Tanelorn.net

Pen & Paper - Spielsysteme => Call of Cthulhu => Thema gestartet von: Boba Fett am 14.10.2015 | 09:29

Titel: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett am 14.10.2015 | 09:29
Kein Systemchannel ohne Smalltalk, oder?

Irgendwo muss man schliessliche geistige Gesundheit regenerieren...
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Boba Fett am 14.10.2015 | 09:30
CoC7 Hardcover von Pegasus für weniger als €20,-

Wie machen die das?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: LushWoods am 14.10.2015 | 09:34
Das holen die mit limitierten Sonderausgaben mit Silberschnitt, Zusatzheftchen, Faltkarte, Nummerierung und Spezialbuchrücken wieder rein ;)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 14.10.2015 | 10:02
Und hier ist der Field Guide of Lovecraftian Horrors (http://www.chaosium.com/s-petersens-field-guide-to-lovecraftian-horrors-pdf) (Chaosium)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: seanchui am 14.10.2015 | 10:06
CoC7 Hardcover von Pegasus für weniger als €20,-

Wie machen die das?

Also, ich kenne da eine gute Internetdruckerei, die druckt mir ein 420-Seiten-Vollfarb-Hardcover für 6,50 EUR (brutto) das Stück (in einer Auflage von 5000). Die Grafiken entstammen größtenteils der Chaosium-Ausgabe und sind in den - ohnehin gezahlten - Lizenzgebühren enthalten. Bleiben die Kosten für Übersetzer, Lektor, Layouter und Redakteur - aber ich habe schon oft gehört, dass es für sowas im Rollenspielbereich echt Enthusiasten gibt, denen der Name im Impressum mehr wert ist, als schnöder Mammon  ;). Insofern denke ich, dass Pegasus einen kleinen Betrag pro Buch TROTZDEM noch verdient und sich halt auf zukünftig zu erwartetende Einnahmen durch Folgebände freut...
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Bersercian am 15.10.2015 | 14:55
Die Preise sind von den reinen Satz, Druck und Bindekosten sehr Realistisch, bin selber Buchbindermeister und kenne da was von. Es ist selbst noch eine guter Teil übrig für die Übersetzer und ein kleiner Gewinn für Pegasus.

Und bei einem GRW o.ä. kann man von ausgehen das genug Verkauft werden was eine Hohe Auflage zulässt und sich somit die Kosten gut verteilen. (Wirklich Teuer sind nur der Satz,CTP etc.).

Natürlich machen auch die Limited Edition einen Teil aus, dieser dürfte aber nicht dazu da sein die anderen nicht Limited Versionen zu subventionieren. Ich gehe ehr davon aus das mit dem erhöhten Gewinn der Limited Edition ehr Übersetzer bezahlt werden (Gerade bei den Abenteuern ist 9,95€ für reinen Satz, Druck und Binden drin, aber Übersetzen dann wohl schon ehr nicht mehr).
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rumpel am 15.10.2015 | 15:11
Ich mag übrigens die neue Gestaltung, auch und vor allem der Innenteile (wobei die glaube ich schon bei der Vorgängeredition angefangen hat). Nicht mehr so überladen und mit motivischen Coverbildern. Erinnert mich tatsächlich ein bisschen an die guten alten Laurin-Zeiten.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 15.10.2015 | 15:27
Ich mag übrigens die neue Gestaltung, auch und vor allem der Innenteile (wobei die glaube ich schon bei der Vorgängeredition angefangen hat). Nicht mehr so überladen und mit motivischen Coverbildern. Erinnert mich tatsächlich ein bisschen an die guten alten Laurin-Zeiten.
Dem pflichte ich bei.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: SirRupert am 15.10.2015 | 16:17
Hat sich einer von Euch eigentl. die limitierte Ausgabe gegönnt? Wenn ja, lohnt diese sich?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 15.10.2015 | 17:23
Bisher war es bei C ja immer so das Mann als Spieler recht Hilflos gegen das Übernatürlich war und so. Das scheint nun abgeschwächt zu werden. Interessant.    Werde mit 7 vielleicht Holen.    Früher gab es dutzende berufe vom Buchhändler bis zum Polizisten .  mit vorschlagen wie sie auf den Mythos aufmerksam geworden sind. Wie sieht es da heute aus?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Bersercian am 15.10.2015 | 19:48
Bisher war es bei C ja immer so das Mann als Spieler recht Hilflos gegen das Übernatürlich war und so. Das scheint nun abgeschwächt zu werden. Interessant.    Werde mit 7 vielleicht Holen.    Früher gab es dutzende berufe vom Buchhändler bis zum Polizisten .  mit vorschlagen wie sie auf den Mythos aufmerksam geworden sind. Wie sieht es da heute aus?

Ja habe Sie mir gekauft, aber Amazon hat noch nicht geliefert -.-

Kann leider noch nichts dazu sagen.

Dafür ist meine Limited Gaslicht schon da, die ist aufjeden Fall sehr gut gemacht. Nur schade dass es dafür so wenig "Fertige" Abenteuer gibt.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 16.10.2015 | 19:05
Wie schwierig  es alte Abenteurer mit der Neuen Edition zu leiten ?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Grummelstein am 16.10.2015 | 19:30
Wie schwierig  es alte Abenteurer mit der Neuen Edition zu leiten ?
Das sollte ohne Probleme funktionieren. Der Grundsätzliche Mechanismus hat sich nicht groß geändert.
Ich z.B. plane "Die Froschkönig Fragmente" mit der 7e zu nutzen, das ist eines der ältesten Kaufabenteuer das ich kenne.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: NurgleHH am 16.10.2015 | 19:55
Das sollte ohne Probleme funktionieren. Der Grundsätzliche Mechanismus hat sich nicht groß geändert.
Ich z.B. plane "Die Froschkönig Fragmente" mit der 7e zu nutzen, das ist eines der ältesten Kaufabenteuer das ich kenne.
Im Grundregelwerk sind im Anhang Hilfen zur Konvertierung, daher kein Problem bei alten Abenteuern...
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 23.10.2015 | 20:22
Ah Mann kann nun entlich seien Atriebute mit Punkten ,,kaufen ,, statt zu würfeln. SEHR großer Fortschrittt.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 1.11.2015 | 14:51
Da! Abenteuerwettbewerb durch Pegasus! (http://www.cthulhus-ruf.de/cthulhu-abenteuerwettbewerb-edition-7/)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Narr am 10.11.2015 | 11:16
Gibt es eigentlich nun nach Erscheinen eine aktuelle Liste, die 7. Edition mit früheren Versionen vergleicht? Es gab ja vorher ein wenig Stunk, weil sich ach so viel ändern würde. Ich habe in den Schnellstarter geschaut und keine großen Änderungen gesehen. Jetzt bin ich verwirrt. Für mich wäre 7E nur interessant, wenn sich wirklich viel verändert hat, das würde ich gerne nachgucken können.

Ich möchte auch gar kein CoC spielen, dachte aber, dass es vielleicht schöne Inspirationen für BRP oder Legend gibt. Ich mag das System nämlich für Fantasy.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: seanchui am 10.11.2015 | 11:59
...meines Wissens gibt es keine direkte Gegenüberstellung der Regeländerungen. Es gibt wohl eine "Evolution der Fertigkeiten"-Tapete (https://cthulhureborn.wordpress.com/2013/12/11/the-descent-of-skills/ (https://cthulhureborn.wordpress.com/2013/12/11/the-descent-of-skills/)), aber das ist letztendlich alles nur Augenwischerei.

Die tatsächlichen Regeländerungen sind marginal:
-Umbenennung/Neuverteilung von ein paar Fertigkeiten (s. O.)
-Proben können nun normal, schwer (halber Wert) und extrem schwer (5tel Wert) sein -> wurde letztendlich in den meisten Abenteuertexten immer so gehandhabt
-Attribute sind nun auch %-Werte (vereinfacht das Proben, anstelle immer schreiben zu müssen "Probe auf INx4" oder sowas...)
-gescheiterte Proben können "forciert", also wiederholt werden -> bei Scheitern passiert irgendwas schlimmes
-die Charaktererschaffung kann nun nach Punkten erfolgen, nicht mehr rein nach Zufallsprinzip. Außerdem können Gruppen erstellt werden, die die SC verbinden (motivations-thema) und es gibt "einen speziellen Hintergrund" (sowas wie ein Fate-Aspekt, aber deutlich in der Bedeutung runtergefahren)
-die maßlos aufgeblähten Verfolgungsjagdregeln wurden durch neue maßlos aufgeblähte Verfolgungsjagdregeln ersetzt (die zwar besser sein sollen, deren expliziter Sinn sich mir aber nach wie vor nicht erschließt...)
-geändert sind auch die Regeln zur Auswirkungen von STA-Verlusten, die Regeln zur Mythosbuchlektüre und die zum Zaubern, aber auch hier eher oberflächlich (so mein Eindruck)

durch die neuen Fertigkeiten und die geänderten Attribute (%-Werte) ergeben sich natürlich für alle Kreaturen neue Stat-Blocks.

Letzten Endes gibt die neue Edition deutlich mehr in Spielerhände, als es vorher war (Forcieren, Vorwärtsscheitern, Bestimmung der Gruppenkonstellation,  spezieller Hintergrund), aber ich habe bislang nicht den Eindruck, dass das irgendwer von der "offiziellen" Autoren/Redaktionsriege erkannt hat.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 10.11.2015 | 13:59
Danke für die Übersicht.
Irgendeine Änderung gab es noch bzgl der Verwendung des Glück-Werts, oder?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: seanchui am 10.11.2015 | 14:31
Stimmt, Glück kann jetzt als Gummipunkte eingesetzt werden, um Proben zu erleichtern. Der Mechanismus gefällt mir auf der einen Seite sehr gut ("das Glück aufbrauchen"), auf der anderen Seite ist er mir zu uncthuloid.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: SirRupert am 10.11.2015 | 15:07
Zur Vollständigkeit kann man noch erwähnen, dass es jetzt den Wert Statur gibt, der bei verschiedenen Situationen im Kampf und bei Verfolgungsjagden herangezogen wird. Außerdem stirbt ein Charakter nicht mehr durch reinen Verlust der Trefferpunkte, es wird unterschieden wann und wie der Charakter vorher schon Schaden erlitten hat. Daran angepasst haben sich auch die Regeln zur Heilung etwas geändert.


Alles in Allem -um mal ungefragt meine Meinung zu sagen- sind die Änderungen m.M.n ziemlich gelungen. Wir spielen gerade E7 in den 1920ern und bisher gibt es fast nur Lob. Der einzige größere Kritikpunkt war bisher, dass man seine Berufs- und Hobbypunkte für die Fertigkeit Finanzkraft ausgeben muss und so in Abenteuern, bei denen Geld und Ansehen eher zweitrangig sind, teilweise viele Punkte an eine Fertigkeit verliert, die im Spiel selbst dann kaum zum tragen kommt. Aber wenn es nach mir geht, ist das halt der Preis, den man zahlen muss wenn man einen reichen und angesehen Charakter spielen will; schließlich bringt das ja auch immer Vorteile mit sich.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 10.11.2015 | 15:10
Ich find das schon nicht mehr marginal. Du sagst ja auch selbst dass deutlich mehr Spielerkontrolle zugelassen wird. Läuft das bei Cthulhu nicht sogar dem klassischen Spielgefühl zuwider?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 10.11.2015 | 15:42
Ich find das schon nicht mehr marginal. Du sagst ja auch selbst dass deutlich mehr Spielerkontrolle zugelassen wird. Läuft das bei Cthulhu nicht sogar dem klassischen Spielgefühl zuwider?
Nun ja, was heißt "klassisches Spielgefühl"? Klar ist, dass man bei Cthulhu keine Superhelden spielt, sondern - zumindest im Vergleich mit den seltenen Mythoswesen - zerbrechliche Lebewesen, die gut beraten sind, Alternativen zur handfesten Auseinandersetzung zu finden. Nirgendwo steht, auch bei Lovecraft nicht, dass man immer verlieren muss, nur wenig kann und das Glück einem nicht hold ist. Wenn man sich die Ganzen Cthulhu-Varianten anschaut, die seit dem Freiwerden der Cthulhu-Rechte auf den Markt gekommen sind (in der BRD nur wegen der speziellen Pegasus-Klausel nicht), dann findet man mit einer Ausnahme (Cthulhu Dark) nur solche, welche die SC mit mehr Macht / Kontrolle etc ausstatten. Das fühlt sich mal mehr (ToC), mal noch immer (RoC), mal weniger klassisch an (Cthulhu D20) und deutet überdies darauf hin, dass ein leichtes Aufbohren in der Spielerschaft durchaus nicht unerwünscht ist. Und wenn ich die neue CoC-Edition hier einordne, dann fühlt die sich mE noch ziemlich klassisch an, sie eröffnet dem Spieler aber ein paar mehr Möglichkeiten, die das Spiel auflockern und zumindest im Kleinen dann und wann einen Erfolg quasi sicherstellen. Vor dem nächsten Mythoswesen wegzulaufen bleibt dennoch die bevorzugte Alternative.

Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Narr am 10.11.2015 | 15:45
Danke für die Aufstellung, das ist sehr aufschlussreich. :d
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 10.11.2015 | 15:57
Nun ja, was heißt "klassisches Spielgefühl"? Klar ist, dass man bei Cthulhu keine Superhelden spielt, sondern - zumindest im Vergleich mit den seltenen Mythoswesen - zerbrechliche Lebewesen, die gut beraten sind, Alternativen zur handfesten Auseinandersetzung zu finden. Nirgendwo steht, auch bei Lovecraft nicht, dass man immer verlieren muss, nur wenig kann und das Glück einem nicht hold ist. Wenn man sich die Ganzen Cthulhu-Varianten anschaut, die seit dem Freiwerden der Cthulhu-Rechte auf den Markt gekommen sind (in der BRD nur wegen der speziellen Pegasus-Klausel nicht), dann findet man mit einer Ausnahme (Cthulhu Dark) nur solche, welche die SC mit mehr Macht / Kontrolle etc ausstatten. Das fühlt sich mal mehr (ToC), mal noch immer (RoC), mal weniger klassisch an (Cthulhu D20) und deutet überdies darauf hin, dass ein leichtes Aufbohren in der Spielerschaft durchaus nicht unerwünscht ist. Und wenn ich die neue CoC-Edition hier einordne, dann fühlt die sich mE noch ziemlich klassisch an, sie eröffnet dem Spieler aber ein paar mehr Möglichkeiten, die das Spiel auflockern und zumindest im Kleinen dann und wann einen Erfolg quasi sicherstellen. Vor dem nächsten Mythoswesen wegzulaufen bleibt dennoch die bevorzugte Alternative.
Ich nahm, die klassischen Cthulhu-Spiele würden sich an den Themen Lovecrafts orientieren. Und da gehört Machtlosigkeit definitv dazu. Du kannst mal eine Manifestation des Mythos auseinandern nehmen, aber die dahinterstehenden Mächte sind außerhalb jeder menschlichen Reichweite.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Narr am 10.11.2015 | 16:09
Aber Moment mal, wenn ich in Cthulhu einen Charakter á la James Bond oder Indiana Jones oder so spiele, halt einen Profi der es drauf hat - für den stünden die großen Mythos-Mächte doch nicht außer Reichweite? Der würde damit doch wohl fertig werden?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 10.11.2015 | 16:18
Ich nahm, die klassischen Cthulhu-Spiele würden sich an den Themen Lovecrafts orientieren. Und da gehört Machtlosigkeit definitv dazu. Du kannst mal eine Manifestation des Mythos auseinandern nehmen, aber die dahinterstehenden Mächte sind außerhalb jeder menschlichen Reichweite.

Ja, da stimme ich Dir zu. Zumindest weitgehend. Man denke an die gewalttätigen Säuberungsaktionen in Innsmouth und Red Hook. Daran waren zwar viele Menschen beteiligt, nichtsdestotrotz müssen sich auch (Gruppen von) Mythoswesen dann und wann in acht nehmen. (Und wird nicht Cthulhu selbst gar mit einem Schiff überfahren? :) Haha!)
Unterm Strich würde ich sagen, dass sich die neue CoC-Edition an Dein Paradigma der Machtlosigkeit hält. Selbst in ToC, das sich eigtl hauptsächlich über verbesserte Investigationsfähigkeiten der SC definiert, ist mE über den Kniff, bei geschickt eingesetzten Punkten mehr als einmal ohne zu würfeln einen Treffer zu landen (doppelläufige Schrottflinte, Entfernung sehr nah), mehr als das Ausschalten nur eines Mythoswesens möglich. Wobei das natürlich stark vom gewählten Mythoswesen abhängt. Auch wird in den amerikanischen CoC-Abenteuern relativ viel geballert und ebenso im deutschen "Siegfriedslust" - und zwar, weil Ballern zumindest zum Teil eine echte Option darstellt.

Wenn ich an einige meiner Freunde aus Schulzeiten denke, die auch mit Flammenwerfern und Atombomben gegen den Mythos vorgegangen sind, einfach weil sie das im Fernsehen gesehen hatten, dann zeigt das mE, dass die CoC-Edition weitaus weniger ausschlaggebend für den Spielstil das Geschehen am Tisch ist, als die Idee der Spieler, wie ein Cthulhu-Abenteuer am Tisch umzusetzen sei.

Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: SirRupert am 10.11.2015 | 17:09
Aber Moment mal, wenn ich in Cthulhu einen Charakter á la James Bond oder Indiana Jones oder so spiele, halt einen Profi der es drauf hat - für den stünden die großen Mythos-Mächte doch nicht außer Reichweite? Der würde damit doch wohl fertig werden?
Naja, die maximale Geistige Stabilität ist 99 minus der Wert in Cthulhu-Mythos. Der menschliche Verstand kann eben nicht all zu viel Mythoswissen vertragen und es ist für ihn unmöglich alles zu wissen, geschweige denn zu verstehen.
Aber es ist ja auch eine Frage der Spielphilosophie der Runde in der man spielt, was die Charaktere wie überstehen.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Narr am 10.11.2015 | 17:15
Eben. Also gibt es auch keinen Grund, systemseitig sicherzustellen, dass man besonders schwache Charaktere und Nichtskönner spielt. Die dürfen schon was draufhaben, von mir aus auch systemseitig durch Plot Points, Glückspunkte oder was-auch-immer. Da schlummert ja immer was größeres, gegen das man eh nicht an kann.

Wobei Mythos-Wesen ja auch immer so transzendent klingt. Für mich ist das meiste von Lovecraft zunächst Sciencefiction-Horror und die meisten Mythos-Wesen sind Außerirdische. Auch viele der Großen Alten usw. sind außerirdische Wesen, deren Macht einfach unser Vorstellungsvermögen übersteigt.

Ich finde z.B. die Alien-Filme (alle) ziemlich cthuloid, die zeigen verschiedene Varianten auf, wie man damit umgehen kann. Genauso auch die Predator-Filme. Nur sind das halt modernere Vorstellungen von Außerirdischen, als Lovecraft sie hatte.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: angband am 10.11.2015 | 18:14
Ich nahm, die klassischen Cthulhu-Spiele würden sich an den Themen Lovecrafts orientieren. Und da gehört Machtlosigkeit definitv dazu. Du kannst mal eine Manifestation des Mythos auseinandern nehmen, aber die dahinterstehenden Mächte sind außerhalb jeder menschlichen Reichweite.
ToC definiert mögliche Spielstile ja irgendwo zwischen Pulp und Puristisch. Letzteres würde dem GEdanken der Machtlosigkeit entsprechen. Ersteres eher nicht. Persönlich finde ich die meisten Lovecraft-Geschichten, die ich gelesen habe, langatmig und langweilig und als Rollenspiel ungeeignet und favorisiere daher auch eher einen pulpigen Stil.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 10.11.2015 | 22:43
ToC definiert mögliche Spielstile ja irgendwo zwischen Pulp und Puristisch. Letzteres würde dem GEdanken der Machtlosigkeit entsprechen. Ersteres eher nicht. Persönlich finde ich die meisten Lovecraft-Geschichten, die ich gelesen habe, langatmig und langweilig und als Rollenspiel ungeeignet und favorisiere daher auch eher einen pulpigen Stil.
Ich kann Khorn de Boeuf aber schon verstehen, er drückt doch aus, was viele Spieler denken. Man höre zB in die Cthulhu referenzierenden Teile des Eskapodcast rein. Die Spieler dort betonen auch die Machtlosigkeit, und bis auf Martin finden das auch alle gut, glaube ich. Ich selbst reite auch gern auf der Machtlosigkeit herum, wenngleich ich meine Charaktere immer so ausstatte, dass sie in Momenten der Verzweiflung dick auf die Kacke hauen können. Einfach, weil es mir dann mehr Spaß macht. Zuviel des Guten sind für mich die ToC-Abenteuer "Purist"-Reihe, so ziemlich die ersten Abenteuer, die für ToC zu haben waren. Dort wird allzu sehr auf dem Instrument der Machtlosigkeit gespielt. Außenseiter sind diese Abenteuer aber nicht, denke ich.

Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Village Idiot am 10.11.2015 | 22:53
Vor allem sollte sich die Machtlosigkeit dann ja auch eher auf die eigene Belanglosigkeit und der der gesamten Menschheit Angesicht des alles umfassenden äonenalten kosmischen Horror und der grausamen nihilistischen Wahrheit beziehen. Und nicht auf: Fahrradfahren, dat is nich so einfach wie et vielleicht aussieht.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: angband am 11.11.2015 | 05:28
Hier mal ein Versuch der Differenzierung : Cthulhu Szenarien könnte man grundsätzlich so unterscheiden:

Es gibt viele Abenteuer, die davon ausgehen, dass die SC "ganz normale Leute" sind. Diese Szenarien setzen oft auf Mittel wie Abgeschiedenheit der Lokalität, Unmöglichkeit der Flucht usw. Beispiele wären hierfür Spukhaus Szenarien oder etwa das geniale gestohlene Leben. Vorteile : man kann sich gut in den Charakter hinein versetzen und fiebert mehr mit, etc.

Und dann gibt es Abenteuer, die diese Prämisse nicht haben. Dabei geht es dann eher um investigation und die Lösung eines falls. Diese Abenteuer scheitern, wenn die SC "einfach nur mit heiler Haut entkommen" wollen. Daher kann man bei solchen Szenarien getrost richtige harte Investigatoren bauen und das ganze auch pulpiger spielen.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 11.11.2015 | 08:33
Zitat
Aber Moment mal, wenn ich in Cthulhu einen Charakter á la James Bond oder Indiana Jones oder so spiele, halt einen Profi der es drauf hat - für den stünden die großen Mythos-Mächte doch nicht außer Reichweite? Der würde damit doch wohl fertig werden?
Ja, ich glaube da war dieser eine James Bond - Film, wo er diesen unsterblichen Sternengott besiegen muss :)
Und "Nuke the Fridge"-Indy macht das eh mit links

Übrigens ist "geringe Einflussnahmemöglichkeiten des Spielers" != "Inkompetenz des Charakters". Ich bezog mich ja auch ein System, bei dem der Spieler Würfe manipulieren und wiederholen kann. Auch wenn das System das nicht zulässt, kann es ja trotzdem kompetente Charaktere zulassen. Deswegen musste ich zwar über
Zitat
Fahrradfahren, dat is nich so einfach wie et vielleicht aussieht.
lachen, ganz so war es aber nicht gemeint :)

Zitat
Ich finde z.B. die Alien-Filme (alle) ziemlich cthuloid, die zeigen verschiedene Varianten auf, wie man damit umgehen kann. Genauso auch die Predator-Filme. Nur sind das halt modernere Vorstellungen von Außerirdischen, als Lovecraft sie hatte.
Ich würde sagen, das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit Servitorkreaturen und Kultisten umgeht.

