Ganz ehrlich, ich bin diese Machart "alles bitte in düster, abgerissen und schmucklos" inzwischen sowas von leid,
Vor allem, wenn man wie ich das wunderbare Buch von Connolly über die Zeit des Odysseus zu Hause stehen hat, worin man solche Darstellungen findet:
...
Anders als bei Wolfgang Petersens Troja wird die mystische Komponente bei Nolan wohl nicht wegfallen und auch die griechischen Götter ins Spiel kommen. Wichtige Stationen, die Odysseus in der Vorlage mit seiner Schiffscrew auf dem Heimweg überstehen muss, sind folgende:
Auf der Insel der Lotophagen essen einige von Odysseus Gefährten von einer Frucht des Vergessens, wollen nicht mehr heim und müssen gewaltsam aufs Schiff zurückgebracht werden.
Auf der Ziegeninsel legt sich Odysseus Mannschaft mit dem einäugigen, menschenfressenden Zyklopen Polyphemus an und auch auf Telepylos treffen sie weitere kannibalistische Riesen.
Auf der Insel Aiaia verwandelt die Zauberin Kirke die Hälfte von Odysseus Männern in Schweine.
Als sie die Insel der Sirenen passieren, lässt Odysseus sich an den Schiffsmast fesseln, um ihrem Gesang zu lauschen, ohne den Fabelwesen zu verfallen.
Nahe einem Meeresstrudel treffen die Reisenden auf zwei Seeungeheuer: die blutrünstige, sechsköpfige Skylla und Charybdis, das als gestaltloses Ungeheuer häufig als Mahlstrom-Strudel dargestellt wurde.
Bei der Nymphe Kalypso auf der Insel Ogygia sitzt Odysseus sieben Jahre als ihr Liebhaber fest.
Endlich daheim in Ithaka, wo Anwärter um die Hand seiner Ehefrau Penelope werben, verkleidet sich Odysseus als Bettler trifft seinen Sohn Telemachos und besteht den Test, einen Pfeil durch 12 Axtköpfe zu schießen, bevor er seine Identität preisgibt und sich blutig den Verehrern widmet.
Ich bin jederzeit bereit, jeden Thread hier im Forum zu kapern und einen Connolly-Huldigungsthread daraus zu machen! :headbang: :headbang: :headbang:Im Trailer kann man ja für einige kurze Momente mystische Elemente erkennen. Der Zyklop ist drin und irgendwelche untoten Krieger. Odysseus blickt auch in einer Szene ziemlich ehrfürchtig nach oben, scheint was Großes zu kommen. Als ursprünglicher Fan von dark und edgy sind mir die Trailerbilder allerdings auch etwas drüber. Andererseits, ist halt Nolan...und am Ende sieht Nolan eben aus wie Nolan. Das ist ja nichts Schlechtes.
Übrigens klingt für mich das hier schon mal sehr gut:
(https://www.moviepilot.de/news/christopher-nolan-verfilmt-die-odyssee-abenteuer-epos-start-besetzung-dreh-technik-trailer-bilder-1152230)
Yeah!!!
Die sollen mal einen Film machen, wo alle eine Dendra Rüstung tragen. Dann braucht man auch keine Darsteller mit Six-Pack usw. ;D
Es hat tasächlich jemand mit KI den Trailer geändert und die Rüstungen angepasst. ~;D
https://www.youtube.com/watch?v=aM-TuFkUXEA (https://www.youtube.com/watch?v=aM-TuFkUXEA)
Leute, es ist ein Hollywood Actionfilm über einen Mythos, dessen historische Basis schon beim Aufschreiben hunderte Jahre alt war.
Kein Wunder, dass der Krieg zehn Jahre dauerte. Dem Trailer nach müssen sie mindestens 9 Jahre lang nur die Rüstung poliert haben.
Leute, es ist ein Hollywood Actionfilm über einen Mythos, dessen historische Basis schon beim Aufschreiben hunderte Jahre alt war.
Wir sollten unbedingt mal bei jedem Superheldenfilm reinschreiben, warum der unrealistisch ist ~;D
Vor allem, wenn man wie ich das wunderbare Buch von Connolly über die Zeit des Odysseus zu Hause stehen hat, worin man solche Darstellungen findet:
(https://i.pinimg.com/736x/7d/d5/ff/7dd5ff3c6d8436ff5a8174d354020fca--greek-warrior-mycenaean.jpg)
Für mich ist entscheidend, wie nah ... am Original dran ist.
Nehmen wir "Troja" als Beispiel. Als Film über einen Konflikt in der späten Bronzezeit, der als Inspiration für den trojanischen Zyklus gedient haben könnte, war es recht brauchbar. Aber als Verfilmung der Ilias (oder des trojanischen Zyklus insgesamt) war es eine Katastrophe.
Ich hoffe ja, dass anders als bei Emmerichs Troja hier das Wirken der Götter nicht völlig aus dem Plot entfernt wurde. Das machte für mich schon immer sehr den Reiz bei Homer aus, dass da mächtige übernatürliche Schachspieler die Helden herumschieben.Ich fand das eine der besseren Ideen in Petersens Film, dass die Götter nur indirekt wirkten. Das andere hatten wir doch schon: etwa in Clash of the Titans (1981), und da war das direkte Auftreten der Olympier auch nicht ganz so prickelnd - obwohl, Ursula Andress als Aphrodite war schon ganz ok.
... Spaß beiseite -- ich finde Nolan sowieso dermaßen overrated, für mich ist der Name mittlerweile Grund genug, einen Film aktiv zu vermeiden. Der Typ halt EINMAL EINEN (1) guten Film gemacht, und ansonsten halt nichtssagende Dutzendware oder völligen Rotz, darauf fall ich nicht nochmal rein.Nolan wird ganz sicher überschätzt, genau wie Tarrantino, aber was andere (Fans, Kritiker, etc ...) aus seinen Filmen machen, dafür kann er ja am Ende nichts. An echten Rotz kann ich mich spontan nicht erinnern, aber ich habe auch nicht alles gesehen. Seine Filme hinterlassen zumindest immer einen ästhetisch angenehmen Eindruck, aber da wird dann auch häufig mehr an bedeutungsschwangerer Substanz hinein interpretiert, als am Ende tatsächlich vorhanden ist.
Man muss Nolan Inszenierungsstil nicht mögen, aber nichtsdestotrotz gehört er neben Villeneuve, Fincher, Wes Anderson oder auch den Coen Brüdern und Tarantino zu den visionären Regisseuren unserer Zeit. Einen Michael Bay oder auch Zack Snyder zähle ich da übrigens nicht dazu...
