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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Sehen => Thema gestartet von: Prisma am 25.06.2026 | 22:47

Titel: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 25.06.2026 | 22:47
... sagt zumindest Cosmicbook News (https://cosmicbook.news/star-wars-lost-85-percent-lucasfilm-fix-worse) und bietet Zahlen.

Autsch... Aber ich denke, es wird niemanden überraschen. Es ist regelrecht tragisch wie frühere Erfolgsmarken wie z.B. Star Wars, Star Trek oder Dr. Who derart zerstörerisch in den Sand gesetzt worden sind.

Und die Lösung der IP-Inhaber lautet scheinbar: weiter Vollgas in den Abgrund.  :o
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: PzVIE am 25.06.2026 | 22:57
Solange es sich genug ansehen ist doch alles gut für Disney. Von "in den Sand setzen" und "tragisch" kann doch keine Rede sein, sonst würden die Serien doch nimmer produziert werden.
Serien wie The Mandalorian oder Andor laufen hervorragend. Und auch "Maul" dürfte wieder ein Erfolg werden.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 25.06.2026 | 23:01
Wenn man von Konzernseite aus mit dem dramatischen Underperforment der IP leben kann, dann dürfte in der Tat alles dufte sein. 
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 25.06.2026 | 23:04
Einfach den Mißerfolg leugnen und weiter machen. Aber die Totengräberin ist ja jetzt weg. Vielleicht darf Star Wars jetzt in Frieden ruhen... schön wärs.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 25.06.2026 | 23:11
Einfach den Mißerfolg leugnen und weiter machen. Aber die Totengräberin ist ja jetzt weg. Vielleicht darf Star Wars jetzt in Frieden ruhen... schön wärs.
Nee, die haben angekündigt jetzt mit KI-Gedöns weiterzumachen, damit Star Wars "special" bleibt.  ::)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Megavolt am 25.06.2026 | 23:24
Dass Star Wars durch ist, das hat man ja schon lange, lange im Bauchgefühl, oder?

Wir werden es überleben, ich empfinde noch nicht einmal Schadenfreude oder so etwas.

Trotzdem vielen Dank für den Link @Prisma
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 26.06.2026 | 08:37
Ich war ja immer ein bekennender Fan des Settings, nicht der Filme. Von den Serien eher, vor allem Clone Wars und Rebels. Mandalorian war auch gut, auch wenn er manchmal geschwächelt hat. Und das war's dann aber auch schon. Der Rest hat mich maximal gelangweilt, bis ich das Disney+ Abo gekündigt hab.
Die ganze Übersättigung hat dazu geführt, dass mich SW an sich bereits nicht mehr interessiert.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Vash the stampede am 26.06.2026 | 08:45
Und wo stehen die Spielzeug- und anderen Markenverkaufszahlen?  Klar, ohne Vorlagen geht's irgendwann bachab, aber bis dahin läuft's weiter.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Inquisitor_Majoris am 26.06.2026 | 08:53
Das ist die moderne Entwicklung eines modernen Hollywoods für eine moderne Zielgruppe. Dass das sehr oft nicht erfolgversprechend ist, zeigen genügend Beispiele in den besagten Franchises. Das Kalkül war man nehme eine weltbekannte etablierte Marke und mixt sie mit Zutaten basierend aus den Ergebnissen von Umfragen was dem modernem Zielpublikum wichtig scheint und glaubt fest daran einen Erfolg einzufahren weil ja Zahlen, Daten und Fakten genau das suggerieren. Was man jedoch nicht bedacht hat, ist, dass vielbekannte Sprichwort "viele Köche verderben den Brei". Durch Berücksichtigung so vieler Wünsche, Vorgaben, Quoten, uvm. hat sich die DNA des Franchises dann derart geändert, dass die meisten bisherigen Fans abgesprungen sind und man auch nicht wirklich neue Fans im gleichen Ausmaß hinzugewonnen hat.

Egal was man davon halten mag, deswegen find ich den Paramount Warner Deal so spannend. Rein um zu sehen ob sie qualitativ ein besseres Ergebnis bei den Inhalten generieren können als Disney oder Netflix. Für Gunn wird es jetzt nach dem Supergirl Flop sehr eng werden. Vielleicht rebootet man ja das Snyderverse oder macht eine gravierende Kurskorrektur.

Was Disney anbelangt, am Ende wird es das Geld regeln. Hat man vor 10 Jahren in Disney investiert ist das Geld nicht mehr geworden. Kennedy hat seit ihrem Antritt keinen Mehrwert generiert, ein Wunder dass sie solange am Ruder bleiben könnte. Filoni und Favreau müssen sich erst beweisen. Ich sag mal so, wenn sie kreative Freiheit bekommen ohne irgendwelche Quotenvorgaben und Rufe von außen, dann könnte es mit der Marke Star Wars wieder bergauf gehen. Ein Mandalorian & Grogu ist deutlich zu wenig. Old Republic mit klassischer Helden Story, etwas düsterem Setting könnte ein Ansatz sein.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: PzVIE am 26.06.2026 | 09:07
Ganz verstehe ich euch nicht.

Ein voll ausgearbeitetes Setting, welches von Filoni permanent erweitert wird. Da kannst du von space western, detective noir, whodunnit, romance, military, bis hin zum klassischen adventure, alles abbilden. Großartige Figuren und Schauspieler, die sich voll ins Zeug legen und top Effekte.

Was gefällt euch nicht bzw. welche Serie macht das besser?

The Mandalorian, the Bad Batch, Andor, the Acolyte ... ich fand die alle wirklich gut (Acolyte haben die selbsternannten "Influencer" ja schon vor der Ausstrahlung vernichtet - ich fühlte mich eine Season lang ausgezeichnet unterhalten).

Und wegen der 85% (wenn's stimmen sollte): A New Hope war ein genrebestimmender Film - ein Werk mit dem es Lucas geschafft hat, Familien und Nerds gleichermaßen zu begeistern. Der Film ist längst schon in die Popkultur und auch Sprachgebrauch eingegangen. An den kommst du erfolgsmäßig nimmer heran. Aber 15% von A New Hope ist immer noch weitaus mehr, als die meisten anderen 08/15 Serien einspielen.

Star Wars (und auch Star Trek und Dr. Who) werden uns noch lange unterhalten. Die haben noch lange nicht "fertig".
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 26.06.2026 | 09:23
Dann bist du halt bei den 15%. Ist ja nichts schlimmes dabei  ;)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Swanosaurus am 26.06.2026 | 09:24
Ganz ehrlich: Wenn ein Franchise 85% seines Publikums verliert, weil es spannende neue Dinge wagt, dann freue ich mich. Wenn ein Franchise 200% zulegt, weil das Wiederkäuen immer noch zieht, dann ist es mir egal.

Ich hab Star Wars in letzter Zeit nicht groß verfolgt (habe Acolyte und Andor gesehen und fand beide gut bis hervorragend, der Rest hat mich nicht gereizt), aber ich finde es schon erstaunlich, dass meistens von denselben Personen zugleich der "Verrat" an den "True Fans" beklagt und der Niedergang der Zuschauer*innenzahlen als Versagen der Macher*innen skandalisiert wird. Warum sich überhaupt mit der Publikumsmasse identifizieren?

Ich würde mich freuen, wenn Star Wars einfach Nische sein dürfte, ein bisschen wie Star Trek es zwischenzeitlich war. Kleine bis mittlere Budgets, Einfallsreichtum gefragt, Raum für junge Köpfe mit neuen Ideen, Experimente, die auch mal floppen dürfen ... All das ist es doch, was Franchises im besten Sinne ausmacht.

Oder ihr kriegt halt Late-Stage-Marvel-Cinematic-Universe und Transformers. Viel Spaß.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Namo am 26.06.2026 | 10:17
Die Zahlenspiele finde ich aber auch etwas irritierend. Star Wars hat mich persönlich nicht verloren. Aber die Emotionen die ich damit verbinde. Es ist eben nichts besonderes mehr. Und der Grund ist eben offensichtlich: Die Disney+ Strategie lässt die IP eben zu einer x beliebigen SciFi IP werden. Warum ins Kino gehen, wenn es ohnehin kurzfristig im Stream ist? Wie sehr das so gewollt und geplant ist, kann ich nicht abschätzen. Ich denke, dass es Disney schon klar war, dass die Zuschauerzahlen im Kino durch die Ausschlachtung über Disney+ sinken werden. Aber wie wichtig ist Kino Disney überhaupt noch.

Ich denke umgekehrt aber, dass sie mit einem solchen Absturz nicht unbedingt gerechnet hatten. Aber nochmal - Zahlen wie früher kann man ja im Kino ohnehin nur noch in Ausnahmefällen erwarten. Wie wichtig ist das wirtschaftlich? Wenn jemand Disney+ extra für ne Serie (oder nen Film) für nen Monat subscribed (oder das Abo bestehen lässt), sind das bei schätzungsweise 130 Mio Abos weltweit mal eben 910 Millionen Euro - im Werbestandardabo. Klar ohne MwSt etc. Aber das ist schon eine ganz andere Größenordnung. Ich kann das wie gesagt kaum blicken, was am Ende wirklich hängen bleibt beim Streaming und wie da die Strategien sind, aber Geld kommt da schon zusammen. Und es braucht eben auch viele Subscriber um die hohen Kosten gedeckt zu bekommen und in Gewinn um zu münzen.

Für mich als älterer Herr bleibt für mich SW irgendwie zweigeteilt - als wären es zwei unterschiedliche IPs. Alles ab der Disneyzeit ist für mich ein anderes Star Wars. Ich werde die Magie der ersten drei Filme immer im Herzen tragen, da ich damals Kind/Jugendlicher war als ich sie gesehen habe. So wird es sicher auch der Generation nach mir mit Episode I-III gehen. Auch wenn die Disney Zeit ein paar gute Schnipsel hervor gebracht hat (Andor, Rogue One) bleibt das irgendwie einfach nur ein Produkt für mich. Das sehe ich mir an, aber ich bringe es nicht wirklich in Verbindung mit den alten Filmen. Selbst die letzte Trilogie ist in meiner Welt kein SW mehr. 
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: WeepingElf am 26.06.2026 | 10:22
Ich verstehe die Aufregung nicht. Nur weil es da zentnerweise Gedöns zu einer Franchise gibt, muss man sich das nicht alles antun, sondern kann immer noch die Kernpublikationen (in diesem Fall die Originaltrilogie) schätzen und den Rest einfach ignorieren. Das ist so ähnlich wie mit Tolkiens Welt: die Bücher sind genial, die Herr-der-Ringe-Filme einigermaßen gut adaptiert, aber die Hobbit-Filme sind schon krass aufgeblasen (das kleine Buch hätte eben nur einen Film ohne Überlänge hergegeben), und die TV-Serie tut der Lore ziemliche Gewalt an - die habe ich mir nur angesehen, weil die vor ein paar Monaten zufällig im Free-TV (auf ZDFneo) lief, und ich als alter Tolkien-Fan (der mittlerweile aber einige Aspekte nicht mehr unkritisch sieht) schon etwas neugierig war (und sie sieht schon schick aus, das muss ich eingestehen - aber wird der Vorlage eben nicht gerecht). Das kann ich alles ignorieren, und mich auf das beschränken, was Tolkien selbst geschrieben hat - und genau so gehe ich auch mit Star Wars um.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Jiba am 26.06.2026 | 10:24
Das Kalkül war man nehme eine weltbekannte etablierte Marke und mixt sie mit Zutaten basierend aus den Ergebnissen von Umfragen was dem modernem Zielpublikum wichtig scheint und glaubt fest daran einen Erfolg einzufahren weil ja Zahlen, Daten und Fakten genau das suggerieren. Was man jedoch nicht bedacht hat, ist, dass vielbekannte Sprichwort "viele Köche verderben den Brei". Durch Berücksichtigung so vieler Wünsche, Vorgaben, Quoten, uvm. hat sich die DNA des Franchises dann derart geändert, dass die meisten bisherigen Fans abgesprungen sind und man auch nicht wirklich neue Fans im gleichen Ausmaß hinzugewonnen hat.

Okay, ich werde mich jetzt hier wahrscheinlich ein bisschen unbeliebt machen...

Eigentlich sagen wir damit doch "Ja, hätte Disney doch lieber auf MICH gehört, denn ICH bin der Fan mit dem guten Geschmack."

Dabei sind doch Franchises im Medienbereich schon per definition "Ein Brei für viele, viele Köche". Dass niemand heute ein Star Wars machen kann, das so gut ist, wie das aus den 70ern, ist doch klar: In den 70ern war Star Wars nämlich neu und aufregend. Heute ist Star Wars einfach nur "one of the franchises". Ein vertrauter Platzhirsch. Ein kleinster, gemeinsamer Nenner. Wird der von Disney gemolken, um möglichst viel Gewinn abzuschöpfen? Klar.

Aber: Die Fans sind doch selbst mit dran Schuld. Die pfeifen sich doch auch noch den größten Mist rein, nur weil da "Star Wars" draufsteht und man aus Nerd-Credibility-Gründen ja bitte nichts verpassen darf. Disney hat diese Formel mit ständig neuem Star Wars-Blödsinn halt auch deshalb gemacht, weil es einen Markt dafür gab. Weil die Nerds den Kram angeschaut, durchgespielt und in die Wohnung gestellt haben. Zugleich kann man es dem modernen Fandom von egal was heute auch nur noch schwerlich Recht machen. Die relative Einigkeit von Fanbewegungen bis zur Erfindung der sozialen Medien, wo Austausch auf wenige Informationsquellen oder obskure Foren beschränkt ist, ist einer Flut von Meinungscontents auf den sozialen Medien gewichen, die aufmerksamkeitsheischend noch jeden winzigen Lapsus in einem Film zum Untergang der Star-Wars-Brand hochjazzen. Oder ihn aus kulturkämpferischem Sentiment schon vor Ausstrahlung verreißen, das es kein Halten mehr gibt.

Ergebnis ist klar: No one can agree on anything. Ich fand, "The Last Jedi" hatte zum Teil die richtigen Ideen bei suboptimaler Umsetzung, während Episode 7 ein schläfriges Nostalgiefest ist, das mich im Kino gelangweilt hat. Und "Andor", das ist das beste "Star Wars" seit geschnitten Brot. Ist aber auch klar, dass niemand sich einigen kann – das eigentliche Problem bei "Star Wars" ist nämlich ein anderes: Es. Gibt. Einfach. Zu. Viel. Star. Wars.

Es ist zu viel Stuff. Das ist auch schon im MCU der Fall. Oder bei Jurassic Park. Oder bei Transformers. Oder bei Star Trek. Oder oder oder...
Kein Wunder, dass das Publikum da irgendwann von der Fahne geht. Der verlinkte Artikel fragt ja auch gar nicht, wer die Leute sind, die für "Star Wars" nicht mehr ins Kino gehen. Für einen Serien-SpinOff, wohlgemerkt... das mit "Rogue One" zu vergleichen, das KEINE Vorbedingungen braucht außer die alte Trilogie und das vor einer Pandemie und einer Ölkrise und einer sich verschärfenden Inflation rauskam, ist doch unterkomplex. Es wird einfach angenommen, diejenigen, die abgesprungen sind, seien "die alten Fans"... aber vielleicht sind es auch einfach Menschen, die keinen großartigen Bezug zu "Star Wars" haben. Und die WAS im Kino sehen wollen??? Richtig: Neuen Kram! (Der Artikel ist in dieser Hinsicht wirklich vollkommen hanebüchen und mischt munter Zahlen zusammen, die nichts miteinander zu tun haben.)

Insofern ist es sogar rational, dass Disney auf PG-13 abzielt: Damit Star Wars nämlich eine Marke bleibt, braucht man neue Fans. Man braucht Menschen, die damit aufgewachsen sind. Sich nur auf die zu fokussieren, die "Star Wars" früher mal cool fanden und jetzt aber ein gritty universe voller Tod und Action und Antihelden wollen, ist doch auch keine Lösung für das Problem.
Falls es überhaupt ein Problem ist. Eigentlich ist es nur eine Bestätigung dessen, was ich schon seit der Hochphase des MCU sage: Es gibt keine unendliche Formel zum Gelddrucken für Kreativunternehmen. Gibt es nicht. Wird mit der Franchisisierung von allem immer wieder versucht, aber irgendwann ist das Publikum dessen auch überdrüssig. Dann müssen neue Stoffe her oder man wartet zwei Jahrzehnte oder so und versucht es dann nochmal.

Ein Franchise nur daran auszurichten, was irgendwelche Alt-Fans wollen, kann genauso ins Desaster führen. Siehe LEGO. Oder DSA.

Heißt nicht, dass "Star Wars" nicht bessere Werke produzieren könnte, um die Zielgruppen bei Laune zu halten, das nicht. Aber es ist auch einfach eine Art "Naturgesetz" aller fiktionalen Inhalte, dass das Vertraute nur so lange am Besten schmeckt, bis man rapide etwas Neues will. Und die meisten Leute schauen halt in ihrer knapp bemessenen Freizeit im Kino lieber was ganz Neues. Wenn sie überhaupt ins Kino gehen.

Im Zweifel halte ich es da wie der Friendly Space Ninja: Let. It. Die! (https://www.youtube.com/watch?v=0T0nDZqujVw)

Und damit meine ich nicht nur die Studios sollen ihre Franchises auch mal sterben lassen, sondern auch die Fans. Wenn ich einen 5-Jährigen mit einem "Arielle die Meerjungfrau"-T-Shirt sehe, dann bricht mir das das Herz. Ich hätte mit 5 nämlich vielleicht dasselbe T-Shirt getragen. Ich will keine gerontischen Franchises mehr, die sich über Generationen ins Jetzt retten. Und wenn, dann sollen die bitte zu etwas völlig Anderem mutiert sein, das ich als alter Knochen nicht mehr verstehe.

Wenn "Star Wars" jetzt den Weg allen Fleisches geht, dann sage ich: Ja, alles hat seine Zeit. Und vielleicht kommt ja ein cooles, neues Science-Fantasy-Epos nach... solange es nicht "Rebel Moon" ist.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 26.06.2026 | 10:40
Tja, sorry wenn ich jetzt die Gefühle einiger hier verletzen muss:

Aber ich schaffe es immer noch, Spaß an Star Wars zu haben. Nicht an allem, klar, aber insgesamt freue ich mich durchaus auf den fließenden Nachschub. Da müsst ihr mit leben, und auch damit, dass wegen Leuten wie mir Disney immer noch Geld mit einem Franchise verdient, mit dem ihr nichts mehr anfangen könnt.

Ich finde es hochgradig albern, dass man aufgrund der eigenen Übersättigung fordert, bitte das Ganze jetzt einzustampfen. Das ist ja nichts anderes, als die eigene Geschmacksentscheidung auch allen anderen aufzuzwängen. Man kann selber einem Thema nichts mehr abgewinnen, also soll jetzt bitte auch sonst niemand mehr die Möglichkeit haben, sich da Zeug reinzuziehen.

Diese Stimmen wurden schon immer wieder laut, und hätte man darauf gehört, gäbe es auch kein Andor. Und wenn ich mir überlege, wie oft jetzt schon Die Drei Musketiere als Film immer wieder aufgelegt wurde, da scheint die kühne Hypothese "Man MUSS irgendwann ein Franchise sterben lassen, da müsst ihr durch." nicht so ganz zu greifen.

Lasst die Leute, die anderen Geschmack haben, bitte ihren Spaß haben. Wäre das eventuell machbar?  ^-^
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Holothuroid am 26.06.2026 | 10:51
Stranges Framing in dem Artikel. Die Kino-Einnahmen sind gesunken. OK. Aber ihr scheint ja immer noch Publikum zu sein für Star Wars, sonst würdet ihr nicht drüber reden.

Wohlgemerkt redet der Artikel auch nur über Kinofilme, nicht über Streaming-Serien.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Swanosaurus am 26.06.2026 | 11:07
Stranges Framing in dem Artikel. Die Kino-Einnahmen sind gesunken. OK. Aber ihr scheint ja immer noch Publikum zu sein für Star Wars, sonst würdet ihr nicht drüber reden.

Wohlgemerkt redet der Artikel auch nur über Kinofilme, nicht über Streaming-Serien.

Na ja, journalistisch ist der Artikel einfach Müll, das ist ja auch keine Überraschung und dabei reiht er sich in 99% des Internetjournalismus zum Them Star Wars ein. Die Aussage ist ja einfach nur: Alle haben The Last Jedi gehasst, vorher war alles knorke, danach wollte keiner mehr Star Wars. Alles, was da nicht reinpasst, ist aus dem einen oder anderen Grund nach oben ausgerissen, aber eigentlich liegt es an The Last Jedi.

Diese Sündenfälle gab's ja auch schon früher, da war es die Prequel-Trilogie oder Das Erwachen der Macht oder was weiß ich ...

Dass SW sich mit schweren Franchise-Fatigue-Effekten rumschlagen muss, ist geschenkt und ebenso erwartbar wie unvermeidlich. Das jetzt alles an The Last Jedi und "Fehlentscheidungen" aufhängen zu wollen, ist halt das übliche Raging und Clickbaiting.