Das mit den beiden Spielmodi bei ToC ist wohl etwa, was ich meine. Da wird ja extra darauf hingewiesen, dass auch Lovecrafts Geschichten teils existenzieller Horror sind (Unwissenheit ist ein Segen, Wissen bringt Wahnsinn, früher oder später kommen die Großen Alten wieder und dann Yum,Yum!) und teils "pulpy" (Böse Sachen können in unsere Welt gerufen werden, aber beherzte Männer können das Loch auch wieder stopfen). Insofern habe ich mich eh schlecht ausgedrückt. Die Tendenz ist aber schon "Wir können den Horror fernhalten, aber niemals besiegen".
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Narr am 11.11.2015 | 09:12
Vor allem sollte sich die Machtlosigkeit dann ja auch eher auf die eigene Belanglosigkeit und der der gesamten Menschheit Angesicht des alles umfassenden äonenalten kosmischen Horror und der grausamen nihilistischen Wahrheit beziehen. Und nicht auf: Fahrradfahren, dat is nich so einfach wie et vielleicht aussieht.
Genau. Ich hatte bei vielen Lovecraft-Geschichten auch den Eindruck, dass die Protagonisten durchaus fähige Leute waren. Man muss die ja nicht schwächer machen, als sie sind. Sie haben doch eh keine Superkräfte. Sollen es doch auch gute Gewehrschützen und Überlebenskünstler und BMX-Akrobaten sein. Als ob dies gegen den existenziellen Horror etwas ausrichten könnte. Dann knallen sie halt mal eine Mythos-Kreatur über den Haufen, ja und? Der Schrecken kommt doch von dem, was sie NICHT wissen und dem, was DAHINTER steht.
Vielen, auch mir, gefällt es ja auch nicht, dass Cthulhu diesen Wert auf Geisteskrankheiten legt. Mir würden Panikreaktionen oder als Langzeitreaktion PTSD für Protagonisten vollkommen ausreichen. Ich brauche keine Regel für "Phobie, würfle auf W100 wogegen", weil man einen Fisch mit drei Augen gesehen hat.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 11.11.2015 | 09:34
Wie gesagt, das mit den schwachen Charakteren ist nicht zwingend. Delta Green, sage ich nur. Aber da ist das Thema ja noch expliziter "Wir schieben die Apyocalypse ein wenig hinaus".
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Ucalegon am 11.11.2015 | 23:23
Vielen, auch mir, gefällt es ja auch nicht, dass Cthulhu diesen Wert auf Geisteskrankheiten legt. Mir würden Panikreaktionen oder als Langzeitreaktion PTSD für Protagonisten vollkommen ausreichen. Ich brauche keine Regel für "Phobie, würfle auf W100 wogegen", weil man einen Fisch mit drei Augen gesehen hat.

Das ist etwas, das die neuen Delta Green Regeln sehr gut machen, wie ich finde. Überhaupt habe ich da in den Kickstarter-Interviews häufiger das Argument gehört, dass DG zu einer regeltechnischen Alternative für Leute werden könnte, die mit dem pulpigeren Einschlag von Cthulhu 7 nicht so zufrieden sind.

Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: vlyrr am 11.11.2015 | 23:55
Ich spiele zwar kein Cthulhu, aber habe eine Frage.

Zitat
Ich brauche keine Regel für "Phobie, würfle auf W100 wogegen", weil man einen Fisch mit drei Augen gesehen hat.

Spielt ihr in den 1920er Jahren oder im 21. Jh.?
Für Charaktere des 21.Jh. stelle ich mir bzgl. der "Sanity" vor, dass sie um einiges stabiler als bei Menschen der 1920er Jahre ist.

Die mediale Sozialisation mit dem Horror/Splatter-Genre, Bodyhorrorfilme von Cronenberg, Mangas/Animes, die ganzen Thriller zum Thema, Neurowissenschaft, philosophische Werke zum Thema, zunehmende Säkularisierung etc.

Nicht zu vergessen die NS-Zeit, die nocheinmal eine ganz neue Dimension des Schreckens erreichte.


Was Menschen in den 60ern (oder davor) noch visuell schockte, lässt heutige Konsumenten nur amüsiert zurück. Intellektuelle Charaktere können auf einen ganz anderen Fundus zurückgreifen, als die vergleichbaren Kollegen aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Das Internet hat ebenfalls einen enormen Einfluss auf die Sehgewohnheiten der Heranwachsenden.

Worauf ich hinauswill: Müsste der Cthulhu-Horror und der ansteigende Wahnsinn in Begegnung mit dem Übernatürlichen nicht ein gänzlich anderer sein, wenn er im 21. Jh. auftritt als in einem 20.Jh.-Setting?

Ist der spezifische Lovecraft-Horror, der in ein 21.Jh.-Setting transponiert wird, nicht ein wenig "outdated"?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Village Idiot am 12.11.2015 | 00:30
Puuh Realismus und so...  ;D

ich würde halt ziemlich klar zwischen Medialer Gewalt, die halt immer distanziert und unpersönlich erlebt wird und realer Gewalt trennen. Die meisten Menschen in der heutigen, westlichen Welt haben Grauen, Schrecken und Gewalt nie erlebt und sind in dem Umgang damit ziemlich zerbrechlich. Die 1920er waren wesentlich rauer als unsere Zeit, die Menschen waren gewalttätiger untereinander und Tiere zu töten war normal. In Frankreich fand die letzte öffentliche Hinrichtung 1939 statt.

Auf einer rein intellektuellen Basis ist der lovecraftsche Horror aber natürlich überholt. Die unvorstellbaren räumlichen und zeitlichen Dimensionen des Universums erschrecken uns nicht mehr. Und nach Auschwitz kann man sich auch nur schwerlich vorstellen, dass es schlimmer sein soll, das es Wesen gibt für die wir nur bedeutungsloses Futter sind. Das ist vielleicht eine unschöne Vorstellung, aber wir wissend darum, das der Mensch dem Menschen schlimmeres antun kann.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Ucalegon am 12.11.2015 | 01:13
Komplexe Sache.

Ich denke, man muss unterscheiden zwischen "Wie mache ich Horror für das 21. Jahrhundert?" [Was ist Horror? An wen richtet er sich und was soll er für die Person machen?]

- als eines von vielen Beispielen das Thema Isolation: Facebook, Twitter, instant-Kommunikation, ständige Erreichbarkeit yadda yadda. Und dann findest du den youtube Account von diesem Typen, der aus seinem 10qm Zimmer in Bogota merkwürdige Videos hochlädt, die zusammen vlt. 70 klicks haben. Und auf ein Mal beginnen die ganzen kryptischen Spam-Mails, die seit ein paar Tagen deinen Webmailer überschwemmen Sinn zu machen... -

und

"Wie sollte eine gute/moderne Sanity-Mechanik aussehen?"

- imho auf jeden Fall keine Schizophrenie oder seltsame Essgewohnheiten etc. auf einer Zufallstabelle ;) -

Was die Protagonist(inn)en der Plots und des Settings angeht, haben die für mich genausoviel Angst und Traumata und Widerstandsfähigkeit wie nötig ist, um eine bestimmte Geschichte zu erzählen. Meine suspension of disbelief lässt es auf jeden Fall zu, dass die 17jährige atheistische Horrorfilmliebhaberin mit eigenem Vlog den Schock ihres Lebens bekommt, als sie anfängt dieses schwarze Zeug zu erbrechen und sich an das morgendliche Aufstehen nicht mehr erinnern kann. Man findet immer irgendwo eine gute Geschichte, unabhängig davon ob man sich von den 20ern, unserer heutigen Welt oder einer SF Vision inspirieren lässt. Der Rest ist eine Mischung aus Geschmackssache und Talent/Mühe, die sich jemand macht.

Dass Lovecrafts cosmic horror "natürlich" überholt sei, ist ebenso natürlich eine steile These, die vielleicht ein bisschen weit führt für diesen Thread...




Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: angband am 12.11.2015 | 05:40
Das ist etwas, das die neuen Delta Green Regeln sehr gut machen, wie ich finde. Überhaupt habe ich da in den Kickstarter-Interviews häufiger das Argument gehört, dass DG zu einer regeltechnischen Alternative für Leute werden könnte, die mit dem pulpigeren Einschlag von Cthulhu 7 nicht so zufrieden sind.
Im Grunde gibt es eine zentrale Mechanik, welche Cthulhu 7 pulpiger macht. Das ist die Forcierung. Diese Mechanik könnte man auch einfach weglassen, wenn man lieber puristisch spielen will.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 12.11.2015 | 08:06
[...]
Die mediale Sozialisation mit dem Horror/Splatter-Genre, Bodyhorrorfilme von Cronenberg, Mangas/Animes, die ganzen Thriller zum Thema, Neurowissenschaft, philosophische Werke zum Thema, zunehmende Säkularisierung etc.

[...]
Du hast Fukushima vergessen, wenn wir schon bei Fischen mit 3 Augen sind :)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rumpel am 12.11.2015 | 09:09
Vor allem sollte sich die Machtlosigkeit dann ja auch eher auf die eigene Belanglosigkeit und der der gesamten Menschheit Angesicht des alles umfassenden äonenalten kosmischen Horror und der grausamen nihilistischen Wahrheit beziehen. Und nicht auf: Fahrradfahren, dat is nich so einfach wie et vielleicht aussieht.

+1

Im deutschen Ctulhu-Forum wurde da ja mit den ersten Meldungen über CoC7 und dessen neue Mechanismen ein Riesenwirbel gemacht, dass Cthulhu jetzt ein anspruchsloses Metzelspiel werden würde; wieder mal schizophren gepaart mit der Aussage, dass die Regeln ja ohnehin keine Rolle spielen würden, sondern es bei einem anspruchsvollen Rollenspiel nur um die Atmosphäre ginge. Da hat sich in meinen Augen der Dünkel eines Teils der deutschsprachigen Cthulhu-Szene mal wieder selbst entlarvt: "Nein, Regeln, über so was stehen wir doch eh drüber, aber die Regeln von CoC1-6, die waren genau richtig für uns Eliterollenspieler, die von CoC7, die öffnen jetzt Tür und Tor für hässliche, stinkende D&D-Spieler, die wollen wir hier nicht!" Brrr.
Im Endeffekt war die Aufregung natürlich um nichts, CoC7 ist (nach meinen ersten Teststarter-Versuchen zumindest) genauso tödlich wie seine Vorgänger, und gerade das Forcieren trägt eher noch dazu bei, weil es die SL animiert, fiese Konsequenzen für gescheiterte Würfe einzuführen. Der Kampf ist weniger frickelig und einheitlicher geworden, was den "anspruchsvollen" Cthulhu-Spielern ja eigentlich nur recht sein kann. Und letztendlich hat die Frage, ob ein Regelsystem zur Vermittlung von "kosmischem Grauen" beiträgt, ohnehin kaum was mit der Tödlichkeit bzw. der Fähigkeit/Unfähigkeit der SC zu tun, weil ein besonders schlechter Fertigkeitswert im Fahrradfahren, mit dem man sich dauernd langlegt (um im Beispiel zu bleiben) vielleicht zur allgemeinen Genervtheit beiträgt, sicher aber nicht zu dem Empfinden, dass im Universum kalte, unpersönliche Kräfte walten, vor deren Hintergrund jedes menschliche Streben sinnlos erscheinen muss.
(Okay, andererseits: wenn ich mich täglich dreimal mit dem Fahrrad langlegen würde, dann würde ich das vielleicht schon irgendwann glauben ...)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Village Idiot am 12.11.2015 | 11:22
Ich sehe, ich muss wohl doch mal die 20 Euro an die Hand nehmen und mir das neue GRW zulegen. Und dabei dachte ich, ich wäre durch mit BRP Cthulhu... ;)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 12.11.2015 | 11:27
Rumpel nimmt mir mal wieder das Wort aus dem Munde :)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: seanchui am 12.11.2015 | 11:30

...Und letztendlich hat die Frage, ob ein Regelsystem zur Vermittlung von "kosmischem Grauen" beiträgt, ohnehin kaum was mit der Tödlichkeit bzw. der Fähigkeit/Unfähigkeit der SC zu tun, weil ein besonders schlechter Fertigkeitswert im Fahrradfahren, mit dem man sich dauernd langlegt (um im Beispiel zu bleiben) vielleicht zur allgemeinen Genervtheit beiträgt, sicher aber nicht zu dem Empfinden, dass im Universum kalte, unpersönliche Kräfte walten, vor deren Hintergrund jedes menschliche Streben sinnlos erscheinen muss.
(Okay, andererseits: wenn ich mich täglich dreimal mit dem Fahrrad langlegen würde, dann würde ich das vielleicht schon irgendwann glauben ...)