Um den Film ist ja mittlerweile ein gewisser Kulturkampf in den USA entbrannt. Helena wird von einer Farbigen verkörpert und die Trans Person Elliot Page spielt auch irgendwo mit.Er spielt wohl Achilles.
Ich mag nicht alles vob Nolan aber The Odyssey ist für mich kein Historienepos sondern Fantasy wie Sinbads 7te Reise oder ähnliches. Daher: eine schwarze Helena von Troja? Mir egal. Hauptsache gute Unterhaltung mit Zyklopen und Sirenen.+1
Völliger Rotz sind die Filme von Nolan sicher nicht. Nur eben nicht immer wirklich gelungen. Ich sehe da seine Filme eher in der Tradition eines Ridley Scotts. Wie Scott ist die visuelle Inszenierung seiner Filme in der Regel überragend. Und wie Scott scheitert Nolan dann aber auch immer wieder an dem gewollt philosophischen Überbau. Nolan presst häufig seine Lieblingsthemen wie Zeit, Wahrnehmung und Gedächtnis mal strukturell, mal inhaltlich und mal beides in seine Verfilmungen. Mal passt es, siehe "Inception", und mal geht es völlig daneben wie in "Tenet". Man muss Nolan Inszenierungsstil nicht mögen, aber nichtsdestotrotz gehört er neben Villeneuve, Fincher, Wes Anderson oder auch den Coen Brüdern und Tarantino zu den visionären Regisseuren unserer Zeit. Einen Michael Bay oder auch Zack Snyder zähle ich da übrigens nicht dazu...
Seine Batman-Filme haben mich tendenziell geärgert (besonders der dritte tat echt weh und hatte noch dazu eine wirklich abscheuliche Botschaft).Spannend.
Spannend.
Ich hab mich nie näher als auf Popcorn-Ebene mit dem dritten Nolan Batman beschäftigt und ich komme nicht drauf.
Was ist hier die Botschaft?
(Ich hoffe dieser kurze Ausflug ist hier erlaubt)
Ich habe ihn auch nur einmal gesehen, als er damals im Kino war, und bekomme es nicht mehr so ganz zusammen ... aber der Kern war doch: Die Bösen hetzen das dumme Volk zu politischen Protesten auf; irgendwelche Milliardäre müssen den ganzen Schlamassel dann unilateral niederschlagen. Klar, ein bisschen davon hat Batman automatisch im Gepäck, aber ich hatte den Eindruck, dass da die autoritären Aspekte der Figur völlig unkritisch hochgedreht wurden und man am Ende mit einer brutalen Law-and-Order-Message dastand.
Vielleicht war's ja auch alles eine kritische Reflektion, aber wenn ja, hat es sich mir nicht erschlossen ... ich weiß jedenfalls noch, wie ich im Kino vor Fremdscham über so viel Dummheit gepaart mit so viel Wichtigtuerei immer tiefer in meinem Sessel versackte.
Krass. Ich habe den ganz anders gelesen. Batman ist ein Sinnbild für Hybris. Nicht nur hat er sich psychisch und physisch völlig übernommen, sondern seine Entscheidung, was für die Menschheit das Beste ist (den Reaktor zu verstecken, Bane zu stellen) ist ein wichtiger Teil der Katastrophe und ermöglicht Bane erst seine finalen Taten. Dann gelingt es ihm auch nicht, die Menschen in seinem Umfeld zu verstehen und Freund und Feind zu erkennen. Er schickt Alfred weg und hilft unwissend der Gesellschaft der Schatten, weil er nicht in der Lage ist, andere Menschen zu verstehen. Seine Schwarz-Weiß-Sicht verwendet er als Schablone, um andere zu beurteilen.
Und dann noch Bane, der Freiheit einer Gesellschaft mit dem Recht des Stärkeren verwechselt, aber dem es andererseits gelingt diejenigen, die sich für stark halten (hier aber physische Stärke und Reichtum verwechseln), dazu zu bringen, ihr eigenes System zu vernichten.
Klar rettet der Superheld den Tag, sonst funktionieren solche Film nicht, und gleichzeitig geht aus meiner Sicht Nolan mit Batman und der Gesellschaft hart ins Gericht. Wo der 2. Teil das Gute im Menschen im Gegensatz zum Chaos zum Thema hat, ist der 3. Teil da ziemlich schonungslos. Gordon ist der einzige, den man als guten und rationalen Menschen beschreiben würde und selbst er hat diesen Schmutzfleck auf seiner Weste, der ihn quält.
Mal sehen, vielleicht schau ich mir den Film doch noch mal an, um zu sehen, ob diese Interpretation für mich aufgeht ... wie gesagt, damals fand ich das alles einfach nur entsetzlich reaktionär, kann aber auch daran liegen, dass ich mit dieser Selbstüberwindungsgeschichte (Bruce Wayne steigt doch irgendwie aus diesem Loch ...) gar nichts anfangen kann und deshalb alles andere dann auch negativ gelesen habe.
Was mich angekotzt hat: Das ULTIMATIVE OPFER. Wenn er mit der Bombe los saust. Ey, dann lass ihn sterben, aber das ist irgendwie so ein Hollywood-Ding. Dann muss er da sitzen in Venedig und ... das fand ich ziemlich semi.
Akzentuiert im Kulturkampf mitzumischen scheint mir ein passabler Gag sein, um erst einmal Aufmerksamkeit zu generieren, ob es die Zuschauerzahlen am Ende vielleicht sogar halbiert, das wird man sehen.
Das gezeigte Material weckt in mir nicht das Interesse den Film im Kino sehen zu müssen (das von Street Fighter interessanterweise schon).
Ich mag nicht alles vob Nolan aber The Odyssey ist für mich kein Historienepos sondern Fantasy wie Sinbads 7te Reise oder ähnliches. Daher: eine schwarze Helena von Troja? Mir egal. Hauptsache gute Unterhaltung mit Zyklopen und Sirenen.
Spoiler zu Achilles in der Odysee:(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Das Ende hat mich leider auch enttäuscht, da wird etwas aufgebaut und dann völlig plump aufgelöst.Ohne den Film gesehen zu haben, das ist so ziemlich 1:1 der Verlauf in der Originalsage.
Achtung, großer Spoiler:(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Vorher will ich mir aber zum Vergleich Rückkehr nach Ithaka mit Ralph Fiennes anschauen, der hat nämlich schon vor 2 Jahren das gleiche Thema behandelt, und das scheinbar nicht schlecht (https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckkehr_nach_Ithaka).Gar kein schlechter Film, der mit einigen starken Momenten und Einsichten aufwartet, aber budgetmäßig eher in der zweiten Liga spielt - was natürlich nichts heißen muss. Fiennes ist beeindruckend als (abgehalfterter) Odysseus.
