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Autor Thema: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 4030 mal)

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Offline viral

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #25 am: 3.02.2019 | 23:27 »
Das Artwork hat mich auch ziemlich angemacht. Aber die Regeln und um was es dann im Spiel geht, war dann wieder relativ unspektakulär. Einerseits werde ich mit Belanglosigkeiten gelangweilt andererseits wird der Metaplot, der das Ganze doch noch interessant machen könnte, scheibchenweise enthüllt. Ich hasse so unfertige Handlungsbögen.

Die Regeln sind jetzt auch nicht der Hit. Mir ging es da oft so, dass ich bei manchen Fertigkeiten gar nicht so genau gerafft hab wie die nun genau funktionieren soll.
Da würde ich das Ganze lieber mit Shadow of the Demon Lord Regeln bespielen.

Ich hab das limitierte Grundbuch behalten und den Rest verkauft. Eye-Candy ist nicht alles ....

Meine Bewertung:

Visual 4/5 (wenn man ehrlich ist, ist der Stil doch etwas "monoton")
Rules 2/5
Content 3/5

Am Ende ist es dann doch ein mittelmäßiges Rollenspiel mit unausgegorenen Regeln.

Offline korknadel

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #26 am: 4.02.2019 | 10:10 »
Also ich finde ja, dass das Symbaroum-Setting ein ganz starkes Thema hat, das sehr gut zu den Illus passt. Zum einen dieses Imperium à la Warhammer, das den Krieg gegen das Chaos verloren hat und jetzt notgedrungen zur Kolonialmacht der Verzweifelten wird. Der Pionier- und Wild-West-Flair. Die Relikte eines älteren Imperiums, das vor tausend Jahren dasselbe Schicksal erlitten hat. Gekoppelt mit dem Konflikt Zivilisation-Natur, dem Verderben als Rache der verletzten und deshalb pervertierten Natur, das jederzeit geweckt werden kann, wenn man die alten Relikte aufstört. Und die gerade die Elfen, die mal nicht die Wesen aus Magie und Altweibersommer sind, sondern tatsächlich eine verschworene Gemeinschaft derer, die die Welt vor einem neuen Ausbruch des Verderbens bewahren wollen/müssen. Auch so ein ganz kleines bisschen Indianertum. So konsequent und gleichzeitig subtil habe ich das in keinem anderen Fantasy-Setting erlebt. Ich finde das alles sehr stimmungsvoll.

Und der erst im Lauf der Zeit enthüllte Metaplot juckt mich eigentlich gar nicht. Ich würde meinen, man kann jederzeit mit einer Kombination aus GRW und irgendeinem der anderen Bücher, sei es nun ein Abenteuerband oder das Monsterbuch, munter drauflos spielen, ohne dass einem der Metaplot irgendwo reingrätscht.
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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #27 am: 4.02.2019 | 10:16 »
Ich würde Symbaroum auch jederzeit mitspielen. Dann muss ich mir das Buch halt wieder zulegen. Leiten muss ich es definitiv nicht.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

J.W. von Goethe

Offline Grubentroll

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #28 am: 5.02.2019 | 19:14 »
So konsequent und gleichzeitig subtil habe ich das in keinem anderen Fantasy-Setting erlebt. Ich finde das alles sehr stimmungsvoll.

Fandest du die Sachen nicht auch etwas überbeschrieben?

Offline korknadel

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #29 am: 6.02.2019 | 06:17 »
Fandest du die Sachen nicht auch etwas überbeschrieben?

Im GRW bekommt man ja nur einen groben Überblick, mehr als angerissen wird das Setting dort ja nicht, aber immerhin so weit, dass man halbwegs schon losspielen kann.

Und was ich bisher von den anderen Büchern gelesen habe, muss ich sagen, dass ich das eigentlich so ziemlich genau die richtige Detailfülle finde. Die Dinge sind so weit beschrieben, dass man sie gut verwenden kann, aber selten so erschöpfend, dass nicht noch Raum für Interpretation wäre. Gerade der Monsterband zum Beispiel bringt da eine gute Mischung aus harten Fakten, Gerüchten und Andeutungen zu den einzelnen Viechern, dass man immer noch selbst was entdecken kann.

Eine Welt, in der alles geheimnisvoll ist, ist eben leider schlecht bespielbar und kaum beschreibbar. Es hilft schon ungemein, wenn ich zum Beispiel weiß, welche Mächte sich da in dieser Ruine im Davokar um die Schädelkrone streiten, wenn ich das Abenteuer leiten will. Dann sind das natürlich keine "geheimnisvollen dunklen Mächte" mehr, aber dunkel und atmosphärisch sind sie bei Symbaroum immer noch. Und ich finde, man kann auch noch nicht von überbeschrieben sprechen, wenn man erfährt, wie der Bürgermeister von Distelfeste heißt.

Für mich macht Symbaroum gerade an der Stelle ziemlich vieles richtig.
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