Ich weiß nicht so recht, aber ich finde schon, dass das Regelwerk in der neuen Version mit einigen Grundfesten, die eben das "kosmische Grauen" für mich mittransportiert haben, bricht. Dabei geht es in keinster Weise um den Kompetenzgrad der Charaktere - denn der war schon in der alten Version durchaus hochzuschrauben, wenn man gewollt hatte.

Da das alte Regelwerk aber einfach ein "altes" war - immerhin über 25 Jahre auf dem Buckel - gab es einige Dinge darin, die in vielen modernen Rollenspielen längst über den Haufen geworden wurden. Inzwischen ist es modern, dem Spieler Erzählrechte, Bonuspunkte und anderen chi-chi mit auf den Weg zu geben. Gerade das beißt sich aber mit dem, was Cthulhu in den letzten 25 Jahren so gemacht hat.

In Lovecrafts Geschichten - egal, ob sie tolle Rollenspielabenteuer wären oder nicht - geht es nunmal sehr oft darum, dass die Protagonisten vor vollendete Tatsachen gestellt werden und daran irgendwie zerbrechen. In diesem "Geiste" haben sich - gerade im deutschsprachigen Raum - viele Abenteuer bewegt. Wenn aber nun die "Investigatoren" bald deutlich mehr mitreden dürfen, dann entstehen natürlich spannende, abwechslungsreiche und tolle Geschichten, gar keine Frage. Der cthuloide Faktor ist in meinen Augen aber schon heruntergefahren, denn der definiert sich m. E. nunmal nicht durch den Monsterkatalog...
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rumpel am 12.11.2015 | 11:49

Da das alte Regelwerk aber einfach ein "altes" war - immerhin über 25 Jahre auf dem Buckel - gab es einige Dinge darin, die in vielen modernen Rollenspielen längst über den Haufen geworden wurden. Inzwischen ist es modern, dem Spieler Erzählrechte, Bonuspunkte und anderen chi-chi mit auf den Weg zu geben. Gerade das beißt sich aber mit dem, was Cthulhu in den letzten 25 Jahren so gemacht hat.

In Lovecrafts Geschichten - egal, ob sie tolle Rollenspielabenteuer wären oder nicht - geht es nunmal sehr oft darum, dass die Protagonisten vor vollendete Tatsachen gestellt werden und daran irgendwie zerbrechen. In diesem "Geiste" haben sich - gerade im deutschsprachigen Raum - viele Abenteuer bewegt. Wenn aber nun die "Investigatoren" bald deutlich mehr mitreden dürfen, dann entstehen natürlich spannende, abwechslungsreiche und tolle Geschichten, gar keine Frage. Der cthuloide Faktor ist in meinen Augen aber schon heruntergefahren, denn der definiert sich m. E. nunmal nicht durch den Monsterkatalog...

ich weiß nicht, vielleicht habe ich das deutsche Cthulhu auch nie ganz verstanden ... gerade die Mitgestaltung durch Spieler, die auf der gleichen Wellenlänge mitmachen, ist für mich immer der beste Garant für Atmosphäre. Und wenn die Regeln da noch ein kleines bisschen Unterstützung geben (was bei CoC7 jetzt gar nicht so groß der Fall ist), kann das zu JEDER gewünschten Atmosphäre eigentlich nur beitragen. Auch und gerade zu einer der Hilflosigkeit, denn auch die müssen die Spieler ja aktiv (und möglichst mit Spaß daran) mit erzeugen. Wenn die Hilflosigkeit der Charaktere wirklich nur die Nebenwirkung der Frustration der Spieler ist und nicht aus der Entscheidung der Spieler zum cthulhoiden Horror-Spiel resultiert ... tja, wer will das dann bitte spielen? Eigentlich nur eine profilneurotische SL, die es toll findet, ihre Egonummer abziehen zu können und dafür noch die Weihen zu erhalten, das bestmögliche aller Rollenspiele zu betreiben.

Irgendwie scheinen Teile der Cthulhu-Spielleiterschaft Angst davor zu haben, dass Spieler, denen man Gestaltungsmittel für's dramaturgische Pacing an die Hand gibt (etwa durch Forcierung, Einsatz schwindender Ressourcen wie Glückspunkte), sofort jede Atmosphäre bombardieren, indem sie rein erfolgsorientiert spielen und nur noch auf Kampfmaschine machen. Wobei man sich dann fragen muss: Warum sollten diese Spieler Ctulhu spielen, wo klar ist, dass sie keine großen Kampferfolge einfahren werden, egal, wieviele Glückspunkte sie ausgeben und wie oft sie forcieren?

Sorry, wenn das etwas polemisch ist. Ich bin allerdings auch echt gebrannt von gewissen forenaktiven Teilen der deutschen Cthulhu-Spielerschaft, die mir Setting und System echt verleidet haben.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Ucalegon am 12.11.2015 | 12:05
Irgendwie scheinen Teile der Cthulhu-Spielleiterschaft Angst davor zu haben, dass Spieler, denen man Gestaltungsmittel für's dramaturgische Pacing an die Hand gibt (etwa durch Forcierung, Einsatz schwindender Ressourcen wie Glückspunkte), sofort jede Atmosphäre bombardieren, indem sie rein erfolgsorientiert spielen und nur noch auf Kampfmaschine machen. Wobei man sich dann fragen muss: Warum sollten diese Spieler Ctulhu spielen, wo klar ist, dass sie keine großen Kampferfolge einfahren werden, egal, wieviele Glückspunkte sie ausgeben und wie oft sie forcieren?

Die Frage ist für mich schon, was diese "Gestaltungsmittel" konkret sollen. Wenn es nur darum geht, das Pacing zu verbessen, geht das auch ohne Erzählrechte/Probenwiederholung/Probenerleichterung durch Glück  - das sind doch die kontroversen Teile, oder? Anders formuliert: Wenn ich als Spieler mehr Einfluss kriege, dann will ich auch wissen, warum.

Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rumpel am 12.11.2015 | 12:16
Die Frage ist für mich schon, was diese "Gestaltungsmittel" konkret sollen. Wenn es nur darum geht, das Pacing zu verbessen, geht das auch ohne Erzählrechte/Probenwiederholung/Probenerleichterung durch Glück  - das sind doch die kontroversen Teile, oder? Anders formuliert: Wenn ich als Spieler mehr Einfluss kriege, dann will ich auch wissen, warum.

Glückspunkte sind eben ein ziemlich simpler Mechanismus, weil sie es den Spielern bei gleichbleibend relativ niedrig angesetzten Werten ermöglichen, zu entscheiden, wann sie etwas dringend schaffen wollen. Und ein steter Wechsel von Erfolg und Misserfolg, der dadurch begünstigt wird, gibt meistens ein gutes Pacing.
Der "Erfolg" heißt bei Cthulhu aber ja in der Regel nicht, dass man einen Großen Alten oder ein Dutzend Tiefer Wesen umballert; das ist nach wie vor tendenziell einfach nicht drin, weil Glückspunkte ja auch nur Wahrscheinlichkeiten verschieben können und nicht absoluten Schaden erhöhen oder etwas in der Art. Die Erfolge bleiben also von der gleichen Art wie bisher auch: Gerade so mit dem Leben davonkommen, einen kleinen Sieg davontragen, der aber letztendlich bedeutungslos bleibt ...
Schön ist auch, dass Glückspunkte eine schwindende Ressource sind, was wiederum sehr gut zur letztendlichen Hoffnungslosigkeit passt - irgendwann sind die alle, und dann sieht es für die SC sogar noch deutlich schlechter aus als aus den bisherigen Editionen gewöhnt, weil sie dann halt auch eventuelle Glückswürfe nicht mehr schaffen.

Mit Forcierung ist es ähnlich (wobei es jetzt nicht beides gebraucht hätte): Auch hier können die SC ja nicht plötzlich leisten, was ihnen vorher unmöglich gewesen waren, sie steigern nur ihre Chancen ein bisschen - und in dem Fall noch dazu um einen Preis, der das Horror-Element noch betont: Ein Fehlschlag ist nicht nur ein "nicht geklappt", sondern wird auf jeden Fall schlimme Konsequenzen haben!

Ich sehe tatsächlich beim besten Willen nicht, wo diese beiden Anpassungen irgendetwas an der Atmosphäre des kosmischen Grauens ändern sollen; und wenn ich mir eine Geschichte wie Shadow over Innsmouth ansehe, kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass die nach den neuen Regeln eher zustande käme als nach den alten (den ersten rettenden Sprung schafft der Protagonist schon mal - mit Glück oder Forcierung? - obwohl es keinen Grund gibt, anzunehmen, dass er einen guten Springen-Wert hätte, im Gegenteil; und am Ende überwältigt ihn dann doch der Stabi-Verlust ...).

In meinen Augen wird mit solchen Mechanismen eher behutsam dem unfreiwillig komischen Cthulhu-Slapstick der Vorgängereditionen abgeholfen ...
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Ucalegon am 12.11.2015 | 12:30
Aber warum ist es wichtig, dass die Spieler(innen) auf einmal entscheiden sollen, wann sie einen Wurf schaffen oder nicht (bzw. ihre Chancen modulieren) und was sollen Erzählrechte? Ob nachher ein Erfolg oder Misserfolg rauskommt ist, wie du sagst, ohnehin relativ egal.

Kann man Glück eigentlich nach den neuen Regeln irgendwie wiederbekommen?


Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: KhornedBeef am 12.11.2015 | 12:33
@Rumpel: Ich glaube du hast da weitgehend recht. Ich überschätze vielleicht den Einfluss des "Den Würfeln ausgeliefert sein". Und das mit den schwindenden Ressourcen ist (wie auch bei GUMSHOE) immer ein wunderbares Feedback für den GM, der dann das weitere Geschehen entsprechend zuschneiden kann, was am Ende wahrscheinlich viel, viel mehr zum Gesamteindruck einer Session/eines Abenteuers beiträgt als der einzelne Wurf.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: seanchui am 12.11.2015 | 12:44
@Rumpel: gute Punkte, gut argumentiert. Danke.

Ich habe die Regeln bislang nicht im Einsatz erlebt, es war schlicht ein Gefühl, dass mich bei der Lektüre des Regelwerks beschlich. Aber Du hast recht, sicher kann man die Sache auch andersrum sehen.

Die Sache mit den "Erzählrechten" allerdings, die finde ich nach wie vor suspekt. Ist aber auch abseits von Cthulhu nicht so ganz meins, da bin ich nicht modern genug für  ;)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rumpel am 12.11.2015 | 12:50
Aber warum ist es wichtig, dass die Spieler(innen) auf einmal entscheiden sollen, wann sie einen Wurf schaffen oder nicht (bzw. ihre Chancen modulieren) und was sollen Erzählrechte? Ob nachher ein Erfolg oder Misserfolg rauskommt ist, wie du sagst, ohnehin relativ egal.

Kann man Glück eigentlich nach den neuen Regeln irgendwie wiederbekommen?

Irgendwie schon, habe aber vergessen, wie (habe bisher nur den Quickstarter verwendet ...)

Unabhängig davon kann man bei CoC7 allerdings auch nicht von in den Regeln verankerten erweiterten Erzählrechten für Spieler reden. Da gibt es Glückspunkte als Gummipunkte, mit denen man Würfe ausbessern kann; es gibt das Forcieren, das ebenfalls nur ein Ausbessern ist, es den Spielern aber ebenso wenig ermöglicht, neue Fakten in die Spielwelt einzubringen oder über sich hinauszuwachsen.

Für das Schicksal der SC ist es übrigens nicht unbedingt egal, ob ein Erfolg oder ein Misserfolg rauskommt - da geht es dann halt oft um Entkommen oder nicht ... und wenn ein SC schon Punkte in seinen Pyrrhussieg über ein tiefes Wesen gepumpt hat und dann keine mehr übrig, um Dagon persönlich zu entkommen, steckt da für mich mehr atmosphärisches Potential drin als in einfach nur allgemein "schlechte Chancen haben".