Schlimmer als alles, was es je von Star Wars gab, sind derart dumme Artikel.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: tarinyon am 26.06.2026 | 11:09
Naja, man kann sich alles schön reden. Ich kenne auch ein paar Leute, die sich das alles reinziehen. Und die kaufen auch fleißig merchandise usw. Aber wenn ich da an mich selbst denke, dann habe ich seit Episode 8 keinen Euro mehr für star was ausgegeben. Das war vorher anders.

Ich habe da aber keine Hoffnung mehr. Menschen ändern sich und wollen aber gleichzeitig nicht, daß ihre Kindheit und Jugend entzaubert wird. Da gehöre ich auch dazu. Ich glaube nicht, dass Disney oder wer auch immer ein Produkt machen kann, dass mir heute gefallen würde. Daher hoffe ich, dass sie nicht auch noch the old republic vergewaltigen mit irgendeinem breaking bad Grau in grau Irrsinn. Der Vergleich mit transformers und marvel hinkt, weil diese franchises sind doch auch gefühlt tot. Die Leute haben halt keine Bock mehr auf nerd kram. Gab's jetzt 20 Jahre lang. Irgendwann ist auch mal gut.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: AndreJarosch am 26.06.2026 | 11:09
Ich mag Star Wars.
Ich gucke die Filme, die Real-Serien und habe Teile der Animations-Serien gesehen.
Die Romane und Comics verfolge ich nicht (die frühen Werke bis ca. 1995 kenne ich aber).

Ich bemerke, dass mir nicht mehr alle Anteile in den Star Wars Filmen und Serien 100%ig zusagen.
Aber ich habe für mich die Fan-Edits entdeckt.

Episode 1 in den 65% aller JarJar-Szenen geschnitten wurden, womit der Film nicht zu sehr in Comedy abrutscht; in denen die Battle-Droiden keine dummen Sprüche machen und dadurch mehr wie Maschinen und bedrohlicher wirken; in denen Anni keine "Oops" und ähnliche Ausrufe des Erstaunens von sich gibt, womit das was er tut nicht mehr wie Unfälle/Zufälle wirken, sondern wie von der Macht geführtes kompetentes Handeln.

Die dreieinhalbstündige Obi-Wan Serie zusammenschnitten auf einen Film von zweieinhalbstunden wirkt wie Star Wars für mich sein sollte.

Und die The Clone Wars Serie zusammengefasst in 9 Filme zu jeweils zwischen 85 und 135 Minuten.


Nur von Rogue One und Andor brauche ich keinen Fan-Edit, die sind gut so wie sie sind.


Skeleton Crew fand ich auch sehr nett.
The Acolyte hatte seine Schwächen, aber ich hätte gerne eine zweite Staffel gehabt, die die Story abschließt und erst DANN geurteilt.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: First Orko am 26.06.2026 | 11:11
Allein "Sundenfälle"  ;D
Eigentlich ist Star Wars doch schon seit Dark Star durch, wenn wir mal ehrlich sind :korvin:  >;D
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 26.06.2026 | 12:05
Geiler Click-Bait Titel, aber hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Die 85 % kommen Zustande weil man die Zuschauerzahlen des den ersten Star Wars Kinofilms seit den Prequels mit einem Film zu einer Star Wars Serie vergleicht.

Das Star Wars in dem Klima der letzten Jahre Zuschauer verloren hat steht außer Frage. Aber das Star Wars als Marke 85 % verloren hat ist mMn schlicht Unsinn.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: blackris am 26.06.2026 | 12:16
Star Wars war doch schon nicht mehr cool, als Star Crash gezeigt hat, wie man Weltraum Fantasy richtig macht.  ~;D

Persönlich tangiert mich das wenig. Es gab mindestens drei gute Filme (auch wenn man sie wohl mehr und mehr im Kontext ihrer Entstehungszeit sehen muss), mindestens sechs ausgezeichnete Videospiele und eine ganze Reihe an tollen Büchern. Einen Teil davon hätte es nie gegeben, ohne die ganzen fragwürdigen Filme und Serien, die bis heute rausgekommen sind. Von daher ignoriere ich den ganzen Mist einfach (wie mehr und mehr Leute anscheinend) und schubse als  Kyle Katarn, Cal Kestis, Reavan oder Exile die blöden Sturmtruppen per Force Push von ungesicherten Plattformen oder zerschnetzel sie mit meinem lilafarbenen Lichtschwert. Toll!
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 26.06.2026 | 12:19
Früher war Star Wars einfach die Sci-Fi-Erfolgsmarke in allen Bereichen. Jetzt ist das absolut nicht mehr so. Was ist also passiert? Nein, es herrscht keine Übersättigung. Star Wars ist bloß unattraktiv geworden. Es wurde enshittifiziert, weil miese Leute es mies umdesignt haben. Man hat die IP schlicht untalentierten oder inkompetenten Machern gegeben, oder Leuten die für Star Wars die falschen Verantwortlichen waren.

Kathleen Kennedy hat eine üble Entscheidung nach der anderen getroffen, die IP politisiert und talentlose Kreative und Aktivisten angeheuert. Etwa den künstlerisch untalentierten J.J. Abrams ins Boot geholt. Der kann nur kopieren und bestenfalls verschlimmbessern, oder Dinge ohne Fundament bauen, die dann einstürzen. Er ist aber ein hervorragender Verkäufer. Und er wollte unbedingt einen Star Wars Film drehen und hat sich in eine Position manövriert, wo er der damals (aus Studiosicht) ein aussichtsreicher Kandidat war. (Star Trek von 2009 war ja strenggenommen nur ein Star Wars Bewerbungsfilm. Man muss sich den nur mal mit offenen Augen ansehen.) Rian Johnson hat zwar später ein gewisses Talent bewiesen, war aber der absolut falscheste Mann für den Star Wars Job. Episode VIII war eine regelrechte Armageddon-Katastrophe für die IP, die sich auch auf den Merch- und Spielzeugverkauf und leider auch auf so manchen unschuldigen Schauspieler sehr negativ ausgewirkt hat. Star Wars hat sich davon bisher nicht erholt.
Und dann gings so weiter. Mal gerade so noch mittelmäßig (Ashoka) und auch mal gut (Andor) und auch mal extrem viel schlechter (Acolyte).

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Star Wars war mal die größte Sci-Fi-IP. Jetzt sagen die Leute die das früher dekadenlang(!) geliebt und mit viel Geld gefüttert haben, Star Wars interessiere sie nicht mehr! (!!) Nun zu sagen, es wäre schon gut so, man muss sich bloß neue Fangruppen erschließen, halte ich für Wahnsinn.
Das Prä-Kennedy Star Wars und das daraus entstandene Extended Universe hat die Leute so begeistert, dass mindestens zwei Generationen Langzeitfans wurden. Die sind älter geworden, haben Kinder bekommen und die Liebe zur IP weitergegeben. Wird das Kennedy Star Wars und das Post-Kennedy Star Wars das auch können? Da kann man nur sagen: Viel Glück, ihr werdet es brauchen!

Es ist auch nicht so, als hätte man keine neuen Dinge ausprobiert. Das erwähnte Extended Universe ist voll davon. Es wurde aber von Könnern geschaffen. Davon zehrt Shitty-Star-Wars heute noch (z.B. mit Thrawn), kann es aber nicht gut umsetzen, weil eben das Talent fehlt.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: unicum am 26.06.2026 | 12:26
Ich sehe schon eine gewisse Spaltung im Fandom,...
Nicht nur bei Star Wars sondern auch bei Star Treck, etc, pp,... (ja sogar bei Midgard *hüstel*)

Klar ist ja - je mehr es von etwas gibt umso mehr gibt es das man nicht mögen könnte. Ist doch einfach zu verstehen oder? Star Treck hat mich mitlerweile mit zwei Stellen rausgeworfen (pilzantrieb und Warpbrand - WTF) - zu star wars kann ich nicht viel sagen da war ich nie groß drin. die ersten 3 Filme (per erscheinungstermin) fand ich genial.

Ist vieleicht aber auch der Zeit geschuldet.

Die Gesellschaft ist auch gespalten wie noch nie, man redet nur noch übereinander und nicht miteinander. Kompromisse sind immer faul, alle ohne ausnahme und recht machen kann man es eh niemanden. Es wird gleich gehatet, gecancled und gegegengecancled.

Im übrigen hab ich letzens eine Petition unterschrieben das es endlich eine Neue Stargate Serie geben soll (die ist kurz vor start eingestellt worden), wenn es noch interessiert fragt mal google nach dem link.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Ainor am 26.06.2026 | 12:35
Star Wars war mal die größte Sci-Fi-IP. Jetzt sagen die Leute die das früher dekadenlang(!) geliebt und mit viel Geld gefüttert haben, Star Wars interessiere sie nicht mehr!

Wenn man nichts rausbringt kann man auch nichts falsch machen.

Alle Serien/IPs/Themen haben eine begrenzte Lebenszeit, und alles was kontinuierlich neue Inhalte produziert wird irgendwann schlecht. Warum sollte es hier anders sein?

Ich fand es eher überraschend dass sie nach der enttäuschenden Episode 7 noch ein paar gute Sachen hinbekommen haben. 

Geiler Click-Bait Titel, aber hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Die 85 % kommen Zustande weil man die Zuschauerzahlen des den ersten Star Wars Kinofilms seit den Prequels mit einem Film zu einer Star Wars Serie vergleicht.

Jupp, wenn man z.B. das Budget vergleicht sieht es schon ganz anders aus.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 26.06.2026 | 12:43
Wenn man nichts rausbringt kann man auch nichts falsch machen.
Es ist doch jede Menge an Krams regulär und im Extended Universe bis zum Beginn der Episode I-III herausgekommen. Bücherreihen, Comicreihen, Merch, Spiele, Videospiele usw. Einige davon haben sogar einen Legendenstatus erreicht. Mit dem Beginn der Episode I ist dass dann nochmal explodiert. 
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Zanji123 am 26.06.2026 | 12:50
... hat 85 % seines Publikums verloren"

- hat ein neues TCG das sogar ziemlich gut läuft mit "Star Wars Unlimited" das sogar n bisschen eigene Wege geht (mit separater "Luftkampf" und "Bodenkampf" Area
- mehrere Brettspiele
- ein Tabletop
- Serien

...ja... absolut tot

evtl. auch ein Grund das, sobald IRGENDWAS neues kommt, erstmal alles schlecht geredet wird. Imho sind einfach 85 % dieser Fans Ü40 haben die alten SW Teile im Kino gesehen und alles was danach kommt mögen die nicht.
GenZ und Alpha haben mit SW super wenig am Hut, Sci-Fi geht da nicht so stark wie im Moment Fantasy
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: blackris am 26.06.2026 | 12:53
Ich möchte die Aussage übrigens nicht unwidersprochen stehen lassen, Star Wars sei politisiert worden. Wem nicht auffällt, dass eine Story über eine zusammengewürfelte, diverse Gruppe an Rebellen, die ein xenophobes, faschistisches Imperium zu Fall bringen will, nicht politisch sei, hat einiges verpasst.

Außerdem war schon die zweite Trilogie großer Mist.   8]
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 26.06.2026 | 12:58
Ich picke mir eigentlich überall das raus, was mir gefällt, und ignoriere den Rest. Bei den Prequels z.B. habe ich Obi-Wan Kenobi gespielt von McGregor sehr gemocht, ebenso die Idee der feigen Neimoidianer und ihrer Droidenarmeen, sowie die Senatsintrigiererei, und auch die Klonarmee. Und so halte ich das heute noch. Und habe auf diese Weise immer noch Freude an dem Ganzen.

So nebenbei, ich hab vor kurzem die Radio Dramas zu den Filmen aus den 80ern entdeckt, die sind sehr cool. Da wird mehr auf die Gefühls- und Gedankenwelt der Helden eingegangen, und viele Lücken werden geschlossen - z.B. was für Anweisungen Leia R2-D2 genau an Bord der Tantive IV gegeben hat. Macht das Ganze sehr viel logischer und realistischer, ich kann die nur empfehlen.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Ainor am 26.06.2026 | 13:07
Es ist doch jede Menge an Krams regulär und im Extended Universe bis zum Beginn der Episode I-III herausgekommen. Bücherreihen, Comicreihen, Merch, Spiele, Videospiele usw. Einige davon haben sogar einen Legendenstatus erreicht.

Nicht vergleichbar. Und ein bei weitem kleineres Publikum.

Außerdem war schon die zweite Trilogie großer Mist.   8]

Joa, zumindest nach IMDB Werten ziemlich gleichauf. Nur das sie von 1 bis 3 besser wurd während 7 bis 9 schlechter wurden...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 26.06.2026 | 13:09
Ich möchte die Aussage übrigens nicht unwidersprochen stehen lassen, Star Wars sei politisiert worden. Wem nicht auffällt, dass eine Story über eine zusammengewürfelte, diverse Gruppe an Rebellen, die ein xenophobes, faschistisches Imperium zu Fall bringen will, nicht politisch sei, hat einiges verpasst.
::) Du weißt genau was gemeint ist.

Außerdem war schon die zweite Trilogie großer Mist.   8]
Du wirst lachen, ich bin da bei vielen Elementen bei dir.  >;D Ich hätte Episode I - III auch anders aufgezogen. Aber sie war immer noch um Welten besser als die dritte Trilogie.


@Nicht vergleichbar: Ich finde schon, denn es hat die IP jahrzehntelang am Leben erhalten.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Kurna am 26.06.2026 | 13:20
Für mich haben diese fallenden Zuschauerzahlen neben ein paar schon von anderen erwähnten Aspekten auch einen wichtigen Grund, der in einer Exekutiventscheidung von Disney liegt und nur bedingt mit Qualität zu tun hat und auch nicht Star Wars spezifisch ist, sondern mindestens auch genauso (wenn nicht sogar noch stärker) auf Marvel zutrifft. Ich rede von der Entscheidung, zusätzlich zu den Filmen auch eng damit verzahnte Serien praktisch exklusiv auf Disney+ zu bringen.
Die Idee dahinter war, dass die jeweiligen Filme als so besonders gelten würden, dass die Leute quasi gezwungen wären, sich ein Disney+ Abo zu holen und dann auch die Serien zu schauen. Wird zu einem gewissen Grad vermutlich auch funktioniert haben. Was man aber mE dabei unterschätz hat, ist wie stark das umgekehrt auch die Filme abgewertet hat. Die waren plötzlich Teil eines Serienuniversums und gefühlt eigentlich auch nicht viel mehr als eine Langfolge dieser Serien. Dann kann man sie auch gleich im Streaming schauen, statt überhaupt noch ins Kino zu gehen. Noch verstärkt dadurch, dass die Sperrfristen zwischen Kino- und Streamingauswertung verkürzt wurden. Plus das einige Leute dann vielleicht auch durch die schiere Masse abgeschreckt wurden ("Das muss ich alles kennen um diesen Film zu schauen?"). Gerade den Casuals kann das dann einfach zu viel sein.
Vielleicht hat sich das insgesamt für Disney sogar trotzdem finanziell gelohnt. So Punkte wie regelmäßige monatliche Einkünfte durch Abos statt einzelne große Peaks durch Filme, Steuerfragen ("was kann man wo wie abschreiben?"), wie beeinflusst es Merchverkäufe usw. spielen da ja auch mit rein. Ich finde es aber nicht überraschend, dass die Einnahmen durch Filme dadurch zurückgegangen sind.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Jiba am 26.06.2026 | 13:27
::) Du weißt genau was gemeint ist.

Nee, weiß er nicht! Ich habe auch keine Ahnung, was du da meinen könntest. Der Beißreflex für sogenannte "politische" Themen ist inzwischen so ausgeprägt, dass er nach allem schnappt und alles irgendwie dasselbe ist und miteinander zusammenhängt.

Schreib ordentlich hin, was du meinst. Oder willst du nicht verstanden werden?
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: unicum am 26.06.2026 | 13:32
Als alter Wissenschaftler frag ich mich manchmal bei solchen Titeln,... "und was ist der Referenzwert, also die 100%? "Seines Publikums" hm okay das ist aber etwas wischi Waschi, sicher seit dem erscheinen der ersten drei filmen sind sicherlich auch die ein oder anderen Fans verstorben,... einige haben kein interesse mehr oder sind zu etwas anderem weitergezogen - es gibt ja auch ein paar SF Francies mehr als anno dunnemals,.. es verteilt sich mehr.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Megavolt am 26.06.2026 | 14:12
Star Wars ist schon noch produktiv tätig, indem es zum Beispiel (ganz konkret: über RedletterMedia) das moderne Genre der YT-Verriss-Filme erzeugt hat. Das treibt ja stellenweise sehr schöne Blüten und ist auf seine Weise eine eigene Kunstform geworden.
Ich muss sagen, ich habe mir z.B. die Plinkett-Filme DEUTLICH häufiger und mit mehr Gewinn und Genuss angesehen als die neuen StarWars Filme selbst. Und am Ende ist es ja egal, wo Gewinn und Genuss herkommen.  ~;D

Weiterhin noch eine anekdotische Anmerkung:
Ich beobachte mit einem gewissen Amüsement bei mir selbst, wie sehr ich mittlerweile raus bin. Ich musste z.B. erst googeln, wer oder was ein "Grogu" ist und dachte, "Mandalorian und Grogu" sei einfach die nächste haarsträubende und zum spektakulären Absturz verdammte Star Wars-Serie. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das allen Ernstes ein vollwertiger Film ist.  ~;D

Der neue Kram hat einfach grundsätzlich nicht mehr verfangen. Die Gründe dafür sind ja offensichtlich und sind internetweit weidlich durchzelebriert worden. Ich habe letztens das Star Wars Deckbuilding-Game gespielt (ein ziemlich gutes, flottes Spielchen!). Alle memorablen Elemente sind zu 90% aus der Ursprungstrilogie und das liegt nicht an mir und weil ich so doof bin, sondern das Spiel ist sehr bewusst so gestaltet. Das wirkt auf mich, als ob man einfach aufgegeben hat, den Konsumenten den neuen Kram in den Rachen zu stopfen. Sie wollen ihn nicht. :)

Vielleicht wäre die Frage in die Runde spannend, wer von euch wann die Segel gestrichen hat, was Star Wars angeht?
Ich persönlich war sogar nach den bizarren Prequels noch absolut bereit, Star Wars eine Chance zu geben, aber ich glaube, bereits Teil VII und die nicht zuletzt die gute Rey haben mich dann schnell und endgültig rausgeschossen. Seitdem schaue ich Star Wars nur noch durch die Finger hindurch an, erwarte das Schlimmste und werde praktisch immer bestätigt.  ~;D Und irgendwie macht das ja auch Spaß, nur eben auf eine andere - sagen wir mal "makabere" - Art und Weise.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Swanosaurus am 26.06.2026 | 14:31
Es ist doch jede Menge an Krams regulär und im Extended Universe bis zum Beginn der Episode I-III herausgekommen. Bücherreihen, Comicreihen, Merch, Spiele, Videospiele usw. Einige davon haben sogar einen Legendenstatus erreicht. Mit dem Beginn der Episode I ist dass dann nochmal explodiert.

Gerade die Bücher waren für mich damals ehrlich gesagt ein rotes Tuch - ich habe das als die Art von Verwässerung empfunden, die heute viele in den Serien sehen. Mein Eindruck war: Damit ist klar, dass nie wieder SW-Filme kommen, stattdessen massenhaft mehr oder minder guter Bücher voller Fanservice und eine unüberschaubare und inkonsistente Continuity. Das fing für mich gefühlt mit Der Pakt von Bakura an ... den ersten Timothy-Zahn-Roman habe ich noch gelesen und war kein bisschen begeistert davon, den Rest habe ich mir dann gespart. Und das sollte die "offizielle" SW-Fortsetzung sein?

Ich schätze mal, das ganze damalige Expanded-Universe kann man ebenso trefflich auseinandernehmen wie alles, was heute stattfindet. Ich nicht, weil ich so wenig davon kenne. Als "richtiges" Star Wars konnte ich das jedenfalls nie akzeptieren.

