Meistens schaffe ich es ja noch, einen Titel fertig zu lesen, auch wenn ich dann darauf verzichte mir auch die unausweichlichen Fortsetzungen zu holen.
Mal einige Titel, die ich angefangen und entweder einfach nicht weitergelesen oder bewusst abgebrochen habe - das meiste davon Hörbücher:
- Tess Gerritsen: Blutmale -- war mir glaub ich zu pyschopathisch, solche komplett geistesgestörten Täter machen mir immer keinen Spaß
- Walter Sohler: Mordalpen -- fing zunächst als drolliger Alpenkrimi in Südtirol an, nimmt aber nach ca 1/4 eine derartig bescheuerte Wendung, dass es mir den Spaß verdorben hat --> abgebrochen
- Kim Stanley Robinson: Red Mars -- ich hab es echt nicht lange durchgehalten, nach ca 5% abgebrochen weil es mich so unfassbar gelangweilt hat. Außerdem scheitert es an seinem eigenen Hard-SF Anspruch, weil KSR halt einfach viel Quatsch erzählt, der in Echt so nicht funktioniert.
- Fritz Leiber: The Swords of Lankhmar -- vor Jahren mal reingeschnöwt, hat mich aber nicht so richtig gefesselt, kommt vielleicht irgendwann nochmal.
- Jo Nesbø: die ersten Harry Hole Krimis habe ich noch goutiert, aber mit Fortschreiten der Reihe ist der Protagonist mir immer mehr auf den Sack gegangen mit seiner Selbstdestruktivität. Ich weiß nicht mehr genau, bei welchem Teil es war (evtl Band 5), aber irgendwann hab ich es jedenfalls abgebrochen.
- Carlos Ruiz Zafon: Der Schatten des Windes -- wurde mir wärmstens empfohlen, aber hat mich sehr gelangweilt, ist mir zu schwere Literatur.
- Drew Hayes: NPCs -- fängt zwar mit einer witzigen Prämisse an (Was machen die ganzen NSCs nach Feierabend, wenn die Helden nichts mehr mit ihnen zu tun haben?), aber hat irgendwie zu lang gebraucht um in die Gänge zu kommen, hab es einfach abandonniert.
Aktuell "auf Bewährung":
- Daniel Suarez: Delta-V -- eigentlich löblich als Hard-SF aufgezogen, bin da wohl bei ca 40%, allerdings halt schon seit einigen Monaten. Also nicht bewusst abgebrochen, mache da vielleicht noch weiter.
Und als Special Mention:
Kjell Westö: Drakarna över Helsingfors. Sollten wir damals mal in einem Seminar über finnlandschwedische Literatur und Kultur lesen. Ich war zunächst angesichts des Titels Feuer und Flamme: "Drachen über Helsinki", habe mir da eine Art Herrschaft des Feuers, Finnland-Style ausgemalt, wie geil ist das denn. Und was war gemeint? Papierdrachen! Und es hat sich als ultra-ur-kreuzlangweilige, weitschweifige, handlungsbefreite Familiensaga entpuppt. Weil halt irgendeine Trulle gerne Papierdrachen steigen ließ. Oh mein Gott war das eine Enttäuschung. Nach den ersten paar-zig Seiten bin ich dann zur Dozentin und hab ihr gesagt, gib mir irgendeine andere Aufgabe, aber das lese ich nicht fertig.