Autor Thema: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...  (Gelesen 6361 mal)

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Offline Jeordam

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #100 am: 3.07.2026 | 17:47 »
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Das Problem bei den Bombern ist ein anderes: Die originalen TIE-Bomber sind Jagdbomber, die hauptsächlich mit Torpedos, Raketen und anderen Lenkwaffen ausgestattet sind, aber optional auch Freifallbomben für planetennahe Missionen tragen können.
Die komischen Dinger aus den Sequels sind strategische Bomber aus dem zweiten Weltkrieg, die konzeptionell bzw. bauartbedingt nur und ausschließlich Freifallbomben tragen können und auf eine Mission geschickt werden, in der Freifallbomben physikalisch komplett sinnlos sind.

Das ist der große Punkt: Die Originale geben entweder eine hinreichende Erklärung oder lassen zumindest Raum für eine sinnvolle Erklärung.
Die Sequels scheißen darauf. Für die Szene ignorieren die Schreiberlinge Grundschulphysik etc. und erwarten die Kinogänger, diese Beleidigung ihrer Intelligenz zu fressen.
Und deswegen gibt es Shitstorms.

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #101 am: 3.07.2026 | 17:50 »
Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?

Natürlich. Genau daher stammt die ganze Raumkampf-Inspiration für Star Wars ja überhaupt erst (Sachen im Jägerformat stehen direkt für die Flugzeuge, die dicken Pötte dagegen für die diversen Schiffe), also handeln sie auch im Universum entsprechend...und daß man sich dort normalerweise im ausdrücklichen Gegensatz zum Vorbild im selben Medium befindet, wird geflissentlich ignoriert.

Offline Galatea

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #102 am: 4.07.2026 | 11:19 »
Zu Galatea: Verstehe.
Also der Bombenschacht im Tie-Bomber macht Sinn weil man damit entweder Planeten oder große Asteroiden bombardiert (die übrigens nicht stillhalten, bei Star Wars sind Asteroidenfelder ja die Fantasy-Variante bei der die Asteroiden die ganze Zeit wild durcheinander fliegen). Ist ja schließlich auch vom 2. Weltkrieg inspiriert.
Die Asteroiden, die von den TIE-Bomber in ESB bombardiert werden sind gewaltig. Die bombardieren nicht die kleinen Popelbrocken, die wild durch die Gegend taumeln, sondern diejenigen, die so groß sind, dass ihre Oberfläche effektiv flach (und in Relation zum Bomber praktisch stationär) ist.

In Episode 8 macht der Bombenschacht keinen Sinn weil man damit entweder Planeten oder gewaltige Raumkreuzer bombardiert (die auch nicht stillhalten und genauso zurückschießen wie es die Flugabwehr von Schlachtschiffen im 2. Weltkrieg gemacht hat).
Zum einen haben TIE-Bomber (wie Y-Wings und X-Wings) Torpedos, die sie nutzen, wenn sie Schiffe angreifen - macht halt bei einem 20km-Asteroiden nicht so super viel Sinn (abgesehen davon, möchte man für eine solche Aufgabe auch eine andere Art von Munition, das wäre sonst ein bisschen so, wie wenn man mit AP-Uranmunition auf Häuser ballert - kann man machen, ist halt nicht sehr effektiv).

Zum anderen, willst du mir gerade erzählen, dass die neue Republik einen strategischen Bomber hat, der explizit dafür konstruiert wurde ganze Stadtviertel einzuäschern, aber nicht mal die Raumkampfflexibilität eines uralten Y-Wings hat? Das klingt eher nach einen Schiff, das das Imperium bauen würde.

Abgesehen davon, das Schiff wäre allein schon effektiver gewesen, wenn die einfach die Frontabdeckung des Bombenschachts abgesprengt und ne Vollbremsung eingelegt hätten. Dann bekommt das Ziel eine Streuladung Raumminen ins Gesicht. Solche Konzepte gibt es sogar innerhalb von Star Wars.

Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?
Ach stimmt, Torpedobomber wurden ja erst in den 50er-Jahren entwickelt, wie konnte ich das nur vergessen (Gruß an die Bismarck).
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #103 am: 4.07.2026 | 12:40 »
Ich hätte bei meinem "Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?" wohl ein  :Ironie: Zeichen einfügen sollen. Das war ironisch gemeint eben weil Star Wars sich ja explizit bei den Luftschlachten des 2. Weltkriegs bedient. Und ja, da hat man Schlachtschiffe nicht nur mit Torpedos sondern auch mit Bomben angegriffen. Insofern macht das für Star Wars mMn durchaus Sinn (egal wie unrealistisch das bei realer Physik wäre, denn die hat bei Star Wars nur selten was zu melden). Und die Großschiffe bei Star Wars sind deutlich größere Ziele als die größten Schiffe des 2. Weltkriegs warum sollten Bomben da keinen Sinn machen ?
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #104 am: 4.07.2026 | 12:51 »
Ich hätte bei meinem "Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?" wohl ein  :Ironie: Zeichen einfügen sollen. Das war ironisch gemeint eben weil Star Wars sich ja explizit bei den Luftschlachten des 2. Weltkriegs bedient. Und ja, da hat man Schlachtschiffe nicht nur mit Torpedos sondern auch mit Bomben angegriffen. Insofern macht das für Star Wars mMn durchaus Sinn (egal wie unrealistisch das bei realer Physik wäre, denn die hat bei Star Wars nur selten was zu melden). Und die Großschiffe bei Star Wars sind deutlich größere Ziele als die größten Schiffe des 2. Weltkriegs warum sollten Bomben da keinen Sinn machen ?

Zum Thema Star Wars und Zweiter Weltkrieg habe ich nur das hier beizutragen: 633 Squadron Mosquito Death Star Attack
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Offline Galatea

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #105 am: 4.07.2026 | 13:07 »
Und ja, da hat man Schlachtschiffe nicht nur mit Torpedos sondern auch mit Bomben angegriffen.
Ähm, nein.
Die Amerikaner haben das mehrfach versucht, sogar gegen "große" Ziele wie japanische Schlachtschiffe und Flugzeugträger.

Die dafür eingesetzten B-17 Flying Fortress (viermotorige strategische Bomber) haben absolut garnichts getroffen, zum einen weil die Drift und Streuung der Bomben absolut horrend war, zum anderen weil die Japaner unter ihnen eine Ewigkeit Zeit zum ausweichen hatten.


Wenn im zweiten Weltkrieg Bomben gegen Schiffe eingesetzt wurden, dann hat man dafür Sturzkampfbomber verwendet. Das sind ein- bis zweisitzige Maschinen, die von der Größe irgendwo zwischen Jagdflugzeug und Torpedobomber rangieren.

Die sind in ungefähr 3-3,5 Kilometern Höhe in einen Sturzflug gegangen und haben wenige Hundert Meter über dem Ziel ihre Bomben ausgeklinkt, die Nase hochgezogen und gebetet, dass ihr Flugzeug noch intakt genug war, um nicht selbst zur Bombe zu werden.
Der Sinn dahinter ist, dass die (panzerbrechende) Bombe durch den Sturzflug so stark beschleunigt wurde, dass sie mehrere Schichten Deck (und mit Glück sogar die gepanzerte Zitadelle des Ziels) durchschlagen hat.

Das Star Wars Equivalent dazu wäre ein Torpedobomber mit einem massiven One-Use-Booster, der ein paar Kilometer von dem Ziel so sehr beschleunigt, dass das Gefährt beinahe auseinanderfällt, kurz vor dem Überfliegen die Munition abwirft und dann (weil es im Weltraum keine Wasseroberfläche gibt) einfach wie ein Geschoss am Ziel vorbeidonnert. Wenn man das richtig abstimmt, könnte man danach sogar direkt den Hyperantrieb anwerfen und verschwinden. Das wäre ein perfektes Schiff für die Rebellion.



