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Autor Thema: Blades in the Dark / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 1007 mal)

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Offline Thallion

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Blades in the Dark / Bewertung & Rezensionen
« am: 21.08.2017 | 08:35 »
Hier könnt ihr eure Meinung zu Blades in the Dark abgeben und nach Punkten bewerten.



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Blades in the Dark

Regel/Quellen-Bände-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Regel- und Quellen-Bände:
http://www.tanelorn.net/index.php/topic,96807.0.html

Klappentext:
Blades in the Dark is a tabletop role-playing game about a crew of daring scoundrels seeking their fortunes on the haunted streets of an industrial-fantasy city. There are heists, chases, occult mysteries, dangerous bargains, bloody skirmishes, and, above all, riches to be had — if you’re bold enough to seize them.

You and your fledgling crew must thrive amidst the threats of rival gangs, powerful noble families, vengeful ghosts, the Bluecoats of the city watch, and the siren song of your scoundrel’s own vices. Will you rise to power in the criminal underworld? What are you willing to do to get to the top?

In this stand-alone game, you’ll find:
•Rules to create your scoundrel using the following character archetypes: the Cutter, the Hound, the Leech, the Lurk, the Slide, the Spider, or the Whisper.
•Rules to create your crew, built from types like Assassins, Bravos, a Cult, Hawkers, Shadows, or Smugglers.
•A robust core mechanic which puts the fiction first—the strength of a character’s position (desperate, risky, or controlled) matters just as much as the character’s ability scores.
•A lightning-fast mechanic for planning criminal operations to cut through the usual slog of planning at the game table.
•Rules for alchemical experiments, gadget tinkering, and weird occult powers—including rules for playing Ghosts and other strange beings.
•A setting guide to the haunted city of Doskvol, with all the maps, factions, NPCs, schemes, and opportunities you need to run an exciting sandbox game.

Ucalegon

  • Gast
Re: Blades in the Dark / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #1 am: 21.08.2017 | 13:20 »
Da Gaming Cat für uns eine BitD Kampagne leiten wird, habe ich das Buch jetzt auch mal ganz gelesen.

Was die Regeln betrifft stechen für mich am meisten heraus:

> Im Kern, d.h. beim Prozedere um die Action Rolls wird das erklärte Designziel von PbtA, Stake-Verhandlung zu töten, deutlich zurückgerollt. Harper schreibt, von der ganzen Situations-Bewertung via Position & Effect profitiere der gemeinsame Vorstellungsraum. Ob das stimmt, sollte sich ja nach einer Weile im Spiel zeigen. Offensichtlicher ist, dass das Ganze wieder näher an das traditionelle SL-Urteil rückt. Natürlich deutlich eleganter als Proben-Schwierigkeit via Modifikatoren oder so. Der Devil's Bargain kommt wie sein FATE-Analog auch vor dem Wurf und nicht danach wie in PbtA. Nachverhandelt werden darf dann auch noch; über die Resistance Rolls.

> Stress als Währung für fast alles. Klar bei zuviel kriegt man ein paar negative Charakterzüge und ist irgendwann raus, aber das scheint mir irgendwie erstaunlich zahnlos.

> Die umfangreiche Downtime-Phase finde ich cool. Das machen zwar mittlerweile alle, aber es sieht hier auf jeden Fall gut aus. Dass es z.B. , wenn die Crew zu erfolgreich ist, irgendwann zum Krieg mit anderen Fraktionen kommt und dass das kein Zustand ist, den man aufrecht erhalten möchte, scheint mir sehr passend. Vice um Stress abzubauen ebenfalls.

> Auch die Gruppe kriegt einen Bogen. Kluge Idee für ein Gruppenspiel!

> Das Glanzstück ist für mich das Kapitel zum Score. Da habe ich das Gefühl, dass alle anderen Ansätze, wie man Planung aus dem Heist-Rollenspiel verbannen kann, konsequent zu Ende gedacht worden sind. Dagegen wirkt zum Beispiel The Sprawl mit seiner Legwork-Phase umständlich. Methode wählen, Engagement Roll, die Scoundrels werden hart reingeframed und los gehts. Flashbacks werden wie normale Aktionen behandelt.

Wirkt insgesamt vielversprechend und räumt die Probleme, die ich beim Antesten hatte fürs Erste aus.

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Der Schreibstil gefällt mir allerdings nicht. Zu viel Drumherumgerede. Und ein paar Knaller, bei denen ich nur den Kopf schütteln kann, haut Harper auch raus (PvP, S.41; Fiction-First Gaming, S.161; Build Your Character Through Play, S. 184). Aber gut, vielleicht hilft es ja jemandem, zu verstehen, was BitD nicht ist.

Viel mehr kann ich nach zwei Sessions unserer Kampagne noch nicht sagen. Bisher funktioniert Blades jedenfalls einwandfrei, auch wenn die Abläufe beim Aushandeln der Situation noch nicht sitzen. Als Vorteil dieses Vorgehens (im Vergleich zu PbtA) hat sich in unserem ersten Score jedenfalls erwiesen, dass ein set up nicht nur einen langweiligen Bonus für das Bandenmitglied bedeutet, dem geholfen wird, sondern auch mechanisch die neue Ausgangssituation spiegelt, in der es sich dadurch befindet (z.B. wird Risky zu Controlled). Wen das Situative interessiert, bekommt hier ordentlich was geboten.

Aktuell 4/5 Punkten.

Offline harekrishnaharerama

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  • Username: harekrishnaharerama
Re: Blades in the Dark / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #2 am: 6.10.2017 | 15:35 »
Das Setting ist toll, selten, aber abgekupfert, nichts Originelles. Läuft bei mir unter Steam Fantasy.

Das Spiel erscheint von den Regeln clever, bricht aber im Spiel zusammen, weil man das Legwork in den Heist hineinträgt. Lediglich der Spannungsbogen ändert sich für mich - man schneidet halt zwischen Vorbereitung und Gegenwart hin und her. Das Rollenspiel schien für mich darunter zu leiden, es braucht Zeit und Raum. Besser ein verlorener Run und gutes Rollenspiel als ein funktionierender in dem die Chars nicht zur Geltung kommen.

Ob ein Spiel flutscht oder man an der Kleinlichkeit der Vorgaben versagt, ist letztlich eine Sache der Gruppe und nicht des Systems.

Ucalegon

  • Gast
Re: Blades in the Dark / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #3 am: 29.11.2017 | 18:31 »
Sehr positiv urteilt der 3W6 Podcast über das System.

U.a.: BitD sei das erste storygame, das auch Crunch-Fans anspreche und langfristig trage.