Autor Thema: [Star Wars] Sandbox: Alternatives Ende von Episode VI ...  (Gelesen 1397 mal)

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Offline Boba Fett

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Der zweite Todesstern ist von der Rebellenallianz zerstört worden.
Der Imperator und Darth Vader sind tot.

Aber auch Luke Skywalker konnte der Vernichtung nicht entkommen und der Rebellentrupp auf Endor hatte große Verluste zu beklagen.
Han Solo ist verschollen.
Leia Organa ist eine Kriegsversehrte (Verbrennungen, insbesondere im Gesicht)
 Chewbakka ist gefallen
Ein Teil der imperialen Flotte ist zerstört oder signifikant in Mitleidenschaft gezogen, aber auch die Rebellenflotte wurde stark dezimiert.
Der große Mon Calamari Kreuzer mit Admiral Akbar und Mon Mothma an Bord wurde vernichtet.

Wie geht es weiter?
Nehmen wir diese Situation an, wie würde sich das Rollenspiel aus einer solchen Sandbox-Situation heraus entwickeln?

Laßt euren Ideen mal freien Lauf...
« Letzte Änderung: 17.12.2016 | 11:14 von Boba Fett »
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Mr Grudenko

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Re: [Star Wars] Sandbox: Alternatives Ende von Episode VI ...
« Antwort #1 am: 17.12.2016 | 12:51 »
Der überlebende innere Zirkel des Imperiums einigt sich auf einem (anscheinend harmlosen) Kompromisskandidaten als Regent (der vielleicht noch einige unerwartete Asse im Ärmel hat oder evtl. Snoke heißt) und versucht die uneingeschränkte Kontrolle über das dezimierte Militär wieder zu erlangen.
Inzwischen sind viele imperiale Governeure damit beschäftigt, ihre Macht in ihren Sektoren / auf ihren Planeten mit ihren lokalen Mitteln zu sichern, nachdem sie keine Feuerunterstützung durch die Flotte mehr erwarten können. Dabei könnten z.B. religiöse oder ethnische Konflikte, die während der imperialen Herrschaft unterdrückt wurden für ihre Zwecke wieder anfachen (a la Balkan in den späten 80ern).
Bei diesen Aktionen könnten Informationen über die Vorgänge auf/über Endor eine Rolle spielen (z.B. verheimlicht ein Governeur den Tod des Imperators vor der Bevölkerung, um immer noch mit der Flotte drohen zu können).

Es könnten auch religiöse Fanatiker auftauchen (evtl. inkl. eigenem Gottkönig, oder zumidestens Propheten), die das Ende des "Macht-Aberglaubens" verkünden, und sich mit brutaler Gewalt ein eigenes Imperium erobern, wobei ihnen ehemalige imperiale Offiziere freudig helfen.

Die Situation bei den Rebellen wäre ähnlich. Eine Mehrheit zieht sich z.B. nach Sullust zurück, um von einer zentrale Basis aus, eine neue Republik aufzubauen. Dabei zeichnet sich schon ab, dass Leia bestenfalls nur noch eine repräsentative Rolle spielen wird, aber von der neuen Führung der Allianz an den Rand gedrückt wird. Das gefällt ihr natürlich nicht, und sie beginnt, eine geheime Gruppe von Verbündeten um sich zu scharen. Deren Hauptziel ist es, so wiel verlorenes Jedi Wissen zu sammeln, wie möglich, um evtl. eine ähnliche Gruppe aufbauen zu können (Lukes Bewußtsein ist nach seinem Tod in der Macht aufgegangen, weil er nicht denselben Pilgerwegpfad zurück gelegt hatte, wie Obi-Wan).

Von den restlichen Rebellen sind viele in ihre Heimatsysteme zurück gekehrt, um dort gegen die örltichen Imperiale Bürokratie zu kämpfen, bzw. "befreite" Planeten gegen Eroberung gieriger Nachbarn (inkl. Gangster, Piraten etc.) zu verteidigen. Für viele dieser Kämpfer ist eine geeinte galaktische Republik bestensfalls eine idealistischen Ziel in ferner Zukunft, oder aber der Weg zu einer erneuten Diktatur.

