Das Tanelorn spielt > Albtraum in Norwegen
Irgendwo in IRLAND
Puklat:
Ove
Nun entgleiten mir die Gesichtszüge vollständig.
Was macht Collins hier? Wie ist er hergekommen, ohne dass die Hunde anschlagen? Was erzählt er hier?
Den letzten Gedanken spreche ich laut aus:
"Sind Sie alle verrückt geworden?!"
Ich überlege kurz, ob ich die Waffe, die ich von Collins erhalten habe, ziehen sollte, doch noch sehe ich keine Aggression in den Gesichtern der Anwesenden. Von Collins aufbrausender Art einmal abgesehen.
"NIEMAND in diesem Raum ist ein oder gar DER Auserwählte. Niemand hier will es sein und wenn hier jemand ein Betrüger oder Scharlatan ist, dann habe ich langsam das Gefühl, dass Sie es sind!
Das was hier als Pakt bezeichnet wird, und da gebe ich Doktor Savage hier vollständig Recht, kann nur als Pakt bezeichnet werden, wenn beide Seiten über seine Bedinungen und seinen Umfang informiert sind. Das werden sicherlich auch die Götter so sehen! Also, gerne können Sie ihre Gaben, die wir weder gefordert, noch gewollt haben, wieder mitnehmen."
Ich schaue die Anwesenden an und mustere ihre Minen. Wie reagieren sie auf das geschehene? Haben Sie doch gefährliche Absichten?
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)MenschenkenntnisGewürfelt 2d6 : 4, 6, Summe 10
Mit sehr fester und für mich ungewohnt lauter Stimme fahre ich fort:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Überzeugen: Gewürfelt 2d6 : 1, 3, Summe 4"Und WENN Sie Recht haben und hier ein oder sogar der Auserwählte wohnt..."
Ich lasse die Worte einen kurzen Augenblick wirken.
"... WAS MACHEN SIE DANN IN DESSEN HEILIGEN RÄUMEN?!"
"Wenn das alles stimmt, was sie gesagt haben, dann ist dieser Ort für sie verbotener Boden! Also egal, WAS hier die Wahrheit ist: Ihre Anwesenheit ist hier nicht erwünscht. Sie sind nicht berechtigt hier zu sein. Entweder klären Sie diese Posse sofort auf und verschwinden dann oder - und das bevorzuge ich - oder Sie verlassen das Anwesen sofort, ohne weitere Erklärungen!"
Der Läuterer:
William schau bedrückt zu Boden. "Nun gut, Auserwählter. Wenn Ihr so darüber denkt, werde ich mich zurückziehen und Euch nicht länger zur Last fallen. Ich hoffe, dass Ihr auch ohne mich klarkommen werdet und alle Herausforderungen der Zukunft meistern werdet." Damit verbeugt er sich kurz, wendet sich ab und verlässt den Raum.
Die anderen fremden Gäste im Haus beginnen sich miteinander über diese seltsame Situation zu unterhalten. Es scheinen leichte Zweifel unter den Huldigern aufgekommen zu sein.
Joran:
Clive
Ich begleite Collins vor die Tür und beobachte, wie er über die Straße verschwindet.
Auf dem Weg zurück in den Salon hole ich Luni aus dem Raum, in den ihn Collins gesperrt hat. "Du bist mir ja ein Aufpasser!", sage ich zu Luni und streiche ihm über den Kopf. "Aber was ist das auch für ein verrückter Tag ..."
Ich sehe kurz nach der Hündin und ihren Welpen. Ich zögere kurz und überlege, ob ich meine Lightning holen sollte. Aber die lange Abwesenheit würde auffallen und schließlich ist Collins auch ohne Probleme gegangen. Ich entscheide mich also dagegen und kehre ich in den Salon zurück. Dabei nehme ich Luni allerdings mit mir. Normalerweise vermag alleine die Anwesenheit des Tiers Eindruck auf Fremde zu machen.
Als ich im wieder im Salon bin, sprechen die Fremden noch immer miteinander.
"Nun, ehrlich gesagt glaube ich auch, dass Sie an bei uns nicht richtig sind. Ich hätte gerne festgestellt, was Sie gerade zu uns geführt hat. Aber wenn Sie nun selbst zu dem Ergebnis gelangen, hier am falschen Ort zu sein, will ich Sie nicht aufhalten ..."
Ich reiche den Zwillingen den afrikanischen Stab zurück, der mir ein reines Kunstobjekt ohne weitergehende Bedeutung zu sein scheint. "Sie sollten sich dies für die richtige Person aufsparen. Offensichtlich unterlagen Sie einem Irrtum, als Sie mir dieses Objekt schenken wollten."