Episode I-III fand ich dann auch nicht so toll, aber immerhin, Star Wars war wieder im Kino und ich musste nicht drei Dutzend Bücher gelesen haben, um durchzublicken.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: tarinyon am 26.06.2026 | 15:01
Star Wars ist schon noch produktiv tätig, indem es zum Beispiel (ganz konkret: über RedletterMedia) das moderne Genre der YT-Verriss-Filme erzeugt hat. Das treibt ja stellenweise sehr schöne Blüten und ist auf seine Weise eine eigene Kunstform geworden.
Ich muss sagen, ich habe mir z.B. die Plinkett-Filme DEUTLICH häufiger und mit mehr Gewinn und Genuss angesehen als die neuen StarWars Filme selbst. Und am Ende ist es ja egal, wo Gewinn und Genuss herkommen.  ~;D

Weiterhin noch eine anekdotische Anmerkung:
Ich beobachte mit einem gewissen Amüsement bei mir selbst, wie sehr ich mittlerweile raus bin. Ich musste z.B. erst googeln, wer oder was ein "Grogu" ist und dachte, "Mandalorian und Grogu" sei einfach die nächste haarsträubende und zum spektakulären Absturz verdammte Star Wars-Serie. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das allen Ernstes ein vollwertiger Film ist.  ~;D

Der neue Kram hat einfach grundsätzlich nicht mehr verfangen. Die Gründe dafür sind ja offensichtlich und sind internetweit weidlich durchzelebriert worden. Ich habe letztlich das Star Wars Deckbuilding-Game gespielt (ein ziemlich gutes, flottes Spielchen!). Alle memorablen Elemente sind zu 90% aus der Ursprungstrilogie und das liegt nicht an mir und weil ich so doof bin, sondern das Spiel ist sehr bewusst so gestaltet. Das wirkt auf mich, als ob man einfach aufgegeben hat, den Konsumenten den neuen Kram in den Rachen zu stopfen. Sie wollen ihn nicht. :)

Vielleicht wäre die Frage in die Runde spannend, wer von euch wann die Segel gestrichen hat, was Star Wars angeht?
Ich persönlich war sogar nach den bizarren Prequels noch absolut bereit, Star Wars eine Chance zu geben, aber ich glaube, bereits Teil VII und die nicht zuletzt die gute Rey haben mich dann schnell und endgültig rausgeschossen. Seitdem schaue ich Star Wars nur noch durch die Finger hindurch an, erwarte das Schlimmste und werde praktisch immer bestätigt.  ~;D Und irgendwie macht das ja auch Spaß, nur eben auf eine andere - sagen wir mal "makabere" - Art und Weise.

100 Prozent Zustimmung! Geht mir 1:1 so wie dir. Mich hat Star Wars verloren, als Luke diese ekelhafte grüne Milch von der Alienseekuh gesoffen hat und danach besoffen rumgelabert hat, dass er seinen Neffen ermorden wollte. Total krank. Da war für mich Star Wars erledigt. Einmal habe ich noch ca. 15 Minuten den Solo-Film geschaut. Da war dann so eine WW1-Flashback-Sequenz, die ich nicht verstanden habe, und dann stand der Typ, der Han Solo sein soll bei einem Rekrutierungsbüro und es wurde erklärt, warum er Solo heißt. Foolish me hatte ich bis dahin angenommen, dass Solo einfach sein corellianischer Nachname ist. Naja. Apropos Corellia. Es spricht doch schon Bände, dass man von der neuen Trilogie nicht mal die Planetennamen kennt. Butter bei die Fische: wer hier im Forum weiß auswendig, wie der Planet heißt, der irgendwann in der neuen Trilogie (ich glaube, es war in Teil 7) zerstört wird? Ich weiß es nicht. Wie heißen den die anderen Planeten, auf denen sie sich rumtreiben? Ich weiß es nicht. Bei der ersten Trilogie und sogar bei der zweiten, die echt nicht so gut war, kennt man doch jeden einzelnen Schauplatz gefühlt auswendig. Jeder einzelne Aliendepp, der da zwischen Episode 1 und 6 seine Fresse in die Kamera gehalten hat, hat nen Namen. Wir kennen doch sogar jeden Kopfgeldjäger-NSC aus dem zweiten Teil namentlich. Wie kann es sein, dass das bei den neuen Teilen ganz anders ist? Tja, die Antwort kann sich jeder selber denken...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Jiba am 26.06.2026 | 15:08
Zitat
100 Prozent Zustimmung! Geht mir 1:1 so wie dir.

Jeder wie ihr meint. Entgeht euch eben auch ganz gutes "Star Wars", das es zwischendurch immer noch gibt. Wenn das der Preis ist...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 26.06.2026 | 15:12
Leute, es ist eigentlich ganz simpel. Einige hier finden neues Star Wars furchtbar, einige okay, einige sind sehr zufrieden damit.
Diese drei Gruppen gibt es grob.
Egal welcher der drei Gruppen man angehört, man muss gefälligst akzeptieren, dass es auch die anderen Gruppen gibt. Und dass da - tut mir leid, da müsst ihr durch - es kein objektives Schlußurteil gibt, was "gutes" Star Wars ist und was nicht. Nein, da könnt ihr alle schreien und laut werden, sowas gibbet nicht.

Warum man es nicht entspannt akzeptieren kann, dass wir da alle verschiedene Geschmäcker haben, das ist und bleibt mir ein Rätsel.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: gunware am 26.06.2026 | 15:26
.
Warum man es nicht entspannt akzeptieren kann, dass wir da alle verschiedene Geschmäcker haben, das ist und bleibt mir ein Rätsel.
Das ist ganz einfach.
Jeder hat das Recht auf eine Meinung. Und zwar auf Meine!

~;D
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: tarinyon am 26.06.2026 | 15:49
Leute, es ist eigentlich ganz simpel. Einige hier finden neues Star Wars furchtbar, einige okay, einige sind sehr zufrieden damit.
Diese drei Gruppen gibt es grob.
Egal welcher der drei Gruppen man angehört, man muss gefälligst akzeptieren, dass es auch die anderen Gruppen gibt. Und dass da - tut mir leid, da müsst ihr durch - es kein objektives Schlußurteil gibt, was "gutes" Star Wars ist und was nicht. Nein, da könnt ihr alle schreien und laut werden, sowas gibbet nicht.

Warum man es nicht entspannt akzeptieren kann, dass wir da alle verschiedene Geschmäcker haben, das ist und bleibt mir ein Rätsel.

Klar hast du recht. Aber wenn die Helden der Kindheit, wie z.B. Luke Skywalker, derart umgeschrieben werden, dann weint das Fanherz. Und dann gibt es auch böses Blut. Sowas kann man halt vermeiden, wenn man eigene Geschichten erzählt. Mit so Sachen wie Akolyte oder Grogu oder wie das alles heißt hab ich überhaupt kein Problem. Es interessiert mich nämlich einfach nicht. Wird von mir ignoriert, genauso wie Clone Wars und der ganze Serienwahnsinn - der hat ja schon lange vor Episode 7 begonnen. Das hab ich mir nicht angeschaut, aber es hat "mein" Star Wars auch nicht zerstört. Als aber auf der Kinoleinwand so möchtegern-Indiekino gelaufen ist mit Luke, Leia und Han, da war ich halt sauer. Andere haben es gefeiert - von mir aus. Aber es war klar, dass das die Fans entzweien wird. Und ich würde sagen, das war von den Schreiberlingen auch so einkalkuliert. Ist halt nach hinten losgegangen, wie man sieht.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 26.06.2026 | 16:11
Klar hast du recht. Aber wenn die Helden der Kindheit, wie z.B. Luke Skywalker, derart umgeschrieben werden, dann weint das Fanherz.
Immer dieses Jammern. Nein, er wurde nicht umgeschrieben - er wurde nur endlich konsequent weitergedacht.

Luke ist ein Rübenbauer. Warum er einen Jäger fliegen kann, wissen wir nicht. Isso.
Er bekommt kurz mal was von "Macht" erklärt und ein Lichtschwert geschenkt (in das er gleich mal in die Mündung guckt). Der Kerl, der ihm da Unsinn erzählt, stirbt gleich darauf.
Dann wird er mal eben zum Massenmörder indem er den Todesstern sprengt, und beginnt, Stimmen zu hören.
Diese Stimmen sagen ihm, dass er auf einen Sumpfplaneten fliegen soll. Dort findet er einen verhutzelten Gnom, der keinen geraden Satz formulieren kann und sich von ihm auf dem Rücken durch den Sumpf tragen lässt. Und ihn volllabert.
Wirklich lernen tut er da kaum was. Nur, dass er "nicht bereit" ist. Schließlich stirbt der Kerl, bevor er ihm wirklich was beibringen konnte.
Tja, und dann fehlt ein gutes Stück. Offenbar hat er doch noch was gelernt (wie und wo erfahren wir nie), aber besonders viel wird's nicht gewesen sein. Zumindest nichts, was ihn zum Lehrer qualifiziert.
Und nun ist er allein, hat praktisch keine Ahnung und soll einen Orden wiederaufbauen, den er nichtmal kennt.

Es ist also nur folgerichtig, dass er versagt - und sich verbittert entschließt, sich irgendwohin zurückzuziehen,wo ihn die ganze Galaxis gepflegt am A*sch lecken kann.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: tarinyon am 26.06.2026 | 16:46
Immer dieses Jammern. Nein, er wurde nicht umgeschrieben - er wurde nur endlich konsequent weitergedacht.

Luke ist ein Rübenbauer. Warum er einen Jäger fliegen kann, wissen wir nicht. Isso.
Er bekommt kurz mal was von "Macht" erklärt und ein Lichtschwert geschenkt (in das er gleich mal in die Mündung guckt). Der Kerl, der ihm da Unsinn erzählt, stirbt gleich darauf.
Dann wird er mal eben zum Massenmörder indem er den Todesstern sprengt, und beginnt, Stimmen zu hören.
Diese Stimmen sagen ihm, dass er auf einen Sumpfplaneten fliegen soll. Dort findet er einen verhutzelten Gnom, der keinen geraden Satz formulieren kann und sich von ihm auf dem Rücken durch den Sumpf tragen lässt. Und ihn volllabert.
Wirklich lernen tut er da kaum was. Nur, dass er "nicht bereit" ist. Schließlich stirbt der Kerl, bevor er ihm wirklich was beibringen konnte.
Tja, und dann fehlt ein gutes Stück. Offenbar hat er doch noch was gelernt (wie und wo erfahren wir nie), aber besonders viel wird's nicht gewesen sein. Zumindest nichts, was ihn zum Lehrer qualifiziert.
Und nun ist er allein, hat praktisch keine Ahnung und soll einen Orden wiederaufbauen, den er nichtmal kennt.

Es ist also nur folgerichtig, dass er versagt - und sich verbittert entschließt, sich irgendwohin zurückzuziehen,wo ihn die ganze Galaxis gepflegt am A*sch lecken kann.

Du hast die Mentalität der Schreiber glaube ich super erfasst! Und genau diesen zynischen selbsthass will niemand sehen im Hollywoodschen Kino.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 26.06.2026 | 17:23
Nee, weiß er nicht! Ich habe auch keine Ahnung, was du da meinen könntest. Der Beißreflex für sogenannte "politische" Themen ist inzwischen so ausgeprägt, dass er nach allem schnappt und alles irgendwie dasselbe ist und miteinander zusammenhängt.

Schreib ordentlich hin, was du meinst. Oder willst du nicht verstanden werden?
Ich bin sicher, du weißt auch Bescheid, da es schon tausendplusmal diskutiert wurde. Aber bitte schön: politischer Aktivismus sollte bei seinen Leisten bleiben und nicht zwanghaft in Medien gepumpt werden, die damit nichts zu tun haben, bloß um diese umzudefinieren. Um Beispiele zu bringen: Kurtzman gab ein Interview wo er klar sagte, dass ihm Star Trek egal sei, wichtig wäre ihm, dass er seine politischen Botschaften verbreiten kann. Wir haben gesehen wie es ausgegangen ist. Kennedy und andere, wie Leslye Headland (Acolyte), taten ähnliches. Auch hier sehen wir wie es ausging.
Die IPs werden für Aktivismus regelrecht mißbraucht, der aber nichts mit den IPs zu tun hat und die Macher sind auch noch unfähig überhaupt gutes Material zu schaffen.

Star Wars ist schon noch produktiv tätig, indem es zum Beispiel (ganz konkret: über RedletterMedia) das moderne Genre der YT-Verriss-Filme erzeugt hat. Das treibt ja stellenweise sehr schöne Blüten und ist auf seine Weise eine eigene Kunstform geworden.
Ich muss sagen, ich habe mir z.B. die Plinkett-Filme DEUTLICH häufiger und mit mehr Gewinn und Genuss angesehen als die neuen StarWars Filme selbst. Und am Ende ist es ja egal, wo Gewinn und Genuss herkommen.  ~;D
Das habe ich aus dieser Perspektive noch gar nicht betrachtet.  wtf?


Jeder wie ihr meint. Entgeht euch eben auch ganz gutes "Star Wars", das es zwischendurch immer noch gibt. Wenn das der Preis ist...
Das ist halt die Sache ... 85% doesn’t care anymore ob noch gutes Star Wars kommt.


Immer dieses Jammern. Nein, er wurde nicht umgeschrieben - er wurde nur endlich konsequent weitergedacht.

Luke ist ein Rübenbauer. Warum er einen Jäger fliegen kann, wissen wir nicht. Isso.
Er bekommt kurz mal was von "Macht" erklärt und ein Lichtschwert geschenkt (in das er gleich mal in die Mündung guckt). Der Kerl, der ihm da Unsinn erzählt, stirbt gleich darauf.
Dann wird er mal eben zum Massenmörder indem er den Todesstern sprengt, und beginnt, Stimmen zu hören.
Diese Stimmen sagen ihm, dass er auf einen Sumpfplaneten fliegen soll. Dort findet er einen verhutzelten Gnom, der keinen geraden Satz formulieren kann und sich von ihm auf dem Rücken durch den Sumpf tragen lässt. Und ihn volllabert.
Wirklich lernen tut er da kaum was. Nur, dass er "nicht bereit" ist. Schließlich stirbt der Kerl, bevor er ihm wirklich was beibringen konnte.
Tja, und dann fehlt ein gutes Stück. Offenbar hat er doch noch was gelernt (wie und wo erfahren wir nie), aber besonders viel wird's nicht gewesen sein. Zumindest nichts, was ihn zum Lehrer qualifiziert.
Und nun ist er allein, hat praktisch keine Ahnung und soll einen Orden wiederaufbauen, den er nichtmal kennt.

Es ist also nur folgerichtig, dass er versagt - und sich verbittert entschließt, sich irgendwohin zurückzuziehen,wo ihn die ganze Galaxis gepflegt am A*sch lecken kann.

Da passt aber nicht alles, was du schreibst.
Luke ist Bauer, hat aber einen kleinen Jäger. Der steht sogar im Hintergrund in Episode IV rum. In dem Setting gibt es sehr viele Raumschiffe und Fluggeräte aller Art, die unter Privatpersonen weitverbreitet sind. Luke und seine Freunde sind geübte Piloten und wollen eigentlich auf die Imperiale Akademie. Er sagt zu Han auch, dass er in der Lage wäre den Falken zu fliegen. Es ist also durchaus richtig, dass er auch einen X-Wing fliegen kann.
Die Schwachstelle wäre eher, ob er als Hobbypilot einen Anflug auf einen Todesstern überleben kann, aber Star Wars ist in erster Linie ein Märchen. Da siegt ein Bauerssohn eben gegen eine Bedrohung. Bei Luke wird es mit der Macht erklärt, die er auch stark nutzen kann, weil sein Vater der legendäre Jedi war.

Wir wissen nicht genau, wie viel Zeit zwischen dem ersten Kennenlernen von Luke und Obiwan bis zu dessen Tod vergangen ist. An Bord des Falken hat er bereits fortgeschrittene Lektionen erhalten. Es ist daher davon auszugehen, dass Luke aufgrund seiner Herkunft ein Naturtalent ist.

Nach der Zerstörung des ersten Todessterns wird Luke Karriereoffizier bei den Rebellen. Da wird einige Zeit vergangen sein und militärisches Training stattgefunden haben, da er schon etwas aufgestiegen ist. Als Hoth angegriffen wird, ist Luke ein erfahrener Offizier.

Wie lange Luke bei Yoda war ist wieder schwammig. Aber er hat ja wieder fortgeschrittenes Training. Und Yoda hat recht das Luke nicht bereit ist einem ehemaligen Jedimeister und jetzt Sithlord entgegenzutreten. Der hätte ihn auch locker töten können, tat es aber nicht, weil er ihn auf seine Seite ziehen wollte.

Danach vergeht wieder einige Zeit und Luke scheint massiv an Macht und Erfahrung gesammelt zu haben, da er in Teil VI wie ein ausgebildeter Jedi agiert.
Ob es ihn nun als Lehrer qualifiziert oder nicht, ist gar nicht sooo wichtig, weil es ja ein Märchen ist und Luke der Held ist. Aber ihm können Machtgeister für längere Zeit erscheinen, mit denen er sich unterhalten kann. Auch hier könnte Luke die Erfahrung von Obiwan, Yoda usw. nutzen.

Im Expanded Universe baut er damit auch einen neuen Jedi Orden auf.

Aber die Macher des neuen Star Wars ab Episode VII hat Kontinuität nicht interessiert, weil sie offenbar nicht nur wenig Ahnung von der Materie, sondern die Sache auch schlecht durchdacht haben. Man hätte ja soviel machen können, wenn man Luke sinnvoll als Eremit haben wollte. Stattdessen wissen wir wofür man sich entschieden hat.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: 6 am 26.06.2026 | 17:42
Ich mache mal den Gegencheck:
Captain America: Civil War (2016): Einnahmen USA ca. 400 Mio
Captain America: Brave New World (2025): Einnahmen USA ca. 200 Mio

Scheint da auch innerhalb von knapp 10 Jahren um die Hälfte runter gegangen zu sein (Wenn ich weltweit schaue, sind wir bei 60% weniger) und da reden wir von einem Franchise, dass jahrelang die Kinos beherrscht hatte.

Der Artikel hat da übrigens einen meiner Meinung nach sehr sehr guten Vergleich gezogen, indem mit Obsession ein Film angeführt wurde, der ein Budget von ich glaube $1 Mio ohne Franciseverbindung hat. Packen wir dann noch gerne die Backrooms (mit immerhin $10 Mio Budget) und da zeichnet sich ehrlich gesagt das Bild, dass die ganzen Megafranchises allesamt (Transformers war glaube ich auch am Ende im Minus. Und da brauch mir keiner zu kommen, dass die Drehbücher der ersten Transformers in irgendeiner Form gut gewesen wären. Jurassice Park fällt mir da auch noch ein. Die Liste kann man gerne verlängern. Gerne auch mit den ganzen vermaledeiten Remakeversuchen) unter ihrem Gewicht zusammen brechen. Zu viele Filme. Zu hohes Budget und damit zu starker Sicherheitsgedanke (blos nicht zu weit vom Franchise abschweifen. Und am besten die Zielgruppe so groß wie irgendmöglich bedienen. Und natürlich versuchen so viele Referenzen zu den alten Filmen wie nur irgendmöglich. Und blos nicht bei den Fans anecken).
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Philipp.Baas am 26.06.2026 | 17:49
Mein Eindruck: Ihr schätz das falsch ein.

85% in der prä-Disney Zielgruppe. In meinem Umfeld fahren unzählige 6-10 Jährige auf Star Wars ab. Das ist ein so krasser Hype: Lichtschwerter, Masken, Lego, Bücher, Spiele, Plüschtiere ... wird alles wie verrückt konsumiert. Ich investiere sicherlich hunderte von Euros jährlich in den Star Wars Kram für meine Jungs und das sieht bei deren Freunden nicht anders aus. Wäre der Film FSK 6, dann sähe das ganz anders aus.
Themenparks, Merch und Disney+ haben mit der Marke Star Wars so massiv eingeschlagen.
Die Filme sind keine Einnahmequelle, sondern Werbetrailer. Schreiben die die schwarze Null, reicht das.
Es wird seit dem Kauf von 47 Milliarden Dollar Umsatz mit Star Wars gemunkelt. 

Disney legt im Schnitt zwischen 4-6 Milliarden jedes Jahr an Umsatz zu.

Da ist nix im Argen. Das Franchise macht, was es soll. Es druckt Geld und die Verjüngung des Publikums läuft und sie läuft gut!
Disney spielt da auf lange Sicht und sie spielen gut.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Xemides am 26.06.2026 | 17:51
Ich bin sicher, du weißt auch Bescheid, da es schon tausendplusmal diskutiert wurde. Aber bitte schön: politischer Aktivismus sollte bei seinen Leisten bleiben und nicht zwanghaft in Medien gepumpt werden, die damit nichts zu tun haben, bloß um diese umzudefinieren.

Erzähl doch mal Spielberg das Star Wars nicht schon immer links und woke war und eine politische Botschaft gegen Faschismus gewesen ist.

Das kann man natürlich ignorieren, aber es war schon immer da.

Heute sehen sich MAGAs als von der Rebellion repräsentiert und im Imperium "Das System" oder "Den Deep State" etc.

Wer definiert da was um ?

Bei Star Trek war es übrigens auch schon immer so:


Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination.

Die Föderation ist im Grund ein sozialistisches Paradies, die Ferengi sind im Grunde die fiesen Kapitalisten, etc.



Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Swanosaurus am 26.06.2026 | 17:54
Du hast die Mentalität der Schreiber glaube ich super erfasst! Und genau diesen zynischen selbsthass will niemand sehen im Hollywoodschen Kino.

Wow, es ist also zynischer Selbsthass, wenn man einer fiktiven Figur, mit der man sich identifiziert, Schwächen, Irrtümer und Fehler zugesteht?