Andere haben mit dem Tod des Imperators den Feind, der sie am Kämpfen gehalten hat, verloren, und sind als Gangs von Kopfgeldjäger, Schmuggler oder Piraten unterwegs, um trotzdem noch ein kriegerisches Leben zu führen.
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Offline Aedin Madasohn

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Re: [Star Wars] Sandbox: Alternatives Ende von Episode VI ...
« Antwort #2 am: 17.12.2016 | 13:49 »
@Imperium

in berühmt/berüchtigter Sith-Tradition zerfleischen sich die verbliebenen Truppen, Flotten und Gouverneure erstmal selbst
- erst Jahre später erwächst ein neuer, bedrohlicher imperialer Anführer

@Allianz

gemeinsamer Nenner war ja "Gegen das Imperium". Also zerfällt sie.
Für all jene, deren kleinster gemeinsamer Nenner "für die Republik" ist, beginnt die idealistische Aufbauarbeit einer neuen Republik.
Viel Wortklimbim und wenig Fortschritte.

für alle anderen (machtpolitisch motivierten) Allianz-Fraktionen beginnt hingegen das große Fressen aka Faustrecht. Sie werden zu den "neuen Imperalisten", die nur ihre eigene Macht/Reiche sehen und mehren wollen und daher sich gegen das alte Imperium gestellt hatten (das ihre Ambitionen unterdrückte. Der Feind meines Feindes ist mein Freund)

@Rollenspiel
entlarve die "neuen Imperalisten"
behalte die "alten Imperalisten" im Auge
helfe den Republikanern 
bleibe am Leben

Offline YY

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Re: [Star Wars] Sandbox: Alternatives Ende von Episode VI ...
« Antwort #3 am: 17.12.2016 | 14:42 »
Von den restlichen Rebellen sind viele in ihre Heimatsysteme zurück gekehrt, um dort gegen die örltichen Imperiale Bürokratie zu kämpfen, bzw. "befreite" Planeten gegen Eroberung gieriger Nachbarn (inkl. Gangster, Piraten etc.) zu verteidigen. Für viele dieser Kämpfer ist eine geeinte galaktische Republik bestensfalls eine idealistischen Ziel in ferner Zukunft, oder aber der Weg zu einer erneuten Diktatur.

Andere haben mit dem Tod des Imperators den Feind, der sie am Kämpfen gehalten hat, verloren, und sind als Gangs von Kopfgeldjäger, Schmuggler oder Piraten unterwegs, um trotzdem noch ein kriegerisches Leben zu führen.

+1

Zumindest in der Gesamtdarstellung scheint es mir bei Star Wars zu sehr vielen Zeitpunkten so zu sein, dass sich enorm große politische Gebilde auch unter sozialen und politischen Bedingungen halten können (ggf. in veränderter Form), die das Ganze doch sehr unglaubwürdig machen - von technischen Begrenzungen mal ganz abgesehen.


Nach dem Fall des Imperiums und dem Tod vieler Führungspersönlichkeiten auf beiden Seiten würde ich eine weitgehende Balkanisierung erwarten - klar, Verbrecherkönige und Warlords gibt es bei Star Wars auch einige, aber denen stehen doch meistens die großen politischen Strukturen gegenüber. Die würden für mich in diesem Szenario wegfallen.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
- Pyromancer

