Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Brauche Tipp für System
Supersöldner:
das ist unglaublich schlecht.
Deep_Impact:
--- Zitat von: Mindmelter_p am 13.06.2016 | 23:06 ---Jungs und Mädels (1/2 1/2 ~;D). Also Horror könnte man auch versuchen, ja, aber mir gefällt im Moment nicht so sehr die Charaktersterblichkeit bei Cthulhu; was ich möchte ist,
dass die Damen und Herren nach dem Abend sagen, den und den Charakter nehme ich nun mit und du leitest demnächst die nächste Runde mit unseren Chars - blöd, wenn die vorher schon zersägt wurden :o >;D.
--- Ende Zitat ---
Wenn du Horror aber grundsätzlich magst und Cyberpunk auch, dann könnte man noch empfehlen: ToC oder NBA, ich mag das Gumshoe-System unglaublich gerne, bin mir aber wirklich unsicher, ob dieses Screentime-Managementsystem, das sich hinter den Pools verbirgt für Einsteiger empfiehlt.
Dann gibt es noch Kuro, das ist Horror-Cyberpunk. Die Charaktere sind sehr auf dem Boden geblieben und natürlich, aber das Setting ist Geschmackssache.
http://www.teilzeithelden.de/2013/08/03/rezension-kuro/
KhornedBeef:
--- Zitat von: Deep_Impact am 15.06.2016 | 09:48 ---Wenn du Horror aber grundsätzlich magst und Cyberpunk auch, dann könnte man noch empfehlen: ToC oder NBA, ich mag das Gumshoe-System unglaublich gerne, bin mir aber wirklich unsicher, ob dieses Screentime-Managementsystem, das sich hinter den Pools verbirgt für Einsteiger empfiehlt.
[...]
--- Ende Zitat ---
Evtl. gehen die Leute ja an die Realismus-Sache ("Auf einmal bin ich schlecht oder was??") sogar unvoreingenommener heran als erfahrene Rollenspieler. Ich habe mit völligen Neulingen schonmal eine Demorunde gespielt, das war ok. Ein bisschen Spaß am Improvisieren und "Ausschmücken" der Wurfergebnisse bringt man aber am besten mit.
Ludovico:
--- Zitat von: Supersöldner am 15.06.2016 | 09:32 ---das ist unglaublich schlecht.
--- Ende Zitat ---
Kurze Antwort:
Nein, ist es nicht.
Lange Antwort:
Das Spiel ist gemacht für Anfänger und bedient über diverse Zusatzelemente wie Karten und Gruppenpunkten etc. auch die Brettspieler. Es ist etwas starr, wie halt Brettspiele und weniger fließend wie Rollenspiele, aber immer noch flexibler als ein reines Brettspiel.
Wenn man fortgeschrittener ist, ist es sehr leicht, daraus ein reines Rollenspiel zu machen.
Die Qualität der Bücher ist hervorragend. Zusatzmaterial kann gekauft oder einfach gedruckt werden (bzw. aus den Regelwerken kopiert).
Das Setting kann sehr einfach gehalten werden (Geisterjäger jagen Dämonen und Untote) oder aber, bedingt durch die sehr reichhaltige Rückendeckung durch jahrzehntelange Romane und Hörspiele auch tiefer gehen.
http://www.sphaerenmeisters-spiele.de/epages/15455106.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15455106/Categories/%22Deutsche%20Rollenspiele%22/John_Sinclair_Abenteuerspiel
Nørdmännchen:
Hier eine Reaktion auf Vermis Post. Ich packe sie in einen Spoiler, da sich der Threadsteller bereits in einer andere Richtung klare Orientierung zu finden scheint. :d Ich glaube es wäre unsinnig oder gar albern, meine Sichtweise demgegenüber noch "durchdrücken" zu wollen.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
--- Zitat von: Lord Verminaard am 13.06.2016 | 14:16 ---Ich kann nur dringend davon abraten, hier mit FATE oder Powered by the Apocalypse heranzugehen. Einige hier im Forum empfehlen das immer gerne, weil sie es selber so toll finden, aber wenn ich sehe, dass
--- Ende Zitat ---
Das Zusammenstellen von FATE und PbtA, begegnet mir in letzter Zeit oft - aber es befremdet mich jedesmal. Mag sein, dass sich die Systeme den gleichen Fragen stellen - aber sie finden fundamental unterschiedliche Antworten. Sie erzeugen meiner Erfahrung nach radikal unterschiedliche Spielerlebnisse und Erfahrungsräume.