Der Film ist FSK 12, richtig? Ich finde das ziemlich knapp. Immerhin werden Köpfe abgebissen und Leute zerrissen. Für Deinen Sohn war‘s okay?
Wer hatte bei einer Figur noch Darth Vader Vibes? ;DRein optisch hatte ich eher Batman Vibes, vom Wesen her war er aber eher auf der Dunklen Seite der Macht ;)
Ich hatte schon in früheren Filmen das Gefühl, dass bei Nolan zu früh geschnitten wird, aber hier wurde es mir zu viel.Da Nolan in IMAX dreht, ist er mit den Kameras an diversen Ecken relativ limitiert. Eine davon ist wohl, dass man nur so etwa 3 Minuten am Stück drehen kann bevor sie zu heiß werden - ein Zeitrahmen der vermutlich so gut wie nichts ist bei einer professionellen Filmproduktion.
Da bist du offenbar nicht alleine, eine kurze und oberflächliche Recherche meinerseits hat ergeben, dass der Film wahrnehmbare Schwierigkeiten hat, zum Gang ins Kino zu motivieren.
Die taz störte sich gestern in einer Kolumne zur Odyssee an der Darstellung von Frauen in Nolan's Filmen, die sich aus ihrer Sicht wie ein roter Faden durch sein Werk zieht.Ich kenne nicht alle Filme von Nolan, aber auf die Odyssee bezogen kann ich das schon zum Teil nachvollziehen. Dass ein paar der Frauenrollen in dem Film so lahm waren, ist einer der Gründe, warum ich den Film nicht noch besser bewertet habe. Penelope sehe ich aber doch etwas positiver.
Ein Regisseur für Männer (https://taz.de/Die-Odyssee-von-Christopher-Nolan-Ueberzeugende-Frauenfiguren-kommen-nicht-vor/!6197516&s=nolan/)
- ordentliche mediterrane Landschaft? Check.
Die taz störte sich gestern in einer Kolumne zur Odyssee an der Darstellung von Frauen in Nolan's Filmen, die sich aus ihrer Sicht wie ein roter Faden durch sein Werk zieht.Das finde ich irgendwie ironisch lustig. Der arme Nolan kann es wirklich keinem recht machen. Da hat er bereits eine feministische Interpretation der Odyssee als Grundlage gewählt, Helena und andere schwarz oder asiatisch gemacht, einen queeren Schauspieler eingebunden, politische Aussagen gemacht die ihm eigentlich nicht zustehen usw. … und trotzdem reicht es nicht! Er vergrätzte das konservative und wohl auch einen guten Teil des zentristischen Publikums, doch nun fällt ihm jetzt auch noch die progressive Seite in den Rücken, weil die feststellt: Überraschung! In allen Nolanfilmen sind die Protagonisten männlich und Frauen sind nur Support-Figuren oder Love Interests.
Ein Regisseur für Männer (https://taz.de/Die-Odyssee-von-Christopher-Nolan-Ueberzeugende-Frauenfiguren-kommen-nicht-vor/!6197516&s=nolan/)
Das finde ich irgendwie ironisch lustig. Der arme Nolan kann es wirklich keinem recht machen. Da hat er bereits eine feministische Interpretation der Odyssee als Grundlage gewählt, Helena und andere schwarz oder asiatisch gemacht, einen queeren Schauspieler eingebunden, politische Aussagen gemacht die ihm eigentlich nicht zustehen usw. … und trotzdem reicht es nicht! Er vergrätzte das konservative und wohl auch einen guten Teil des zentristischen Publikums, doch nun fällt ihm jetzt auch noch die progressive Seite in den Rücken, weil die feststellt: Überraschung! In allen Nolanfilmen sind die Protagonisten männlich und Frauen sind nur Support-Figuren oder Love Interests.Also wenn ich mir die Wochenendeinnahmen anschaue, dann hat er absolut garkein Publikum vergrätzt.
„You either die a hero, or live long enough to see yourself become the villain.“
Da hat er bereits eine feministische Interpretation der Odyssee als Grundlage gewählt, Helena und andere schwarz oder asiatisch gemacht, einen queeren Schauspieler eingebunden…
Da hat er bereits eine feministische Interpretation der Odyssee als Grundlage gewählt, ... politische Aussagen gemacht die ihm eigentlich nicht zustehen usw.
Da hat er bereits eine feministische Interpretation der Odyssee als Grundlage gewählt.
In another extract, she describes Penelope's hand as "muscular" because the original Greek pachus (transl. thick) associated Penelope's craft with the "physical competence" of male warriors. Wilson retains the Homeric Greek's characterisation of Penelope as talented at word play, a trait associated with Odysseus himself, that has been omitted by some translators, such as Fitzgerald.
Das finde ich irgendwie ironisch lustig. Der arme Nolan kann es wirklich keinem recht machen.
Alle anderen gehen einfach ins Kino und geniessen den Film.Nun ja, es fällt ein wenig schwer den Film völlig unbeschwert zu genießen, wenn man weiß, dass Teile desselben in der Westsahara gedreht wurden. Die sogenannte ''letzte Kolonie Afrikas'', ein Gebiet, das seit 1975 unmittelbar nach dem Abzug Spaniens völkerrechtswidrig von Marokko annektiert wurde; und wo seitdem ein bewaffneter Konflikt ausgetragen wird und Bevölkerungsgruppen unterdrückt werden.
Kannst Du diese beiden Punkte etwas ausführen? Die sehe ich so gar nicht. Oder habe ich nur einen Zwinker-Smiley übersehen/überlesen?Punkt 1: Es war nie ein Geheimnis das Emily Wilson Homer progressiv übersetzt hat. Das kann man übrigens auch in der Wikipedia und anderswo nachlesen. Die Qualität der Arbeit können in der Tat nur Fachexperten bewerten, aber soweit ich weiß, wird die Qualität der Arbeit gar nicht in Zweifel gezogen, sondern die Neutralität einer progressiven (d.h. politischen) Übersetzung.
Punkt 1: Es war nie ein Geheimnis das Emily Wilson Homer progressiv übersetzt hat. Das kann man übrigens auch in der Wikipedia und anderswo nachlesen. Die Qualität der Arbeit können in der Tat nur Fachexperten bewerten, aber soweit ich weiß, wird die Qualität der Arbeit gar nicht in Zweifel gezogen, sondern die Neutralität einer progressiven (d.h. politischen) Übersetzung.