Und ja, später im zweiten Weltkrieg gab es auch Skip-Bombs (Bomber die wie beim Teich-Steinwurf über die Wasseroberfläche hüpfen), aber die wurden (wenn das Ziel ein Schiff war) von maximal zweimotorigen Maschinen abgeworfen, die knapp über der Wasseroberfläche dahingebraust sind, weil aus größerer Höhe der Impakt mit dem Wasser die Bombe sonst direkt zerstört hätte. Da für gibt es im Star Wars Universum aber überhaupt kein Equivalent (wüsste auch nicht wie das im Weltraum gehen sollte).
« Letzte Änderung: 4.07.2026 | 13:15 von Galatea »
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #106 am: 4.07.2026 | 14:17 »
Das beißt sich ja lustigerweise nur mit Ep. I, denn Qui-Gon stirbt genau an dieser Verletzung. Mit der OT beißt sich da nichts. Aber die Prequels beißen sich wiederum mit der OT in vielen anderen Dingen.
Am Ende ist es mal wieder ein Fall von "Meta"...
Ein richtiger Treffer mit einem Lichtschwert nimmt eine Figur effektiv aus dem Kampf, oder tötet sie gleich, je nach 'Hitlocation'. Etwa das Alien dem Obi wan den Arm abschlägt, oder als Vader Luke die Hand abschlägt. In Rückkehr der Jediritter metzelt sich Luke dann durch Jabbas Wächter und streift die nur mit dem Lichtschwert in der Torsogegend. Das reicht schon für einen tödlichen Treffer und das passt ja auch für den Schaden den ein Lichtschwert verursacht.
Qui-Gon kriegt wie du sagst sogar die volle Ladung ab und stirbt zurecht. Sabine kriegt auch die volle Ladung ab. Nun muss sie bitte schön nicht unbedingt sterben, Darth Maul hat ja auch schwer verletzt überlebt (aber er war auch ein Sith), doch ihre Genesung ist zu schnell, es gibt auch keine ernsten Konsequenzen. Also ja, letztlich ist es Meta. Es ist Plotarmor von der Sabine profitiert, was an sich nicht schlimm sein muss, sie ist aber in Sabines Fall von der allerbilligsten Sorte.
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #107 am: 4.07.2026 | 14:36 »
Ich schreibe das man im 2. Weltkrieg Schlachtschiffe mit Bomben angegriffen hat und du verneinst das mit folgender Aussage:
Die Amerikaner haben das mehrfach versucht, sogar gegen "große" Ziele wie japanische Schlachtschiffe und Flugzeugträger.

Wo ist da der Widerspruch ? Die Amis haben mit Bomben Schiffe angegriffen.

Zur Tödlichkeit von Lichtschwertern: Alle Waffen im Star Wars Universum sind exakt so tödlich wie es das Drehbuch gerade braucht. Da sehe ich keine Diskrepanzen zwischen den Originalen und den neueren Serien. Blastertreffer ? Zu 100 % Tödlich. Bis Leia getroffen wird, dann ist es nur eine Fleischwunde. Herrje, in der von dir zitierten Rückkehr der Jediritter schaltet Luke sogar Wachen mit seinem berüchtigten "Forcekick" aus  ;)
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #108 am: 4.07.2026 | 14:40 »
Ich schreibe das man im 2. Weltkrieg Schlachtschiffe mit Bomben angegriffen hat und du verneinst das mit folgender Aussage:
Wo ist da der Widerspruch ? Die Amis haben mit Bomben Schiffe angegriffen.

Der entscheidende Punkt ist: Immer dann, wenn sie es so gemacht haben wie die Bomber in Star Wars 8, hat es wenig bis gar nichts gebracht.
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #109 am: 4.07.2026 | 14:42 »
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #110 am: 4.07.2026 | 14:46 »
Der entscheidende Punkt ist: Immer dann, wenn sie es so gemacht haben wie die Bomber in Star Wars 8, hat es wenig bis gar nichts gebracht.

Also genauso, wie es in Episode 8 gezeigt wurde ?
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #111 am: 4.07.2026 | 14:54 »
Also genauso, wie es in Episode 8 gezeigt wurde ?

Wenn ich mich recht entsinne, haben sie dieses Superschlachtschiffsdingsbums doch zerstört, oder? Die Bomber sind zwar alle dabei draufgegangen, aber sie hatten Erfolg.