Gute Ressourcensysteme finde ich übrigens sowieso sehr horror-geeignet: Mit Esoterrorists habe ich durch das stete Punkteschwinden schon sehr viel mehr Hoffnungslosigkeit und Horror bei höherer aktiver Spielerbeteiligung erlebt als jemals bei Cthulhu ... für mich ist es erfreulich, dass CoC7 da nun zumindest sehr vorsichtige Anleihen nimmt.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rumpel am 12.11.2015 | 12:52

Ich habe die Regeln bislang nicht im Einsatz erlebt, es war schlicht ein Gefühl, dass mich bei der Lektüre des Regelwerks beschlich. Aber Du hast recht, sicher kann man die Sache auch andersrum sehen.


Probier sie ruhig mal aus - ich fand wirklich, dass sich alles noch sehr vertraut anfühlt und die Neuerungen trotzdem ein Gewinn sind! Mich wird das zwar nicht zu Cthulhu zurückbringen, aber gefreut habe ich mich bei dem kleinen Testlauf trotzdem, dass das so rund läuft.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: SirRupert am 12.11.2015 | 18:52
Irgendwie schon, habe aber vergessen, wie (habe bisher nur den Quickstarter verwendet ...)
Nach Abschluss eines Abenteuers, beim erreichen eines Plotpoints(TM) o.ä., kann der Spielleiter bestimmen das sich das Glück regenerieren kann. Dazu muss der Spieler seinen Glückswert überwürfeln. Wenn er dies schafft bekommt er 1W10 Glück dazu.


Edit: Es ist übrigens keine Standardregel, sondern eine optionale.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Eismann am 24.11.2015 | 14:38
Ich beschäftige mich momentan nebenher mit dem Erziehungswesen der späten Kaiserzeit. Dabei ist mir ein Artikel aus der Zeitschrift  "Die Kinderfehler – Zeitschrift für pädagogische Pathologie und Therapie" von 1896 in die Finger gekommen, bei dem ich schon etwas an cthuloide Dinge denken musste. Ich hab das mal hier mal (https://eisparadies.wordpress.com/2015/11/24/cthuloide-realitaet-kinderfehler/) grob zusammen gebloggt. Vielleicht hilfts ja als Inspiration.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: ErikErikson am 28.12.2015 | 20:02
Weiss jemand zufällig wie die Umrechnung im Jahre 1930 von Reichsmark in Pfund ist?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: DNOHH am 5.01.2016 | 12:47
Spielerhandbuch Seite 29.

ab 1924:

1 Dollar: 4 Mark

Und weil ich auch nicht lesen kann  :P hier noch :

1 Pfund: 20 Mark
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Green Goblin am 12.01.2016 | 18:06
Hat sich hier schon mal jemand Gedanken darüber gemacht, wie die 1. Staffel der Serie True Detectives als Kampagne für Chtulhu umzusetzen wäre? Thematisch ist die Handlung ja sehr stark von mythosnahen Quellen inspiriert und wie in der Serie mit Bildern und Musik die Stimmung erzeugt wird, ist auch ziemlich beachtenswert. Mich interessieren Eure Gedanken zu dem Thema.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Ucalegon am 12.01.2016 | 18:41
Hat sich hier schon mal jemand Gedanken darüber gemacht, wie die 1. Staffel der Serie True Detectives als Kampagne für Chtulhu umzusetzen wäre? Thematisch ist die Handlung ja sehr stark von mythosnahen Quellen inspiriert und wie in der Serie mit Bildern und Musik die Stimmung erzeugt wird, ist auch ziemlich beachtenswert. Mich interessieren Eure Gedanken zu dem Thema.

Shane Ivey über das neue Delta Green:
Zitat
Want a Hollywood pitch? True Detective meets Breaking Bad, The Americans, and the Cthulhu Mythos. It’s suspenseful, creepy, scary, and bleak.

Eine Delta Green Actual Play-Kampagne, die eindeutig von True Detective inspiriert ist: http://actualplay.roleplayingpublicradio.com/2015/10/systems/call-of-cthulhu/delta-green/delta-green-gods-teeth-go-forth-episode-1/ (http://actualplay.roleplayingpublicradio.com/2015/10/systems/call-of-cthulhu/delta-green/delta-green-gods-teeth-go-forth-episode-1/)

Die Bonds als neuer Regelmechanismus rücken in DG die dramatische Seite der Charaktere mehr in den Vordergrund. Und davon lebt True Detective ja eigentlich noch mehr als von der ganzen Suspense-Sache.  Soll heißen es sollte vor allem darum gehen, was der Mythos, aber auch das ganz "normale" menschliche Elend, mit dem die SC in Berührung kommen, mit ihnen und ihrem Leben macht.

Den Plot an sich könnte man wahrscheinlich, wenn man es wollte, fast 1 zu 1 übernehmen. Besonders komplex ist der ja nicht.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Green Goblin am 14.01.2016 | 21:13
Man könnte den Plot tatsächlich fast unverändert übernehmen, das stimmt. Ich fand die Stimmung einfach so überzeugend erschaffen, auch in dieser Hinsicht fand ich das für ne Rund Chtulhu so beispielhaft. Einfach ne gute Serie.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Korig am 5.03.2016 | 18:12
Nachdem ich heute endeckt habe, dass das GRW der 7. Edition endlich als PDF zu erwerben ist, kann ich endlich mal richtig anfangen mich mit dem Buch zu beschäftigen.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Narr am 3.07.2016 | 11:25
Hallöchen. Weiß vielleicht jemand, ob es auch Cthulhu-Abenteuer gibt, die im frühen 17. Jahrhundert spielen? Kein klassisches Mittelalter, sondern schon frühe Neuzeit?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: grannus am 3.07.2016 | 11:35
Ich kann es jetzt nicht beschwören, aber mit großer Wahrscheinlichkeit ist in einem der "Strange Aeons"-Bänden was dabei.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Dr. Clownerie am 3.07.2016 | 11:42
Hallöchen. Weiß vielleicht jemand, ob es auch Cthulhu-Abenteuer gibt, die im frühen 17. Jahrhundert spielen? Kein klassisches Mittelalter, sondern schon frühe Neuzeit?

Es kann sein... Das Szenario mit den Inquisitoren aus dem Band "Aus Äonen" könnte 16xx spielen. Bin aber nicht sicher.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Bluecaspar am 26.03.2017 | 14:21
Es kann sein... Das Szenario mit den Inquisitoren aus dem Band "Aus Äonen" könnte 16xx spielen. Bin aber nicht sicher.

Das Abenteuer hat den Namen "Der Garten der Lüste" und spielt in Spanien im Jahr 1597. Die deutsche Version befindet sich im Band "Aus Äonen" und die englische Originalversion im Band "Strange Aeons".
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Swafnir am 26.03.2017 | 14:30
Ich muss ja sagen, dass mir die neuen Cthulhu-Sachen durch die Bank weg gut gefallen. Für mich gab es da nochmal eine qualitative Steigerung. Früher gab es zwar viele Infos, aber manchmal hat sich das wie ne Geschichtsabhanlung gelesen. Seit Cthulhu 7 wird - in meinen Augen - mehr wert auf die Spielrelevanz und Spielbarkeit gelegt.

Vor allem aber auch die ganzen Abenteuer mit vorgefertigten SCs find ich spitze  :d


Als Cthulhu 7 rauskamm war meine Meinung "Ich brauch nicht noch mehr  Cthulhu-Zeug". Mittlerweile steht alles auf meiner Shoppingliste.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Uwe-Wan am 1.04.2017 | 14:00
Cool, es gibt 2018 einen neuen Cthulhu-Spinoff:

Zitat
Law and Order: Call of Cthulhu: "In the Call of Cthulhu system, the people are represented by two separate yet equally important groups: the PCs, who investigate Cthulhu, and the Elder Gods, who obliterate the PCs. These are their stories."
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Narr am 29.09.2017 | 19:03
Hat sich schon jemand Down Darker Trails, das Wild West Setting für Cthulhu, angeschaut?

Weiß jemand, ob das eine realistische Chance auf Übersetzung hat?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: General Kong am 10.10.2017 | 21:29
Wissen weiß ich nichts, aber ich kann es mir nicht vorstellen. Das deutsche Cthulhu bewegt sich ja in der Mehrzahl in den 1920ern. Cthulhu Now wurde da noch vergleichsweise gut bedient mit "Verschlusssache", "Unfassbare Mächte" und der Nocturnum"-Kampagen.
Western gab es auf den Seiten der Cthuloiden welten, wurde aber (anders als "Mittelalter") nie ausgebaut.

Western ist abgesehen von Deadlands rolenspielerisch ein recht totes Gleis - leider. Ich werde mich wohl an die englische Fassung halten.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: SirRupert am 11.10.2017 | 10:08
Den Cthuloide-Welten-Kram zu Western gibt es übrigens zusammengefasst auf DriveThru als Pay-What-You-Want:
LINK (http://www.drivethrurpg.com/product/120076/CTHULHU-Stirb-aufrecht-Kultist-Wild-West?cPath=5806_10374)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Narr am 11.10.2017 | 11:21
Oh, danke für den Tipp, wobei ich die Originale habe, wenn das aus der CW ist. Da habe ich schon Jahre nicht mehr reingeschaut. Alles thematisch zusammengestellt in einem PDF ist auf jeden Fall super.

In anderer Sache. Ich leite gerade Savage World of Solomon Kane, also übernatürliche Abenteuer zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Auch ein paar verlorene/vergessene Städte sind zu entdecken, Amerika ist bereits abgehakt, aber Afrika und Asien stehen noch an. Denkt ihr, dass Terra Cthulhiana da eine gute Ergänzung bietet? Im Solomon-Kane-Buch selbst sind die Städte nur ganz grob beschrieben (im Schnitt so auf 2 Seiten), ich würde bei wenigstens einer Stadt gerne mal mehr ins Detail gehen. Was ich aber nicht brauche sind Beschreibungen von Archäologen und Ausgrabungsstätten, Solomon Kane ist ja eher zünftiger Pulp als deutsches historisch-akkurates Cthulhu, aber nach einer Review die ich gelesen habe scheint Terra Cthulhiana genau das zu enthalten? Naja, bin nachher mal bei meinem Rollenspielhändler und hoffe, dass das Buch nicht in Folie eingeschweißt ist ::).
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: SirRupert am 11.10.2017 | 19:43
[...] Was ich aber nicht brauche sind Beschreibungen von Archäologen und Ausgrabungsstätten, Solomon Kane ist ja eher zünftiger Pulp als deutsches historisch-akkurates Cthulhu, aber nach einer Review die ich gelesen habe scheint Terra Cthulhiana genau das zu enthalten?[...]

Naja, ich glaub da muss ich dich leider enttäuschen  :-[
In Terra Cthulhiana gibt es nicht so richtig dolle Stadtbeschreibungen, das meiste sind einzelne Orte im Kontext ihrer Umgebung. Gut gemacht, aber es klingt nicht nach dem was du suchst.
Aber es gibt ein Cthulhu-PDF zu China von Pegasus, was passen könnte. Allerdings auch wieder zu den 1920er Jahren ::)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: General Kong am 12.10.2017 | 20:34
Den Cthuloide-Welten-Kram zu Western gibt es übrigens zusammengefasst auf DriveThru als Pay-What-You-Want:
LINK (http://www.drivethrurpg.com/product/120076/CTHULHU-Stirb-aufrecht-Kultist-Wild-West?cPath=5806_10374)

Fein! Als PDF kann man das immer gut brauchen. Die Firma dankt!  :d
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Jiyu am 1.11.2017 | 12:43
Gibt es irgendwo eigentlich ein Paketangebot vom deutschen Grundregelwerk als Buch+PDF oder muss ich tatsächlich 2x 19,95 € investieren? (Die Gesamtsumme wäre ja letztlich immer noch ok, aber gegen sparen hätte ich trotzdem nichts einzuwenden ;))
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tom am 1.11.2017 | 13:09
Nein es gibt leider keine dt. Paketangebote. Du musst in den sauren Apfel beissen.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Jiyu am 1.11.2017 | 14:00
Ok, danke!  :ctlu:
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: LushWoods am 23.01.2018 | 20:50
Wollte das mal speziell hier kurz teilen:
https://www.youtube.com/watch?v=rwdojcKHAFA

 :ctlu: :ctlu: :ctlu:
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: JohnnyPeace am 23.01.2018 | 21:01
Wollte das mal speziell hier kurz teilen:
https://www.youtube.com/watch?v=rwdojcKHAFA

 :ctlu: :ctlu: :ctlu:
Sieht gut aus! Danke für den Tip!
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: tartex am 15.03.2018 | 18:57
Die CoC-Gretchenfrage für mich: Kühlschränke in den 1920igern. Wie oft? Wieviel? Und wo?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Dr. Clownerie am 15.03.2018 | 19:03
In den 1930er Jahren wurde er in den USA und Kuba zur Standardausstattung privater Haushalte; bereits 1937 hatte jeder zweite amerikanische Haushalt einen Kühlschrank.
- Wikipedia (http://In den 1930er Jahren wurde er in den USA und Kuba zur Standardausstattung privater Haushalte; bereits 1937 hatte jeder zweite amerikanische Haushalt einen Kühlschrank.)