Für mich war The Last Jedi - bei allen Mängeln in Sachen Pacing - der "moderne" Star Wars Film, der eigentlich als einziger den Geist der Originaltrilogie eingefangen hat, indem er sie fortgeschrieben hat. Klar, wenn man aus dem Expanded Universe die Vorstellung mitbringt, dass Luke der Ober-Überjedi wird und eine edgy neutral-böse Freundin hat, die aber für ihn gut wird oder so, dann findet man das vielleicht alles Kinderkacke. Aber ich habe mich bei dem TLJ-Luke emotional gut wiedergefunden. Raven Nash hat das schon ganz gut beschrieben, und auch thematisch ist die Fortsetzung der OT für mich gelungen:
Als Luke für einen Moment überlegt, Ben Solo zu töten - ja, krass, ABER genau die Haltung, die ihm Obi-Wan und Yoda zum Thema Vader eingebleut haben: Du musst den Bösen killen, sonst haben wir keine Chance! Das Luke in RotJ über diese Lektion seiner Lehrmeister hinausgewachsen ist ("Ich kämpfe nicht gegen dich!"), war doch der emotionale Kern der ganzen Trilogie. Und hier ist er plötzlich in der Lehrmeisterrolle und erwischt sich dabei, wie er unter dem Deckmantel der Verantwortung plötzlich für einen Moment genauso selbstgerecht wird wie die alten Jedi, die er zurückgewiesen hat. Aber das schöne: Es ist nur ein Moment - er bleibt sich treu, er tötet Ben nicht, und er hätte es auch nie getan.
Und dann der großartige Endkampf, in dem "Ich kämpfe nicht gegen dich" aufgegriffen wird und Luke seine Empathie, die ihn im Kern in der OT ausgemacht und von seinen Lehrern abgehoben hat, einmal mehr zur rettenden Kraft macht. Damit hat die Figur für mich wirklich einen Höhepunkt erreicht, der völlig unabhängig von der Frage ist, ob er jetzt the geilest Lichtschwertkämpfer in town ist oder der Dorftrottel mit zwei linken Füßen. Das ist egal. Er ist Luke, und er tut am Ende das Richtige, aber auf dem Weg liegen Frustration, Irrwege, Aufbegehren ... genau wie in der OT.

TLJ war in meinen Augen wirklich alles andere als ein perfekter Film (der ganze Casino-Blödsinn, Uff ...). Aber das war ein großer menschlicher Moment, und ich fand nichts daran zynisch. Und es war auch keine Dekonstruktion von Luke. Es war die Bestätigung seiner größten Stärke gegen alle Widrigkeiten.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Megavolt am 26.06.2026 | 17:59
Da ist nix im Argen. Das Franchise macht, was es soll. Es druckt Geld [...]
Disney spielt da auf lange Sicht und sie spielen gut.

Prisma hat es ja bereits angemerkt: Der Börsenwert von Disney spricht eine andere Sprache.

Weil du die Themenhotels ansprichst: Ich kenne da die genau gegenläufigen Geschichten, vor allem das (relativ spektakuläre) Scheitern derselben.

Was die Kinder angeht: Das kann ich nicht mit irgendwie olympischer Perspektive endgültig beurteilen, bzw. das bleibt vielleicht irgendwo immer anekdotisch, am Ende zahlen aber die Eltern den Merch. Wenn die pissed sind von Star Wars, dann ist das ein negativer Faktor.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: gunware am 26.06.2026 | 18:22
Was die Kinder angeht: Das kann ich nicht mit irgendwie olympischer Perspektive endgültig beurteilen, bzw. das bleibt vielleicht irgendwo immer anekdotisch, am Ende zahlen aber die Eltern den Merch. Wenn die pissed sind von Star Wars, dann ist das ein negativer Faktor.
Die Sache ist die, es ist unerheblich, ob die Eltern angepisst sind, was zählt sind die Wünsche der Kiddies, da springen die Eltern locker über den eigenen Schatten ...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Ludovico am 26.06.2026 | 19:29
Ich finde die Nachricht gut. Denn das senkt den Wert der IP und ermöglicht es somit, dass wir bessere Umsetzungen des Settings im Rollenspiel sehen.
Persönlich wünschte ich mir mehr Geschichten über Outlaws und das Outer Rim.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 26.06.2026 | 20:23
Es gibt schon so viele gute Filme und Serien. Von daher bin ich da ganz gelassen. Ich hab vom Streaming die Schnauze voll und hole mir alles auf Blue Ray (oder alte Sachen auf DVD). Und wenn doch mal wieder was interessantes kommt, warte ich auf die Kritiken und lass mir lange Zeit.

Ich hab keine Lust meine Lebenszeit mit rausgerotztem, lieblosem und/oder ideologischem Content zu verschwenden, in der Hoffnung mal was zu finden, das gar nicht so schlecht ist. Meine Zeit ist kostbar und ich will Sachen sehen, die mir ziemlich sicher gefallen. Netflix, Amazon Prime und besonders Disney + bringen dafür viel zu viel Schrott raus. Und Star Wars ist auf dem Gipfel des Schrotts sehr prominent vertreten neben Kurtz-Trek, The Witcher, Marvel, Rings Of Power, Alien und Rad der Zeit. Sicher hab ich da noch ein paar vergessen. Aber ich wünsch jedem viel Spaß damit  ;)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 27.06.2026 | 09:00
Ich werde das Gefühl nicht los das hier kaum jemand den verlinkten Artikel gelesen (oder verstanden) hat. Nochmal: die 85 % kommen zustande weil man die Einnahmen von Episode 7 (dem ersten Star Wars Film nach einer langen Durststecke) mit dem Mandalorian Film zur Serie vergleicht.

Ich kann genauso gut schreiben "Tolkien verliert 98 % seiner Fans !" Der Beweis: Während "Fellowship" noch 897 Millionen eingespielt hat kommt "War of the Rohirrim" gerade mal auf 20,7 Millionen.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 27.06.2026 | 09:08
Ich werde das Gefühl nicht los das hier kaum jemand den verlinkten Artikel gelesen (oder verstanden) hat. Nochmal: die 85 % kommen zustande weil man die Einnahmen von Episode 7 (dem ersten Star Wars Film nach einer langen Durststecke) mit dem Mandalorian Film zur Serie vergleicht.

Ich kann genauso gut schreiben "Tolkien verliert 98 % seiner Fans !" Der Beweis: Während "Fellowship" noch 897 Millionen eingespielt hat kommt "War of the Rohirrim" gerade mal auf 20,7 Millionen.

Gleicher Wein in anderen Schläuchen.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: YY am 27.06.2026 | 09:47
Und dass da - tut mir leid, da müsst ihr durch - es kein objektives Schlußurteil gibt, was "gutes" Star Wars ist und was nicht.

Zumindest einiges an rein handwerklichen Sachen kann man durchaus objektiv feststellen. Das geht dann von großen Grundsatzentscheidungen bis runter zu einzelnen Kameraeinstellungen, wenn man Bock auf so was hat.

Bringt aber unterm Strich auch nichts, wenn man am Ende sagt: Gefällt mir trotzdem.



Weil aber der Verweis auf Merch & Co. kam:

Mir als "Altfan" fällt die zeitliche Verortung von Spielen wie Imperial Assault, Outer Rim, Rebellion oder Battle of Hoth deutlich auf.
Und bei den Lego-Sachen etc. sieht es nicht viel anders aus.

Da weiß man anscheinend schon sehr genau, was zieht und was nicht.

Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 27.06.2026 | 09:52
Zitat
Luke ist Bauer, hat aber einen kleinen Jäger. Der steht sogar im Hintergrund in Episode IV rum. In dem Setting gibt es sehr viele Raumschiffe und Fluggeräte aller Art, die unter Privatpersonen weitverbreitet sind. Luke und seine Freunde sind geübte Piloten und wollen eigentlich auf die Imperiale Akademie. Er sagt zu Han auch, dass er in der Lage wäre den Falken zu fliegen. Es ist also durchaus richtig, dass er auch einen X-Wing fliegen kann.
Das ist kein Jäger, das ist das Äquivalent einer Cessna. Soweit mir bekannt, befähigt einen das Fliegen mit einer Einmotorigen nicht zum Fliegen eines Kampfjets.
Mal abgesehen von solchen Kleinigkeiten von Atmosphärenflug vs. Weltraum, oder gar Formationen unter Beschuss. Also nein, die Sache mit dem X-Wing haut nicht hin.

Die Zeit mit Obi Wan ist - im Gegensatz zu der mit Yoda - sehr genau festgelegt. Und nein, das sind keine "fortgeschrittenen Techniken" - das ist das Youngling-Training, was er da auf dem Falken macht.

Man kann sich's schönreden, wie man will: Die OT hat einen massiven Haufen an Plotholes, hat sie immer schon gehabt. Darf einem ja trotzdem gefallen.

Ich hab Ep. VIII gefeiert. Nicht wegen der Story - die ist genauso platt und hanebüchen wie die aller anderen SW-Filme - sondern weil endlich mal konsequent weitergedacht wurde. Und weil man Dinge aus dem ach-so-tollen EU übernommen hat - und die da plötzlich furchtbar waren.

Das EU war zum großen Teil ein Haufen Mist von untalentierten Autoren (lustigerweise findet man ja einige als D&D-Autoren wieder). Man denke an den grandiosen "Suncrusher", die Hyperraum-Kanone, die unzähligen Imperator-Klone, die Vong (die seltsamerweise nicht mit der Macht verbunden sind, die doch alles verbindet), die Planeten-Lebensformen, usw. Aber es waren die 80er - und da war Trash halt hipp.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 27.06.2026 | 12:36
Erzähl doch mal Spielberg das Star Wars nicht schon immer links und woke war und eine politische Botschaft gegen Faschismus gewesen ist.

Das kann man natürlich ignorieren, aber es war schon immer da.
Meinst du Lucas? Spielberg hatte nur am Rande, hinter den Kulissen, etwas mit Star Wars zu tun.
Gibt es denn eine Aussage von Lucas von damals, dass Star Wars eine politische Botschaft gegen den Faschismus ist? Ich denke, die ästhetischen Elemente die man aus dem WWII genommen hat, reichen dafür nicht aus. Sind die Indiana Jones Filme eine politische Botschaft gegen den Faschismus? Wohl auch nicht. Nazis sind einfach beliebte Bösewichte, die man gedankenlos über den Jordan schicken kann. Und darum sind die Imperialen auch so in Star Wars wie sie sind. Und auch sie werden massenhaft von den Helden umgelegt.


Heute sehen sich MAGAs als von der Rebellion repräsentiert und im Imperium "Das System" oder "Den Deep State" etc.

Wer definiert da was um ?
Ich verstehe den Zusammenhang zum Thema nicht. Meinst du die Leute die Star Wars nicht mehr mögen, wären MAGA-Anhänger?


Die Föderation ist im Grund ein sozialistisches Paradies, die Ferengi sind im Grunde die fiesen Kapitalisten, etc.
Pardon, aber das stimmt nicht. Die Föderation ist eine Art soziale Meritokratie. Es gibt zwar kein Geld mehr, aber offenbar eine Art sozialen Kredit. Denn wer sich für die Gesellschaft einsetzt/arbeitet bekommt viel mehr als andere. Ist man z.B. bei der Sternenflotte bekommt man das Appartement mit Blick auf den Eifelturm. Ist man z.B. hochrangig bei der Sternenflotte hat man Zugang zu Luxusappartements oder zu Villen, bzw. villenartigen Häusern. Macht man nix, stürzt man aber nicht in die Armut ab, man bekommt aber eben nicht das tolle Appartement, sondern irgendwo eine Wohnung. Man kann im Replimat repliziertes Essen essen, was nicht schlecht ist, aber eben nicht im Restaurant von Siskos Vater dinieren … man kann aber natürlich auch immer nett fragen.
Die Ferengi sind in der Tat fiese Kapitalisten, aber eher eine lustige Parodie darauf.


Das ist kein Jäger, das ist das Äquivalent einer Cessna. Soweit mir bekannt, befähigt einen das Fliegen mit einer Einmotorigen nicht zum Fliegen eines Kampfjets.
Mal abgesehen von solchen Kleinigkeiten von Atmosphärenflug vs. Weltraum, oder gar Formationen unter Beschuss. Also nein, die Sache mit dem X-Wing haut nicht hin.
Pardon, aber das stimmt einfach nicht. Die „Cessna“, nämlich der T-16 Skyhopper (https://starwars.fandom.com/wiki/T-16_skyhopper#cite_ref-Episode_IV_7-0) der Firma Incom, fliegt Mach 1,2 schnell! Es hat zwar eine Dienstgipfelhöhe von nur 300 Meter, gilt aber als Übungsvehikel für Raumpiloten. Der Hopper kann mit bis zu drei Waffensystemen ausgestattet werden. Das Cockpit ist dem X-Wing nachempfunden, weil der auch von Incom gebaut wird, so dass sich Piloten im echten X-Wing Raumjäger sofort zurecht finden.

Das nenne ich mal eine „Cessna“!

Luke selber ist ständig als Teenager mit dem Ding durch enge Canyons (!) geflogen und hat Wumpratten, oder wie die heißen, abgeschossen, die nicht größer als zwei Meter waren. Darum war er bei dem Briefing auf den Angriff des ersten Todessterns so entspannt, im Gegensatz zu den Militärpiloten, weil er sowas schon viele Male geübt hat. Das alles ist einfach ein Plotdevice, um der Handlung von Luke intrinsische Glaubwürdigkeit zu geben. Das mag man jetzt doof finden, aber es funktioniert, weil es erklärt wird.


Die Zeit mit Obi Wan ist - im Gegensatz zu der mit Yoda - sehr genau festgelegt. Und nein, das sind keine "fortgeschrittenen Techniken" - das ist das Youngling-Training, was er da auf dem Falken macht.
Darüber könnten wir einen Nerdwar führen, weil man auch sagen kann, das Luke nur ein paar Stunden des Youngling-Trainigs braucht, um weiterzukommen. Das ist eben das Trope des „Auserwählten“...

Ich hab Ep. VIII gefeiert.

[…]

[...] sondern weil endlich mal konsequent weitergedacht wurde.
Kein Problem, so steht jeder auf seiner Seite der Prozente.


Das EU war zum großen Teil ein Haufen Mist von untalentierten Autoren (lustigerweise findet man ja einige als D&D-Autoren wieder). Man denke an den grandiosen "Suncrusher", die Hyperraum-Kanone, die unzähligen Imperator-Klone, die Vong (die seltsamerweise nicht mit der Macht verbunden sind, die doch alles verbindet), die Planeten-Lebensformen, usw. Aber es waren die 80er - und da war Trash halt hipp.
Das mag man so sehen, ist ja auch okay. Aber es war ja immer noch sehr erfolgreich und beliebt. Und vor allem: Es hat nicht den Großteil der Fans vergrault, sondern diese Fans und die IP jahrzehntelang bei der Stange gehalten. Also, ich sehe da einen klaren Gewinner.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 27.06.2026 | 12:55
Pardon, aber das stimmt einfach nicht. Die „Cessna“, nämlich der T-16 Skyhopper (https://starwars.fandom.com/wiki/T-16_skyhopper#cite_ref-Episode_IV_7-0) der Firma Incom, fliegt Mach 1,2 schnell! Es hat zwar eine Dienstgipfelhöhe von nur 300 Meter, gilt aber als Übungsvehikel für Raumpiloten. Der Hopper kann mit bis zu drei Waffensystemen ausgestattet werden. Das Cockpit ist dem X-Wing nachempfunden, weil der auch von Incom gebaut wird, so dass sich Piloten im echten X-Wing Raumjäger sofort zurecht finden.
Dir ist aber schon klar, dass all das erst weit NACH dem Film erdacht wurde, oder? Darüber hat sich Lucas schlicht nie Gedanken gemacht. Der hatte noch nichtmal den Namen Incom im Kopf, geschweige denn solche Details über ein Vehikel, dass man nie fliegen sieht, oder gar das Cockpit.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 27.06.2026 | 13:26
Dir ist aber schon klar, dass all das erst weit NACH dem Film erdacht wurde, oder? Darüber hat sich Lucas schlicht nie Gedanken gemacht. Der hatte noch nichtmal den Namen Incom im Kopf, geschweige denn solche Details über ein Vehikel, dass man nie fliegen sieht, oder gar das Cockpit.
Anscheinend hat er sich doch Gedanken gemacht, dass Lukes Pilotenfähigkeiten einen erzählerischen Sinn ergeben müssen, denn:

-  der T16 Skyhopper wird in einer Szene im Hintergrund in Lukes zu Hause (https://www.reddit.com/r/MovieDetails/comments/vfi5wa/in_a_new_hope_1977_you_can_see_lukes_t16/) gezeigt.
-  Luke sagt, er sei ein guter Pilot (weil er geübt hat).
-  Luke sagt zu Han, dass er den Falken fliegen könnte.
-  Luke erklärt während des Briefings (https://www.youtube.com/watch?v=TOgtj00Rp8s), dass er Wompratten "from my T16" aus abgeschossen hat.

Dazu kommt:
Zitat
(Quelle) (https://jedipedia.fandom.com/wiki/T-16-Lufth%C3%BCpfer)
Ursprünglich wollte George Lucas für Episode IV – Eine neue Hoffnung eine Flugszene mit Luke Skywalker in seinem T-16 auf Tatooine verwenden. Aus Budget- und Zeitgründen wurde diese Szene jedoch nie gedreht und man sieht nur ein Modell eines T-16, mit dem Luke spielt. In der Special Edition von Episode VI - Die Rückkehr der Jediritter sieht man einen T-16 über die jubelnde Menschenmenge fliegen.

Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Eisenmeile am 28.06.2026 | 20:00
Pardon, aber das stimmt nicht. Die Föderation ist eine Art soziale Meritokratie. Es gibt zwar kein Geld mehr, aber offenbar eine Art sozialen Kredit. Denn wer sich für die Gesellschaft einsetzt/arbeitet bekommt viel mehr als andere. Ist man z.B. bei der Sternenflotte bekommt man das Appartement mit Blick auf den Eifelturm. Ist man z.B. hochrangig bei der Sternenflotte hat man Zugang zu Luxusappartements oder zu Villen, bzw. villenartigen Häusern. Macht man nix, stürzt man aber nicht in die Armut ab, man bekommt aber eben nicht das tolle Appartement, sondern irgendwo eine Wohnung. Man kann im Replimat repliziertes Essen essen, was nicht schlecht ist, aber eben nicht im Restaurant von Siskos Vater dinieren … man kann aber natürlich auch immer nett fragen.

Die Theorie halte ich für nicht haltbar (auch wenn ich die Gesellschaft von Star Trek auch nicht für sozialistisch halte – einfach weil die politischen Systeme aus unserer Zeit nicht so recht in die utopistische Zukunft passen).

Picard sagt in TNG, dass es in der Föderation kein Geld mehr gibt, und jeder die Möglichkeit hat, sich nach seinen Wünschen zu entfalten. Jeder. Ohne Bedingungen.

Recht deutlich sieht man das an Joseph Sisko: was soll dieser denn für die Gesellschaft geleistet haben, um sich sein Nobelrestaurant zu "verdienen"? Er ist nicht (und war nie) Mitglied der Sternenflotte und hatte auch nie ein hohes Amt in der Föderation. Nach dem was wir über ihn erfahren, war er sein ganzes Leben lang nur Koch, mit sehr begrenztem Beitrag zur Gesellschaft.

Oder noch deutlicher: Robert Picard. Jemand mit einer deutlichen Anti-Technologie und Anti-Sternenflotte Einstellung (wie sein Vater auch, und nach dem was wir hören auch einige Generationen davor). Und trotzdem darf dieser "Weinberg-Hippie", der nicht nur nichts leistet, sondern sich auch aktiv gegen große Teile der Föderationsgesellschaft abgrenzt, in einer luxeriösen Villa, umgeben von weitreichenden Ländereien, leben. Ob die Starfleet-Admiräle auch solche Heimstätten vorweisen können? Zumindest sehen wir nichts derartiges.

Daher halte ich leistungsbasierte "Entlohnung" (in Form von social credits o.ä.) innerhalb der Föderation für eher unwahrscheinlich. Ich denke es ist eher so, wie Picard es gesagt hat: jeder kann sich frei entfalten, solange die dafür erforderlichen Ressourcen im Überfluss vorhanden sind, was auf der Erde auf die meißten Ressourcen zutrifft. Der einzige wirklich limitierende Faktor ist (neben Platz, je nachdem was man auf welchem Planeten machen will) Arbeitkraft - da man seine Restaurantbelegschaft oder Weinbauern nicht mit Geld bezahlen kann, muss man sie irgendwie anders motivieren, bei diesem Projekt mitzumachen (oder halt vollständig auf Technologie setzen, aber dann gibt es halt wenig, was das eigene Projekt wirklich einzigartig macht - und damit wenig positive Rückkoppelung durch zufriedene Klienten). Abgesehen davon kann jedes Mitglied der Föderation ein Restaurant eröffnen, oder ein anderes Projekt vorantreiben.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: unicum am 28.06.2026 | 20:37
Warum man es nicht entspannt akzeptieren kann, dass wir da alle verschiedene Geschmäcker haben, das ist und bleibt mir ein Rätsel.