Wogegen es im Pazifik im Zweiten Weltkrieg (in Europa haben die Amis nicht viele Schiffe angegriffen) in der Regel so lief, dass die B-17 mit ihren Bomben einer Menge Fische einen Riesenschreck eingejagt haben und dann ohne oder mit relativ geringen Verlusten wieder zurückgekommen sind.
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #112 am: 4.07.2026 | 15:01 »
Nur so am Rande: Diskutiert ihr jetzt ernsthaft WK2-Spezialwissen gegen Schlachstrategien in Star Wars? Abgesehen davon, dass sich vom einen nicht aufs andere Schließen lässt, ist das doch auch auf der Plausibilitätsebene völlig egal. Okay, wenn jede:r wüsste, dass diese oder jene Bomben gegen dieses oder jene Schiff unwirksam waren und genau das visuell durch die Filme aufgerufen würde, dann könnte man VIELLEICHT behaupten, dass dadurch ein Plausibilitätsproblem entsteht ... aber ich mit meinem marginalen militärhistorischen Wissen steige da schon nach anderhalb Sätzen ratlos aus.
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Lover's Gaze für Cloud Empress: https://www.drivethrurpg.com/de/product/515643/lover-s-gaze-for-cloud-empress
Hidden Depths für Ashen Stars: https://www.drivethrurpg.com/de/product/300541/hidden-depths

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #113 am: 4.07.2026 | 15:06 »
Nur so am Rande: Diskutiert ihr jetzt ernsthaft WK2-Spezialwissen gegen Schlachstrategien in Star Wars? Abgesehen davon, dass sich vom einen nicht aufs andere Schließen lässt, ist das doch auch auf der Plausibilitätsebene völlig egal. Okay, wenn jede:r wüsste, dass diese oder jene Bomben gegen dieses oder jene Schiff unwirksam waren und genau das visuell durch die Filme aufgerufen würde, dann könnte man VIELLEICHT behaupten, dass dadurch ein Plausibilitätsproblem entsteht ... aber ich mit meinem marginalen militärhistorischen Wissen steige da schon nach anderhalb Sätzen ratlos aus.

Ich finde es schon irgendwo relativ zur Diskussion darüber, wo es mit Star Wars hingeht, dass George Lucas sich zumindest lose an historischen Vorbildern orientiert hat (sieh dir mal den Youtube-Link an, den ich weiter oben gepostet habe; es sind nur 8 Minuten), während man unter Disney nur noch möglichst spektakuläres Krachbumm aufführt.
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Offline Galatea

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #114 am: 4.07.2026 | 15:09 »
Wo ist da der Widerspruch ? Die Amis haben mit Bomben Schiffe angegriffen.
Die Amis haben im 2. Weltkrieg auch mit Brandsätzen versehene Fledermäuse aus Bombern abgeworfen. Sind halt nur alle direkt erfroren.
Die Briten haben sogar versucht Möwen abzurichten, damit sie die Periskope von U-Booten vollkacken.
Damals wurde so ziemlich jedes dumme Konzept ausprobiert.

Also genauso, wie es in Episode 8 gezeigt wurde?
Zwei Probleme.

1. Als einer der Bomber das Schiff erreicht und es schafft seine Bomben abzuwerfen ist das Schiff Toast. Das war in der Praxis nicht der Fall. Die Bomber waren schlicht nicht in der Lage, die Schiffe überhaupt zu treffen. (Die Entfernung ist im Film so lächerlich gering, die hätten auch direkt den Bomber selbst ins Ziel fliegen können, das wäre effektiver gewesen).
Verluste hatten sie in der Regel aber auch nicht, weil die japanischen Flugabwehrkanonen schlicht nicht so hoch kamen und sogar die Jagdmaschinen Schwierigkeiten hatten (nicht nur, dass die Höhe grundlegend ein echtes Problem war, bis die Zeros auf Höhe geklettert wären, waren die Bomber schon lang wieder weg).

2. Es gab zu Beginn des zweiten Weltkriegs in der US Navy einen ernsthaften Streit darüber, ob strategische Bomber gegen Schiffe effektiv wären oder ob man lieber auf Sturzkampfbomber setzen sollte.
Die Konzepte waren damals beide neu, man wusste es schlicht nicht.

Die Rebellion/Republik hat schon erprobte Strategien, die wissen bereits was funktioniert.