Ich würde sagen wohlhabende Städter haben sowas. Vermutlich so ein bisschen wie heute ein intelligenter Kühlschrank :D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: tartex am 15.03.2018 | 19:07
Ich würde sagen wohlhabende Städter haben sowas. Vermutlich so ein bisschen wie heute ein intelligenter Kühlschrank :D

Also 1930iger sind zu futuristisch.

Mit interessiert vor allem die Verbreitung im deutschen Sprachraum zwischen 1920 bis 1929 - wobei es da sicher in dem Jahrzehnt einen Trend nach oben gab. (Habe da vor Jahren schon mal recherchiert, aber wieder vergessen.)

Wie sah es aus mit Gaststätten? Vom Landgasthaus bis zum Nobellokal?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Case am 15.03.2018 | 20:20
 ::)

(http://c7.alamy.com/compde/aan00w/1920s-1930s-blonde-frau-in-schurze-seide-partykleid-high-heels-einnahme-gericht-aus-elektrische-kuche-kuhlschrank-aan00w.jpg)
http://www.alamy.de/stockfoto-1920s-1930s-blonde-frau-in-schurze-seide-partykleid-high-heels-einnahme-gericht-aus-elektrische-kuche-kuhlschrank-12666312.html
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: tartex am 16.03.2018 | 09:50
::)

Tja, leider fehlt da auch eine genauere Zeitangabe.  ::)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Sir Markfest am 16.03.2018 | 10:57
In dieser Zeit waren wohl noch viele Eisschränke gebräuchlich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisschrank
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 16.03.2018 | 11:39
Ich bewerfe euch gleich mit Dingen aus meinem Kühlschrank, wenn ihr das Augenrollen nicht bald sein lasst! :cthulhu_smiley: :ctlu: ~;D


Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: tartex am 16.03.2018 | 11:40
Zitat
Der erste europäische Kühlschrank wurde 1929 von den durch Jørgen Skafte Rasmussen gegründeten Zschopauer Motorenwerken J.S. Rasmussen entwickelt. Aus der Marke DKW-Kühlung ging 1931 die Deutsche Kühl- und Kraftmaschinen GmbH in Scharfenstein hervor.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 16.03.2018 | 11:46
Na, dann geht der Recherchepreis wohl an Dich! :)
Habe ich auch wieder was gelernt. Mein "ältestes" Kühlschrank-Bild-im-Kopf ist die Szene, in der Indiana Jones zum Schutz vor der Atomexplosion in den Kühlschrank klettert. (Und das war in den frühen 50ern, oder?)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: kamica am 27.03.2018 | 09:28
Es sind Neuauflagen angekündigt:
Pegasus Spiele plant zur RPC Neuauflagen von
Die Priester der Krähen
Das Geisterschiff von Caerdon
Der tiefe Fall des Dr. Erben
Terra Cthulhiana - Bis ans Ende der Welt

außerdem sollten dann wieder verfügbar sein
Charakterbogenset
Spielleiterschirm

und das neben den Neuerscheinungen
PULP CTHULHU
Die oberen 10.000

Quelle: pegasus forum

Kennt jemand die Abenteuer? Lohnen die sich?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Maischen am 27.03.2018 | 10:11
Ich fand von den genannten Bänden Der tiefe Fall des Dr. Erben am besten.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Waldviech am 2.04.2018 | 19:53
Das hier finde ich mal eine interessante Betrachtung über Erscheinungsform des Mythos:
https://youtu.be/uqgF26vzXuo
Schade, dass ich das nicht schon gestern erspäht habe. Ich frage mich, ob Chaosium oder Pegasus das in künftigen Publikationen mal aufgreifen werden....
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Karnage am 12.05.2018 | 19:08
Hallo,

ich überlege mal in Pulp Cthulhu reinzuschnuppern - brauche ich dazu das aktuelle Regelwerk oder reichen auch ältere Regeln (zb. Der Hexer von Salem)?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: General Kong am 12.05.2018 | 19:37
Da Pulp Cthulhu auf der 7. Edition der Regeln beruht, kommst du mit dem Hexer-Regelwerk nicht sehr weit. Es sind halt andere Regeln (natürlich wiedererkennbar).

Mit Do-It-Yourself kann man natürlich auch mit den Hexer-Regeln sich was basteln ... aber das kann man ja immer.

Also: Du brauchst die aktuellen Regeln, d.h. das SL-Handbuch - das Spielerhandbuch ist m.M.n. eh überflüssig, da dort keine Reegeln drin sind, die man nicht auch im SL-Handbuch hat. Man bekommT. Ein Haufen Fluff zum Bauen von SC, dafür fehlen aber so Nebensächlichkeiten wie Kampfregeln oder Kreaturen oder Mythoshintergrund oder ...
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Karnage am 12.05.2018 | 19:45
Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Könnte ich Pulp auch mit Achtung! Cthulhu kombinieren (bzw. sind die Regeln in "Achtung! Cthulhu Spielleiterhandbuch" komplett)?

edit: ich nehme an, dieses Buch reicht für die Regeln https://www.cthulhu-webshop.de/cthulhu-rollenspiel-deutsch_cthulhu-grundregelwerk.html
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: General Kong am 12.05.2018 | 22:07
Genau das ist das Regelwerk, das ich meinte.

Cthulhu Pulp lässt sich sicherlich mit Achtung! Cthulhu, ABER AUFGEPASST: Cthulhu Pulp nutzt die 7. Edition der Regeln, Achtung Cthulhu ist auf der Basis der 6. Edition (zumindet meine englische Ausgabe).
Es ist also nicht 100% kompatibel und man muss wieder (wie beim Hexer) basteln.

Zudem. Für Achtung Cthulhu benötigt man tatsächlich das Spieler- und Spielleiterbuch UND Cthulhu 6. Edition ODER Savage Worlds. Es ist keine eigenständiges Spiel.

Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Bluecaspar am 13.05.2018 | 08:59
Cthulhu Pulp lässt sich sicherlich mit Achtung! Cthulhu, ABER AUFGEPASST: Cthulhu Pulp nutzt die 7. Edition der Regeln, Achtung Cthulhu ist auf der Basis der 6. Edition (zumindet meine englische Ausgabe).
Es ist also nicht 100% kompatibel und man muss wieder (wie beim Hexer) basteln.
Schon richtig,  die englische Version von Achtung! Cthulhu nutzt die Call of Cthulhu Regeln der 6. Edition. Auf der Seite vom Uhrwerk Verlag steht aber, dass bei der übersetzten Version die Regeln der 7. Edition verwendet wurden.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Coltrane am 13.05.2018 | 09:27
Im deutschen Achtung! Cthulhu Spielleiterbuch wird zum Beispiel im Kapitel zum Kampf mehrfach auf die 7. Edition verwiesen.
Beispiel:
Zitat
Einfache Regeln zu Verfolgungsjagden und Gefechten mit Fahrzeugen findest du auf S. 159-170 im Cthulhu Spielerhandbuch (Cthulhu 7: S. 120).
Ich gehe also davon aus, dass zumindest die deutsche Ausagbe an die 7. angepasst ist.
EDIT: Abgesehen davon bietet dir natürlich der jüngst auf Deutsch erschienene Pulp Cthulhu Band viele Hilfestellungen und Möglichkeiten, wenn du es wirklich pulpiger magst. Unter anderem angepasste Werte, Archetypen, Regeln usw. Ich würde eventuell überlegen, den Band zusätzlich zum Grundregelwerk zu kaufen.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: General Kong am 13.05.2018 | 10:37
Schon richtig,  die englische Version von Achtung! Cthulhu nutzt die Call of Cthulhu Regeln der 6. Edition. Auf der Seite vom Uhrwerk Verlag steht aber, dass bei der übersetzten Version die Regeln der 7. Edition verwendet wurden.

Gut zu wissen. Würde/ werde aber eh zu SW greifen, wenn ich Tiefe Wesen 1942 jagen gehe.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Bluecaspar am 14.05.2018 | 07:04
Gut zu wissen. Würde/ werde aber eh zu SW greifen, wenn ich Tiefe Wesen 1942 jagen gehe.
Sehe ich auch so. Ich hab schon öfters gelesen, dass sich Leute beschwert haben, dass das Abenteuer Three Kings so tödlich wäre. Ich sag nur selber Schuld. Mit Savage Worlds wird man nämlich nicht so schnell ausgeschaltet, wie mit Call of Cthulhu.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 14.05.2018 | 07:07
Einfach "Pulp Cthulhu" nehmen, Problem gelöst.

Ich würde Savage Worlds nicht mit der Kneifzange anfassen.  ;)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Bluecaspar am 14.05.2018 | 12:48
Einfach "Pulp Cthulhu" nehmen, Problem gelöst.

Ich würde Savage Worlds nicht mit der Kneifzange anfassen.  ;)

Für Pulp ist es auf jedenfall geeignet. Wie aber bei so vielen anderen Spielsystemen auch, ist Savage Worlds Geschmackssache. Der Band Pulp Cthulhu ist aber erst ganz neu rausgekommen. Man müsste auch hier die Abenteuer erst konvertieren. Mit Savage Worlds werden die Abenteuer ja bereits Spielfertig angeboten. Die Konvertierung kann man sich daher in diesen Fall sparen.
 
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 14.05.2018 | 15:59
Da Pulp Cthulhu einfach nur oben draufsetzt, ist es relativ einfach. Aber klar, ist Geschmackssache.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: General Kong am 14.05.2018 | 19:44
Sehe ich auch so. Ich hab schon öfters gelesen, dass sich Leute beschwert haben, dass das Abenteuer Three Kings so tödlich wäre. Ich sag nur selber Schuld. Mit Savage Worlds wird man nämlich nicht so schnell ausgeschaltet, wie mit Call of Cthulhu.

Wundert mich nicht:
Die CoC-Wehrmachtssoldaten haben völlig unrealistische 75% mit ihrer KAR 98!
75%!!! Sind das alles Scharfschützen?
Dann noch 2W6 Schaden alle 2 Runden (Attacken 1/2) bei 150 m Basisreichweite und dann das ganze noch als Rudel - soviel zu unseren Unerschrockenen Investigatoren.

Und was können die dagegen was machen?
Ausweichen?
Sich mit ihrem mächtigen Rüstungsschutz dagegenstemmen?
Nö - die halten ihre 10-14 TP dagegen.
Der Kampf ist in spätestens der zweiten Runde entschieden.


Bei SaWo haben dieselben Soldaten Schießen W6.
Völlig in Ordnung für gut trainierte Soldaten.
2W8 Schaden (allerdings jede Runde mit RW 24/48/96) ist nicht von Pappe, aber mit etwas Deckung (Arsch runter!) und Abstand kann man da durchaus schon was reißen als Wilder Ermittler.
Und dann beißt man nicht halb so schnell ins Gras (Toughness und dann saugt man noch Schaden weg) - das taugt!