Menschen sind nun mal so, schau mal an andere Stellen der Gesellschaft und der Ploitik. Gegensätzliche Meinungen zu akzeptieren ist wohl für die meisten Menschen recht schwer, irgendwie sind wohl alle Kompromisse "Faul". Hier im Ort Gruppe hat Bürgerentscheid massig verloren "Na dann klagen wir halt! Bis zum letzten!"

Grundsätzlich versuche ich das "Leben und Leben lassen" auch immer als Handlungsmaxime zu nehmen aber, machnmal ne geht einfach nicht. Gerade in Gesellschaft und Politik komme ich oft an solche "Ne geht nicht" Dinge wo ich mir sage "will ich nicht mal drüber sprechen weil: hoher Blutdruck ist nicht gut."

Star Treck hat es mit Pilzantrieb und Warpbrand auch ziemlich mit mir versaut. Midgard 6 mit Menschen die Toxisch sind und einem kompletten umschmeissen von einfach allem. (ja das ist kein Midgrad mehr - diskussion im fraglichen Strang wenn gewünscht).

Star Wars?

Ich finde die ersten 3 Filme (StarWars/Empire Stricks Back/Return of the Jedi) immer noch gewaltig und genial, aber was danach gekommen ist,... war technisch besser - aber hat mich immer weniger abgeholt,... ich hab das ein oder andere gesehen aber ... naja.

ich bin wohl auch bei den 85% dabei.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 29.06.2026 | 07:32
Anscheinend hat er sich doch Gedanken gemacht, dass Lukes Pilotenfähigkeiten einen erzählerischen Sinn ergeben müssen, denn:
Grundsätzlich hat sich der gute George über sehr wenig Gedanken gemacht - das waren sehr viele andere Leute am Set, u.a. auch seine Frau, die wohl auch ausschlaggebend für den Erfolg des Films war.

Dass der gute Rübenbauer sein eigenes Können über den grünen Klee lobt, passt zum arroganten Charakter. Ebenso die Anmaßung, ein "richtiges" Raumschiff fliegen zu können, obwohl er noch nie im All war. Auch das mit den Wompratten ist pure Angabe.
Luke ist ein arroganter Angeber - und das bleibt er auch bis zum Beginn von VI. Muss genetisch sein.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 29.06.2026 | 11:33
Grundsätzlich hat sich der gute George über sehr wenig Gedanken gemacht - das waren sehr viele andere Leute am Set, u.a. auch seine Frau, die wohl auch ausschlaggebend für den Erfolg des Films war.

Dass der gute Rübenbauer sein eigenes Können über den grünen Klee lobt, passt zum arroganten Charakter. Ebenso die Anmaßung, ein "richtiges" Raumschiff fliegen zu können, obwohl er noch nie im All war. Auch das mit den Wompratten ist pure Angabe.
Luke ist ein arroganter Angeber - und das bleibt er auch bis zum Beginn von VI. Muss genetisch sein.
Es ist bedeutungslos, wer letztlich dafür gesorgt hat, dass es im Film vorkommt. Wichtig ist, dass es im Film vorkommt. Dann hat man nämlich kein Plothole. Rübenbauer oder nicht, die Fakten bleiben: Luke hat die T16 und er kann fliegen. Die T16 steht in der Garage und wird gezeigt und später sogar benannt. Er erwähnt auch, dass er Dinge getan hat, wozu ein Militärpilot sagt, sie seien unmöglich. Und er beweist seine Aussagen und Fähigkeiten beim Angriff auf den Todesstern.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: First Orko am 29.06.2026 | 12:38
Psst: Luke gibt's gar nicht. Und es hat ihn auch nie gegeben  ;) Und Plotholes btw auch nicht.

Es gibt Figuren mit einer (oder mehrerer) Funktionen zur Unterhaltung in einem Medium. Ob das, was da gezeigt wird irgendwie glaubhaft für Leute ist, ist beinahe komplett subjektiv. Im Rahmen einer Märchenerzählung darüber zu fabulieren, welche Raumschiffe wie schnell sind und von wem gesteuert werden können oder nicht... kann man machen, aber das Eine hat mit dem Anderen überhaupt gar nix zu tun.

George Lucas war und ist Filmemacher, der Geschichten erzählen will - und nicht seitenweise in Nerdforen über die Stützmasse von Überlichtraumschiffen diskutiert. Da macht, was im Film(!) funktioniert, ungeachtet ob das "realistisch" ist oder nicht. Und er hat eine Erzählung geschaffen, die über mehrere Generationen hinweg seit über 50 Jahren immer wieder, immer wieder neu und immer wieder anders erzählt wird und Unmengen von Fanerzählungen hervorgebracht hat.

Und das kann man anerkennen - oder es lassen. Aber jetzt, 50 Jahre später zu erwarten, das irgendwelche kindlichen Gefühle von damalsTM weiterhin bedient werden... puh. Also kann man machen und das steht dann da auch so irgendwie rum neben diesem mittlerweile so unglaublich vielfältigen, gewaltigen Werk von Erzählungen. Wenn der eigenen Geschmack nicht mit der Welt mitwächst, dann kann die Welt aber nix dafür.

Und wer Lucas irgendwie grundlegend politische Agenda in seinen Filmen absprechen will, der möge mal einen Blick auf einen seinen früheren Kurzfilme werfen:  Freiheit (1966) (https://www.youtube.com/watch?v=MtXmn4evG8k)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 29.06.2026 | 13:25
Als nächstes behauptet noch jemand Star Wars sei gar nicht realistisch und das Raumschiffe im Weltwall keine coolen Geräusche machen wenn sie um einen herumfliegen...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 29.06.2026 | 13:44
Psst: Luke gibt's gar nicht. Und es hat ihn auch nie gegeben  ;) Und Plotholes btw auch nicht.

Es gibt Figuren mit einer (oder mehrerer) Funktionen zur Unterhaltung in einem Medium. Ob das, was da gezeigt wird irgendwie glaubhaft für Leute ist, ist beinahe komplett subjektiv.
Genau das meine ich ja: Luke behauptet etwas, von dem der Zuschauer eigentlich annehmen muss, dass es schlicht Selbstüberschätzung ist (die wir ja bei der "Rettung" von Leia auch vorgeführt bekommen). Und plötzlich kann er's? So gut wie die Piloten, die das jahrelang trainieren?

Für mich war Luke immer schon ein arroganter Angeber, genauso wie Han ein aufgeblasener Hans Wurst ist. Beide brauchen ständig irgendwen, der sie aus der Bredoille holt, in die sich selbst manövrieren. Also weit weg von "Helden".

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich immer Fan des Settings war, aber nie von Lucas oder seinen Charakteren, geschweige denn den Stories.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Lyonesse am 29.06.2026 | 14:30
Für mich war Luke immer schon ein arroganter Angeber, genauso wie Han ein aufgeblasener Hans Wurst ist. Beide brauchen ständig irgendwen, der sie aus der Bredoille holt, in die sich selbst manövrieren. Also weit weg von "Helden".
Warum das wohl so ist. Das sind Protagonisten für junge Erwachsene und die bringen sich ja auch gerne mal in Schwierigkeiten, überschätzen sich, oder reißen das Maul auf; auf die Art lassen sich ohne viel Aufwand dramatische Situationen erzeugen, und Star Wars ist über weite Strecken eine Aneinanderreihung der selben.
Fun Fact: Auf Tatooine bauen die Farmer keine Rüben, sondern Wasser an - nennt sich moisture farming.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Sashael am 29.06.2026 | 14:42
Als nächstes behauptet noch jemand Star Wars sei gar nicht realistisch und das Raumschiffe im Weltwall keine coolen Geräusche machen wenn sie um einen herumfliegen...
Oh nein!
Nachher müssen wir uns noch der Tatsache stellen, dass die gesamte Technik in Star Wars zum allergrößten Teil hanebüchener Quatsch ist, der solche Details wie Physik komplett ignoriert, damit es cool aussieht?

WE ARE ALL DOOMED!
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 29.06.2026 | 14:52
Fun Fact: Auf Tatooine bauen die Farmer keine Rüben sondern Wasser an - nennt sich moisture farming.
Same same.
Ist ja eh nix anderes als US-Mittelwesten Farmer in Space.

Ich stelle aber fest, demnach ich SW zum ersten Mal mit 16 oder 17 gesehen hab, fehlt mir halt einfach die Kindheits-Verklärung.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Zanji123 am 29.06.2026 | 15:58
Warum das wohl so ist. Das sind Protagonisten für junge Erwachsene und die bringen sich ja auch gerne mal in Schwierigkeiten, überschätzen sich, oder reißen das Maul auf; auf die Art lassen sich ohne viel Aufwand dramatische Situationen erzeugen, und Star Wars ist über weite Strecken eine Aneinanderreihung der selben.
Fun Fact: Auf Tatooine bauen die Farmer keine Rüben sondern Wasser an - nennt sich moisture farming.

ähm... ok als ich als "nicht Star Wars Nerd" der die erste Trilogie gucken "musste" weil sein damaliger Partner SW Fan war und ich in die Premiere von Episode 1 reingezogen wurde... dachte eigentlich immer das er bis ca mitte des zweiten Teils der "sich selbst überschätzende Teenager / junger Mann" ist (eben die Sache mit "ha das Ding treff ich locker ich hab (random Tier das mir nix sagt) getroffen als ich mit meinem (random Schiff das mir nix sagte) geflogen bin". In einer Besprechung VOLLER ausgebildeter Kampfpiloten bzw. Piloten die schon öfter im All geflogen sind als er jemals. Daher dachte ich in meiner "nicht so deep im Lore gesetzten" Schädel das er erst zu nem "nicht ganz so großmäuligen" Typen wird. Eben in Ende des zweiten und definitiv im dritten Teil. Das man es nicht wirklich gut gekennzeichnet hat das die Ausbildung bei Yoda etwas länger als nur n kurze Montage dauert fand ich allerdings etwas blöd.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: unicum am 29.06.2026 | 17:14
Als nächstes behauptet noch jemand Star Wars sei gar nicht realistisch und das Raumschiffe im Weltwall keine coolen Geräusche machen wenn sie um einen herumfliegen...

Das teilt sich aber Star Wars mit so ziemlich allen anderen Film und Fernseh Produktionen. Ich mein warum läuft im Hintergrund oft so epische Musik?

Das einzige Geräusch das mein Laser heute gemacht hatte bei inbetriebnahme war das Klack als ich den Schlüsselschalter umgelegt hat, vieleicht brummt auch das Netzteil mit 50Hz aber wenn dann so leises das ich es nicht ausmachen kann.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 30.06.2026 | 12:05
Psst: Luke gibt's gar nicht. Und es hat ihn auch nie gegeben  ;) Und Plotholes btw auch nicht.

Es gibt Figuren mit einer (oder mehrerer) Funktionen zur Unterhaltung in einem Medium. Ob das, was da gezeigt wird irgendwie glaubhaft für Leute ist, ist beinahe komplett subjektiv. Im Rahmen einer Märchenerzählung darüber zu fabulieren, welche Raumschiffe wie schnell sind und von wem gesteuert werden können oder nicht... kann man machen, aber das Eine hat mit dem Anderen überhaupt gar nix zu tun.

George Lucas war und ist Filmemacher, der Geschichten erzählen will - und nicht seitenweise in Nerdforen über die Stützmasse von Überlichtraumschiffen diskutiert. Da macht, was im Film(!) funktioniert, ungeachtet ob das "realistisch" ist oder nicht. Und er hat eine Erzählung geschaffen, die über mehrere Generationen hinweg seit über 50 Jahren immer wieder, immer wieder neu und immer wieder anders erzählt wird und Unmengen von Fanerzählungen hervorgebracht hat.

Und das kann man anerkennen - oder es lassen. Aber jetzt, 50 Jahre später zu erwarten, das irgendwelche kindlichen Gefühle von damalsTM weiterhin bedient werden... puh. Also kann man machen und das steht dann da auch so irgendwie rum neben diesem mittlerweile so unglaublich vielfältigen, gewaltigen Werk von Erzählungen. Wenn der eigenen Geschmack nicht mit der Welt mitwächst, dann kann die Welt aber nix dafür.

Und wer Lucas irgendwie grundlegend politische Agenda in seinen Filmen absprechen will, der möge mal einen Blick auf einen seinen früheren Kurzfilme werfen:  Freiheit (1966) (https://www.youtube.com/watch?v=MtXmn4evG8k)
Ich denke, die Internetgesellschaft krankt heutzutage daran, dass sie unbedingt in allem eine politische Message erkennen will und hält sich da an jedem Strohhalm fest, der das nur irgendwie andeuten könnte.
Wenn Star Wars vor oder seit 50 Jahren kindliche Gefühle bedient, dann ist das doch sehr gut. Als neuer Inhaber der IP würde ich mir Sorgen machen, wenn meine Leute dies nicht mehr schaffen und sich 85%, die bisher dabei waren, von der Marke abwenden. Wenn ich mich als IP-Inhaber entscheide, mich am Geschmack der 15% zu orientieren (was Disney gemacht hat) und dann zwar immer noch meine paar Milliarden mache, mag das oberflächlich okay sein. Aber ich könnte als IP-Inhaber viel viel mehr verdienen, wenn ich mich nicht an dem Geschmack einer Minderheit orientiere (was Lucas gemacht hat).
Und dazu zählen dann auch Details, die wichtige Eigenschaften meines Protagonisten erklären, so dass er in der Erzählung funktioniert. Wenn dann einige kommen und das für subjektiv unglaubhaft halten. Dann bitte sehr, aber die Masse hat anders entschieden. 
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Sashael am 30.06.2026 | 14:06
Dass sich 85% von Star Wars abgewendet haben, ist übrigens immer noch eine steile These, die hier schon mehrfach in Frage gestellt wurde.

Ep7 kam vor Covid19 raus, Mandalorian & Grogu danach. Bereits das hat starken Einfluss auf die Kinobesucherzahlen.
Dann hat Ep7 einen gigantischen Hunger nach Star Wars Content bedient, während Mandalorian & Grogu zu einer Zeit der Übersättigung als Spin Off Movie zu einer Serie dasteht.

Ja, die Besucherzahlen sind deutlich unter denen von Ep7, aber daran festzumachen, dass Star Wars 85% seiner Fans verloren hätte, ist eine reine Behauptung ohne Fundament.

Ich mochte z.B. die Serie, würde aber für den Film nicht ins Kino gehen. Den schau ich mir dann auf D+ an.
Hat Star Wars mich nun als Fan verloren?
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 30.06.2026 | 14:57
Dass sich 85% von Star Wars abgewendet haben, ist übrigens immer noch eine steile These, die hier schon mehrfach in Frage gestellt wurde.

Das eine, was wir definitiv wissen (immer vorausgesetzt, der verlinkte Originalartikel hat wenigstens seine Zahlen korrekt), ist, daß "Mandalorian & Grogu" ca. 15% der Einnahmen von "The Force Awakens" hat. Daraus kann man nun wie aus Kaffeesatz und Wahlergebnissen herauslesen, was man möchte -- meinetwegen auch, daß sich wirklich alle vorher etablierten Fans und Neugierigen im Lauf der Sequel-Trilogie mit Schaudern abgewendet haben und der neue Film entsprechend überhaupt nur ahnungslose neue Opfer erwischt. ;)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Chaos am 30.06.2026 | 15:05
Ich würde "The Mandalorian and Grogu", wenn überhaupt, eher mit anderen "Nebenprojekten" wie "Rogue One" oder "Solo" vergleichen, nicht mit den Trilogien der Hauptreihe.

"The Mandalorian and Grogu": 335,8 Millionen Dollar Einnahmen an der Kinokasse
"Solo": 393 Millionen Dollar

Star Wars hat also schlimmstenfalls 15 Prozent des Publikums verloren - beziehungsweise eher noch weniger, wenn man die Zahlen um die Inflation bereinigt.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 30.06.2026 | 15:06
Das eine, was wir definitiv wissen (immer vorausgesetzt, der verlinkte Originalartikel hat wenigstens seine Zahlen korrekt), ist, daß "Mandalorian & Grogu" ca. 15% der Einnahmen von "The Force Awakens" hat. Daraus kann man nun wie aus Kaffeesatz und Wahlergebnissen herauslesen, was man möchte -- meinetwegen auch, daß sich wirklich alle vorher etablierten Fans und Neugierigen im Lauf der Sequel-Trilogie mit Schaudern abgewendet haben und der neue Film entsprechend überhaupt nur ahnungslose neue Opfer erwischt. ;)

Ich liebe es bei solchen vollmundigen Thesen, dass Leute wie ich da überhaupt nicht reinpassen. Mein Gott, ich bin anscheinend ein fiktiver NSC  ^-^
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Eisenmeile am 30.06.2026 | 20:47
Für mich war Luke immer schon ein arroganter Angeber, genauso wie Han ein aufgeblasener Hans Wurst ist. Beide brauchen ständig irgendwen, der sie aus der Bredoille holt, in die sich selbst manövrieren. Also weit weg von "Helden".

Dasselbe mit Han, ein großspuriger Angeber, der irgendwas von "Parsecs" (als Zeiteinheit) faselt, wo Obi-Wan trocken entgegnet, dass es sich um eine offensichtliche Lüge handelt.

Und dann kommt das EU daher, und versucht auf Biegen und Brechen das Universum umzubauen, damit Han doch die Wahrheit gesagt hat (egal wie peinlich der Versuch ist). Aber das EU wurde auch bestenfalls von einem harten Kern der Fans konsumiert (damals hat nur niemand gejammert "Star Wars hat 90% seiner Fans verloren", sondern eher "Sei froh, dass es noch 10% sind") und dann von den Prequels konsequent ignoriert.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Swanosaurus am 2.07.2026 | 11:03
Ich denke, die Internetgesellschaft krankt heutzutage daran, dass sie unbedingt in allem eine politische Message erkennen will und hält sich da an jedem Strohhalm fest, der das nur irgendwie andeuten könnte.

Dazu kann ich nur sagen "Amen". Denn in den Original-SW-Filmen sehe ich eine weit deutlichere politische Message als z.B. in "The Acolyte". Aber offenbar wollten weite Teile des Internets in letzterer Serie unbedingt ihnen verhasste politische Botschaften entdecken, nach denen ich weitgehend vergeblich gesucht habe.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 2.07.2026 | 11:11
Ich würde "The Mandalorian and Grogu", wenn überhaupt, eher mit anderen "Nebenprojekten" wie "Rogue One" oder "Solo" vergleichen, nicht mit den Trilogien der Hauptreihe.

"The Mandalorian and Grogu": 335,8 Millionen Dollar Einnahmen an der Kinokasse
"Solo": 393 Millionen Dollar

Star Wars hat also schlimmstenfalls 15 Prozent des Publikums verloren - beziehungsweise eher noch weniger, wenn man die Zahlen um die Inflation bereinigt.
Naja "Rogue One" hat ja schon deutlich mehr eingespielt. Und ich denkmal das Solo auch deutlich mehr eingespielt hätte wenn Last Jedi besser angekommen wäre.

Und Infaltions bereinigt wären 393$ vom 2018 heute etwa 525$

Dafür das zumindest die ersten Staffeln von The Mandalorian, ziemlich populär waren, kommt das Einspiel Ergebnis schon sehr niedrig vor.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Sashael am 2.07.2026 | 11:20
Dafür das zumindest die ersten Staffeln von The Mandalorian, ziemlich populär waren, kommt das Einspiel Ergebnis schon sehr niedrig vor.
Und da muss ich als Fan der Serie fragen: Warum?

Ein Kinobesuch ist heutzutage ein echter Kostenfaktor, den ich nur unter besonderen Umständen in Kauf nehme.
Die Serie ist echt nett, aber für eine Doppelfolge ins Kino? Ähm ... nicht wirklich. Ich kann mir das ganz problemlos auf D+ im Streaming anschauen.

Das heisst nicht, dass mich Star Wars als Fan verloren hätte, sondern dass dieser eine spezielle Film für mich nicht genügend Mehrwert für einen teuren Kinobesuch liefert. Es ist "nur" eine Filmauskopplung aus einer Serie. \_ツ_/
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 2.07.2026 | 11:25
Dazu kann ich nur sagen "Amen". Denn in den Original-SW-Filmen sehe ich eine weit deutlichere politische Message als z.B. in "The Acolyte". Aber offenbar wollten weite Teile des Internets in letzterer Serie unbedingt ihnen verhasste politische Botschaften entdecken, nach denen ich weitgehend vergeblich gesucht habe.

Wobei die Betonung mir definitiv auf "verhasste" zu liegen scheint, denn ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal jemanden gesehen hätte, der eine politische Botschaft ausdrücklich feiert. Das müßte in Sachen Star Wars wohl tatsächlich so ca. Originaltrilogie gewesen sein...nur, daß da natürlich noch niemand in Bezug auf die Botschaft "Imperien sind böse, aber man kann sie stürzen!" das pöhse, pöhse P-Wort in den Mund genommen hat. 8]
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 2.07.2026 | 11:51
Ich frage mich ja auch, wie viele Leute außer mir bereits seit Jahren nicht mehr ins Kino gehen. Sei es aus Kostengründen oder weil es für einen - wie mich - schlicht die Filme nicht hergeben, mehr als im Streaming zu schauen. Ich brauche keine große Leinwand, der Sound ist mir im Kino sowieso viel zu laut und auf den Gestank von Nachos & Co lege ich auch keinen Wert.