Ich finde es schon irgendwo relativ zur Diskussion darüber, wo es mit Star Wars hingeht, dass George Lucas sich zumindest lose an historischen Vorbildern orientiert hat (sieh dir mal den Youtube-Link an, den ich weiter oben gepostet habe; es sind nur 8 Minuten), während man unter Disney nur noch möglichst spektakuläres Krachbumm aufführt.
Wir wissen mittlerweile sehr gut, dass der Regisseur von Last Jedi seine WW2-Bomberszene wollte und dass es ihm kackegal war, ob die im Kontext von Star Wars irgendeine Spur von Sinn macht oder nicht.
Selbiges für dieses bescheuerte Kamikaze-Hyperraummanöver.
« Letzte Änderung: 4.07.2026 | 15:13 von Galatea »
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #115 am: 4.07.2026 | 15:16 »
Im zweiten Weltkrieg war es aber auch nicht möglich einen Bomber zehn Meter über einem Schlachtschiff anzuhalten, um dann alle Bomben auf einmal zielgenau darauf abzuladen. Der ganze Vergleich hinkt ziemlich.
Wobei das zweite Superschlachtschiff ja auch mit den Bordgeschützen in ballistischen Kurven feuert. In der Schwerelosigkeit.

Am Ende geht es doch bloß um die Ästhetik und den recht banalen Plot, und nicht ob das irgendwann irgendwo Sinn gemacht hätte.

Offline Runenstahl

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #116 am: 4.07.2026 | 15:24 »
Die "Rule of Cool" war bei Star Wars schon immer die treibende Kraft. Herrje, "Walker" also wirklich als laufende Panzer, sind realistisch betrachtet auch eine ziemlich dumme Idee... aber die sehen halt echt cool aus. Ich mag das auch. Ich wundere mich nur warum in der Disney Ära plötzlich auf "Realismus" gepocht wird ?

Wohlgemerkt nicht von Leuten die das erste Mal einen Star Wars Film sehen (da kann ich vielleicht verstehen wieso man sich wundert) sondern von Leuten die von sich selbst behaupten das sie Fans der Origninalfilme sind.

Waffen die aus Licht bestehen aber nach 90cm Länge einfach aufhören und dabei so solide sind das sie sich gegenseitig parieren können ? Kein Problem.
Da brennt was außen am Raumschiff (The Acolyte) ?!? Holt die Inquisition, Disney macht Star Wars Kaputt weil sie Physik ignorieren !
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #117 am: 4.07.2026 | 16:04 »
Holt die Inquisition, Disney macht Star Wars Kaputt weil sie Physik ignorieren!

Ich denke, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Star Wars ist und war nie Sci-Fi und der Versuch von Rian Johnson, mehr "physikalische Realität" ins Franchise zu bringen, ist imo genau daran gescheitert.

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #118 am: 4.07.2026 | 16:44 »
Nebenbei: die Alliierten haben sehr wohl auch mit Bomben aus großer Höhe erfolgreich Kriegsschiffe angegriffen und versenkt oder zumindest zeitweise oder dauerhaft außer Gefecht gesetzt. (Unter anderem die deutsche Kriegsmarine, die ja eh nie besonders viele große Überwasserschiffe hat zusammenkratzen können, könnte davon ein Lied singen -- nicht wahr, Tirpitz und Gneisenau?) Schön, die lagen dabei normalerweise vor Anker im Hafen...aber wenn man sich anschaut, wie schnell oder vielleicht doch eher langsam diverse SW-Dickschiffe auf der Leinwand "manövrieren", dann ist der Unterschied plötzlich gar nicht mehr so groß. ;)

Offline Galatea

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #119 am: 4.07.2026 | 17:27 »
Ich denke, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Star Wars ist und war nie Sci-Fi und der Versuch von Rian Johnson, mehr "physikalische Realität" ins Franchise zu bringen, ist imo genau daran gescheitert.
Das Problem besteht an beiden Enden.

Einerseits macht das Konzept im Kontext des Settings grundlegend keinen Sinn (bremsen und die Minen nach vorne auswerfen wäre einfacher und sinnvoller), anderseits gibt es bereits Mittel und Strategien, wie man mit großen Kriegsschiffen umgeht (die Rebellion hat zu diesem Zeitpunkt Jahrzehnte an Erfahrung darin imperiale Schiffe zu zerstören).