Offline Vielfraß

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Re: [Star Wars] Sandbox: Alternatives Ende von Episode VI ...
« Antwort #4 am: 17.12.2016 | 16:24 »
Das sind schon ein paar Szenarien in denen ich sehr gerne einen charakter spielen würde!
Bei einer solchen Ausgangssituation mit mir als GM würde Leia in dem verzweifelten Versuch einen Bund
galaktischer Systeme zu erhalten sich selber an die Spitze des ehemaligen Imperiums setzen. Dieses erste intergalaktische
Königreich würde sie durch eine gebündelte Flottenstreitmacht der restlichen Imperiums- und Rebellentruppen
erreichen, geeint durch ihre politische Präsenz: Die Imperialen Offiziere unterstützen sie als beste Chance für Ordnung in der
Galaxis. Verfolgt von der Angst, der Tod ihres Bruders könnte sonst sinnlos gewesen sein, schreckt Leia auch vor radikaleren Mitteln
nicht zurück und bestraft auf beiden Seiten Offiziere, die der Fusion im Weg stehen, mit dem Exil auf Endor.
Trotz ihres schnellen Handelns würde Leia jedoch nicht verhindern können, dass sich einige Systeme abspalten, allen voran
der Corellia Sektor. Ihnen schliessen sich mehrere Systeme an, die in den Klonkriegen auf Seiten der CIS gekämpft hatten.
Sie sehen sich von den anderen Systemen als unfair behandelt. Die Erkenntnis, dass es sich bei Sheev Palpatine um einen
Sith Lord gehandelt hatte, sehen sie als Bestätigung ihrer eigenen Motive. Sie wollen lokale Regierungen mit absoluter Macht,
ohne Regulierung durch eine galaktische Instanz.
Und auch Teile des alten Imperiums haben sich unter einem anderen Banner versammelt:
Ein Bündnis aus Moffs unter der Führung eine gewissen blauhäutigen Admirals hält den Bürgerkrieg am Laufen.
Diese propagieren eine Regierungsform unter Ausschluss jeglicher Macht-Nutzer, da diese durch ihren internen Krieg
den Untergang sowohl der Republik als auch des Imperiums verschuldet haben.
Die Spieler würden als imperialer Trupp auf Endor beginnen, kurz nach der Bildung der neuen Machtverhältnisse.
Das ist allerdings sicher nicht die logischste Entwicklung der Ereignisse :P, nur ein Szenario das ich gerne leiten würde.
Ich würde Hinweise einstreuen dass Han Solo hinter dem Corellia-Konflikt steckt...tatsächlich hätte er allerdings
seine "Auszeit" genutzt ,um sich zum Hangsterboss im durch Jabbas Tod zerrüttetem Hutt Kartell aufzuschwingen.

Eulenspiegel

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Re: [Star Wars] Sandbox: Alternatives Ende von Episode VI ...
« Antwort #5 am: 17.12.2016 | 16:33 »
Ich würde auch von einer leichten Balkanisierung ausgehen:
Das Imperium existiert noch, hat aber extrem an Macht verloren. Dennoch wird schnell ein neuer Imperator gewählt, der versucht, die Reste des IMperiums zusammenzuhalten. Der neue Imperator ist kein Sith und auch nicht so grausam wie der alte.

Viele Lokal-Gouverneure/Moffs nutzen die Gelegenheit und erklären ihre Unabhängigkeit.
Einige Moffs laufen auch zur Republik über.
In wieder anderen Systemen wird der Moff vom örtlichen Verbrecher-Syndikat gestürzt.

Wir haben mit dem Imperium und der Republik also zwei Mächte, die annähernd gleichstark sind. Und dazwischen dann zahlreiche lokale Systeme, die evtl. untereinander auch Bündnisse bilden.

Jedi, die Jahrzehnte im Untergrund gelebt haben, trauen sich langsam wieder hervor. Einige versuchen den alten Jedi-Orden wieder zu gründen. Doch die politischen Verantwortlichen sind den Jedi gegenüber misstrauisch und so fristet der Jedi-Orden nur ein Schattendasein seiner üblichen Stellung. Andere Jedi wiederum sind frustriert darüber, dass die neue Republik sie nicht anerkennt und laufen zur dunklen Seite der Macht über.