Der Läuterer:
Die beiden Zwillinge verneigen sich tief vor Dir, als sie den Stab von Dir in Empfang nehmen und bedanken sich für Deine Gastfreundschaft als sie gehen.
Auch Karim geht auf die Knie und verabschiedet sich von Dir. "Ich danke Ihnen, Doktor. Leben Sie wohl."
Als die drei Dein Haus verlassen haben, zuckt ein Blitz grell am Himmel und sofort grollt der Donner ohrenbetäubend laut über Euren Köpfen. Ein Gewitter steht genau über dem Haus. Die Äthiopierin räkelt sich lasziv auf dem Sessel. "Ein Gewitter, Doktor." Sie beschreibt das Offensichtliche. "Bei so einem Wetter würde man doch keinen Hund vor die Tür jagen, nicht wahr?" Dicke Regentropfen fallen schwer auf das Dach. Das Tropfen wird zu einem Trommeln und dann zu einem Prasseln. Die Dachrinne kann die Wassermassen bald nicht mehr aufnehmen und schwappt über, während das Fallrohr unüberhörbar laute, gurgelnde und schmatzende Geräusche von sich gibt. Wieder ein Blitz und fast gleichzeitig ein Donnergebrüll. "Braver Hund." hörst Du die schwarze Gazelle sagen und bist wieder im hier und jetzt. Du siehst, wie Luni ihr das Gesicht ableckt. "Es wird Zeit ins Bett zu gehen, Doktor. Zeigen Sie mir bitte ihr Schlafgemach."
Puklat:
Das unerwartete Gefühl der Enttäuschung und die Vermutung gerade einen Fehler gemacht zu haben kommen in mir auf, als Collins diese illustre Runde verlässt. Während ich in seiner Anwesenheit ein Problem sah, das mit bedrängte und einschränkte, so ist seine Abwesenheit nun weniger eine Entlastung als ich es mir gewünscht hätte.
Collins und Clive schienen meinen einzigen Verbündeten in einem Raum voller mir völlig fremder Menschen. Die ganze Situation ist vollständig widersinnig und mit fällt es entsprechend schwer das alles einzuordnen. Von Verstehen kann hier sowieso keine Rede sein.
Ich fühle mich nackt und ausgeliefert als Collins UND Clive gleichzeitig den Raum verlassen, während die anderen Besucher miteinander reden. Ich kann kaum etwas verstehen. Nur Wortfetzen, deren Zusammenhang ich nicht begreifen. Manchmal glaube ich sogar, dass sie gar keine mir bekannte Sprache sprechen. Doch das ist sicher Einbildung.
Ich bin umso erleichterter als Clive sogar mit Luni zurückkehrt. Diese Erleichterung nimmt sogar noch zu, als die Zwillinge zum Aufbruch bereit sind. Für einen Moment bilde ich mir ein, dass alles wieder "normal" werden könnte. Doch als plötzlich das Gewitter einsetzt, weicht diese Einschätzung aus mir.
Ist das ein Zeichen von Azatoth? Missbilligt er unser Verhalten oder das der Huldiger? Oder ist es nur Zufall?
Es ist schon ein sonderbarer Zufall, dass das Gewitter direkt über uns startet und sich kaum zu bewegen scheint.
Die dunkelhäutige Frau ist von all dem völlig ungerührt. Selbst die plötzlichen Donnerschläge, die einem durch Mark und Bein gehen, scheinen sie weder zu überraschen noch zu beeindrucken.
Die Beklemmung in mir nimmt zu. Und als sie schließlich fragt, ob Clive ihr sein Schlafgemach zeigen könne, fällt mir beinahe die Kinnlade hinunter.
Clive steht nicht weit von ihr entfernt, aber sie muss sich zu ihm drehen, um mit ihm zu sprechen. Unwillkürlich versuche ich Clive mit Blicken von törichten Entscheidungen abzuhalten.
Sie will ihn verführen! Das darf nicht passieren. Nicht jetzt! Nicht an diesem Tag, an dem die Sintflut über das Haus hereingebrochen ist, an dem so viele sonderbare Zufälle aufgetreten sind. Das sind alles keine guten Omen.
Meine Hand schließtlich in der Tasche um den Griff des Revolvers, den Collins mir gab und nicht wieder annahm, als er enttäuscht den Raum verließ.
Ich habe mich schon zu sehr in Clives Hausrecht eingemischt. Auch wenn ich diese Frau nun zu gerne vor die Tür jagen würde, darf ich das nicht tun. Ich habe kein Recht das zu tun.
Meine Blicke und Gedanken mühen sich Clive zu beeinflussen. Hilflos. Ratlos. Ohnmächtig mitansehend, was um mich herum im Salon passiert.
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