Es ist egal wie rum man es dreht, es ist in beiden Fällen Quark - 1. es macht innerhalb der vom Setting gesetzten physikalischen Konditionen keinen Sinn, 2. es macht im Sinne der settingsinternen Konsistenz keinen Sinn.
Anderseits sind Präzedenz und Konsistenz eh über komplett über Bord geflogen, die waren ja auch beim Hyperraumsprungmanöver vollkommen egal, das in der Hinsicht eine noch viel größere radioaktive Büchse voll mutierter Riesenwürmer ist.
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #120 am: 4.07.2026 | 17:28 »
Im übrigen finde ich solche Diskussionen und vergleiche auch ziemlich mau, da kann man eigentlich jedes SF auseinandernehmen, ich mein ihr regt euch daüber auf das man Bomben auf irgendwas abwirft, ich sag nur: "überlichtgeschwindigkeit" *hüstel*

Trozdem muss ich sagen irgendwie hat Star wars mich auch verloren, ich kann aber auch nicht sagen warum. Wenn dann mal ein Film im Fernsehen läuft schau ich mir den auch an aber das Feeling von Empire Strikes Back will einfach nicht zurück kommen, ich vermute es liegt am Stoirytelling das anderst ist. Bei Star Treck weis ich warum es mich nicht mehr abholt: Pilzantrieb und Dilihiumbrand WTF!

Das letzte das ich cool fand war "The Expanse"

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #121 am: 4.07.2026 | 18:10 »
Trozdem muss ich sagen irgendwie hat Star wars mich auch verloren, ich kann aber auch nicht sagen warum.

Was mich angeht, kann ich's schon sagen: erstens war ich schon vor Star Wars Science-Fiction-Fan und dieses spezielle Universum also nur eins unter anderen (halt mit in den 70er/frühen 80er Jahren netten Spezialeffekten), und zweitens spielt da einfach der Faktor Zeit eine große Rolle. Nach der Originaltrilogie kam eben lange nichts wirklich "Offizielles" mehr nach (selbst das damalige Rollenspiel war ja mehr "Fanprodukt mit stillschweigender Duldung" als irgendwas sonst), also war das Thema für mich dementsprechend auch erst mal abgeschlossen...und als dann zuallererst mal die Prequels herauskamen, waren die natürlich für sich genommen auch eine ganz neue Kiste mit weitgehend neuem Cast.

Na ja, und die Sequels? Mal von deren "Qualität" insgesamt abgesehen (ich habe sie mir persönlich nie auf Filmlänge angetan, kann das also auf der einen Seite vielleicht nicht "richtig" beurteilen, hatte und habe aber nach allem, was man so hört und in Schnipseln sieht, auf der anderen vielleicht doch Besseres zu tun), hat Star Wars da aus meiner Sicht einfach einen kapitalen Bock geschossen: wenn sie die Originalreihe wirklich hätten fortsetzen wollen, dann hätten sie das schon viel früher machen müssen, als die damaligen Stars auch im realen Leben noch jung genug dazu waren! Dafür kann nicht mal Disney was, denn die waren da ja noch nicht zuständig...

Nebenbei, in Bezug auf die Prozentangaben: ja, das bedeutet, daß ich persönlich in Sachen herangezogener Vergleichsbasis nicht mal bei den 100% dabei war, von den 85 beziehungsweise 15 ganz zu schweigen. :)

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #122 am: 4.07.2026 | 20:04 »
Das größte Problem das ich mit den Bombern aus Episode 8 hab ist wie unglaublich langsam die Dinger sind.

Die meisten leichten Frachter in dem Setting (die ungefähr genau so groß sind) dürften deutlich schneller und wendiger sein als die Dinger.
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #123 am: 4.07.2026 | 20:47 »
In 8 sind ja auch alle größeren Schiffe gleich schnell. Warum auch immer. Die hatten allgemein ein ziemliches Problem mit Geschwindigkeiten, Zeit und Raum, was ihre Plotidee angeht.

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« Antwort #124 am: 4.07.2026 | 20:55 »
In 8 sind ja auch alle größeren Schiffe gleich schnell. Warum auch immer. Die hatten allgemein ein ziemliches Problem mit Geschwindigkeiten, Zeit und Raum, was ihre Plotidee angeht.

Ich sag´s ja: Es geht nur noch um spektakuläres Krachbumm.
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