Punkt 2: Im Internet wurde kritisiert, dass Nolan z.B. in Interviews einige Statements gemacht hat, die man als politische Statements zur Migration über das Mittelmeer ansehen kann. Das soll Hand in Hand gehen mit Szenen aus dem Film (schwarze Griechen), so die Kritik.
Ich vermute, das Nolan tatsächlich will, dass man dies so ansehen soll, da er alles mögliche zerdenkt und sich gewählt geäußert und Szenen so besetzt hat. Als Außenstehender steht ihm das aber nicht zu, das stünde fairerweise nur der griechischen Nation, bzw. "den Griechen" zu. (Inwieweit das aber nur ein PR-Manöver sein könnte, ist schwer zu bewerten. Wenn es ein PR-Manöver war, ist das in meinen Augen sogar negativer, weil er das Thema nebenbei kommerziell verwendet.)
Aber um das ging es mir wie in meinem obigen Post nicht, sondern um die Ironie das Nolan all das und mehr gemacht hat und von der progressiven Presse dennoch nicht belohnt wurde.
Was sagt man denn wie die mediterrane Landschaft vor 2500+ Jahren war?
Ich erinere mich nur an abgeholzte und verkarstete Landschaften an den Balkanküsten (in Griechenland war ich noch nicht), aus denen die Flotten der ein oder anderen "Nation" gebaut worden ist bis man endlich auf vollmetallschiffe umgestiegen ist (und das ist noch nicht so lange her) - und mit wiederaufforsten hatte man es ja noch nicht so arg in der Zeit, da hat der Regen auch schon mal den Boden in die Adria und das Mittelmeer gespült,...
Ich erinere mich nur an abgeholzte und verkarstete Landschaften an den Balkanküsten (in Griechenland war ich noch nicht), aus denen die Flotten der ein oder anderen "Nation" gebaut worden ist bis man endlich auf vollmetallschiffe umgestiegen ist (und das ist noch nicht so lange her) - und mit wiederaufforsten hatte man es ja noch nicht so arg in der Zeit, da hat der Regen auch schon mal den Boden in die Adria und das Mittelmeer gespült,...
Die Qualität der Arbeit können in der Tat nur Fachexperten bewerten, aber soweit ich weiß, wird die Qualität der Arbeit gar nicht in Zweifel gezogen, sondern die Neutralität einer progressiven (d.h. politischen) Übersetzung.
Es geht mir um klimatische Darstellung - auch 1250 v.Chr. war der mediterrane Raum subtropisch, und nicht Teil der gemäßigten Zonen. Island für das Totenreich war ja noch okay, aber der Rest sah mehr nach Ostsee und angrenzende Landgebiete als nach Mittelmeer aus.Sehr gute Beobachtung. Haben die rechten Schneeflöckchen bei ihrem Gejammer natürlich nicht drauf geachtet. Die waren viel zu sehr damit beschäftigt, eine junge schwarze Schauspielerin im Internet zu belästigen. Aber passt ja auch in deren Bild. Alles bitte hübsch nordeuropäisch. Ist ja sonst nicht "neutral".
Ich habe bis jetzt auch noch keine wirklich fundierte Kritik an Nolans Odyssee gesehen, die ich in irgendeiner Form ernst nehmen könnte. Das ist nicht provokant gemeint, ich hätte nichts dagegen, wenn ein Spezialist für Mythenverfilmung oder Homer mal genau aufdröseln würde, warum der Film in seinen Augen nichts taugt.Er fand den Film trotz durchaus vorhandener Schwächen jedenfalls sehr gut, und das will für gewöhnlich schon was heißen. (https://www.youtube.com/watch?v=MHAhNQYS9zA)
Aber alles, was ich bisher mitbekommen habe, ist halt die Sorte, über sich Jiba auch aufregt. :)
Sagen denn die rechten Arschlöcher, die ganzen gekränkten Alpha-Hampelmännchen,Ab dem Punkt braucht man gar nicht diskutieren mit dir.
Wie alt bist Du eigentlich? :P
Sehr gute Beobachtung. Haben die rechten Schneeflöckchen bei ihrem Gejammer natürlich nicht drauf geachtet. Die waren viel zu sehr damit beschäftigt, eine junge schwarze Schauspielerin im Internet zu belästigen. Aber passt ja auch in deren Bild. Alles bitte hübsch nordeuropäisch. Ist ja sonst nicht "neutral".
Ab dem Punkt braucht man gar nicht diskutieren mit dir.
Geh mal zum Arzt, oder nimm deine Tabletten.
Ich habe bis jetzt auch noch keine wirklich fundierte Kritik an Nolans Odyssee gesehen, die ich in irgendeiner Form ernst nehmen könnte. Das ist nicht provokant gemeint, ich hätte nichts dagegen, wenn ein Spezialist für Mythenverfilmung oder Homer mal genau aufdröseln würde, warum der Film in seinen Augen nichts taugt.&
Aber alles, was ich bisher mitbekommen habe, ist halt die Sorte, über sich Jiba auch aufregt. :)
Genau wie zwischen Skylla und Charybdis kommt niemand unbeschadet zwischen den woken und anti-woken Kritikern hindurch.Nachdem ich mich kritisch zu dem Film geäußert habe (hier (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132037.msg135356665.html#msg135356665)), fühle ich mich hier schon etwas provoziert ;)
Aber es ist nunmal das Geschäftsmodell dieser Leute sich zu beschweren. Alle anderen gehen einfach ins Kino und geniessen den Film.
Es war eine verdammte einfache Frage!Es gibt jedenfalls Olivenhaine, und die gab es zu Homers Zeiten ja auch schon. Ansonsten macht Ithaka im Film eher einen ärmlichen Eindruck: Steilküste, sehr hügelig, von schmalen Trampelpfaden durchzogen, kaum nennenswerter Ackerbau, heruntergekommene Hütten und eine einsame, steinerne Burg auf einem Felsrücken als Königssitz. Vor der Ankunft der Freier wird es aber vermutlich etwas einladender gewesen sein; im Film selber erfolgt dann noch der Hinweis respektive Vorwurf von Eumaios dem Schweinehirten, dass Odysseus ja vor zwanzig Jahren mit den besten Männern die Insel verlassen hat und seither alles schlechter wurde.
@Jiba, @Grubentroll, @Fuchs: Wollt ihr mal etwas durchatmen? : )
&Nachdem ich mich kritisch zu dem Film geäußert habe (hier (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132037.msg135356665.html#msg135356665)), fühle ich mich hier schon etwas provoziert ;)
Zum einen entzündet sich meine Kritik nicht am zu Woke oder zu Anti-Woke sein, und trotzdem konnte ich ihn nicht genießen.