Ich hab ja heute mal die Idee gehabt, mir "Honor Among Thieves" als BluRay zu kaufen. Und im Zuge dessen dachte ich, warum nicht noch ein paar Filme, um die es schade wäre, wenn sie aus dem Streaming verschwinden sollten. Tja, mir ist keiner eingefallen.
Ich hab ne Riesensammlung, vornehmlich ältere Filme, auf Scheibe. Aber von neueren Filmen? Sorry, da war nix dabei. Und SW gleich gar nicht.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 2.07.2026 | 12:06
Also ich muss sagen, sowohl bei The Mandalorian & Grogu als auch bei allen Dune-Filmen von Villeneuve hab ich den Gang ins Kino nicht bereut. Auf der Großleinwand wirkt das einfach bombastischer als selbst mit der pompösesten Heimanlage.

Ich muss dazu aber auch sagen, dass mein bevorzugtes Lichtspieltheater hier nicht sauteuer ist ( grundsätzlich um die 7 Euro für ne Nachmittagsvorstellung, 10,50 für ne Abendvorstellung, auch am WE).
Es ist zudem auch in einer coolen Location, nämlich im ehemaligen Wasserturm einer stillgelegten Eisenhütte, mit reichlich kostenlosen und freien Parkplätzen.

Das sieht dann nachts so aus - die ersten beiden Bilder sind die direkte Umgebung, das dritte ist tatsächlich der Kinobau, das grünliche Kapseldings oben (4 komplette Kinosäle sind da drin):
(https://i.postimg.cc/HLM8HVKN/2babbfb3-be46-4698-8229-42e0814f9041.jpg)
(https://i.postimg.cc/T3LpqKRG/723904dc-3bc9-4887-aea9-b72218770af0.jpg)
(https://i.postimg.cc/9fy0KswV/93696281-f08e-4f22-aaa8-043ed2e723c4.jpg)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 2.07.2026 | 12:15
Also ich muss sagen, sowohl bei The Mandalorian & Grogu als auch bei allen Dune-Filmen von Villeneuve hab ich den Gang ins Kino nicht bereut. Auf der Großleinwand wirkt das einfach bombastischer als selbst mit der pompösesten Heimanlage.
Ist Dune dann weniger langweilig?  >;D ~;D

Unsere Russin in der Gruppe schaut alles auf ihrem Handy - sogar HdR... Das geht dann auch für mich zu weit.
Ich saß früher auch im Kino weit hinten, weil ich die gesamte Leinwand im Blick haben wollte. "Mitten drin" wollte ich nie sein.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Jiba am 2.07.2026 | 12:16
(https://i.postimg.cc/HLM8HVKN/2babbfb3-be46-4698-8229-42e0814f9041.jpg)
(https://i.postimg.cc/T3LpqKRG/723904dc-3bc9-4887-aea9-b72218770af0.jpg)
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Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Jeordam am 2.07.2026 | 17:22
ähm... ok als ich als "nicht Star Wars Nerd" der die erste Trilogie gucken "musste" weil sein damaliger Partner SW Fan war und ich in die Premiere von Episode 1 reingezogen wurde... dachte eigentlich immer das er bis ca mitte des zweiten Teils der "sich selbst überschätzende Teenager / junger Mann" ist (eben die Sache mit "ha das Ding treff ich locker ich hab (random Tier das mir nix sagt) getroffen als ich mit meinem (random Schiff das mir nix sagte) geflogen bin". In einer Besprechung VOLLER ausgebildeter Kampfpiloten bzw. Piloten die schon öfter im All geflogen sind als er jemals. Daher dachte ich in meiner "nicht so deep im Lore gesetzten" Schädel das er erst zu nem "nicht ganz so großmäuligen" Typen wird. Eben in Ende des zweiten und definitiv im dritten Teil. Das man es nicht wirklich gut gekennzeichnet hat das die Ausbildung bei Yoda etwas länger als nur n kurze Montage dauert fand ich allerdings etwas blöd.
Da muss ich kurz einhaken: Im Film wird explizit etabliert, das Luke ein (für sein Alter) erfahrener Agrarflieger ist, der seine Teenagerjahre mit Schädlingsbekämpfung mit (für Zivilisten legalen) Bordwaffen und akrobatischen Spritztouren quer durch Canyons verbracht hat und eine Karriere als Militärpilot anstrebt.
Er hat also durchaus Ausbildung und Erfahrung, wenn auch nicht mit echtem Militärgerät oder interplanetaren Flügen.

Es wird weiterhin impliziert, dass das Fliegen leichter (und wesentlich weiter verbreitet) ist als im 20./21. Jahrhundert (Astromech-Unterstützung und sonstige Sci-Fi-Tech), eher vergleichbar mit modernem Autofahren.

Obendrein geht es hier um Rebellen ohne etablierte Trainingsinfrastruktur. Die Piloten sind ein paar imperiale Deserteure, die einen ganzen Haufen Babyrebellen mit ähnlichem Vorwissen wie Luke beim Learning on the Job anleiten. Dabei ist ein echt heftiger Durchsatz weil gefallen.
Biggs Darklighter (der Schnorres, der Luke vor dem Einsatz umarmt bzw. ihr Wiedersehen feiert) wird explizit als (vergleichsweise) erfahrener Pilot gezeigt, und hat dabei denselben Hintergrund wie Luke plus wenige Monate Erfahrung auf der Akademie und als Rebell - Lukes Eltern haben ihn 90 Minuten früher namentlich als einen seiner Freunde genannt.


Unterm Strich: Luke wird im Film explizit als grundsätzlich befähigt dargestellt und unterscheidet sich in keiner Weise von der Darstellung der anderen niedrigrangigen Piloten.
Weil es eben eine Rebellion ist, die ihre Rekruten hernehmen müssen, wo sie irgendein Vorwissen haben könnten. Wie Agrarflieger.

Und dann überlebt er halt lange genug, um Erfahrungen zu sammeln und die Rangleiter hinauf auf die Posten der Gefallenen befördert zu werden.


Das ist bei vielen Leuten der Punkt. Die Originaltrilogie und (zu einem gewissen Punkt) die Prequels zeigen diese Entwicklung der Charaktere oder geben zumindest die Möglichkeit dazu.

Die Sequels? Die schließen sie explizit aus.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 2.07.2026 | 19:59
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Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Swanosaurus am 2.07.2026 | 20:06
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Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: 6 am 2.07.2026 | 21:30
Naja "Rogue One" hat ja schon deutlich mehr eingespielt. Und ich denkmal das Solo auch deutlich mehr eingespielt hätte wenn Last Jedi besser angekommen wäre.

Und Infaltions bereinigt wären 393$ vom 2018 heute etwa 525$
Als Vergleich:
Movie US Domestic Total-Gross (alle Filme in den USA)
2018 = $11,892,160,011
2025 = $8,656,639,252
(2026 haben wir kein vollständiges Jahr. Von daher gehe ich von 2025 aus)

2025 sind die Gesamteinnahmen was Kino betrifft also auf ungefähr 72% von 2018 zurück gegangen.

Ach entschuldige. Inflation:
2018 ungefähr  $15,8 Mio

Die Gesamteinnahmen sind in der Zeit also auf ungefähr 54% von 2018 zurück gegangen.

Der neue Star Wars Film scheint mir unter den Bedingungen sogar besser gelaufen zu sein im Vergleich zu allen anderen Filmen des Jahres als Solo damals...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 3.07.2026 | 07:20
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Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 3.07.2026 | 09:44
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Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 3.07.2026 | 12:06
Der eigentliche Witz ist ja das Anhänger der "Früher war alles Besser und seit Disney ist alles Scheiße" Fraktion bei den originalen Filmen über alles hinwegsehem können was man Disney als Vollkatastrophe ankreidet.

Disney hat vergessen wie tödlich Lichtschwerter sind ! Nö, haben sie nicht. Die haben auch früher schon Hände abgetrennt und man konnte prima weiterleben.

Bomben im All machen ja null Sinn ! Stimmt, taten sie auch schon bei den Tie-Bombern in Episode IV nicht, hat da aber scheinbar niemanden gestört.

Die Macht wird in "The Acolyte" völlig falsch dargestellt ! Seltsam, mir kam das eher so vor als ob man die Macht dort praktisch genauso wie Obi-Wan erklärt. Nur halt mit leicht anderen Worten eben weil es eine andere Fraktion ist.
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Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 3.07.2026 | 12:07
Der eigentliche Witz ist ja das Anhänger der "Früher war alles Besser und seit Disney ist alles Scheiße" Fraktion bei den originalen Filmen über alles hinwegsehem können was man Disney als Vollkatastrophe ankreidet.

Endlich sagt es mal einer.  :d
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 3.07.2026 | 12:31
Na ja, hier wird doch wieder übertrieben. Lichtschwerter sind tödlich, können aber auch nur verletzen. Das stimmt. Aber bei z.B. Ashoka ist das settingintrinsisch unplausibel. Luke war mit einer abgeschlagenen Hand erst mal out of the game. Sabine(?) hat ein Lichtschwert ins Gedärm bekommen, iirc, und war kurze Zeit später wieder voll da.

Es ist auch nicht so, dass "Altfans" das neue Star Wars pauschal schlecht finden. Es ist bloß in den Augen der echt vielen Altfans schlecht. Wenn Disney gutes Star Wars machen würde, also, gut in den Augen der Altfans, würden die sich das auch wieder ansehen und Geld dafür ausgeben.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Galatea am 3.07.2026 | 14:00
Bomben im All machen ja null Sinn ! Stimmt, taten sie auch schon bei den Tie-Bombern in Episode IV nicht, hat da aber scheinbar niemanden gestört.
Naja, die TIE-Bomber in the empire strikes back haben riesige Asteroiden bombardiert, das ist mit einem abwärts gerichteten Bombenschacht (den sie für Atmosphäreneinsätze sowieso haben) halt deutlich einfacher, als zu versuchen irgendwie face-forward einen seitwärts-schlitternden Pseudo-strafing-run (der in SW sowieso nicht möglich ist, weil sich Raumschiffe dank des Äthers wie Flugzeuge verhalten) zu machen. Aktive Abwurfmechanismen, die die Bomben aus dem Schacht katapultieren, werden die mit Sicherheit auch haben, das ist ja schon bei heutigen Flugzeugen Standard, weil die Bombe bei hohen Geschwindigkeiten sonst von ihrem eigenen Auftrieb erstmal ins Flugzeug gerammt wird. Ein riesiger Asteroid ist halt schon eine ganz andere Art von Ziel als ein Schiff (das erstens manövriert und zweitens auch noch aktiv zurückschießt).

Ich finde das Bomberdesign aus Last Jedi übrigens insgesamt ziemlich cool, man müsste nur den Bombenschacht gegen sowas wie einen vorwärtsgerichteten Sherman-Calliope-Raketenwerfer auf Steroiden austauschen und hätte im Kontext des Settings ein fantastisches Schiff (und wenn das Dumbfire-Torpedos sind, dann muss man damit auch nah genug ran, dass feindliche Flugabwehr durchaus ein Thema wird).
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Chaos am 3.07.2026 | 14:38
Der eigentliche Witz ist ja das Anhänger der "Früher war alles Besser und seit Disney ist alles Scheiße" Fraktion bei den originalen Filmen über alles hinwegsehem können was man Disney als Vollkatastrophe ankreidet.

Disney hat vergessen wie tödlich Lichtschwerter sind ! Nö, haben sie nicht. Die haben auch früher schon Hände abgetrennt und man konnte prima weiterleben.

Bomben im All machen ja null Sinn ! Stimmt, taten sie auch schon bei den Tie-Bombern in Episode IV nicht, hat da aber scheinbar niemanden gestört.

Die Macht wird in "The Acolyte" völlig falsch dargestellt ! Seltsam, mir kam das eher so vor als ob man die Macht dort praktisch genauso wie Obi-Wan erklärt. Nur halt mit leicht anderen Worten eben weil es eine andere Fraktion ist.
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Vergiss nicht "Rey kann viel zu viel, sie ist eine Mary Sue!" - während Luke so viel mehr konnte, dass sie seine Pilotenfähigkeiten an Poe abgetreten haben, damit Rey nicht zu viel kann.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 3.07.2026 | 14:49
Zu Galatea: Verstehe.
Also der Bombenschacht im Tie-Bomber macht Sinn weil man damit entweder Planeten oder große Asteroiden bombardiert (die übrigens nicht stillhalten, bei Star Wars sind Asteroidenfelder ja die Fantasy-Variante bei der die Asteroiden die ganze Zeit wild durcheinander fliegen). Ist ja schließlich auch vom 2. Weltkrieg inspiriert.

In Episode 8 macht der Bombenschacht keinen Sinn weil man damit entweder Planeten oder gewaltige Raumkreuzer bombardiert (die auch nicht stillhalten und genauso zurückschießen wie es die Flugabwehr von Schlachtschiffen im 2. Weltkrieg gemacht hat). Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 3.07.2026 | 14:53
Der eigentliche Witz ist ja das Anhänger der "Früher war alles Besser und seit Disney ist alles Scheiße" Fraktion bei den originalen Filmen über alles hinwegsehem können was man Disney als Vollkatastrophe ankreidet.
Yep. Meine Rede - wer sich die OT mal mit offenen Augen (und Hirn) ansieht, findet mindestens so viele Fehler wie in den Pre- und Sequels. Sie waren einfach immer schon da. Einem 11jährigen fällt's halt nicht auf.
Viele Altfans vermischen außerdem Lore aus dem EU mit dem wenigen, was tatsächlich in den Filmen gezeigt wird. Hat nur keine echte Relevanz.

Zitat
Sabine(?) hat ein Lichtschwert ins Gedärm bekommen, iirc, und war kurze Zeit später wieder voll da.
Das beißt sich ja lustigerweise nur mit Ep. I, denn Qui-Gon stirbt genau an dieser Verletzung. Mit der OT beißt sich da nichts. Aber die Prequels beißen sich wiederum mit der OT in vielen anderen Dingen.
Am Ende ist es mal wieder ein Fall von "Meta"...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: unicum am 3.07.2026 | 15:11
Bomben im All machen ja null Sinn !

Sieht man auch immer wieder daran wenn die ISS lustige Ausweichmanöver wegen Schrapnell fliegen muss, also zugestanden es ist kein Schrapnell aus Bomben aber das ist bei einem Treffer ziemlich egal.

ps: tut mir leid der Naturwissenschaftler in mir war gerade wieder stärker,... realismus im Rollenspiel und so,...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Jeordam am 3.07.2026 | 17:47
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Das Problem bei den Bombern ist ein anderes: Die originalen TIE-Bomber sind Jagdbomber, die hauptsächlich mit Torpedos, Raketen und anderen Lenkwaffen ausgestattet sind, aber optional auch Freifallbomben für planetennahe Missionen tragen können.
Die komischen Dinger aus den Sequels sind strategische Bomber aus dem zweiten Weltkrieg, die konzeptionell bzw. bauartbedingt nur und ausschließlich Freifallbomben tragen können und auf eine Mission geschickt werden, in der Freifallbomben physikalisch komplett sinnlos sind.

Das ist der große Punkt: Die Originale geben entweder eine hinreichende Erklärung oder lassen zumindest Raum für eine sinnvolle Erklärung.
Die Sequels scheißen darauf. Für die Szene ignorieren die Schreiberlinge Grundschulphysik etc. und erwarten die Kinogänger, diese Beleidigung ihrer Intelligenz zu fressen.
Und deswegen gibt es Shitstorms.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 3.07.2026 | 17:50
Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?

Natürlich. Genau daher stammt die ganze Raumkampf-Inspiration für Star Wars ja überhaupt erst (Sachen im Jägerformat stehen direkt für die Flugzeuge, die dicken Pötte dagegen für die diversen Schiffe), also handeln sie auch im Universum entsprechend...und daß man sich dort normalerweise im ausdrücklichen Gegensatz zum Vorbild im selben Medium befindet, wird geflissentlich ignoriert.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Galatea am 4.07.2026 | 11:19
Zu Galatea: Verstehe.
Also der Bombenschacht im Tie-Bomber macht Sinn weil man damit entweder Planeten oder große Asteroiden bombardiert (die übrigens nicht stillhalten, bei Star Wars sind Asteroidenfelder ja die Fantasy-Variante bei der die Asteroiden die ganze Zeit wild durcheinander fliegen). Ist ja schließlich auch vom 2. Weltkrieg inspiriert.
Die Asteroiden, die von den TIE-Bomber in ESB bombardiert werden sind gewaltig. Die bombardieren nicht die kleinen Popelbrocken, die wild durch die Gegend taumeln, sondern diejenigen, die so groß sind, dass ihre Oberfläche effektiv flach (und in Relation zum Bomber praktisch stationär) ist.

In Episode 8 macht der Bombenschacht keinen Sinn weil man damit entweder Planeten oder gewaltige Raumkreuzer bombardiert (die auch nicht stillhalten und genauso zurückschießen wie es die Flugabwehr von Schlachtschiffen im 2. Weltkrieg gemacht hat).
Zum einen haben TIE-Bomber (wie Y-Wings und X-Wings) Torpedos, die sie nutzen, wenn sie Schiffe angreifen - macht halt bei einem 20km-Asteroiden nicht so super viel Sinn (abgesehen davon, möchte man für eine solche Aufgabe auch eine andere Art von Munition, das wäre sonst ein bisschen so, wie wenn man mit AP-Uranmunition auf Häuser ballert - kann man machen, ist halt nicht sehr effektiv).

Zum anderen, willst du mir gerade erzählen, dass die neue Republik einen strategischen Bomber hat, der explizit dafür konstruiert wurde ganze Stadtviertel einzuäschern, aber nicht mal die Raumkampfflexibilität eines uralten Y-Wings hat? Das klingt eher nach einen Schiff, das das Imperium bauen würde.

Abgesehen davon, das Schiff wäre allein schon effektiver gewesen, wenn die einfach die Frontabdeckung des Bombenschachts abgesprengt und ne Vollbremsung eingelegt hätten. Dann bekommt das Ziel eine Streuladung Raumminen ins Gesicht. Solche Konzepte gibt es sogar innerhalb von Star Wars.

Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?
Ach stimmt, Torpedobomber wurden ja erst in den 50er-Jahren entwickelt, wie konnte ich das nur vergessen (Gruß an die Bismarck).
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 4.07.2026 | 12:40
Ich hätte bei meinem "Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?" wohl ein  :Ironie: Zeichen einfügen sollen. Das war ironisch gemeint eben weil Star Wars sich ja explizit bei den Luftschlachten des 2. Weltkriegs bedient. Und ja, da hat man Schlachtschiffe nicht nur mit Torpedos sondern auch mit Bomben angegriffen. Insofern macht das für Star Wars mMn durchaus Sinn (egal wie unrealistisch das bei realer Physik wäre, denn die hat bei Star Wars nur selten was zu melden). Und die Großschiffe bei Star Wars sind deutlich größere Ziele als die größten Schiffe des 2. Weltkriegs warum sollten Bomben da keinen Sinn machen ?
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Chaos am 4.07.2026 | 12:51
Ich hätte bei meinem "Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?" wohl ein  :Ironie: Zeichen einfügen sollen. Das war ironisch gemeint eben weil Star Wars sich ja explizit bei den Luftschlachten des 2. Weltkriegs bedient. Und ja, da hat man Schlachtschiffe nicht nur mit Torpedos sondern auch mit Bomben angegriffen. Insofern macht das für Star Wars mMn durchaus Sinn (egal wie unrealistisch das bei realer Physik wäre, denn die hat bei Star Wars nur selten was zu melden). Und die Großschiffe bei Star Wars sind deutlich größere Ziele als die größten Schiffe des 2. Weltkriegs warum sollten Bomben da keinen Sinn machen ?

Zum Thema Star Wars und Zweiter Weltkrieg habe ich nur das hier beizutragen: 633 Squadron Mosquito Death Star Attack (https://www.youtube.com/watch?v=4OZq-tlJTrU)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Galatea am 4.07.2026 | 13:07
Und ja, da hat man Schlachtschiffe nicht nur mit Torpedos sondern auch mit Bomben angegriffen.
Ähm, nein.
Die Amerikaner haben das mehrfach versucht, sogar gegen "große" Ziele wie japanische Schlachtschiffe und Flugzeugträger.

Die dafür eingesetzten B-17 Flying Fortress (viermotorige strategische Bomber) haben absolut garnichts getroffen, zum einen weil die Drift und Streuung der Bomben absolut horrend war, zum anderen weil die Japaner unter ihnen eine Ewigkeit Zeit zum ausweichen hatten.


Wenn im zweiten Weltkrieg Bomben gegen Schiffe eingesetzt wurden, dann hat man dafür Sturzkampfbomber verwendet. Das sind ein- bis zweisitzige Maschinen, die von der Größe irgendwo zwischen Jagdflugzeug und Torpedobomber rangieren.