Allerdings kann man das ganz damit schon ein wenig beheben, indem man die Werte der CoC-Soldaten auf realistisches Maß stutzt:
Wir sind zu Beginn/ vor Beginn des Krieges, die haben also (als Heeressoldaten) in der Regel keine Kampferfahrung. Damit ist bei 50% der unterste Grad des professionellen Soldaten angemessen, schließlich sind das keine Eliteeinheiten und wir reden über ALLE Mitglieder der Truppe (Durschschnitt) nicht über einzelne Cracks.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Scimi am 14.05.2018 | 23:44
Och, ich stelle mir immer vor, dass man mit SW Dr. Henry Jones Jr. und mit CoC Dr. Henry Jones Sr. spielt, dann passt das schon…  ;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Korig am 15.05.2018 | 07:18
Och, ich stelle mir immer vor, dass man mit SW Dr. Henry Jones Jr. und mit CoC Dr. Henry Jones Sr. spielt, dann passt das schon…  ;D

Sehr schöner Vergleich  ~;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: AndreJarosch am 16.05.2018 | 13:25
Die CoC-Wehrmachtssoldaten haben völlig unrealistische 75% mit ihrer KAR 98!
75%!!! Sind das alles Scharfschützen?
Dann noch 2W6 Schaden alle 2 Runden (Attacken 1/2) bei 150 m Basisreichweite und dann das ganze noch als Rudel - soviel zu unseren Unerschrockenen Investigatoren.

Die Werte der Wehrmachtssoldaten wurden von Amis aufgeschrieben.
Wenn man den Soldaten so unrealistisch gute Werte verpasst lässt dass die Amerikaner die diese Soldaten besiegt haben noch glorreicher erscheinen. Mit einem Gewinn gegen den Durchschnitt wird man schliesslich kein Held.  ;)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Sir Mythos am 16.05.2018 | 14:24
Och, ich stelle mir immer vor, dass man mit SW Dr. Henry Jones Jr. und mit CoC Dr. Henry Jones Sr. spielt, dann passt das schon…  ;D

Das finde ich einen schönen vergleich.  ;D
Wobei ich mal gespannt bin, wie sich das Pulp da einfügt.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Scimi am 16.05.2018 | 15:41
Da spielt man dann Sallah…  ~;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 8.06.2018 | 16:21
Kann ich bitte im Lotto gewinnen?  wtf?

The Brotherhood of the Beast (https://store.hplhs.org/products/dark-adventure-radio-theatre-the-brotherhood-of-the-beast?variant=32612802374)
Masks of Nyarlathotep (https://store.hplhs.org/products/masks-of-nyarlathotep-limited-edition-super-deluxe-dart-set)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Läuterer am 8.06.2018 | 17:51
Kann ich bitte im Lotto gewinnen?
The Brotherhood of the Beast (https://store.hplhs.org/products/dark-adventure-radio-theatre-the-brotherhood-of-the-beast?variant=32612802374)
Masks of Nyarlathotep (https://store.hplhs.org/products/masks-of-nyarlathotep-limited-edition-super-deluxe-dart-set)
Super Sache. Toller Tipp. Dank Dir, Rhylthar.
Dann kann man ja bald auf Langstreckenfahrten die Masks geniessen.
Ich bin schon sehr gespannt.

'Berge des Wahnsinns' war nicht so toll, wie von mir erhofft. Das Interview per Funkschaltung bei schwerem Schneesturm ist zwar realistisch, aber dennoch schwer verständlich.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 8.06.2018 | 17:53
Schlägst Du zu? Ist außerhalb meines Budgets...und ich muss gerade nachdenken: Habe ich die Berge des Wahnsinns CD?  :o
Gab es die beim Crowdfunding? Und wenn Ja, wo ist sie?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Läuterer am 8.06.2018 | 19:04
Schlägst Du zu? Ist außerhalb meines Budgets...und ich muss gerade nachdenken: Habe ich die Berge des Wahnsinns CD?
Gab es die beim Crowdfunding? Und wenn Ja, wo ist sie?
Gerade zugeschlagen. 8 CDs Masks und 3 Brootherhood. Porto ist happig.
Aber... man gönnt sich ja sonst nichts auch alles.

Beim Crowdfunding gab es das nicht, soweit ich weiss.
Ich hatte vor Jahren von den Aufnahmen des DARK ADVENTURE RADIO THEATRE erfahren und drei CDs gekauft darunter auch BdW.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 8.06.2018 | 19:08
Ach, nur die CDs. Ich hätte ja direkt die beiden Deluxe Pakete genommen.  ~;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Läuterer am 8.06.2018 | 21:10
Ach, nur die CDs. Ich hätte ja direkt die beiden Deluxe Pakete genommen.
Ja. Aber noch mehr Taschen? So feminin bin ich dann doch noch nicht. Ich kaufe ständig neue Schuhe. Das genügt mir.

Das Deluxe Set zu Masks war ausverkauft und ehrlich, ich habe jetzt 5 Versionen an Masks Props. Die dt. Version + Complete + HC Textil + Sand Bat + das Film-Quality Prop Set.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 8.06.2018 | 22:05
Ja, Du! Ich hätte nichts davon...aber gut, ich habe auch weder Geld noch Platz dafür.  ;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Läuterer am 9.06.2018 | 10:44
Würdest Du Dich auf ein System beschränken können, würde es sicher auch mit Geld noch Platz klappen. Gelle?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Rhylthar am 9.06.2018 | 11:15
Würde ich mich beschränken, hätte ich kein Cthulhu. ;)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Läuterer am 9.06.2018 | 12:19
Würde ich mich beschränken, hätte ich kein Cthulhu.
Reine Ansichtssache.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 21.08.2018 | 11:07
Ha! Ich werde am Wochenende auf einer Hochzeit in Lovecraft Country sein!
Naja, ich werde durchfahren. Landung in Boston, mit dem Bus weiter nach Minidingens nördöstlich von Portland. Die Fisch-Mensch-Hybriden leben direkt dazwischen.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Läuterer am 21.08.2018 | 11:54
Busfahrten? Na, das ist dann ja wie 'Totholz' als LARP. Toi, toi, toi.
Aber was soll Dir schon passieren? Als Lurch fühlst Du Dich unter den vielen Hybriden sicherlich sehr, sehr wohl.
Hab ne gute Zeit, rillenmanni.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 5.09.2018 | 22:11
Der überaus talentierte Webvideoproduzent DeChangeman aka Joseph Bolz hat den Piloten einer Webserie names "Deborah" veröffentlicht. Diese hat einen gewissen lovecraftesken Einschlag und enthält ein euch sicherlich bekanntes Zitat, aber seht selbst:
 
Link zur ersten Episode (https://www.youtube.com/watch?v=H-NzZ7Zlkjc)
 
Leider gibt es bisher nur den Piloten, aber soll eine richtige Serie daraus werden. Was fehlt ist eine ausreichende Finanzierung. Ich hoffe sehr, dass er über Filmförderung oder sogar einen großen Auftraggeber etwas an Land ziehen kann. Die Finanzierung des Piloten wurde durch seine Patreons (https://www.patreon.com/dechangeman/) ermöglicht (von denen ich einer bin).
 
Wem dieser Pilot zugesagt hat, ist herzlich dazu eingeladen, dieses Projekt durch Teilen, Liken und Kommentieren des Videos oder sogar via Patreon zu unterstützen.
 
Viel Spaß beim Schauen.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 12.09.2018 | 22:33
Hallo zusammen,

ein kleiner TV-Tipp für zwischendurch, um sich ein Bild von den 1920ern zu machen:
 
ab dem 30.September strahlt die ARD "Babylon Berlin" zum ersten Mal im Free-TV aus. (https://www.daserste.de/unterhaltung/serie/babylon-berlin/index.html)
 
Außerdem läuft ab nächster Woche eine Art Dokumentation, die verschiedene Länder von 1918 bis 1939 abdeckt und daher ebenfalls gut die 1920er abdeckt. (https://www.daserste.de/unterhaltung/serie/krieg-der-traeume/index.html)
 
Schöne Grüße
Tegres
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: SirRupert am 18.09.2018 | 13:12
[...] Außerdem läuft ab nächster Woche eine Art Dokumentation, die verschiedene Länder von 1918 bis 1939 abdeckt und daher ebenfalls gut die 1920er abdeckt. (https://www.daserste.de/unterhaltung/serie/krieg-der-traeume/index.html)
Ich habe mir Gestern die ersten beiden Folgen in der Mediathek angeschaut und es gefällt mir sehr gut. Es ist allerdings auch echt düster und deprimierend  :-\
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Lasercleric am 6.11.2018 | 10:23
Wie sieht es denn mit Rückwärtskompatibilität der 7ten Auflage aus? Kann man das alte Zeug ohne großen Aufwand nutzen? (Ich habe noch einiges aus den 00er-Jahren herumstehen.)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: SirRupert am 6.11.2018 | 10:43
Wie sieht es denn mit Rückwärtskompatibilität der 7ten Auflage aus? Kann man das alte Zeug ohne großen Aufwand nutzen? [...]
Ja, problemlos.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Läuterer am 6.11.2018 | 10:48
Und wenn Du was verkaufen willst, bekommst Du sicherlich auch noch gut Geld dafür.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Lasercleric am 6.11.2018 | 19:43
Ja, problemlos.
Prima, Danke!
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 6.11.2018 | 23:27
Ja, problemlos.
Kann ich so unterschreiben. In der Regel muss man gar nichts anpassen, es sei denn man hat vorgefertigte Charaktere. Da würde ich neue Charakterbögen erstellen.
Dass Attribute nun in Prozent sind und sich die Nahkampf-Fertigkeiten geändert haben, geht auch on-the-fly recht gut.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 12.12.2018 | 10:11
Ich glaube ja, die wollen mich gar nicht in den Pegasus-Foren.
Gestern wollte ich mal wieder im Cthulhu-Bereich schmökern, weil die doch derzeit die "besten" Abenteuer verumfragen. Und da bekam ich gesagt, ich dürfe gar nicht. Aber irgendwie konnte ich mich doch mit meinen Kenndaten anmelden (nicht: registrieren), sollte aber einen Registierungslink ("erneut") drücken, woraufhin dann ein Verantwortlicher eine Bestätigung senden würde. Die Situation kam mir merkwürdig vertraut vor ... Nachdem ich heute Morgen immer noch keine Bestätigung vorfand, habe ich mal in meinen Mails gewühlt. Und siehe: Am 27.7.17 habe ich mich schon einmal registriert, aber es kam nie eine Bestätigung.

Geschlossene Gesellschaft, komatöser Admin, technisches Problem oder hat endlich jemand meine wahre Natur erkannt?

Klar, ich weiß, dass ich dort jemanden kontaktieren muss, nicht hier. Aber wenn wir hier nicht miteinander reden, dann sind wir doch keine Community, oder? :)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 12.12.2018 | 10:14
Wenn du sehr lange nicht mehr im Forum warst (also vor 2009), dann hat dich das Karteileichenloeschen erwischt, siehe hier (https://foren.pegasus.de/foren/topic/30617-karteileichen-in-der-mitgliederliste-verschwinden-nach-und-nach/). Da musst dich wohl nochmal neu registrieren.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 12.12.2018 | 10:18
Wie gesagt: ich habe mich letzten Sommer (erstmalig) registriert. Nur dass der Vorgang wohl schon nie abgeschlossen worden ist. Tatsächlich bin ich derzeit als "rillenmanni" oben rechts angemeldet, muss aber die "Bestätigungsmail erneut senden", also "erneut", was ich letzten Sommer schon getan hatte und gestern wieder.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 12.12.2018 | 10:19
In bestimmten Bereichen kannst du erst ab einer gewissen Anzahl von Beitraegen schreiben (5?) und an Umfragen teilnehmen. Vielleicht ist das das Problem. Einfach mal irgendwo deine Meinung reinspammen :D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 12.12.2018 | 10:25
Das werde ich dann einfach tun, im Spammen bin ich ja schließlich gut! :)

Habe soeben auch "CthulhuAdmin" eine freundliche Mail über das Pegasus-Forum geschrieben. Hoffentlich kommt die in meinem Zustand Status überhaupt an! :)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tom am 12.12.2018 | 11:48
Das ist ein Bug im Cthulhu Forum den die Admins nicht abestellen (Können). Einfach in einem anderen Bereich was posten, das müsste gehen und dann probeweise im Cthulhu Bereich des Forums erneut posten. Alternativ mich dort kontaktieren (gleicher Nick) das funzt scheinbar.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: rillenmanni am 12.12.2018 | 12:45
Danke, Tom.  :)

CthulhuAdmin hat meinen Status auch zwischenzeitlich geändert. Ich kann nun in den Beste-Abenteuer-Umfragen abstimmen, juhu. :)
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Coltrane am 13.01.2019 | 18:23
(https://www.tagesschau.de/multimedia/video/grossbritannien-141~_v-videowebl.jpg)


Welches Mythoswissen sich wohl in diesen Folianten befindet?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Scimi am 13.01.2019 | 20:12
Das Evangeliar von Hereford, würde ich sagen, zumindest ist das deren Bibliothek. Ich stelle mir Mythoswerke eher nicht als Kettenbücher vor, denn das impliziert ja, dass sie so frei zugänglich sind, dass man sie gegen Diebstahl sichern muss — andererseits kann ja laut Lovecraft jeder MU-Maschbau-Student und jeder Hinterwäldler das Nekronomikon einfach in Arkham ausleihen…
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: tartex am 13.01.2019 | 20:20
Ich würde gerne einen Versicherungsfuzzi, der ein wenig Versicherungsermittler, aber hauptsächlich Bürokrat und Schreibtischhengst ist, bei Cthulhu Now 7 spielen.

