Film ja auch irgendwie deutlich, dass die Asengemeinschaft in diesem Erzähluniversum eben nicht das Götterpantheon *einer* bestimmten Volksgruppe darstellt und dann deren ethnische Merkmale widerspiegeln muss, sondern es ist - wenn ich das richtig verstehe - eine außerirdische Rasse, die sich auf eine ungewöhnliche Weise vermehren (Heimdall soll ja tatsächlich neun Mütter wie im Mythos haben, was vielleicht eine Chiffre für genetisches Rumdoktern darstellt) und womöglich äußerliche Charakteristika auch anders vererben als wir. (Heimdall ist ja der Halbbruder von Sif).
Problematisch finde ich eher, dass die ethnisch abweichenden Rollen haarscharf an diesen Klischees vom Magical Negro und Kung Fu Asian vorbeibrettern. Wobei ich vom persönlichen Eindruck her Idris Elba total gerne gesehen habe in dem ersten Film.   

6:

--- Zitat von: Thandbar am 26.05.2016 | 11:30 ---Klaro, es gibt ein paar schwarze Superhelden im Marveluniversum, aber die kriegen - wenn ich das richtig sehe - keine eigenen Filme.
--- Ende Zitat ---
Black Panther (2018)

Aber lasst uns zum Film Ghost in the Shell zurückkehren...

K3rb3r0s:

--- Zitat von: 6 am 26.05.2016 | 12:20 ---Black Panther (2018)

--- Ende Zitat ---
Blade hatte sogar drei Filme und eine Serie.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: alexandro am 26.05.2016 | 05:34 ---Was denn sonst?

--- Ende Zitat ---
ich hab ihn als relativ düster und langatmig in Erinnerung, aber ist allerdings schon ewig her das ich ihn gesehen hab.


--- Zitat von: Thandbar am 26.05.2016 | 11:30 ---Und DC hat bestimmt Angst davor, Cyborg einen eigenen Film zu geben (erinnert sich noch jemand an "Steel", uh oh ...) - oder dem MM, falls der traditionshalber von einem Schwarzen gespielt werden sollte. Bzw. überhaupt mal in einem der neuen Streifen auftaucht.

In den allermeisten Fällen ist es leider wirklich nur das, was gemeinhin als 'Tokenism'  bezeichnet wird. In den Superheldenfilmen finde ich das zumindest sehr augenfällig. Paradoxerweise würde ich also eher sagen: Gerade die verlogene Geste der Inklusion unterstreicht den strukturellen Rassismus innerhalb des Filmgeschäfts mehr, als dass er ihn verdeckt.   

--- Ende Zitat ---
Ein Film für Cyborg ist angekündigt.

Das Problem mit nichtweißen Superhelden bei DC ist allerdings das es kaum welche gibt die irgendwie populär wären, und DC halt momentan nicht die Erfolgssträhne von Marvel hat.

DC hat zwar eine Menge nichtweißer Charactere,  Solo Comics Serien mit ihnen in denen werden in der Regel recht fix wegen zu geringen Verkaufszahlen wieder eingestampft. Wobei das nicht unbedingt an der Hautfarbe liegt, DC hat generell nicht viel Erfolg mit Charakteren abseits der großen etablierten. Weshalb sie ab nächsten Monat die Anzahl ihrer Serien runter fahren und für die Erfolgreichsten zwei Hefte statt einem pro Monat rausbringen.

Suicide Squad hat übrigens mit Deadshot (der in den Comics weiß ist), Killer Croc (wenn man den zählen will) und Amanda Waller 3 Schwarze in wichtigen Rollen.

Wulfhelm:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 26.05.2016 | 16:56 ---ich hab ihn als relativ düster und langatmig in Erinnerung, aber ist allerdings schon ewig her das ich ihn gesehen hab.
--- Ende Zitat ---
Bei mir kürzer als ewig, und ich denke, das hast Du richtig in Erinnerung. Der Film verdankt seinen Bekanntheitsgrad und seinen Einfluss in Hollywood auch wohl weniger der Geschichte und mehr der Inszenierung.

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