Ich persönlich spiele gerne PbtA - halte es aber (im Gegensatz zu einigen meiner engen Bekannten) nur für ein sehr schmalen Aspekt möglicher RSP-Erlebnisse. PbtA-Spiele bedienen auch absolut nicht mein primäres Spielinteresse. Grade für Neueinsteiger halte ich die Systeme jedoch für überaus geeignet - und aus diesem Grund habe ich sie hier aufgeführt.
--- Zitat von: Lord Verminaard am 13.06.2016 | 14:16 ---a) der SL selber bisher keine SL-Erfahrung hat,
--- Ende Zitat ---
Die SL-Anweisungen der PbtA-Spiele sind in ihrer Knappheit und Struktur meines Erachtens maximal Einsteiger-freundlich. Sie setzen natürlich voraus, der Neueinsteiger möge sich über die Hemmschwelle des Improvisierens trauen.
Meiner Meinung nach trägt Improvisation in unserer Szene zu Unrecht den Nimbus des Anspruchsvollen. Dies kann Unsicherheit säen, die viele Spieler von einem eigentlich so natürlichen Prozess abhält.
--- Zitat von: Lord Verminaard am 13.06.2016 | 14:16 ---b) mindestens ein Spieler dabei ist, der "zockerig" an das Spiel heran geht,
--- Ende Zitat ---
Das Spannende bei PbtA ist für mich, dass der "zockerige" Ansatz völlig möglich ist - und unwillkürlich mit einem erzählerischen Prozess einhergeht. Zugegeben: Wenn die zockende Erwartungshaltung davon ausgeht, dass der Betreffende strategische Manöver in reinen Regelschleifen (ohne narrativen Bezug) ausführen möchte, ist diese Methode natürlich nicht geeignet. (Allerdings frage ich mich dann, warum der Schritt überhaupt vom Brett weg führen soll.)
--- Zitat von: Lord Verminaard am 13.06.2016 | 14:16 ---c) sich kein geekiges Quellenmaterial, sei es nun Fantasy oder Vampire oder SciFi, als gemeinsamer Nenner anbietet, sondern vielmehr
--- Ende Zitat ---
Tatsächlich ein Problem. Realweltliches oder historisches Spiel wäre aber auch möglich (Night Witches oder Sagas of the Icelanders sind herausragende Beispiele).
--- Zitat von: Lord Verminaard am 13.06.2016 | 14:16 ---d) Brettspiel der gemeinsame Nenner der Gruppe ist,
--- Ende Zitat ---
Die Regelhaftigkeit und Offensichtlichkeit der Moves verbinden in meinen Augen die Interaktion von Fiktion und Regeln mit einer brettspieligen Eindeutigkeit. Siehe auch...
--- Zitat von: Lord Verminaard am 13.06.2016 | 14:16 ---dann kann ich echt nicht verstehen, warum die Leute so was vorschlagen. D&D5, Savage Worlds oder Dungeonslayers sind da aus meiner Sicht weit naheliegendere Empfehlungen. Und wer mich kennt, weiß, dass ich des Fanboytums der letztgenannten Systeme gänzlich unverdächtig bin.
--- Ende Zitat ---
....Während also bei D&D, SW oder DS die "Brettspielhaftigkeit" offensichtlicher erscheinen mag, ist grade das was Rollenspiel zu einer anderen Kategorie macht (vorrangig die Interaktion von fiktionaler und mechanischer Entscheidung) nicht mit dieser Eineindeutigkeit zu durchschauen.
Der Brettspieler mag sich daher schneller "zu Hause" fühlen - sein Eindruck von dem, was Rollenspiel in Abgrenzung vom Brettspiel auszeichnet, ist aber deutlich weniger greifbar.
Meiner Meinung nach sollte das Ziel beim Probe-Rollenspielen nicht sein möglichst nah am bereits bestehenden Erlebnishorizont zu bleiben. Stattdessen ginge es mir darum ein Verständnis um die Einzigartigkeit des Hobbies leicht zugänglich zu machen.
[SUBJEKTIVITÄT TOTAL]
Mein Ziel wäre nicht Rollenspiel mit Brettspiel-Aromen so zu würzen, dass die überzeugten Brettspieler es auch "herunter schlucken" können. Es geht darum ihnen Rollenspiel zu servieren - damit sie sich entscheiden können, ob es ihnen dieses Gericht auch schmeckt und sie ihren Speiseplan auf diese Weise erweitern mögen (oder eben auch nicht).
[/SUBJEKTIVITÄT]
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