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Kapitel 1: Flackern im Sturm
Waylander:
Jean-Jacques
"Gasse ohne Wiederkehr?" Jacques verzeiht spöttisch den Mund. "Das klingt ja sehr dramatisch, Pierre. Ich nehme an, es gibt zu dieser Straße eine Menge Dorftratsch über verschwundene Wanderer, unheimliches Heulen und rot glühende Augen im Dunkeln. Habe ich recht?"
Dann fügt er hinzu.
"Das passt zu Spira. Er hat sich für seine Premiere einen sehr dramatischen Ort ausgesucht."
Blizzard:
Jean-Jacques
Pierre grinst. "Rot glühende Augen?" fragt er spöttisch. "Da weißt du offensichtlich mehr als ich" antwortet er immer noch mit einem leichten Hauch von Spott in der Stimme. Dann schlägt er einen eher nachdenklichen Ton an. "Aber tatsächlich hast du nicht ganz Unrecht, Jacques. Es gibt tatsächlich eine Menge Gerüchte über die Gasse ohne Wiederkehr. Über verschwundene Leute. Der ehemalige Besitzer vom Deutelmoser Anwesen ist damals nämlich auch spurlos verschwunden." Pierre legt eine kurze Pause ein. "Aber du gibst ja ohnehin eh nicht viel auf Gerüchte & Dorftratsch, so wie ich dich kenne. Oder? Dann kann ich dir die Geschichte über die Gasse ohne Wiederkehr auch in Kurzform erzählen. Wir sind ohnehin demnächst da, wir müssen nur noch am Friedhof vorbei."
Waylander:
Jean-Jacques
"Gerne Pierre. Ich höre gute Geschichten immer gern. Ich bin sicher das deine Gesichte spannender ist als der Film, zu dessen Premiere wir unterwegs sind."
Blizzard:
Jean-Jacques
"Also gut" antwortet Pierre, "dann will ich mich mal kurz halten". Er räuspert sich kurz: " Also die Gasse ohne Wiederkehr hat eine lange Geschichte. Es ist schon so, dass diese Straße früher tatsächlich bei der Bevölkerung gefürchtet war. Es gibt ein Dutzend Geschichten über verschwundene Personen, angeblich auftauchende Geister, nächtliche unerklärbare Erscheinungen und derlei Dinge. Kurz um: Kein Ort, an dem man gerne wohnen möchte. Wie viele von den Geschichten wahr und wie viele erfunden sind, weiß ich nicht. Aber es sind genug, um damit ein ganzes Buch zu füllen."
Pierre schweigt kurz, dann fährt er fort. " Naja, und weil da eben anfangs keiner wohnen wollte, hat man da wohl irgendwann den Friedhof hingepflanzt. Im Hinblick auf den Straßennamen passt das ja auch irgendwie". Pierre seufzt kurz. " Dadurch, dass da anfangs keiner wohnen wollte, war das natürlich recht günstiges Bauland...und irgendwann haben es wohl einige gewagt, und hier tatsächlich gebaut. Man muss auch sagen, dass die Geschichten um schlimme Dinge bezüglich der Straße im Laufe der Zeit immer weniger wurden...auch wenn sie nie ganz verschwunden sind" fügt Pierre hinzu.
"Aber damit hat dann ein Wandel stattgefunden...weil man hier offensichtlich doch quasi bedenkenlos wohnen konnte und sich einige der Geschichten als unwahr herausstellten. Das hat dann dafür gesorgt, dass nach und nach immer mehr Leute hier gebaut haben und wohnen...und es wurden sogar einige Geschäfte eröffnet. Und die liefen bzw. laufen wohl so gut, dass selbst Leute von außerhalb inzwischen gerne wieder nach Rackalföld (zurück)kehren.
"Eines Tages kam dann dieser Balduin Deutelmoser, und hat dann eben dieses Anwesen hier gebaut. Er war ein sehr einflussreicher Mann der Stadt gewesen, von dem was man so hört und weiß. Allerdings...ist er ohne Kinder geblieben...und von einem Tag auf den anderen plötzlich verschwunden. Und da niemand das Haus geerbt oder sonstwie Anspruch darauf hatte, stand es lange Zeit leer-bis es irgendwann in den Besitz der Stadt überging. Das Haus wollte zunächst auch niemand kaufen, denn es gab da wohl mal einen ungeklärten Todesfall in dem Haus...und viele Leuten dachten, das Haus sei verflucht. Manche glauben da auch heute noch dran. Naja, und irgendwann hat eben dieser Spira dieses Haus gekauft."
"Keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat, aber er wird wohl schon seine Gründe gehabt haben". gibt Pierre argwöhnisch von sich.
"Jacques, weißt du eigentlich etwas über die anderen Gäste , die der Premiere beiwohnen sollen?"
Zsolt
Die Dame, die neben Oksanasteht, unterbricht ihr Gespräch und wendet sich Zsolt zu. " Ja, da seid Ihr richtig. Ihr müsst dann nur noch am Friedhof vorbeilaufen, dann lauft ihr automatisch darauf zu. Verzeiht meine Neugier, aber was wollt ihr denn beim Deutelmoser Anwesen?"
Waylander:
Jean-Jacques
So oft habe ich noch nicht an Spira legendären Gesellschaften teilgenommen.
Obwohl Spira als Filmproduzent immer als kompromissloser Geschäftsmann agiert, scheint es mir, dass er sich nach Außen gern als Künstler darstellt. Bei seinen Festen trifft man oft sehr extravagante Persönlichkeiten. Spira versucht wohl, einen Flair von Avantgarde zu verbreiten. Letztendlich sind das aber alles meiner Meinung nach nur Langweiler und Wichtigtuer.
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