Zum anderen würde ich sie auch ungern als nicht fundiert stehen lassen und mich in "die Sorte, die Jiba beschreibt" eingeordnet sehen ;)
Der Film ist für mein Dafürhalten als Film nicht gut, unabhängig davon, dass sie eine gut Umsetzung von Homers Vorlage ist - denn eine 1:1 Umsetzung eines guten Buches macht nicht automatisch einen guten Film! Und ein Spezialist für Homer ist auch nicht unbedingt geeignet, filmische Qualitäten zu bewerten.
Wer für mich die bist dato beste, weil sehr treffende und gut begründete Kritik verfasst hat, sind die Movieamphs (https://www.youtube.com/watch?v=iS3v7SHdjwg).
Die gehen darauf ein, wie Nolen den Wesenkern von Odysseus entgegen der Vorlage verändert hat:
Nämlich von einem gewitzten, aber auch an Hybris leidenden Helden zu einem ehemaligen, an postraumatischer Belastungsstörung leidenden Soldaten - und warum er mit seiner Adaption dabei gescheitert sind.
Abgesehen von ein paar Sachen die unnötig Lächerlich gemacht wurden (zum Beispiel die Beschaffenheit des Trojanischen Pferds, die ich durchaus plausibilisiert bekommen würde), finde ich mich hier fast komplett wieder (Triggerwarnung: Sie stören sich auch am diversen Cast, weil er aus der Immersion reißt - kann ich inhaltlich Nachvollziehen, war aber im Kinobesuch bei mir überhaupt kein Problem).
Nicht jeder Stiefel, der passend erscheint, ist für einen gedacht.
Was hat das denn mit der Fragestellung zu tun das ich nicht weis wie denn der Mittelmeerraum zur Zeit von Homer ausgeschaut hat? Ausser eben: völlig anderst als heute.
Ich hab immer noch das Bild von Karten des Sherwood Forest vor Augen und wie der heute ausschaut,... also sind etwa noch 5% übrig.
An der Adriaküste erinnere ich mich an einige Berge aus blankem Felsen wo sich keine große Vegetation sich halten kann.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF schrieb eben:
"- ordentliche mediterrane Landschaft? Check."
Das mag ja so stimmen (der letze Kionfilm in dem ich wirklich im Kino war war der Herr der Ringe ansonsten geh ich ins Kino um lecker chiensisch zu essen) aber ich vermute es ist eben eine "ordentliche heutige mediterrane Landschaft".
Wir wissen heute wie in Städten schon eine handvoll Bäume das Mirkoklima verändern, es versuchen Leute immer wieder neue Wälder in regionen anzuüflanzen die "wir" menschen vor langer Zeit abgeholzt haben wieder anzupflanzen.
@Jiba, @Grubentroll, @Fuchs: Wollt ihr mal etwas durchatmen? : )
Wollen wir echt auf dem Niveau hier im Forum diskutieren wie Jiba das tut in dem Post?
@Moderation: Und wenn ja, gilt das dann auch politisch andersrum ohne gesperrt zu werden?
Das ist ja alles gut und schön, aber hast du irgendwelche Belege, dass der Mittelmeerraum am Ende der Bronzezeit dem nordeuropäischen Klima entsprochen hätte, wie im Film oft (nicht immer) zu sehen ist? Dass wir für damals keine eins-zu-eins-Kopie heutiger Kulturlandschaften zu erwarten haben, das ist mir sehr wohl klar. Der Schiffsbauboom der Hochantike in Griechenland und Rom hat ja zur massiven Abholzung der Waldbestände geführt. Allerdings muss man nur mal antike Literatur in Sachen Landwirtschaft und Naturbeschreibungen quer lesen, da fällt schon auf, dass da Pflanzen vorkommen, die auch heute das Bild des mediterranen Raums prägen.
Die wissenschaftlichen Daten deuten auch nicht auf nordeuropäische Verhältnisse, nebenbei gesagt - sie geben Regisseuren sogar recht, wenn sie karge heiße Landschaften zeigen: https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-brachte-hochkulturen-am-mittelmeer-zu-fall/
Mich kekst es gerade an das hier einige sofort eine rechtsorientierte Gesinnung unterstellen, nur weil man etwas hinterfrägt. Wenn man Fragen nicht mehr erlaubt, dann ist man selbst schon vieleicht soweit links das man rechts wieder rauskommt.Stop, Moment! Das möchte ich entschieden zurückweisen. Ich habe Kwüteg nicht zitiert, um dich anzugreifen, sondern habe das Thema Drehort als weitere Punkt angebracht, um die Bigotterie der rechten Internetbubble anzukreiden. Nicht jeder, der eine solche Frage stellt, ist ein rechtes Arschloch. Im Gegenteil: Du problematisierst es ja. Den Schreihälsen, die ich meine... denen ist diese spezielle "historische Ungenauigkeit" ja nicht einmal aufgefallen. Eine schwarze Frau als Helen von Troja zu besetzen, ist historisch ungenau, aber dass in Schottland statt am Mittelmeer gedreht wurde, das fällt nicht mal auf. Um diese Diskrepanz geht es mir.
Zum einen entzündet sich meine Kritik nicht am zu Woke oder zu Anti-Woke sein, und trotzdem konnte ich ihn nicht genießen.Auch hier: Du bist von mir nicht gemeint. Es geht mir ausschließlich um die Leute, Vorwürfe von "politisch" oder "woke" oder sonst irgendwas konstruieren. Die kommen nämlich wirklich von ganz Rechts und werden als Einfallstore genutzt, um eine ahistorische, weiße, hypermaskuline Antike als die Realgeschichte zu verkaufen. Darum geht es mir.
Zum anderen würde ich sie auch ungern als nicht fundiert stehen lassen und mich in "die Sorte, die Jiba beschreibt" eingeordnet sehen ;)
[...]
Abgesehen von ein paar Sachen die unnötig Lächerlich gemacht wurden (zum Beispiel die Beschaffenheit des Trojanischen Pferds, die ich durchaus plausibilisiert bekommen würde), finde ich mich hier fast komplett wieder (Triggerwarnung: Sie stören sich auch am diversen Cast, weil er aus der Immersion reißt - kann ich inhaltlich Nachvollziehen, war aber im Kinobesuch bei mir überhaupt kein Problem).