Die sind in ungefähr 3-3,5 Kilometern Höhe in einen Sturzflug gegangen und haben wenige Hundert Meter über dem Ziel ihre Bomben ausgeklinkt, die Nase hochgezogen und gebetet, dass ihr Flugzeug noch intakt genug war, um nicht selbst zur Bombe zu werden.
Der Sinn dahinter ist, dass die (panzerbrechende) Bombe durch den Sturzflug so stark beschleunigt wurde, dass sie mehrere Schichten Deck (und mit Glück sogar die gepanzerte Zitadelle des Ziels) durchschlagen hat.

Das Star Wars Equivalent dazu wäre ein Torpedobomber mit einem massiven One-Use-Booster, der ein paar Kilometer von dem Ziel so sehr beschleunigt, dass das Gefährt beinahe auseinanderfällt, kurz vor dem Überfliegen die Munition abwirft und dann (weil es im Weltraum keine Wasseroberfläche gibt) einfach wie ein Geschoss am Ziel vorbeidonnert. Wenn man das richtig abstimmt, könnte man danach sogar direkt den Hyperantrieb anwerfen und verschwinden. Das wäre ein perfektes Schiff für die Rebellion.



Und ja, später im zweiten Weltkrieg gab es auch Skip-Bombs (Bomber die wie beim Teich-Steinwurf über die Wasseroberfläche hüpfen), aber die wurden (wenn das Ziel ein Schiff war) von maximal zweimotorigen Maschinen abgeworfen, die knapp über der Wasseroberfläche dahingebraust sind, weil aus größerer Höhe der Impakt mit dem Wasser die Bombe sonst direkt zerstört hätte. Da für gibt es im Star Wars Universum aber überhaupt kein Equivalent (wüsste auch nicht wie das im Weltraum gehen sollte).
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 4.07.2026 | 14:17
Das beißt sich ja lustigerweise nur mit Ep. I, denn Qui-Gon stirbt genau an dieser Verletzung. Mit der OT beißt sich da nichts. Aber die Prequels beißen sich wiederum mit der OT in vielen anderen Dingen.
Am Ende ist es mal wieder ein Fall von "Meta"...
Ein richtiger Treffer mit einem Lichtschwert nimmt eine Figur effektiv aus dem Kampf, oder tötet sie gleich, je nach 'Hitlocation'. Etwa das Alien dem Obi wan den Arm abschlägt, oder als Vader Luke die Hand abschlägt. In Rückkehr der Jediritter metzelt sich Luke dann durch Jabbas Wächter und streift die nur mit dem Lichtschwert in der Torsogegend. Das reicht schon für einen tödlichen Treffer und das passt ja auch für den Schaden den ein Lichtschwert verursacht.
Qui-Gon kriegt wie du sagst sogar die volle Ladung ab und stirbt zurecht. Sabine kriegt auch die volle Ladung ab. Nun muss sie bitte schön nicht unbedingt sterben, Darth Maul hat ja auch schwer verletzt überlebt (aber er war auch ein Sith), doch ihre Genesung ist zu schnell, es gibt auch keine ernsten Konsequenzen. Also ja, letztlich ist es Meta. Es ist Plotarmor von der Sabine profitiert, was an sich nicht schlimm sein muss, sie ist aber in Sabines Fall von der allerbilligsten Sorte.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 4.07.2026 | 14:36
Ich schreibe das man im 2. Weltkrieg Schlachtschiffe mit Bomben angegriffen hat und du verneinst das mit folgender Aussage:
Die Amerikaner haben das mehrfach versucht, sogar gegen "große" Ziele wie japanische Schlachtschiffe und Flugzeugträger.

Wo ist da der Widerspruch ? Die Amis haben mit Bomben Schiffe angegriffen.

Zur Tödlichkeit von Lichtschwertern: Alle Waffen im Star Wars Universum sind exakt so tödlich wie es das Drehbuch gerade braucht. Da sehe ich keine Diskrepanzen zwischen den Originalen und den neueren Serien. Blastertreffer ? Zu 100 % Tödlich. Bis Leia getroffen wird, dann ist es nur eine Fleischwunde. Herrje, in der von dir zitierten Rückkehr der Jediritter schaltet Luke sogar Wachen mit seinem berüchtigten "Forcekick" aus  ;)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Chaos am 4.07.2026 | 14:40
Ich schreibe das man im 2. Weltkrieg Schlachtschiffe mit Bomben angegriffen hat und du verneinst das mit folgender Aussage:
Wo ist da der Widerspruch ? Die Amis haben mit Bomben Schiffe angegriffen.

Der entscheidende Punkt ist: Immer dann, wenn sie es so gemacht haben wie die Bomber in Star Wars 8, hat es wenig bis gar nichts gebracht.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 4.07.2026 | 14:42
Off Topic:
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Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 4.07.2026 | 14:46
Der entscheidende Punkt ist: Immer dann, wenn sie es so gemacht haben wie die Bomber in Star Wars 8, hat es wenig bis gar nichts gebracht.

Also genauso, wie es in Episode 8 gezeigt wurde ?
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Chaos am 4.07.2026 | 14:54
Also genauso, wie es in Episode 8 gezeigt wurde ?

Wenn ich mich recht entsinne, haben sie dieses Superschlachtschiffsdingsbums doch zerstört, oder? Die Bomber sind zwar alle dabei draufgegangen, aber sie hatten Erfolg.

Wogegen es im Pazifik im Zweiten Weltkrieg (in Europa haben die Amis nicht viele Schiffe angegriffen) in der Regel so lief, dass die B-17 mit ihren Bomben einer Menge Fische einen Riesenschreck eingejagt haben und dann ohne oder mit relativ geringen Verlusten wieder zurückgekommen sind.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Swanosaurus am 4.07.2026 | 15:01
Nur so am Rande: Diskutiert ihr jetzt ernsthaft WK2-Spezialwissen gegen Schlachstrategien in Star Wars? Abgesehen davon, dass sich vom einen nicht aufs andere Schließen lässt, ist das doch auch auf der Plausibilitätsebene völlig egal. Okay, wenn jede:r wüsste, dass diese oder jene Bomben gegen dieses oder jene Schiff unwirksam waren und genau das visuell durch die Filme aufgerufen würde, dann könnte man VIELLEICHT behaupten, dass dadurch ein Plausibilitätsproblem entsteht ... aber ich mit meinem marginalen militärhistorischen Wissen steige da schon nach anderhalb Sätzen ratlos aus.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Chaos am 4.07.2026 | 15:06
Nur so am Rande: Diskutiert ihr jetzt ernsthaft WK2-Spezialwissen gegen Schlachstrategien in Star Wars? Abgesehen davon, dass sich vom einen nicht aufs andere Schließen lässt, ist das doch auch auf der Plausibilitätsebene völlig egal. Okay, wenn jede:r wüsste, dass diese oder jene Bomben gegen dieses oder jene Schiff unwirksam waren und genau das visuell durch die Filme aufgerufen würde, dann könnte man VIELLEICHT behaupten, dass dadurch ein Plausibilitätsproblem entsteht ... aber ich mit meinem marginalen militärhistorischen Wissen steige da schon nach anderhalb Sätzen ratlos aus.

Ich finde es schon irgendwo relativ zur Diskussion darüber, wo es mit Star Wars hingeht, dass George Lucas sich zumindest lose an historischen Vorbildern orientiert hat (sieh dir mal den Youtube-Link an, den ich weiter oben gepostet habe; es sind nur 8 Minuten), während man unter Disney nur noch möglichst spektakuläres Krachbumm aufführt.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Galatea am 4.07.2026 | 15:09
Wo ist da der Widerspruch ? Die Amis haben mit Bomben Schiffe angegriffen.
Die Amis haben im 2. Weltkrieg auch mit Brandsätzen versehene Fledermäuse aus Bombern abgeworfen. Sind halt nur alle direkt erfroren.
Die Briten haben sogar versucht Möwen abzurichten, damit sie die Periskope von U-Booten vollkacken.
Damals wurde so ziemlich jedes dumme Konzept ausprobiert.

Also genauso, wie es in Episode 8 gezeigt wurde?
Zwei Probleme.

1. Als einer der Bomber das Schiff erreicht und es schafft seine Bomben abzuwerfen ist das Schiff Toast. Das war in der Praxis nicht der Fall. Die Bomber waren schlicht nicht in der Lage, die Schiffe überhaupt zu treffen. (Die Entfernung ist im Film so lächerlich gering, die hätten auch direkt den Bomber selbst ins Ziel fliegen können, das wäre effektiver gewesen).
Verluste hatten sie in der Regel aber auch nicht, weil die japanischen Flugabwehrkanonen schlicht nicht so hoch kamen und sogar die Jagdmaschinen Schwierigkeiten hatten (nicht nur, dass die Höhe grundlegend ein echtes Problem war, bis die Zeros auf Höhe geklettert wären, waren die Bomber schon lang wieder weg).

2. Es gab zu Beginn des zweiten Weltkriegs in der US Navy einen ernsthaften Streit darüber, ob strategische Bomber gegen Schiffe effektiv wären oder ob man lieber auf Sturzkampfbomber setzen sollte.
Die Konzepte waren damals beide neu, man wusste es schlicht nicht.

Die Rebellion/Republik hat schon erprobte Strategien, die wissen bereits was funktioniert.


Ich finde es schon irgendwo relativ zur Diskussion darüber, wo es mit Star Wars hingeht, dass George Lucas sich zumindest lose an historischen Vorbildern orientiert hat (sieh dir mal den Youtube-Link an, den ich weiter oben gepostet habe; es sind nur 8 Minuten), während man unter Disney nur noch möglichst spektakuläres Krachbumm aufführt.
Wir wissen mittlerweile sehr gut, dass der Regisseur von Last Jedi seine WW2-Bomberszene wollte und dass es ihm kackegal war, ob die im Kontext von Star Wars irgendeine Spur von Sinn macht oder nicht.
Selbiges für dieses bescheuerte Kamikaze-Hyperraummanöver.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Eismann am 4.07.2026 | 15:16
Im zweiten Weltkrieg war es aber auch nicht möglich einen Bomber zehn Meter über einem Schlachtschiff anzuhalten, um dann alle Bomben auf einmal zielgenau darauf abzuladen. Der ganze Vergleich hinkt ziemlich.
Wobei das zweite Superschlachtschiff ja auch mit den Bordgeschützen in ballistischen Kurven feuert. In der Schwerelosigkeit.

Am Ende geht es doch bloß um die Ästhetik und den recht banalen Plot, und nicht ob das irgendwann irgendwo Sinn gemacht hätte.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Runenstahl am 4.07.2026 | 15:24
Die "Rule of Cool" war bei Star Wars schon immer die treibende Kraft. Herrje, "Walker" also wirklich als laufende Panzer, sind realistisch betrachtet auch eine ziemlich dumme Idee... aber die sehen halt echt cool aus. Ich mag das auch. Ich wundere mich nur warum in der Disney Ära plötzlich auf "Realismus" gepocht wird ?

Wohlgemerkt nicht von Leuten die das erste Mal einen Star Wars Film sehen (da kann ich vielleicht verstehen wieso man sich wundert) sondern von Leuten die von sich selbst behaupten das sie Fans der Origninalfilme sind.

Waffen die aus Licht bestehen aber nach 90cm Länge einfach aufhören und dabei so solide sind das sie sich gegenseitig parieren können ? Kein Problem.
Da brennt was außen am Raumschiff (The Acolyte) ?!? Holt die Inquisition, Disney macht Star Wars Kaputt weil sie Physik ignorieren !
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: manbehind am 4.07.2026 | 16:04
Holt die Inquisition, Disney macht Star Wars Kaputt weil sie Physik ignorieren!

Ich denke, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Star Wars ist und war nie Sci-Fi und der Versuch von Rian Johnson, mehr "physikalische Realität" ins Franchise zu bringen, ist imo genau daran gescheitert.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 4.07.2026 | 16:44
Nebenbei: die Alliierten haben sehr wohl auch mit Bomben aus großer Höhe erfolgreich Kriegsschiffe angegriffen und versenkt oder zumindest zeitweise oder dauerhaft außer Gefecht gesetzt. (Unter anderem die deutsche Kriegsmarine, die ja eh nie besonders viele große Überwasserschiffe hat zusammenkratzen können, könnte davon ein Lied singen -- nicht wahr, Tirpitz und Gneisenau?) Schön, die lagen dabei normalerweise vor Anker im Hafen...aber wenn man sich anschaut, wie schnell oder vielleicht doch eher langsam diverse SW-Dickschiffe auf der Leinwand "manövrieren", dann ist der Unterschied plötzlich gar nicht mehr so groß. ;)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Galatea am 4.07.2026 | 17:27
Ich denke, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Star Wars ist und war nie Sci-Fi und der Versuch von Rian Johnson, mehr "physikalische Realität" ins Franchise zu bringen, ist imo genau daran gescheitert.
Das Problem besteht an beiden Enden.

Einerseits macht das Konzept im Kontext des Settings grundlegend keinen Sinn (bremsen und die Minen nach vorne auswerfen wäre einfacher und sinnvoller), anderseits gibt es bereits Mittel und Strategien, wie man mit großen Kriegsschiffen umgeht (die Rebellion hat zu diesem Zeitpunkt Jahrzehnte an Erfahrung darin imperiale Schiffe zu zerstören).

Es ist egal wie rum man es dreht, es ist in beiden Fällen Quark - 1. es macht innerhalb der vom Setting gesetzten physikalischen Konditionen keinen Sinn, 2. es macht im Sinne der settingsinternen Konsistenz keinen Sinn.
Anderseits sind Präzedenz und Konsistenz eh über komplett über Bord geflogen, die waren ja auch beim Hyperraumsprungmanöver vollkommen egal, das in der Hinsicht eine noch viel größere radioaktive Büchse voll mutierter Riesenwürmer ist.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: unicum am 4.07.2026 | 17:28
Im übrigen finde ich solche Diskussionen und vergleiche auch ziemlich mau, da kann man eigentlich jedes SF auseinandernehmen, ich mein ihr regt euch daüber auf das man Bomben auf irgendwas abwirft, ich sag nur: "überlichtgeschwindigkeit" *hüstel*

Trozdem muss ich sagen irgendwie hat Star wars mich auch verloren, ich kann aber auch nicht sagen warum. Wenn dann mal ein Film im Fernsehen läuft schau ich mir den auch an aber das Feeling von Empire Strikes Back will einfach nicht zurück kommen, ich vermute es liegt am Stoirytelling das anderst ist. Bei Star Treck weis ich warum es mich nicht mehr abholt: Pilzantrieb und Dilihiumbrand WTF!

Das letzte das ich cool fand war "The Expanse"
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 4.07.2026 | 18:10
Trozdem muss ich sagen irgendwie hat Star wars mich auch verloren, ich kann aber auch nicht sagen warum.

Was mich angeht, kann ich's schon sagen: erstens war ich schon vor Star Wars Science-Fiction-Fan und dieses spezielle Universum also nur eins unter anderen (halt mit in den 70er/frühen 80er Jahren netten Spezialeffekten), und zweitens spielt da einfach der Faktor Zeit eine große Rolle. Nach der Originaltrilogie kam eben lange nichts wirklich "Offizielles" mehr nach (selbst das damalige Rollenspiel war ja mehr "Fanprodukt mit stillschweigender Duldung" als irgendwas sonst), also war das Thema für mich dementsprechend auch erst mal abgeschlossen...und als dann zuallererst mal die Prequels herauskamen, waren die natürlich für sich genommen auch eine ganz neue Kiste mit weitgehend neuem Cast.

Na ja, und die Sequels? Mal von deren "Qualität" insgesamt abgesehen (ich habe sie mir persönlich nie auf Filmlänge angetan, kann das also auf der einen Seite vielleicht nicht "richtig" beurteilen, hatte und habe aber nach allem, was man so hört und in Schnipseln sieht, auf der anderen vielleicht doch Besseres zu tun), hat Star Wars da aus meiner Sicht einfach einen kapitalen Bock geschossen: wenn sie die Originalreihe wirklich hätten fortsetzen wollen, dann hätten sie das schon viel früher machen müssen, als die damaligen Stars auch im realen Leben noch jung genug dazu waren! Dafür kann nicht mal Disney was, denn die waren da ja noch nicht zuständig...

Nebenbei, in Bezug auf die Prozentangaben: ja, das bedeutet, daß ich persönlich in Sachen herangezogener Vergleichsbasis nicht mal bei den 100% dabei war, von den 85 beziehungsweise 15 ganz zu schweigen. :)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 4.07.2026 | 20:04
Das größte Problem das ich mit den Bombern aus Episode 8 hab ist wie unglaublich langsam die Dinger sind.

Die meisten leichten Frachter in dem Setting (die ungefähr genau so groß sind) dürften deutlich schneller und wendiger sein als die Dinger.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Eismann am 4.07.2026 | 20:47
In 8 sind ja auch alle größeren Schiffe gleich schnell. Warum auch immer. Die hatten allgemein ein ziemliches Problem mit Geschwindigkeiten, Zeit und Raum, was ihre Plotidee angeht.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Chaos am 4.07.2026 | 20:55
In 8 sind ja auch alle größeren Schiffe gleich schnell. Warum auch immer. Die hatten allgemein ein ziemliches Problem mit Geschwindigkeiten, Zeit und Raum, was ihre Plotidee angeht.

Ich sag´s ja: Es geht nur noch um spektakuläres Krachbumm.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 4.07.2026 | 20:55
Unter den zahlreichen Problemen die 8 hatte, war auch der "geniale" Plan der Generalin feindliche Schiffe mittels Hyperantrieb zu rammen. Zu schade dass die Rebellen auf dieses simple Manöver nicht schon in den Episoden IV, V und VI gekommen sind und das Imperium sich das auch nicht denken konnte und keine Abwehr entwickelt hat.   
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: AndreJarosch am 4.07.2026 | 21:42
Unter den zahlreichen Problemen die 8 hatte, war auch der "geniale" Plan der Generalin feindliche Schiffe mittels Hyperantrieb zu rammen. Zu schade dass die Rebellen auf dieses simple Manöver nicht schon in den Episoden IV, V und VI gekommen sind und das Imperium sich das auch nicht denken konnte und keine Abwehr entwickelt hat.

Das wurde in Episode 9 aber relativiert, als angemerkt wurde, dass die Tatsache, dass dieses Manöver gelungen ist eine Chance von "eins zu einer Millionen" gewesen ist.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Ainor am 5.07.2026 | 00:23
Abgesehen davon, das Schiff wäre allein schon effektiver gewesen, wenn die einfach die Frontabdeckung des Bombenschachts abgesprengt und ne Vollbremsung eingelegt hätten. Dann bekommt das Ziel eine Streuladung Raumminen ins Gesicht. Solche Konzepte gibt es sogar innerhalb von Star Wars.

Also direkt auf das Ziel zu (und damit ins Abwehrfeuer) zu fliegen klingt im Weltraum nicht so ideal. Da finde ich vorbeifliegen und seitlich abstossen schon klüger.

Aber im wesentlichen geht es in der Szene ja darum dass die Rebellen für einen taktischen Sieg eine strategische Niederlage in Kauf nehmen, was eigentlich eine ganz interessante Überlegung ist (zunindest schaffen das viele andere Filme nicht). Da reicht es halt wenn das Konzept "Bomber" ganz rudimentär kommuniziert wird.

Die "Rule of Cool" war bei Star Wars schon immer die treibende Kraft. Herrje, "Walker" also wirklich als laufende Panzer, sind realistisch betrachtet auch eine ziemlich dumme Idee... aber die sehen halt echt cool aus. Ich mag das auch.

Kommt irgendwie stark auf die Rahmenbedingungen an. Aber irgendwie scheint es IRL momentan ein grosses interesse an Laufrobotern zu geben...


wenn sie die Originalreihe wirklich hätten fortsetzen wollen, dann hätten sie das schon viel früher machen müssen, als die damaligen Stars auch im realen Leben noch jung genug dazu waren!

Ich bezeifele dass sie tatsächlich die Originalreihe fortsetzen wollten. Zumindest wirkt Episode 7 so als hätte man Abrams erst hinterher gesagt dass es eigentlich gar kein Reboot ist.

Das wurde in Episode 9 aber relativiert, als angemerkt wurde, dass die Tatsache, dass dieses Manöver gelungen ist eine Chance von "eins zu einer Millionen" gewesen ist.

Das macht es nicht besser. Zum einen ist irgendwie sehr unklar warum dass so seien sollte. Zum anderen fragt man sich dann warum sie es überhaupt versuchen wenn es "praktisch unmöglich" ist.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 5.07.2026 | 00:31
Das macht es nicht besser. Zum einen ist irgendwie sehr unklar warum dass so seien sollte. Zum anderen fragt man sich dann warum sie es überhaupt versuchen wenn es "praktisch unmöglich" ist.

Weil Chancen von eins zu einer Million in neun von zehn Fällen zum Erfolg führen, natürlich! ~;D
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Eismann am 5.07.2026 | 02:32
Dafür hatten sie bei 9 einen Kavallerieangriff auf einem Raumschiff. Man kommt also immer noch drunter.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Megavolt am 5.07.2026 | 10:36
Dafür hatten sie bei 9 einen Kavallerieangriff auf einem Raumschiff. Man kommt also immer noch drunter.