Irgendwelche Tipps für den Beruf, den es sich zu wählen lohnt? Oder gleich, wie ich meine Fertigkeiten verteilen sollte?  :think:
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 13.01.2019 | 20:24
Es gibt meines Wissens den Beruf des Angestellten.

Übrigens: Gute Idee, einen Bürokraten zu spielen. Das ist immer ein Garant für Spaß am Spieltisch (hab ich zum Beispiel bei "Ablage C - Beamte gegen Cthulhu" oder meiner aktuellen Fate-Kampagne gemerkt).
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: tartex am 13.01.2019 | 20:31
Gute Idee, einen Bürokraten zu spielen. Das ist immer ein Garant für Spaß am Spieltisch

Bei Cthulhu geht es doch nicht um Spaß, sondern um Leiden.  :P
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 13.01.2019 | 20:34
Deswegen habe ich die Cthulhu-Geschmacksrichtung "Funthulhu" entwickelt  ~;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: tartex am 13.01.2019 | 21:17
Es gibt meines Wissens den Beruf des Angestellten.

"Büroangestellter" übrigens, falls man den Beruf in der Liste finden will.

Allerdings klingt sowohl "Verkäufer / Geschäftsrepräsentant" als auch "Mittlere Führungskraft / Bereichsleiter" nicht so passend. Was wie "Analyst" gibt es wohl nicht. Am ehesten wohl "Buchhalter".

Allerdings frage ich, warum der Buchhalter (S.52) nur sieben Fertigkeiten hat. Ich dachte acht Fertigkeiten wären der Standard.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Scimi am 14.01.2019 | 17:09
Der Buchhalter ist halt die Klasse für *echte* Horrorfans, die mit dem ganzen Powergaming der hyperkompetenten anderen Klassen nichts anfangen können…  ;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Supersöldner am 14.01.2019 | 17:42
Warum wollen die Alten eigentlich die Erde erobern? die Hat für sie doch kaum wert.kleiner Planet voller irrer Affen am Rand der Galaxie.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 14.01.2019 | 17:48
Wollen sie ja nicht. Wenn sie die Erde "erobern" passiert das halt, so wie wir Menschen Ameisenhaufen zerstören. Da denken wir ja auch nicht drüber nach.

Es gibt natürlich Kultisten, die einen Großen Alten beschwören wollen, weil sie naiverweise glauben, dadurch zu Macht zu kommen, oder sie komplett wahnsinnig xinc
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: tartex am 14.01.2019 | 19:13
Der Buchhalter ist halt die Klasse für *echte* Horrorfans, die mit dem ganzen Powergaming der hyperkompetenten anderen Klassen nichts anfangen können…  ;D

Habe mit der englischen Fassung verglichen. Da haben sie 8 Fertigkeiten. Das sind also die viel beschworenen inhaltlichen Änderungen im Deutschen, weg vom Pulp-Ansatz.  >;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Bildpunktlanze am 25.01.2019 | 09:13
Taugt die eng. Starter Box was?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 25.01.2019 | 09:22
Diesbezueglich verweise ich mal ganz dreist auf meinen Post aus einem anderen Thema (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,5573.msg134710433.html#msg134710433) wo eine aehnliche Frage aufkam.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Luxferre am 25.01.2019 | 16:20
Allerdings frage ich, warum der Buchhalter (S.52) nur sieben Fertigkeiten hat. Ich dachte acht Fertigkeiten wären der Standard.

Gibt es das Trait "Autismus"?
Dann würde ich noch auf Nahkampftraining und Scharfschütze gehen. Zack fettich is The Accountant  :headbang: und da sage mal jemand, Buchhalter wären langweilig zu spielen  8]
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 30.01.2019 | 21:39
Ich bin durch Zufall über das englische Call of Cthulhu Starter Set gestolpert und finde, das sieht echt sexy aus. Solo-Abenteuer zum Reinkommen, drei Starter Abenteuer und vier "klassische" Abenteuer (Alone Against The Flames, Paper Chase, Edge of Darkness, Dead Man Stomp) sind schon mal eine Ansage, dazu die Handouts und Würfel... lohnt das? Sind die Abenteuer gut?
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 30.01.2019 | 21:54
Da werden sie geholfen:

https://www.tanelorn.net/index.php/topic,5573.msg134710433.html#msg134710433

https://www.tanelorn.net/index.php/topic,5573.msg134710779.html#msg134710779

Übrigens hast du da glaube ich etwa missverstanden (oder ich missverstehe dich falsch): Es gibt "nur" insgesamt ein Soloabenteuer und drei normale Szenarien, nicht noch vier Abenteuer dazu.

Meine Meinung: Für das Geld würde ich mir lieber das deutsche Grundregelwerk holen (kostet 19,95€ und hat zwei Abenteuer und alle Regeln) sowie eine Abenteuersammlung für 9,95€ z.B. das vor kurzem erschienene "Abenteuer aus der Gruft I" mit drei Abenteuern, darunter auch "Blues für Marnie", das "Dead Man Stomp" entspricht oder "Terror Americana" mit jeweils einem pulpigen und einem puristischen Abenteuer, oder oder oder... Die Deutschen Abenteuerbände sind in der Regel empfehlenswert. Meist sind es zwei Szenarien, davon ein sehr gutes Szenario und ein solides. Natürlich gibt es auch mal Gurken, aber ich hatte bisher noch keinen Band, bei dem die Mehrheit der Abenteuer mäßig bis schlecht war.

Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 30.01.2019 | 21:59
Danke für die Links! Ich habe die Suche bemüht, aber dabei wohl Quark eingegeben... :-[

Übrigens hast du da glaube ich etwa missverstanden (oder ich missverstehe dich falsch): Es gibt "nur" insgesamt ein Soloabenteuer und drei normale Szenarien, nicht noch vier Abenteuer dazu.

Also hier bei Chaosium (https://www.chaosium.com/call-of-cthulhu-starter-set/) und auch bei einigen Reviews steht es so, dann stimmt das also nicht?

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Kreggen am 30.01.2019 | 22:02
Deswegen habe ich die Cthulhu-Geschmacksrichtung "Funthulhu" entwickelt  ~;D

DAS les ich ja jetzt erst! Das isses! Ich hab's immer Ghostbusters-Cthulhu genannt, aber Funthulhu ist noch besser!  :d
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 30.01.2019 | 22:11
@Antariuk: Also ich verstehe das so, das in Buch 1 "Alone Against the Flames" ist, also das Soloabenteuer. In Buch 3 sind dann die anderen drei Abenteuer, macht also insgesamt vier.
Zitat
Inside This Box
  • Book 1: Introduction and Alone Against The Flames—a solo introductory adventure, teaching you the basics of Call of Cthulhu as you play through a mystery.
  • Book 2: Call of Cthulhu Starter Rules—the essential rules, everything needed for starting play.
  • Book 3: Adventures—three starter adventures for your players to explore.
  • Ready to Play Investigators—five ready to play game characters.
  • Blank Investigator Sheets—ready for creating your own investigators.
  • Roleplaying Dice – a set of six polyhedral dice for use in the game.
  • Player Handouts – a set of ready to use props.

Adventures!

This box comes packed with four classic adventures for over twenty hours of game play.
  • Alone Against The Flames
  • Paper Chase (Abenteuer 1)
  • Edge of Darkness (Abenteuer 2)
  • Dead Man Stomp (Abenteuer 3)
   
Auf dem Bild bei Chaosium sieht man auch nur die drei "Bücher" und nicht noch ein viertes, in dem die Abenteuer wäre (denn die sind ja in Book 3). Aus meiner Sicht ist der Beschreibungstext missverständlich formuliert.
   
@Kreggen: Ich hab schon weitere potenzielle Funthulhu-Kandidaten auf dem Zettel, z.B. "Blutiges Schäferstündchen" und "Electric Square Dance der Atom-Reptil-Bikini-Frauen – in 3D!". In irgendeiner "Cthuloiden Welten"-Ausgabe gab es das Abenteuer "Endspiel", bei dem die Großen Alten die Fußball-WM heimgesucht haben - und mitgespielt haben. Ich habe leider diese Ausgabe nicht, sonst würde es auch in diese Reihe aufgenommen werden.
Wen du noch weitere Empfehlungen hast; Immer her damit!  ~;D
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 30.01.2019 | 22:15
Ach soooo... da wäre ich ja nie drauf gekommen :o Danke für die Klarstellung!
Das deutsche GRW habe ich, dann gucke ich mir mal die Abenteuer an, die Pegasus so hat.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Tegres am 30.01.2019 | 22:22
Dann würde ich in jedem Fall zu den Abenteuerbänden greifen. Für die 20€ bekommst du zwei Bände, also 4 bis 8 Abenteuer, je nach dem, welche Bände du nehmen willst (4 Abenteuer in einem Band ist aber die Ausnahme, das gab es nur bei "Frisches Blut" und "Dreißig").
Alternativ kannst du auch auf die deutsche Übersetzung von "Doors of Darkness" warten, die noch im ersten Quartal erscheinen soll. Es handelt sich um ein vollfarbiges Hardcover für 20€ kosten und enthält fünf Abenteuer, die sich an neue Spielleiter und Spieler richten. In Kombination mit den Schnellstartregeln sozusagen das deutsche Starter-Set für Cthulhu.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Der Läuterer am 31.01.2019 | 08:32
... lohnt das? Sind die Abenteuer gut?
Nein. Zu viel Geld und kaum Leistung.
Titel: Re: Cthulhu - Smalltalk
Beitrag von: Antariuk am 4.02.2019 | 17:26
Meine Meinung: Für das Geld würde ich mir lieber das deutsche Grundregelwerk holen (kostet 19,95€ und hat zwei Abenteuer und alle Regeln) sowie eine Abenteuersammlung für 9,95€ z.B. das vor kurzem erschienene "Abenteuer aus der Gruft I" mit drei Abenteuern, darunter auch "Blues für Marnie", das "Dead Man Stomp" entspricht oder "Terror Americana" mit jeweils einem pulpigen und einem puristischen Abenteuer, oder oder oder... Die Deutschen Abenteuerbände sind in der Regel empfehlenswert. Meist sind es zwei Szenarien, davon ein sehr gutes Szenario und ein solides. Natürlich gibt es auch mal Gurken, aber ich hatte bisher noch keinen Band, bei dem die Mehrheit der Abenteuer mäßig bis schlecht war.

Ich habe mir mittlerweile "Abenteuer aus der Gruft I" geholt und auch wenn ich noch nicht komplett durch bin, sieht das nach Sachen aus, die ich gerne leiten oder verarbeiten würde. Insofern nochmal vielen Dank für den Tipp! :d