Das Tanelorn spielt > Albtraum in Norwegen

Irgendwo in IRLAND

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Der Läuterer:
Du spürst die zarte Berührung einer weichen, kühlen Hand an Deinem Hals. Die Hand berührt nicht Deine Haut, sondern nur die feinen Härchen. Ein sehnsüchtiger, wohliger Schauer läuft Dir über den Rücken. Du denkst an Matilde und atmest aus.

"Sie ist fort, nicht wahr?" Die Worte der Frau sind nur ein Flüstern. "Ihr wisst es." Eine zärtliche Frage. "Behaltet sie so in Erinnerung, wie Ihr sie Euch immer vorgestellt habt." Eine fordernde Aussage.

"Lasst mich ihren Platz einnehmen. Ich werde gut für Euch sorgen." Die Worte sind ein süsses Versprechen. Sie sind leicht gesprochen, doch sie wiegen schwer. Du spürst, dass sie es ernst meint. Todernst.

"Ich werde auf jegliche Art für Euch da sein, Doktor, und Euch zur Verfügung stehen."

Du drehst Dich um, um zu antworten, doch die Ätiopierin ist bereits wieder verschwunden.

Joran:
Clive

"Nein, sie ist nicht fort! Warum sollte sie fortgehen? Wohin sollte sie gehen? Hier ist ihr ..."

Noch während ich spreche, merke ich, wie meine Worte an Kraft verlieren. "Nein, mach Dir nichts vor. Hier ist nicht Matildes zuhause, ist es nie gewesen. Egal was ich unternahm: Seit unserer Abreise aus London war da eine unsichtbare Mauer, die ich nicht durchbrechen konnte. Als wären meine Depressionen in der Schneiderei auf Matilde übergegangen. Sie war ein anderer Mensch hier in Irland, genau wie ich. Es lag nicht an dem Menschen hier oder an dem ländlichen Umfeld. Es lag an Matilde, die all dies nicht an sich heranlassen konnte." Es schmerzt mich, denn ich weiß, dass ich versagt habe. "Ich habe nie gelernt ein Vater zu sein. ... Darin war ich wohl ebenso erfolglos wie als Freund. Es gibt Menschen, die zum Alleinsein bestimmt sind. ... In meinem Alter sollte ich gelernt haben, dass es sinnlos ist, sich dagegen zu wehren."

Ich denke an meine Begegnung mit Emma in Brighton. Nun bin ich froh, dass ich keinen Kontakt mehr zu ihr aufgenommen habe. Ich hätte auch ihr nur Unglück gebracht. Bitternis ergreift von mir Besitz. "Mein ganzes Leben lässt sich auf eine Frage reduzieren: Warum muss ich der Mensch sein, der ich bin? Ich habe es nie gewollt. Aber ich hatte keine Wahl ..."

Ich wende mich von den Besuchern ab, als ich mit den Tränen kämpfen muss. "Ich weiß, es ist die Wahrheit. Sie ist fort. Ohne Abschied. Ohne Luni. Eine Flucht ... vor dem Leben mit mir." Ich denke an das Geschenk meines Vaters und ich rede mir wieder ein, dass er es mir mit einer bestimmten Absicht schenkte. Eine absurde Annahme, genährt alleine durch jahrzehntelange Zweifel.

Die Worte der Äthiopierin stoßen in diese Wunde ... mitfühlend und gleichzeitig verletzend ... verlockend und gleichzeitig bedrohlich ... dominant und gleichzeitig abstoßend sklavisch ...

Der Läuterer:
Die Zwillinge, Kajo und Hugo, präsentieren Dir einen offensichtlich afrikanischen, hölzernen , geschnitzten Spazierstock. "Dies ist Euer Geschenk,..." Möge es Euch gute Dienste leisten." Dann verbeugen sich die arischen Klone vor Dir. "...Erlauchter."

Der Läuterer:
Als du die Teetassen auf dem Tisch im Wohnzimmer entstapelst und verteilst, fällt Dir in einer der Tassen eine Karte auf. Eine Visitenkarte ist es nicht. Vorsichtig steckst Du diese ein. Anscheinend hat niemand der anderen etwas gemerkt. Die Karte ist gefaltet. Aussen liesst Du 'Ray !'.

Der Läuterer:
Wenn Du die Karte aufklappst, brauchst Du eine Brille oder Lupe, um die Schrift zu lesen, da sie sehr klein geschrieben wurde.


(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Vorderseite:

Braddock, Raymond Edward
S.A.V.E. Exekutive, London


Rückseite:

Ich arbeite für einen Geheimbund namens S.A.V.E.
Es hat angefangen. Die Huldiger sind eingetroffen.
Sie sind in grosser Gefahr, Herr Savage.
Und es steht mehr auf dem Spiel als nur Ihr Leben.
Treffen Sie mich im Pub, sobald es Ihnen möglich ist.


Du bist Dir absolut sicher, dass die Karte noch nicht in Braddock's Tasse war, als Du mit ihm das Herrenhaus verlassen hast.

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