Ich beziehe mich mit meinem "bisher keine Kritik, die ich ernst nehmen kann" eher auf das, was im Web und Feuilletons so rumschwubbert.Alles gut, hatte ich durchaus auch vorhin schon so gelesen... :d
Dass man auf filmischer Ebene den Film für nicht gut gemacht halten kann, okay, dazu kann ich selber nichts sagen, da kann ich nur feststellen, dass ich als Konsument ihn unterhaltsam fand.
Ich schließe mich der Frage an und erweitere:
Soll es im Tanelorn möglich sein, rechte Arschlöcher im Allgmeinen zu adressieren, oder müssen wir Angst haben, dass sich stets jemand damit persönlich damit angegriffen fühlt und uns diesbezüglich ALLE zurückhalten?
Eine Antwort hierzu wird meinen Umgang mit diesem Forum in Zukunft nachhaltig beeinflussen.
Ah, sehr gut. Können wir da eventuell noch hinzufügen ob "linke Spassten und Heultransen" auch adressierbar sind, oder müssen wir Angst haben, dass sich stets jemand damit persönlich angegriffen fühlt?
Eine schwarze Frau als Helen von Troja zu besetzen, ist historisch ungenau, aber dass in Schottland statt am Mittelmeer gedreht wurde, das fällt nicht mal auf. Um diese Diskrepanz geht es mir.
Stop, Moment! Das möchte ich entschieden zurückweisen. Ich habe Kwüteg nicht zitiert, um dich anzugreifen, sondern habe das Thema Drehort als weitere Punkt angebracht, um die Bigotterie der rechten Internetbubble anzukreiden. Nicht jeder, der eine solche Frage stellt, ist ein rechtes Arschloch. Im Gegenteil: Du problematisierst es ja. Den Schreihälsen, die ich meine... denen ist diese spezielle "historische Ungenauigkeit" ja nicht einmal aufgefallen.
....
Ich bitte um Verzeihung, wenn der Eindruck entstanden sein sollte, ich hätte dich gemeint. Es ging mir da nicht um dich, sondern um spezielle Teile der Internetbubble.
Du weißt schon, Grubentroll, dass ich mich mit meinem Post auf die rechten Arschlöcher im Fahrwasser von Elon Musk bezog, die aus Nolans Film ein Politikum machen wollen, weil ihr fragiles, männliches Ego sich ins Höschen macht, wenn sie eine schwarze Frau in einer "weiß imaginierten" Rolle sehen.
Ich habe weder dich, noch Prisma, noch sonst irgendwen als "rechtes Arschloch" beschimpft. Ich habe lediglich gebeten, dass Prisma den Talking Points dieser rechten Arschlöcher, die eine ganz klare anti-demokratische Agenda verfolgen, doch bitte nicht auch noch glauben möge und das hier nicht auch noch wiedergeben muss. Und die Argumente, die da vorgebracht werden, halte ich auch weiterhin für ausgemachten Blödsinn.
Dass du dich angegriffen fühlst und meinst so reagieren zu müssen, sagt mehr über dich aus als über die anderen Diskutierenden hier. Und umso bezeichnender ist es, weil du ja selbst im Forum doch ganz gerne mal einsilbig und rabaukig und betont unsensibel unterwegs bist.
Ich hoffe, die Moderation weiß, was sie daraus macht, was du grade geschrieben hast.
Punkt 1: Es war nie ein Geheimnis das Emily Wilson Homer progressiv übersetzt hat. Das kann man übrigens auch in der Wikipedia und anderswo nachlesen. Die Qualität der Arbeit können in der Tat nur Fachexperten bewerten, aber soweit ich weiß, wird die Qualität der Arbeit gar nicht in Zweifel gezogen, sondern die Neutralität einer progressiven (d.h. politischen) Übersetzung.
Wilsons Übersetzung im englischen Epen-Versmaß des Fünfhebigen Jambus ist flink, schlank und aufregend; sie stellt das rasche Erzählen und das mitreißende Tempo des Originals in den Vordergrund.(The Guardian (https://www.theguardian.com/books/2025/apr/12/epic-win-why-the-odyssey-is-having-a-moment#:~:text=Wilson%20and%20Mendelsohn's%20translations%2C%20in%20some%20ways%2C,storytelling%20and%20thrilling%20pace%20of%20the%20original.))
Es ist eine zügige, lebendige, oft magische Version des antiken Epos, die dessen anhaltende Anziehungskraft und Dringlichkeit einfängt.(Bryn Mawr Classical Review (https://bmcr.brynmawr.edu/2018/2018.10.58/#:~:text=Corinne%20Pache%2C%20Trinity%20University%2C%20San%20Antonio.%20corinne.pache%40trinity.edu.,The%20introductory%20material%20and%20notes%20are%20excellent.))
She speaks of to the ‘masculinist’ bias of some prominent earlier translations by men, and describes her own work as less misogynistic, and more attuned to the original text's complexity.
Als die "Cleopatra was black" Sache aufkam, haben sich die Ägypter beschwert. Das ging auch durch die Medien. Da hieß es auch es wären alles Rassisten. Sind die Ägypter nun alles rechte Arschlöcher, weil die sich wie die Japaner nicht fremdbestimmen lassen wollen? Das glaube ich nicht.Hier könnte man noch anmerken, dass Cleopatra zwar über Ägypten geherrscht hat, selber aber eigentlich eine Griechin war wie alle Ptolemäer.
Ich hatte das gar nicht so verstanden, dass Grubentroll die Aussagen auf sich bezogen hat. Bei mir kam es so an, als wären die Formulierungen der Auslöser und nicht persönliche Beleidigung. Die Nachfrage war doch nur, ob man im Allgemeinen linke Arschlöcher genau als solche bezeichnen darf wie rechte Arschlöcher, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.
Also, entschuldige, aber „Heultransen“ ist schon mal eine Nummer härter als „Linke Arschlöcher“ (kann man auch gerne sagen, habe ich kein Problem mit). Und welche rechten Arschlöcher ich damit meine, habe ich ja deutlich gemacht. Wer dann als Erstes lauthals einfordert, auch „Transe“ im Forum sagen zu dürfen, bei dem frage ich mich schon, wo der sich wohl auf der Skala sonst so verortet.
Für mich jedenfalls gebietet es die demokratische, gute Kinderstube Leute, die rassistische oder frauenfeindliche oder transfeindliche Narrative im Netz verbreiten als rechte Arschlöcher zu bezeichnen. Your mileage may vary.
Ich glaube nicht, dass wir bei diesem Stand der Diskussion noch irgendeinen weiteren Erkenntnisgewinn bekommen, als dass man schlicht nicht einer Meinung ist und die Schnitte immer radikaler werden.
