Das Tanelorn spielt > Albtraum in Norwegen

Irgendwo in IRLAND

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Der Läuterer:
"Wie kommst Du darauf, Doktor, ich könnte etwas mit dieser Sache zu tun haben?" Sie zeigt Dir ihr unschldigstes Lächeln und entblösst dabei zwei Reihen strahlend weisser Zähne.

"Hältst Du mich für eine skrupellose Mörderin? Oder hältst Du mich nur für skrupellos?" Ayana scheint entrüstet, doch lächelt sie sogleich wieder.

"Nein. Ich habe hier niemanden getötet."

Joran:
Clive

Ich weise die Unterstellung rasch von mir, auch wenn Ayana damit in Wahrheit meine Befürchtung sehr genau erfasst.

"Das habe ich auch nicht behauptet.

Ich habe nur gefragt, ob Du etwas darüber weißt ... konkrete Fragen, klare Antworten ...", erinnere ich sie.

Tatsächlich bin ich erleichtert. Natürlich könnte Ayana lügen, aber etwas lässt mich glauben, dass Ayana selbst bei einer solchen Tat die Scham fehlen würde, sie vor mir einzuräumen. Außerdem glaube ich nicht, dass die Huldiger auf dem Landweg nach Seillean-Mòr Blàr gekommen sind ... ebensowenig wie Paul.

"Der Mord an Kayleigh und das Auftauchen der Fremden ... sollte das aus reinem Zufall zusammenfallen?"

Der Läuterer:
"Doktor! Ich habe doch gerade erst gesagt, dass ich nichts damit zu tun habe." Ayana's Stimme klingt leicht entrüstet. "Weshalb nimmst Du noch immer an, dass mein Auftauchen mit dem Mord etwas zu tun haben könnte? Ich gebe mein Wort nicht leichtfertig."

Joran:
Clive

Ich hebe in einer abwehrenden Geste die Hände und erkläre noch einmal in etwas resigniertem Tonfall:

"Ich habe nicht behauptet, dass Du etwas damit zu tun hast. Trotzdem könnte es sein, dass Du eine Verbindung siehst."

Ich suche die Irish Times heraus und lege ihr beide Artikel in.

"Diese ganze Geschichte mit der Hand nahm ihren Anfang in London. Dort wo Tcho-Tcho leben sollen. In London ist es vor Jahrzehnten zu den Whitechapel-Morden gekommen. Jetzt kommt es hier zu vergleichbaren Vorfällen. Nur ein beliebtes Bild der Presse, mit der sie die Leser einfangen wollen? Ein Nachahmungstäter? Möglich! Aber ich glaube vorsorglich doch zunächst einmal an einen Zusammenhang. Du selbst hast schließlich gesagt, mir drohe Gefahr."

Nach einer kurzen Pause greife ich nach meinem Gehstock.

"Sei dem, wie es will ... Ich muss für ein oder zwei Stunden mit Ove etwas im Dorf erledigen. Wir sehen uns dann vor dem Mittag wieder."

Damit mache ich mich auf den Weg um das alte Gemäuer, um Ove abzuholen und ihm von den Todesfällen zu berichten.

Der Läuterer:
"Die Whitechapel-Morde liegen lange zurück. Zu lange, um noch von Bedeutung zu sein, möchte ich meinen. Den Täter kannst Du sicher in einem Grab suchen."

"Aber warte. Was haben die Tscho damit zu tun?" Ayana klingt interessiert.

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