Vielen Dank für die Erwähnung, das war für mich auch ein sehr memorabler Moment.

Noch im Kino habe ich bestimmt 10 Minuten lang darüber nachgedacht, ob ich irgendwie total lost bin oder vielleicht doch eher Star Wars. Oder ob die sich einfach gar keine Mühe mehr geben oder ob das vielleicht ein bewusstes filmisches Statement im Sinne von "Wir verachten euch" darstellt oder was auch immer da schief gelaufen ist. Und wann Star Wars eigentlich so dermaßen auf die schiefe Bahn geraten ist.

Also genau der State of Mind, in den man sich durch den Besuch einer multimillionen-Dollar-teuren Space Opera hineinversetzen lassen will.  ~;D
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Kaskantor am 5.07.2026 | 10:49
https://m.youtube.com/watch?v=6nUStmkGRec

Interessant…
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Galatea am 5.07.2026 | 10:54
In 8 sind ja auch alle größeren Schiffe gleich schnell. Warum auch immer. Die hatten allgemein ein ziemliches Problem mit Geschwindigkeiten, Zeit und Raum, was ihre Plotidee angeht.
Geschwindigkeiten waren bei Star Wars schon immer ein Problem. Die EU-Bücher waren da noch halbwegs konsistent, richtig schlimm gemacht haben es die Computerspiele.
Schaut man sich mal im Film die Sternzerstörer an merkt man sehr schnell, dass die Dinger in gerade Linie VERDAMMT SCHNELL sind.
Direkt in der ersten Szene überhaupt holt einer einen Blockade Runner (die corellianische Corvette am Anfang von New Hope) ein, und in Empire Strikes Back konnte nicht mal der Milleniumfalke die im Realraum abhängen, und der ist jetzt nicht gerade langsam (ich würde sogar so weit gehen und sagen, der einzige Grund warum Han, Leia & Co nicht direkt eingeäschert wurden war weil Vader sie als Köder haben wollte).


Das wurde in Episode 9 aber relativiert, als angemerkt wurde, dass die Tatsache, dass dieses Manöver gelungen ist eine Chance von "eins zu einer Millionen" gewesen ist.
Was es nur schlimmer macht. Ja, die Todestern-Angriffe waren im Prinzip auch Selbstmordaktionen, aber stand wenigstens Planung, Logistik, Koordination und Konsens dahinter. Hier plant ein Charakter ein Selbstmordmanöver, das eine 0.0001%ige Chance hat tatsächlich zu funktionieren, mit dem Einsatz, dass beim Fehlschlag alles was von der Republik noch übrig ist vernichtet wird und weigert sind andere Personen davon auch nur ansatzweise in Kenntnis zu setzen, was natürlich dazu führt, dass sie auf alle anderen wie eine lebensmüde Irre wirkt (was sie aller Wahrscheinlichkeit nach auch ist).

Ein Grund warum es so unwahrscheinlich war wurde natürlich auch nicht geliefert, dafür hätte man sich ja was ausdenken oder den Lore studieren müssen. Nee, das ist viel zu anstrengend, lass es uns einfach in einem Nebensatz für praktisch unmöglich erklären, die hirnlosen Zombies im Kinosaal werden das schon schlucken.


Unter den zahlreichen Problemen die 8 hatte, war auch der "geniale" Plan der Generalin feindliche Schiffe mittels Hyperantrieb zu rammen. Zu schade dass die Rebellen auf dieses simple Manöver nicht schon in den Episoden IV, V und VI gekommen sind und das Imperium sich das auch nicht denken konnte und keine Abwehr entwickelt hat.
Das lag in erster Linie daran, dass die Schreiber des Films halt überhaupt keine Ahnung hatten wie Hyperraum in Star Wars funktioniert.
Settingsintern ist das etwa so als würde man versuchen in unserer realen Welt jemanden mit dem Schatten einer Keule zu erschlagen.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 5.07.2026 | 11:02
https://m.youtube.com/watch?v=6nUStmkGRec

Interessant…

Ich weiß ja nicht, wer außer dem Marketingteam ernsthaft denkt, daß die Galaxis die Jedi unbedingt "braucht" -- was haben denn sowohl die als auch die Sith jemals groß geleistet, außer mit ihren diversen Superkräften halt Unfug anzustellen und im schönsten Glückskeksstil herumzupseudophilosophieren? ;) Aber ich glaube, das ist dann fast schon mehr ein Thema für einen anderen Faden.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: manbehind am 5.07.2026 | 11:15
Ich weiß ja nicht, wer außer dem Marketingteam ernsthaft denkt, daß die Galaxis die Jedi unbedingt "braucht" -- was haben denn sowohl die als auch die Sith jemals groß geleistet, außer mit ihren diversen Superkräften halt Unfug anzustellen und im schönsten Glückskeksstil herumzupseudophilosophieren? ;) Aber ich glaube, das ist dann fast schon mehr ein Thema für einen anderen Faden.
Tja...Darth Sidious aka Der Imperator hat es immerhin geschafft, sich jahrelang unerkannt als republikanischer Senator auszugeben, sich dann in die Position des Kanzlers zu manövrieren, die Jedi zu zerschlagen und schließlich die Macht über die gesamte Galaxis zu ergreifen. Das ist schon eine Leistung, finde ich.

Einen Eindruck von der Dimension des Geschehens vermitteln die letzten Folgen von Staffel 7 von "The Clone Wars", als Ahsoka in einem riesigen Raumschiff um ihr Überleben kämpft - beeindruckend, aber gemessen daran, was andernorts gerade in der Galaxis passiert, iohne jede Bedeutung.

Das Ganze hakt ein bisschen in der OT, weil der böse Imperator hier einfach nur böse und seinen Machterhalt bedacht ist. Neu an dem ganzen Gedöns, was Filoni spätestens seit "Rebels" auf die Beine stellt, ist ja, dass der Imperator eine Motivation außerhalb des Ganzen bekommt, wenn er nun nach Formen sucht, um Unsterblichkeit zu erlangen, via Clonen ("The Bad Batch") oder auf anderem Wege (die "Mortis-Götter" aus "The Clone Wars" und "Rebels", die vermutlich in Ahsoka Staffel 2 eine Rolle spielen werden).

Von daher gibt es immer noch Zeugs, das mich interessiert :)

edit:
"The Force" ist ja, nun ja, eine Allegorie des realweltlichen Konzeptes von "Macht", und Lucas diskutiert das Schicksal derjenigen, die Macht haben. Um sie von allen anderen unterscheidbar zu machen, gibt er ihnen Kapuzencapes (seit je her ein Zeichen von Macht. Xander: "Maybe I should get a cape. Cape is good.") und bunte Leuchtschwerter. In der Sequel-Trilogie, wie Lucas sie ursprünglich geplant hatte, wäre es hier (Stichwort: "Whills") weiter nach innen gegangen. Die wesentlichen Aspekte wurden dann unter Disney allerdings nicht aufgegriffen und verarbeitet.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 5.07.2026 | 11:46
Tja...Darth Sidious aka Der Imperator hat es immerhin geschafft, sich jahrelang unerkannt als republikanischer Senator auszugeben, sich dann in die Position des Kanzlers zu manövrieren, die Jedi zu zerschlagen und schließlich die Macht über die gesamte Galaxis zu ergreifen. Das ist schon eine Leistung, finde ich.

Fällt halt unter "Unfug anstellen", denn die Galaxis selber hatte ja nicht unbedingt viel davon. ~;D

(Und für wen der Kontext noch unklar ist: im angesprochenen Video fällt der Satz "Wir brauchen Jedi, die an unserer Seite kämpfen." Was so'n paar Lichtschwertschwinger eigentlich nützen sollen, bleibt dabei allerdings offen...und das hat mich dann wiederum auf "Ach ja, was haben die der Galaxis eigentlich jemals wirklich genützt?" gebracht. :))
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Eisenmeile am 5.07.2026 | 15:02
Sabine kriegt auch die volle Ladung ab. Nun muss sie bitte schön nicht unbedingt sterben, Darth Maul hat ja auch schwer verletzt überlebt (aber er war auch ein Sith), doch ihre Genesung ist zu schnell, es gibt auch keine ernsten Konsequenzen.

Sabine ist auch Mandalorianerin, die machen auch recht krasses Zeug (auch in der Serie The Mandalorian - wie oft ich da dachte "Wie kann der das überlebt haben?"). Und es besteht ein Unterschied zwischen "schwere Verletzung in der Bauchgegend" (da haben sich Leute in der Realität von erholt, auch wenn ihre kompletten Gedärme zerfetzt waren) und "komplett in zwei Hälften geteilt" (da erholt man sich eher nicht von - aber die Rückkehr von Darth Maul war auch genauso dumm, wie die Rückkehr von Palpatine in Episode 9, und hatte genausowenig Relevanz).

Dafür hatten sie bei 9 einen Kavallerieangriff auf einem Raumschiff. Man kommt also immer noch drunter.

Ja, das war herrlich dumm.
Aber auch nicht dümmer, als gepanzerte Kampfläufer die durch ein paar Stahlseile gestoppt werden (wenn sie genug Power haben um diese Masse zu bewegen, dann zerreissen sie die Seile wie Zuckerwatte) oder die explodieren, wenn ein paar Teddybären einen Baumstamm drauf werfen (wenn die so wenig aushalten, warum haben die Rebellen sie nicht einfach mit ihren Speedern gerammt).
Star Wars ist halt (auch) für Kinder, und entsprechend gibt es ein paar Sachen die total cool aussehen, über die man aber nicht zu sehr nachdenken sollte.  ;)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Galatea am 5.07.2026 | 16:31
Panzer gegen Baum.

(https://www.tanelorn.net/index.php?action=dlattach;topic=133228.0;attach=41402)

(https://www.tanelorn.net/index.php?action=dlattach;topic=133228.0;attach=41404)

Wie genau besagte Teddybären einen tonnenschweren Baumstamm auf 15 Meter Höhe bekommen haben ist jetzt wieder eine andere Geschichte...
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 5.07.2026 | 16:40
Na ja, ein Panzer soll ja vor allem gegen Beschuss schützen - nicht gegen einen Aufprall. Noch dazu kommen besagte Baumstämme ja von beiden Seiten und treffen die größte Fläche an Metall mit ordentlich Schwung. Dass sich das verbiegt - nicht weiter unglaubwürdig.
Immerhin schützen die Rüstungen der Sturmtruppen ja offenbar auch vor praktisch nichts. Weder Blaster noch Pfeile.
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Talasha am 5.07.2026 | 21:34
Aber auch nicht dümmer, als gepanzerte Kampfläufer die durch ein paar Stahlseile gestoppt werden (wenn sie genug Power haben um diese Masse zu bewegen, dann zerreissen sie die Seile wie
Du hast gerade die Schwäche der Tarkindoktrin erkannt, zuviel Wert auf Show und nicht so viel Substanz dahinter.   Wobei die wohl eher ein Versuch ist zu erklären warum man diese gewaltigen unpraktischen Kampfläufer hatte.

Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Prisma am 5.07.2026 | 23:18
Erst wenn man die Märchenprämisse weglässt, geht bei Episode IV, V und VI die Glaubwürdigkeit flöten. Ich betrachte das von dieser Perspektive:

Dann gilt wie hier schon im Thread gesagt:
- Luke, der als untrainierter Held mit Vorkenntnissen den Todesstern zerstört.
- Ein Imperium das zwar alle Macht hat, aber so komplett unfähig ist, dass es diese nie erlangen, geschweige denn halten, könnte. Und zwar von den ranghöchsten Admirälen bis hin zum einfachen Soldaten.
- TIE-Fighter die zum wecksnacken sind, obwohl deren Piloten best of the best sein sollen.
- Unfähige Sturmtruppen, die Elite-Shocktruppen des Imperiums, deren Rüstung aus Zeitungspapier besteht und die im Rythmus von 2W6 die Runde von einem Weltraumbauer, einem Weltraumtrucker und deren Kumpels umgelegt werden. Und wenn die Teddybären wütend werden, reißen sie diesen Elite-Soldaten den Arsch auf. Egal wie groß die Übermacht ist und welches Kriegsgerät die auffahren.
- Eine hochgesicherte imperiale Kampfstation, die ohne große Mühe von eben dem Weltraumtrucker and Friends infiltriert und sabotiert werden kann.
- usw.

Das lässt doch nur einen Schluss zu: Star Wars ist Rebellenpropaganda. Eine große Erzählung mit einem Niemand im Zentrum, der mithilft ein Sternenreich zu stürzen.



Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 7.07.2026 | 13:06
Man kann ja mal versuchen, das Ganze rollenspieltechnisch so aufzuziehen: ALLE Filme sind keine Eins-zu-Eins-Dokumentationen, sondern was der Galactic History Channel 300 Jahre nach den echten Geschehnissen publikumsgerecht aufbereitet als Histotainment ausstrahlt. Also ungefähr so das, was auf Netflix unter dem Namen "Barbaren" die Geschichte um Varus und Arminius wiedergeben soll.
Die Eckdaten stimmen, aber alles war sehr viel komplexer, als GHC das seinem Publikum zumuten wollte, dafür aber mehr Explosionen, Romanzen, Cliffhanger und Funny Aliens eingebaut hat!  ^-^

Übrigens halte ich es in meinem Kopfkanon inzwischen mit den Sequels und den Prequels teilweise tatsächlich so - Jar Jar Binks war in Realität ein viel gestzterer und ernsthafterer Charakter, als was einem die Drehbuchschreiber dann als Comic Relief andrehen wollten, und Anakin ging eher in Richtung Christian Bale in Batman begins.  ;D
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: nobody@home am 7.07.2026 | 13:21
Man kann ja mal versuchen, das Ganze rollenspieltechnisch so aufzuziehen: ALLE Filme sind keine Eins-zu-Eins-Dokumentationen, sondern was der Galactic History Channel 300 Jahre nach den echten Geschehnissen publikumsgerecht aufbereitet als Histotainment ausstrahlt. Also ungefähr so das, was auf Netflix unter dem Namen "Barbaren" die Geschichte um Varus und Arminius wiedergeben soll.
Die Eckdaten stimmen, aber alles war sehr viel komplexer, als GHC das seinem Publikum zumuten wollte, dafür aber mehr Explosionen, Romanzen, Cliffhanger und Funny Aliens eingebaut hat!  ^-^

Übrigens halte ich es in meinem Kopfkanon inzwischen mit den Sequels und den Prequels teilweise tatsächlich so - Jar Jar Binks war in Realität ein viel gestzterer und ernsthafterer Charakter, als was einem die Drehbuchschreiber dann als Comic Relief andrehen wollten, und Anakin ging eher in Richtung Christian Bale in Batman begins.  ;D

Ich glaub' zwar nicht, daß Disney da jemals mitzieht, aber so rein als Idee...sicher, kann man machen. :D

(Die Macher von BattleTech beispielsweise sind ja letztendlich ganz ähnlich vorgegangen, um die Frage nach dem Kanonstatus des Cartoons "offiziell" zu beantworten, und haben ihn letztendlich zu einer eigenen Unterhaltungsserie innerhalb ihres Universums erklärt -- auch lose auf realen Ereignissen während der Claninvasion basierend, aber mit viel künstlerischer Freiheit.)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 7.07.2026 | 13:25
Exkurs:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Eisenmeile am 7.07.2026 | 22:24
Na ja, ein Panzer soll ja vor allem gegen Beschuss schützen - nicht gegen einen Aufprall. Noch dazu kommen besagte Baumstämme ja von beiden Seiten und treffen die größte Fläche an Metall mit ordentlich Schwung. Dass sich das verbiegt - nicht weiter unglaubwürdig.

Zwischen "verbiegen" und "komplett implodieren" gibt es immer noch ein paar Stufen (und bei einem halbwegs modernen Panzer verbiegt sich auch bei einem bewurzelten Baum nicht so viel).
Und ein Snowspeeder trifft die gleiche Fläche (und hat wesentlich mehr Masse und Schwung, als selbst der dickste Baumstamm). Warum haben die Rebellen die Läufer nicht einfach gerammt, wenn sie gegen kinetischen Schaden so empfindlich sind.

Meinetwegen kann man sagen "Die Panzerung ist nur für Show, die soll hauptsächlich Energiewaffen abwehren", aber das sollte dann bitte auch konsistent sein.

Zitat
Immerhin schützen die Rüstungen der Sturmtruppen ja offenbar auch vor praktisch nichts. Weder Blaster noch Pfeile.

Ist das so? Zumindest sieht man bei den Sturmtruppen keine Einschusslöcher in den Rüstungen, also scheint da doch etwas abgewehrt zu werden (bei den Rebellen sieht man dagegen Einschusslöcher, also kann man sich es auch nicht damit rechtfertigen "Man wollte halt nichts so drastisches zeigen").
Die Sturmtruppler fallen zwar um, aber wir wissen nicht, ob sie davon dauerhaft verletzt/getötet sind, oder nur kurzfristig ausgeknockt. Letzteres wäre durchaus akzeptabel für das Imperium: bei größeren Truppenstärken ist es unerheblich, ob die Rüstung nicht komplett schützt - der Gegner kommt ohnehin nicht dazu, die bewusstlosen Sturmtruppen gefangen zu nehmen oder entgültig auszuschalten, weil bereits zahlreiche Verstärkung über die Körper ihrer bewusstlosen Kameraden steigt. Und wenn es unverhältnismäßig viele Ressourcen verbrauchen würde, die Truppen mit besserer Panzerung auszustatten... tja, dann reicht für die Standard-Grunts eine Rüstung, die "nur" vor dem Tod oder schweren Verletzungen schützt.

@Authentizität der Ereignisse: Ich betrachte die Filme schon als das, was im (von der Macht durchdrungenem) Star Wars Universum passiert. Was da passiert mag nicht immer physikalisch plausibel sein, aber es hat eine innere Logik. Eher betrachte ich die WEG-Quellenbücher (die ja später kamen) als Propaganda des militärisch-industriellen Komplexes, welche versucht ein Bild des Universums zu zeichnen, in dem der Handel nicht nur von Schmuggel, Korruption und Spucke zusammengehalten wird, und Machtkräfte komplett unabhängig vom Glauben der Machtanwender sind (was beides so überhaupt nicht den Filmen entspricht).  ;)
Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Ludovico am 8.07.2026 | 07:41
Der entscheidende Punkt ist: Immer dann, wenn sie es so gemacht haben wie die Bomber in Star Wars 8, hat es wenig bis gar nichts gebracht.

Tirpitz *hust*

Was das Thema angeht:
Star Wars OT sind unterhaltsame Fantasy-Filme mit großartigen Schauspielern (wie Alec Guiness, Carry Fisher und Harrison Ford). Die Filme haben Maßstäbe gesetzt in Sachen Weltraumkämpfe und Fantasy/SF auch durch das Design.

Was nun die neuen Disney-Filme angeht, so habe ich abgesehen von den Spinoffs (die ich gut finde) nur Episode 7 und 8 gesehen und fand sie schrecklich.
Episode 7 fand ich Rey als Mary Sue unerträglich (aber auch in 8). Sie findet den Millenium Falcon und ohne Vorerfahrung und Co-Piloten liefert sie sich sofort eine Verfolgungsjagd durch enge Sternenzerstörer-Wracks. Am Ende des Films besiegt sie ohne formales Training in einem fairen Kampf Kylo Renn, der wiederum ein fast fertig ausgebildeter Sith ist.
In Episode 8 wiederum bringt sie eher Luke etwas bei als umgekehrt. Luke, der letzte Jedi quasi, zeigt nur einmal kurz ein bisschen Können mit einem Trugbild. Währenddessen hebt Rey mal locker ziemlich viele Felsen hoch.
Wenn man das mit Luke in der OT vergleicht, so wirkt der wie ein Volldepp dagegen.

In Episode 8 hat mich noch wesentlich mehr gestört, dass der gesamte Plot dämlicher war als alles, was in der OT an Fehlern gemacht wurde:
-Die Bemühungen der Helden waren vollkommen sinn- und witzlos, da die großartige Admiralin, deren Führungsstärke mit der eines Küchenschwamms gleichgesetzt werden kann (aber im Film als ganz toll dargestellt wurde), den bestesten Plan der Welt hat, indem sie die Flotte zu dem gut sichtbaren Planeten "heimlich" schickt.
Und den Rest der Charaktere fand ich auch meh.


Titel: Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
Beitrag von: Raven Nash am 8.07.2026 | 07:55
Ist das so?
Ja, das ist so - immerhin macht sich ja Cody in Rebels genau darüber lustig. Offenbar waren die Klonrüstungen deutlich besser.
Einschusslöcher gibt's bei Blastern auch keine, nur verbrannte Stellen - und davon sehen wir so einige (das ist aber der FSK 12 geschuldet - wie auch das Lichtschwert, weil es da kein Blut gibt).
Und dass die Ewoks mit ihren Winzig-Bögen Pfeile durchschiessen können, ist auch sichtbar. Gegen Steine schützen sie offenbar auch nicht.