Punkt 2: Im Internet wurde kritisiert, dass Nolan z.B. in Interviews einige Statements gemacht hat, die man als politische Statements zur Migration über das Mittelmeer ansehen kann. Das soll Hand in Hand gehen mit Szenen aus dem Film (schwarze Griechen), so die Kritik.
Ich vermute, das Nolan tatsächlich will, dass man dies so ansehen soll, da er alles mögliche zerdenkt und sich gewählt geäußert und Szenen so besetzt hat. Als Außenstehender steht ihm das aber nicht zu, das stünde fairerweise nur der griechischen Nation, bzw. "den Griechen" zu. (Inwieweit das aber nur ein PR-Manöver sein könnte, ist schwer zu bewerten. Wenn es ein PR-Manöver war, ist das in meinen Augen sogar negativer, weil er das Thema nebenbei kommerziell verwendet.)
Mal etwas zur Auflockerung eine Top6 von Super Bunnyhop (einem langjährigen Games-Youtuberkritiker) der besten filmischen Odysee-Adaptionen (vor der Veröffentlichung des Nolan-Filmes):
Gamer Homer Shares His Top 6 Favorite Odysseys (https://www.youtube.com/watch?v=0dRvg4Xa3zE)
(Ich finde Platz 1 Klasse! ;D)
Meine mit Belegen untermauerte Entgegnung (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132037.msg135357341.html#msg135357341)des Vorwurfs, Emily Wilson würde das Original feministisch verfälschen, ist doch aufschlussreich, findeste nicht?
Belege helfen immer einzuordnen, was jemand behauptet. Ansonsten gerät man in Gefahr, einfach nur erfundenen Quark weiter zu verbreiten, der kein Recht hat, Menschen ihre Zeit zu rauben. Einen Kommentar zu der Krise, Menschen auf der Flucht vor dem Ertrinken im Mittelmeer zu bewahren, kann ich in dem Film beim besten Willen nicht erkennen. Bevor wir das diskutieren also die Frage: Hat Nolan das wirklich gesagt und wo? Oder ist es eine bewusst oder unbewusst in die Welt gesetzte Fehlinformation?
Ich habe mir in der jüngeren Vergangenheit so einiges an Interviews und Videos angesehen, ich habe aber keinen Apparat angelegt, weil ich nicht erwartet habe, in eine Diskussion zu kommen, in der ich alles belegen müsste. Daher, nein, ich habe das Interview nicht zur Hand. Ich könnte mich einen Abend hinsetzen und das raussuchen, aber ich sage dir klar, dafür ist mir meine Zeit, insbesondere wie hier der Ton war, zu schade. Kein Interesse mehr da. Von mir aus kannst du es also als Fehlinformation ansehen, weil ich dir keinen Beleg liefere. Ich bin mir auch nicht sicher ob es was bringen würde, beispielsweise im Star Wars Thread habe ich oft Belege aus dem Setting dargelegt, die ignoriert wurden. Aus dem ganzen ziehe ich für zukünftige Diskussionen im Tanelorn meine Schlüsse, ob und in welchem Stil da was beizutragen ist.
Meine mit Belegen untermauerte Entgegnung (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,132037.msg135357341.html#msg135357341)des Vorwurfs, Emily Wilson würde das Original feministisch verfälschen, ist doch aufschlussreich, findeste nicht?
Ich hoffe, die Moderation weiß, was sie daraus macht, was du grade geschrieben hast.
Die ständigen Remakes, der Xte Aufguss alter Filme die nichts besser machen als das CGI.
Dieser Film ist der perfekte Beweis dafür, dass das Internet einfach scheiße ist und dass man selbst leider doch immer wieder beeinflusst wird.
(wie den Inhalt des Gesangs der Sirenen)....wait what?
Mag man ja anders sehen, aber ich denke, Nolan ist der falsche Mann, um Mythen zu verfilmen. Er hat einen mythischen Stoff genommen und diesen, Zyklop, Circe usw. hin oder her, im Prinzip entmythisiert.Darf ich fragen, ob Du den Film auch gesehen hast?
Darf ich fragen, ob Du den Film auch gesehen hast?Nein, noch nicht. Ich werde mir den nicht im Kino anschauen. Vielleicht später auf irgendeiner Plattform. da der Film bei mir keine Priorität hat. Ich fand den Trailer schon underwhleming. Mittlerweile gibt es aber genügend repektable und ausführliche Reviews, einige auch hier gepostet, mit denen man ein gutes Bild bekommt. Die Szenen die dort beschrieben und diskutiert wurden, lassen meinen Schluss zu. Nolan fährt wieder seinen relativen Realismus, mit wenn auch technisch beeindruckenden Prisen, wo es nicht anders geht. Muss ja nichts schlechtes sein, aber bei Mythen oder selbst Superhelden klappt das nicht so gut, denke ich. Bei Batman hat es total gut geklappt, weil der keine Kräfte hat und man diese Figur relativ realistisch darstellen kann. "Nolans Superman" oder "Nolans Avengers" stelle ich mir dagegen nicht sehr passend vor.
@Prisma. Was genau hat Zack Snyder mythisiert, dass noch nicht im Comic drin war?Nein, ich meine nicht den Inhalt, sondern die Art und Weise wie er das umgesetzt hat. Da spürt man den Mythos regelrecht. Schon die Trailer haben sich so angefühlt.
Er hat einen mythischen Stoff genommen und diesen, Zyklop, Circe usw. hin oder her, im Prinzip entmythisiert. ... Nolans Odyssee ist ein Mythos welches Nolan auf seinen Realismus heruntergebrochen hat.
Der Zyklop, und insbesondere seine "Stimme", die ekelhaftest eindrucksvollste Tranformationsmagie der Circe, die seit "American Werwolf" auf der Leinwand lief, und ein eindrucksvoller Hades waren durchaus mythisch. Und der Soundtrack ist auch nicht von dieser Welt. Das Ganze ist nicht grau-blau-dunkel-slow-motion-überzeichnet wie Zack Snyder es immer macht, aber trotzdem mythisch.
- Ist es wirklich relevant ob man korrekte Schiffe und Rüstungen verwendet oder reicht es wenn die Ausstattung den Erwartungen vom antiken Griechenland entspricht ? Immerhin stellt quasi die gesamte griechische Kunst alle Helden Trojas auf eine Art und Weise dar die eher an 300 erinnert als an historisch korrekte Gestalten.Welche "griechische Kunst" denn? Ist ja nicht so, als gäbe es da nicht auch eine Menge Epochen. Auf den diversen Vasen, Mosaiken, usw. sind die Helden jedenfalls meistens nackt - heißt das, dass Odysseus also im Lendenschurz herumlief (oder ganz ohne)?
Auf den diversen Vasen, Mosaiken, usw. sind die Helden jedenfalls meistens nackt - heißt das, dass Odysseus also im Lendenschurz herumlief (oder ganz ohne)?
Nämlich von einem gewitzten, aber auch an Hybris leidenden Helden zu einem ehemaligen, an postraumatischer Belastungsstörung leidenden Soldaten
nichts davon hat sich wie ein Abenteuerfilm nach Homer angefühlt und vor allem auch nicht der kriegstraumatisierte Odysseus
Was hat das denn mit der Fragestellung zu tun das ich nicht weis wie denn der Mittelmeerraum zur Zeit von Homer ausgeschaut hat? Ausser eben: völlig anderst als heute.
Hang zur Entmystifizierung
Emily WilsonIch hab kein tiktok und werd's auch nicht anklicken - aber wirft Odysseus in dem Moment nicht sein Gewand (die Tarnung) ab, und ist deshalb darunter nackt?liestspielt den Moment, in dem Odysseus die Freier (nackt!) zu töten beginnt, 90 Sekunden. (Vorsicht: Es ist ein tiktok!)
Ich frage mich, warum er bei der Begegnung mit den Riesen Rüstungen hinzugefügt hat
Ich hab kein tiktok und werd's auch nicht anklicken - aber wirft Odysseus in dem Moment nicht sein Gewand (die Tarnung) ab, und ist deshalb darunter nackt?
Kann die Irrfahrt vielleicht so gedeutet werden, dass es sich um die inneren Dämonen von Odysseus gehandelt hat?
Kann die Irrfahrt vielleicht so gedeutet werden, dass es sich um die inneren Dämonen von Odysseus gehandelt hat?Natürlich kann man die Irrfahrt psychologisch interpretieren oder als Fiebertraum des Odysseus o.ä.. Aber textgeschichtlich ist die Irrfahrt der viel ältere Text, der wohl auch mal für sich allein stand. Der Held dieser Geschichte ist vermutlich auch gar nicht Odysseus gewesen. Das trojanische Pferd, die Plünderung Trojas und die Ermordung der Stadtbevölkerung, der Zorn des Poseidon und schließlich die Heimkehr sowie der Kampf mit den Freiern ist eine erst später hinzugedichtete Rahmenhandlung.
(Dass das Mystische quasi etwsa Psychologisches ist)
Selbst die Erstaufführung der Odyssee war höchstwahrscheinlich nicht historisch korrekt (Kostüme und Theaterwaffen, die sich grob auf Homers Lebzeiten datieren lassen, stellen halt den Stand der Mode/Kriegsführung um 600 v. Chr. dar, nicht den von 1000 v. Chr. oder gar früher).
Ich verweise nur mal darauf das es unsägliche Schwarz/Weis Filme gab in denen "Ritter" mit Krahn aufs Pferd gehieft wurdenAlso ich kenne da nur "The Court Jester", und der ist in Farbe und war damals schon eine Komödie.
Das andere, eigentlich noch gravierendere Problem ist, dass der Film ziemlich zerredet wird. Es ist kein Vertrauen in den Zuschauer da, dass dieser die Situation einordnen kann und die richtigen Schlüsse daraus zieht, und vor allem auch den Subtext mitbekommt. Nein, es kommt häufig ein begleitender Kommentar von den handelnden Personen selber, der meistens einfach überflüssig ist und ohne den der Film vermutlich doppelt so gut geworden wäre. Das wurde hier aber auch schon von anderen erwähnt und ich kann nun bestätigen: Ja, es stört und war größtenteils echt unnötig.
Das wird vermutlich auf neuerliche Sehgewohnheiten zurückzuführen sein, was Matt Damon selbst vor ein paar Monaten angeprangert hatte. Es geht darum, dass viele Leute Filme und Serien via Streaming schauen und nebenbei mit ihrem Smartphone herumspielen und dadurch weniger konzentriert auf den Film sind und daher dieses "Zerrede" benötigen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ob etwas dran ist? Vermutlich. (Obwohl die Leute früher vor der Flimmerkiste auch andere Dinge wie Essen oder Bügeln getan hatten...)Und deshalb zum Beispiel die Fernserie Police Squad vorzeitig abgesetzt wurde, weil das Studio meinte, der enthält zu viele Gags, die die Zuschauer dann verpassen. Erst als Film The Naked Gun hatte die gleiche Idee dann großen Erfolg. :)
Ganz allgemein (ich hab den Film ja auch noch nicht gesehen) prägen solche Filme eben auch manchmal die Vorstellung.
Und? Dann haben eben ein paar Leute ein paar falsche Vorstellungen, das ficht mich nicht an.
Sollen ein paar Leute doch glauben, dass ... es theoretisch möglich wäre auf dem Mars Kartoffeln anzubauen.
Ich finde es schade das man nicht auf die Idee kam für die Statisten einfach zwei griechische Fußballmannschaften ein zu fliegen.
Die Lystrigonen fand ich peinlich irgendwie, Einfache Riesen mit Knüppeln wären besser gewesen.
Das wird aber dann ein Problem, wenn z.B. falsche Bilder wie "Europa war immer ein Kontinent rein weißer Menschen!" in den Köpfen rumspuken, oder "Der Orient war schon immer der Todfeind Europas." Manche Filme bestärken gefährliche Einstellungen. Da hört der Spaß dann auf.
Öhöm: https://www.smithsonianmag.com/smart-news/scientists-successfully-grow-potatoes-mars-soils-180962528/
Die Studie ist von 2016, und benutzt Erde aus einer peruanischen Wüste, von der man damals annahm, sie würde dem Marsboden entsprechen.
Seitdem hat sich allerdings herausgestellt, dass der Boden des Mars nicht nur nährstoffarm und salzhaltig ist, sondern auch einen hohen Anteil von Perchloraten enthalten, welche effektiv ziemlich viel abtöten. Um da etwas angebaut zu bekommen braucht es mehr, als eine dünne Schicht Eigenkacka (und selbst wenn, wären die Ergebnisse vermutlich hochgiftig - was ja auch die Studie einräumt, wenn auch im Bezug auf Schwermetalle im Boden, von den Perchloraten wussten sie damals ja nichts, ebensowenig wie Weir, als er sein Buch geschrieben hat).
Interessante Talks zu dem Thema:
https://youtu.be/mJF3JiwQk0g (besonders Minute 8 und 18)
https://youtu.be/o6UdRXloqGc (besonders Minute 13)